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am 10. November 2012
Benjamin Wilson, ein Englischlehrer und Familienvater, der seinem 40. Geburtstag entgegen sieht, steht kurz vor dem Trip seines Lebens. Noch läuft alles in geregelten Bahnen. Sein Leben gestaltet sich ereignislos und wenig aufregend, und anders will er es im Grunde auch gar nicht haben. Als eines schönen Tages plötzlich einer seiner Schüler mit einem Fleischerbeil Amok läuft und von der Polizei erschossen wird, ändern sich auch für Benjamin die ruhigen Verhältnisse.
Was kurz nach der Beerdigung des Schülers mit einem leichten Jucken in der Nase beginnt, eskaliert zu einem halsbrecherischem Road Trip zu Dritt. Benjamin, sein Parasit und Julie, eine betörend schöne aber schlagkräftige Kopfgeldjägerin.

"Benjamins Parasit" stand schon ziemlich lange auf meiner heimlichen Wunschliste, und das Warten hat sich gelohnt.
Jeff Strand versteht es nämlich wie kein Anderer, eine hochprozentige Mischung aus schwarzem Humor und Horror abzuliefern.
Den Löwenanteil dieser spaßigen Angelegenheit trägt dabei der Charakter von Benjamin Wilson. Dieser im Grunde bodenständige und eher langweilige Lehrer mutiert im Laufe der Story zu einem coolen, wenn auch tolpatschigen Actionhelden, der es ordentlich krachen lässt. Seine Slapstick-Einlagen haben mich mitunter Tränen lachen lassen.
Seine Begleiterin Julie geht zwar mit einer gewissen Ernsthaftigkeit an ihre Aufgaben heran, wird aber durch Benjamin's unbeholfene Art öfter in unfreiwillig komische Situationen gebracht, als ihr lieb ist.
Selten dämliche Bösewichte und ein eigenwilliger Parasit runden das Charakterangebot sagenhaft gut ab.

Jeff Strand's humoriger und lockerer Schreibstil erlaubt ein entspanntes und äußerst unterhaltsames Lesevergnügen.
Trotzdem kommt auch der Horror in diesem Roman nicht zu kurz. Der Leser darf sich auf reichlich Action und viele unangenehme Fleischwunden freuen. Auch die Erotik bekommt ihren wohlverdienten Platz in der Story. Allerdings werden auch dabei eher die Lachmuskeln als die dafür vorgesehenen Körperteile strapaziert.

Wer sich jetzt fragt, wie diese Mischung aus "Väter der Klamotte", "Kimble auf der Flucht" und "Alien" funktionieren kann, sollte sich einfach selber ein Bild machen und sich das Buch besorgen.

Ich, für meinen Teil, habe jedenfalls Tränen gelacht und mich köstlich amüsiert. Langeweile sucht man hier wirklich vergebens. Die Story hat Wortwitz, Action, Comedy und Tempo. Was will man mehr?

Nach "Grabräuber gesucht" und "Alleinstehender Psychopath sucht Gleichgesinnte" war dies jetzt mein dritter Roman von Jeff Strand, den ich quasi in einem Rutsch verschlungen habe. Leider sieht es nicht so aus, als würde Bastei Lübbe die Mayhem-Reihe fortsetzen. Deswegen bin ich um so gespannter, was VOODOO PRESS den Fans künftig noch bieten wird.

Fazit:

Jeff Strand hat mit "Benjamins Parasit" einen temporeichen, urkomischen Road Trip abgeliefert, bei dem kein Auge trocken bleibt. Ich empfehle eine Tüte Popcorn, ein stumm geschaltetes Telefon und eine abgestellte Klingel in Kombination mit einer Packung Kleenex für die Lachtränen. Wirklich guter Stoff!

Die Originalrezension befindet sich auf meinem Blog!
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am 28. November 2012
"In *Benjamins Parasit* entführt Jeff Strand seine Leser in einen temporeichen Roadmovie in Papierform, der von Florida nach Kalifornien führt. Wer Strand kennt der weiß, dass diese Reise alles andere als normal verlaufen wird und von Chaos geprägt ist. Für die Leser heißt das im Klartext...hinsetzen, anschnallen, die Gesichtsmuskeln lockern und genießen."

Kurz gesagt, Jeff Strand ist ein Comedian unter den Schriftstellern und wenn es darum geht, brutale und abstoßende Passagen mit so viel Humor und Wortwitz zu umspülen, dass sie dem Leser ein Dauergrinsen bescheren, dann ist er der richtige Mann. Sein Name steht für die Kombination aus Humor und Gewalt, wahnsinnige Situationskomik, die dazugehörige Portion Sarkasmus und irrwitzige Dialoge, und genau diese Eigenschaften finden sich auch in *Benjamins Parasit* wieder.

Die Story an sich ist recht einfach gestrickt und gleichermaßen genial, denn schon recht schnell wird geklärt, wohin die Reise von Benjamin (er trägt den Parasiten in sich) und von Julie (seiner angeblichen Retterin) führt. So lenkt er innerhalb kürzester Zeit das Augenmerk vollends auf seine Figuren und lässt die Geschichte - um es ein wenig salopp zu formulieren - um die beiden herumlaufen. Zentrales Thema wird nun der in Benjamin weilende Parasit - der sich alles andere als friedlich verhält und für die verrücktesten Momente sorgt – und die Verfolgung der bösen Jungs, die alles in ihrer Macht stehende tun, um den Parasiten in ihren Besitz zu bringen. Person- und Kollateralschäden werden seitens der Ganoven natürlich billigend in Kauf genommen.
Auch in diesem Roman sind die von ihm geschaffenen Figuren wieder einmal mehr das Aushängeschild, die aufgrund ihrer Ausstattung die Note Exzellent verdienen. Jeff Strand weiß was eine Figur mitbringen muss, was für eine Körpersprache und was für eine Sprache sie benötigt, um beim Leser anzukommen, und sich von ihr in die Story hineinziehen zu lassen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um gute oder böse Figuren handelt, sie haben alle die gleiche Wertigkeit.

"Die Hauptfigur Benjamin, ein absolut liebenswerter Kerl, ist eigentlich von seinen Anlagen her der geborene Antiheld, der einem unglaublich viel Spaß bereit, um den man sich gleichzeitig aber auch Sorgen macht. Er entpuppt und entwickelt sich im Laufe der Geschichte aber immer mehr in Richtung Held, vergleichbar mit der Figur Andrew Mayhem aus der gleichnamigen Reihe."

Die Dialoge zwischen allen Figuren, egal in welcher Kombination auch immer, besitzen das Prädikat besonders wertvoll. Sie sind frech, witzig, urkomisch und des Öfteren so extrem fehl am Platz, dass sie einen grinsend den Kopf schütteln lassen. Gerade das Verhalten der 3 Verfolger von Benjamin und Julie spricht dafür, dass sie nicht die hellsten Röhren im Solarium sind, aber aufgrund dessen für das Sahnehäubchen sorgen. Clyde, Joey und Pedro - obwohl Pedro noch der Klarste von ihnen ist - hätten dümmer und komischer nicht sein können.

Mein Fazit: "Benjamins Parasit ist eine mit Action und Abenteuern beladene Horrorkomödie, die sehr figurenbezogen ist und mit ihren irrwitzigen Dialogen überzeugt. Im Gegensatz zu seinen anderen Werken ist dieser Roman eine kleine Spur ekeliger, was schlussendlich dazu führt, dass die Dialoge in anbetracht dessen noch verrückt wirken. Benjamins Parasit besitzt einen sehr hohen Spaßfaktor, der die Liebhaber der Horrorkomödien begeistern wird."
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Benjamin Wilson ist neunundreißig Jahre alt und Lehrer an einer Highschool. Er hat eine liebevolle Ehefrau und eine sechzehnjährige Tochter, die ihren Eltern keine großen Schwierigkeiten bereitet. Nach der Beerdigung seines Schülers Brian, der eines Abends unerwartet seine Mutter mit einem Fleischerbeil attackierte und von einem Nachbarn in Notwehr erschossen wurde, nimmt Benjamins Leben allerdings eine dramatische Wendung. Er entwickelt Heißhunger auf Sex und Schokolade, verzockt massenhaft Geld beim Glücksspiel und beginnt sich absonderlich zu benehmen. Schließlich bricht er in der Schule mit schrecklichen Magenkrämpfen bewusstlos zusammen. Was die Ärzte in der Klinik, in die Benjamin eingewiesen wird, jedoch diagnostizieren ist alles andere als beruhigend. Offenbar hat sich in seinem Verdauungstrakt ein tintenfischähnlicher Parasit eingenistet. Bevor eine Notoperation in die Wege geleitet werden kann, erscheint plötzlich die attraktive Kopfgeldjägerin Julie und entführt Benjamin aus dem OP-Saal. Von da an beginnt eine wahnwitzige Hetzjagd nach Kalifornien, denn nur dort ist, laut Julie, Benjamins Leben noch zu retten. Allerdings hat die Sache eine Haken. Skrupellose Killer sind hinter dem Highschool-Lehrer und seinem Parasiten her, der Benjamin zu immer merkwürdigeren Handlungen zwingt ...

Jeff Strand ist hierzulande durch seine Andrew Mayhem-Romane bekannt geworden („Grabräuber gesucht“/“Alleinstehender Psychopath sucht Gleichgesinnte“), in denen er bereits Horror- und Thriller-Elemente mit jeder Menge schwarzem Humor verknüpfte. In Verbindung mit Strands flottem Schreibstil ein todsicheres Rezept für unterhaltsame Lesestunden, das auch beim vorliegenden Roman Anwendung fand. „Benjamins Parasit“ ist ein in jeder Hinsicht ungewöhnlicher und lesenswerter Horror-Roman, dessen komödiantische Einlagen hervorragend aufeinander abgestimmt sind und die Geschichte nie ins Lächerliche abdriften lassen. Im Gegenteil, verhelfen sie der aberwitzigen Handlung doch zu der nötigen Selbstironie und vermeiden dadurch, dass sich der Roman selbst zu ernst nimmt. Mit Benjamin schuf Strand einen typisch amerikanischen Durchschnittsmann mit einem durchschnittlichen Beruf und einer durchschnittlichen Familie. Die ideale Identifikationsfigur für den Leser, der dadurch Benjamins Martyrium umso plastischer nachempfinden kann. Zumal der Autor das großartige Talent besitzt seine Figuren sehr lebensnah und sympathisch darzustellen. Selbst die beiden dusseligen, aber nicht weniger mordlustigen, Brüder Clyde und Joey kann man in sein Herz schließen, insbesondere nach der großartigen Diskussion über Einschüchterung und Glaubwürdigkeit, die die beiden führen, während Benjamin mit Handschellen an ein Lenkrad gefesselt in einem Auto auf einem belebten Parkplatz festsitzt. Was den Roman über den glänzend pointierten Humor auszeichnet ist die Übelkeit erregende Brutalität und das enorme Tempo der Geschichte. Man spürt beim Lesen geradezu wie sich etwas in den Eingeweiden zu regen beginnt und entwickelt ein ganz neues Gefühl von Körperwahrnehmung. Manchem Leser mag die zweite Hälfte des Romans vielleicht eine Spur zu überdreht sein, doch irgendwie passt es zu der verrückten Handlung. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich jemand findet dieses Buch zu verfilmen. Wünschenswert wäre es allemal.
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am 20. Januar 2013
Für Benjamin Wilson ist es erst die zweite Beerdigung in seinem Leben. Vor fünf Jahren starb sein Onkel Stewart und an seine Beerdigung kann er sich insofern gut erinnern, als sich Tante Penny, die Witwe des Verstorbenen, einen bösen verbalen Ausrutscher erlaubte. Dergleichen ist aber am heutigen Tag, der ein "neues Level der Beschissenheit" erreichen wird, nicht zu erwarten.

Brian Dexter, einer seiner Schüler an der Prill High, starb einen gewaltsamen Tod. Mit besonderen Leistungen konnte er nie glänzen, aber Benjamin schätzte ihn als Mensch. Auch hatte es stets den Anschein, dass Brian frei von jeder seelischen Belastung zu sein schien, was sich nun als Irrtum herausgestellt hat. Offenbar ohne ersichtlichen Anlass attackierte er seine Mutter mit einem Fleischerbeil, verletzte sie und nahm die Verfolgung der Flüchtenden auf, die sich bei Nachbarin Leslie in Sicherheit bringen wollte. Brian schien unbeeindruckt und brach durch ein Fenster in das Nachbarhaus ein, doch weit kam er nicht mehr. Das Beil fiel ihm aus der Hand, nachdem ihn ein Schuss aus der Schrotflinte von Leslies Mann John tödlich verletzte.

Die Bestattung gestaltet sich ebenso unwirklich wie unheimlich. Unwirklich insofern, als niemand genau weiß, wie man sich bei der Beerdigung eines Kindes verhalten soll, "das starb, während es versuchte, seine Mutter mit einem Küchenutensil niederzustrecken". Unheimlich deshalb, da Benjamin Wilson einige unangenehme Beobachtungen erwarten. Lieber würde er seine Zeit im Wartezimmer seines Zahnarztes, in Erwartung einer Wurzelbehandlung, verbringen, oder die "längste, grauenvollste, ganztägige Lehrerfortbildung durchstehen", als vor einem Sarg zu stehen, in welchem ein 15-jähriger Junge liegt. Schließlich schafft er das scheinbar Unmögliche und steht vor seinem ehemaligen Schüler. Während er noch über all die Dinge nachdenkt, die Brian nun zwangsweise niemals erleben wird, geschieht es: Brians Unterlippe scheint für einen kurzen Moment zu zucken!

Seine aufkommende Panik weiß Benjamin zunächst noch zu kontrollieren, zumal es sich ganz bestimmt um eine Sinnestäuschung gehandelt haben muss. Er beobachtet Brian intensiv, und Brian zeigt keinerlei weitere Bewegungen mehr, welche ja auch "durch die Gesetze der Natur strengstens verboten" sind. Leider kann er sich dennoch nicht beruhigen, da er plötzlich bemerkt, wie der Körper ausatmet! Doch auch dieses muss ein Irrtum sein. Schließlich war die Leiche obduziert worden. Zweifellos war Brian zu Lebzeiten ein Unruhestifter, "aber nicht so einer". Um alle Zweifel restlos zu beseitigen, beugt sich Benjamin dicht zu Brians Gesicht hinunter, sodass jeder der Anwesenden denken muss, er würde Abschied von ihm nehmen. In diesem Moment trifft ihn ein sanfter Hauch und Benjamin schreit laut auf! Noch ahnt er aber nicht, dass dies nur den Anfang des Grauens darstellt, welches ihn in den nächsten Tagen ereilen soll ...

Dies ist nun nicht nur mein erstes Buch von Voodoo Press, sondern mein erster Horror-Roman überhaupt. Zusammenfassend kann ich jedoch jetzt schon sagen, dass dies womöglich der Beginn einer langen Freundschaft sein könnte, was sowohl den Verlag als auch das Genre betrifft. Mein erster Eindruck war, mich in einem Szenario zu befinden, wie es ein Quentin Tarantino wohl nicht besser hätte in Szene setzen können. Ähnlichkeiten sind nicht zu übersehen, wobei man es erst einmal schaffen muss, die eher visuell angelegten Fähigkeiten eines Filmregisseurs in Worte umzusetzen und entsprechend aufzubereiten.

Dies ist Jeff Strand zweifellos gelungen, indem er beispielsweise einen abgründigen Humor einbaut, der schwärzer nicht sein kann. Hinzu kommt seine Fähigkeit, Dialoge der (gewollt) sinnfreien Art nicht nur mitunter recht bizarr zu gestalten, sondern regelrecht ins Absurde abdriften zu lassen. Es genügen schon wenige Dialogfetzen, um den leicht flippigen Lehrer Benjamin Wilson damit indirekt zu charakteriesieren, insbesondere wenn er Konversation mit seiner 16-jährigen Tochter Cindy zu pflegen versucht. Diese hält beispielsweise im Gegensatz zu Gleichaltrigen ihr Zimmer in bester Ordnung, weshalb sie ihr Vater als "gruseliges Mutantenkind" bezeichnet, wobei sie ihn aus ihrer Sicht längst als Freak abgestempelt hat.

Je niedriger der Autor den Intelligenzgrad der jeweiligen Haupt- und Nebendarsteller angelegt hat, desto haarsträubender gestaltet sich die grässliche Naivität der Dialoge, wobei der Lesespaß im Gegensatz dazu diametral ansteigt. Unermessliche Höhen darf er aber nicht erreichen, denn durch eine, nicht nur nach außen gerichtete, fotorealistisch formulierte Brutalität, die auf unsägliche Einzelheiten nicht gerne verzichtet, wird einem der "Spaß" immer wieder gründlich verdorben.

Fazit: Absonderliches Spiel der Gegensätze. Dringende Leseempfehlung für Schrägveranlagte und Menschen, die gerne trotzdem lachen. Vorab einen Arzt und den Apotheker des Vertrauens entsprechend zu befragen, kann aber sicher nichts schaden. Ich war Gott sei Dank schon vor der Lektüre des Romans in guten Händen, weshalb ich in der nächsten Therapiesitzung gleich von meinen aktuellen Magenproblemen berichten werde. Und wenn ich mich nicht irre, hat sich in der Blinddarmgegend gerade etwas bewegt. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich das rasch aufklären lässt ...
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am 25. Oktober 2013
Mir wurde dieses Buch von mehreren Seiten wärmsten empfohlen, zudem sind die durchschnittlichen Bewertungen auf den gängigen Plattformen für Buchrezensionen auch fast durchweg positiv. Ich konnte also nicht wiederstehen und habe mir “Benjamins Parasit” ebenfalls zugelegt, der spannende Klappentext hat auch seine Wirkung getan.

Das Buch beginnt grandios. Nach der Einleitung und dem ersten Kapitel fragt man sich, wo man hier reingeraten ist und rast begierig zum Rest weiter. Leider kann dieses Werk diesen zu Anfang versprochenen hohen Wert nicht halten. Es ist zwar zu keiner Zeit langweilig, aber der größte Spannungsbogen befindet sich meiner Meinung nach im ersten Kapitel und sollte eigentlich im letzten oder vorletzten zu finden sein.
Benjamin Wilsons Erlebnisse werden in einem flüssigen, gut lesbaren Schreibstil geschildert, der immer wieder durch humoristische Einwürfe aufgelockert wird. Dies hat Jeff Strand auch sehr gut gemacht, jedoch habe ich mit Humor eher weniger gerechnet und wenn er schon vorhanden ist, dann war er mir nicht subtil und schwarz genug. Dies ist mein persönlicher Geschmack und hat nichts mit der Qualität des Buches an sich zu tun. Es störte mich aber und irgendwann war ich leicht genervt von diesen immer wiederkehrenden Sprüchen. Ein gutes Horrorbuch braucht dies für mich nicht.
Der Protagonist erlebt einen Trip durch halb Amerika, wo er auf die verschiedensten Stereotypen trifft und Strands Phantasie hat sich hier reichlich ausgelebt. Vom größten Blödmann auf Erden zum Gangster mit Gewissen, von einer taffen Frau bis zu schrecklichen Hinterwäldlern, es ist alles da, was ein Horrorklischeeherz begehrt.

Alles in allem war “Benjamins Parasit” eine nette, humorvolle Horrorunterhaltung für zwischendurch, die mich aber nicht wirklich fesseln und überzeugen konnte. Ich denke, ich bin einfach nicht das richtige Zielpublikum für diesen Roman. Ich mag es eben gerne düster und schrecklich.
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Der US-amerikanische Autor Jeff Strand ist bekannt für seine abgedrehten, blutig-grotesken Horrorkomödien. In Romanen wie "Grabräuber gesucht" oder "Alleinstehender Psychopath sucht Gleichgesinnte" wird fröhlich drauflos gesplattert, meist mit einer Mischung aus Spannung, Horror und albernem Humor zu gleichen Teilen. Auch "Benjamins Parasit", erschienen bei Voodoo Press, folgt diesem Schema. Der Held der Geschichte ist eher ein Antiheld, ein stinknormaler Familienvater, der unschuldig in eine Reihe grauenerregender Ereignisse verstrickt wird. Nicht nur, dass in seinen Eingeweiden ein blutrünstiges Wesen haust, das stetig wächst und ihn buchstäblich in Stücke zu reißen droht, er wird auch noch entführt und hat alsbald einen Haufen mehr oder weniger versierte Profikiller dicht auf den Fersen.
"Benjamins Parasit" ist ein temporeicher Mix aus Horror, Komödie und Roadmovie. Allzu viel Tiefgang darf der Leser hier zwar nicht erwarten, dafür aber eine Menge alberne Szenen, die immer wieder zum lauten Lachen reizen, flapsige Sprüche selbst im Angesicht des Todes, viele Ereignisse mit großem Ekelpotential, groteske Unfälle, eine waghalsige Flucht und ein wachsender Haufen von Leichen - kurzum: gute Unterhaltung! Wer verrückte Komödien und Horrorstories mit viel Blut gleichermaßen schätzt, kommt hier sicher auf seine Kosten. Jeff Strands Reihe um den Privatermittler Andrew Mayhem ist vielleicht noch einen Tick besser, noch blutiger und kompromissloser, aber auch "Benjamins Parasit" ist ein Buch, das definitiv Spaß macht.
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am 10. Dezember 2012
Ein rundum gelungener, köstlicher Horrorspaß. Voll schrägem Humor, deftig und mit hohem Tempo erzählt. Jeff Strand hat sich schon mit den Andrew Mayham Thrillern empfohlen und zeigt hier, warum. Witz und Horror ist eine Kombination, die nicht sehr oft gut ausgeht, weil entweder der Horror oder der Humor leidet - Strand hat beides im Griff.

Grausen und Lachen wechseln einander gekonnt ab oder gehen eine schräge Kombination ein. Die Handlung ist vollkommen absurd, das bemerkt sogar die Hauptfiguren selbst, die ein ganz normaler, langweilger Alltagsmensch ist, der in ziemlich blöde Situationen gerät. Ein ekeliges Monster, durchgeknallte Killer und jede Menge anderer schräger Vögel sorgen von Anfang bis zum Ende für ein kunterbuntes Chaos.

Der Roman ist echt ein Vergnügen.
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am 6. April 2013
Dieses Buch hat mir ausnehmend gut gefallen.
Die Ideen sind aussergewöhnlich, schaurig und letztlich auch humorvoll.
Die Geschichte wird fliessend und ohne langatmigkeit erzählt.
Der Schluß ist human und es geht alles gut aus.
Jedoch würde ich meinen, wenn das tatsächlich jemand erleben müsste,
er wahrscheinlich jahrelang in Theraphie bleiben müsste und
nie mehr einen Zungenkuss ertagen könnte.
Ich werde bald wieder einen Jeff Strand lesen.
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am 1. Januar 2016
Der Highschool-Lehrer Benjamin fängt sich auf einem Begräbnis einen Parasiten ein. Leider ist es kein gewöhnlicher Schnupfen, sondern die ersten Symptome zeigen, dass er es mit einer ganz besonderen Art von Erkrankung zutun hat.

Sein Charakter leidet darunter, er entwickelt einen Hang zur Maßlosigkeit und noch dazu zieht er merkwürdige Personen an, die nur eines wollen: den Parasiten aus seinen Bauch rausschneiden.

Als ich mich für dieses Buch entschieden habe, dachte ich eher an einen klassischen Horrorroman, der vor allem Benjamins parasitären Befall in den Vordergrund rückt. Genauso war es eigentlich, auch wenn es anders als gedacht zuging.

Der Roman ist in einem sehr ungewöhnlichen Stil verfasst und man hat es mit einer ausgefallenen Mischung aus Humor und Horror zutun. Trotz vieler witziger Elemente darf man sich nicht täuschen lassen, denn es geht von Vornherein sehr blutig und abstoßend zu, wofür man auf jeden Fall nicht zur zartbesaiteten Leserschaft zählen sollte.

Genauso schlägt einem auch die Bekanntschaft mit dem Parasiten auf den Magen. Der ist ein wirklich grausliches Ungetüm und Benjamin kann einem schon richtig leidtun, während er versucht, sich irgendwie davon zu entledigen.

Sehr überrascht hat mich der Aufbau des Romans, denn es handelt sich tatsächlich um einen Road Trip, die mir persönlich eher wenig liegen. Der Ablauf ist von seltsamen Zufällen gespickt, es gibt viel Action und recht klischeehafte Figuren, die sich zu einem merkwürdigen Gesamtwerk vereinen, wie ich es noch nie zuvor gelesen habe.

Aufgrund des außergewöhnlichen Stils und der neuartigen Leseerfahrung denke ich, dass man den Road Trip mit Benjamin und seinem Parasiten versuchen kann, wenn man sich auf eine ungewöhnliche Reise durch die USA einlassen will, Blut nicht scheut und auf den seltsamen Humor des Autors neugierig ist.

© NiWa
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Als ich über dieses Buch gestolpert bin, suchte ich nach einem Mix aus Horror vollgestopft mit eingewobenem Humor. Wie sich dabei herausstellen sollte, konnte Benjamins Parasit diesen Wunsch problemlos befriedigen.
Jeff Strand fängt unverzüglich mit einem Amoklauf eines Schülers an - bereits dieses erste Kapitel sorgte dafür, dass ich mich dem Werk in keinster Weise mehr entziehen konnte.
Somit war es bereits dort um mich geschehen und die fortlaufende Geschichte konnte dem nur noch rasant einen drauf setzen.
Benjamin - seines Zeichens Englischlehrer - wird von einem Parasiten geplagt, der es sich in seinem Körper gemütlich gemacht hat. Urplötzlich beginnt Benjamin nahezu pausenlos Schokoriegel in sich hinein zu stopfen, denkt nur noch an Sex und verspielt mal so nebenbei beinahe sein ganzes Geld in einem Casino. Als sich nun herausstellt, dass sich eben ein Wesen in seinem Körper eingenistet hat, legt er sich auf den OP-Tisch, um diesen los zu werden.
Kurz vor seiner Narkose wird er jedoch von der Kopfgeldjägerin Julie direkt vom OP-Saal heraus entführt.
Ab diesem Augenblick befinden wir uns mitten in einem unsagbar rasanten Road-Movie mit mehreren beteiligten Gruppen, die die Jagd nach dem Parasiten und somit nach Benjamin aufgenommen haben.
Wer nun irgendwelche besonderen, tiefgründige Erwartungen hegt, sollte die Finger von diesem Buch lassen: Dieses Werk dient einfach nur der Unterhaltung des Lesers - und genau dies schafft es mit einer Mischung aus Horrorelementen, Road-Movie, Thriller und Witz nahezu virtuos. Benjamins Parasit nistet sich ungebremst beim Leser ein und man merkt urplötzlich, dass man schon wieder länger als geplant gelesen hat.
Dieses Buch dient der Unterhaltung und was soll ich sagen: Es macht einfach verdammt viel Spaß!
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