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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Fang
Andreas Vonderach ist es gelungen, ein informatives und vom wissenschaftlichen Stand her aktuelles Buch zu konzipieren. Die Beschreibung der biologischen Entwicklung der Europäer seit dem Neandertaler, über den Cro-Magnon-Menschen, die Bandkeramiker, die Menschen der Bronze- und Eisenzeit, über Antike und Mittelalter hin zu unserer Gegenwart bildet den...
Veröffentlicht am 2. November 2009 von Ingo Bild

versus
1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber mit gravierenden Fehlern
Andreas Vonderach dröselt in diesem Buch die anthropologischen Völkermerkmale Europas auf, was ihm auch gut gelungen ist. Aber er unterliegt einem entscheidendem Irrtum: die Völker Irlands, Britanniens und Schottlands sind NICHT keltischen Ursprungs, was sich anhand neuester gentechnischer Analysen zu 100 % ergeben hat, sie kamen aus dem Mittelmeergebiet...
Vor 4 Monaten von J. W. veröffentlicht


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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Fang, 2. November 2009
Von 
Ingo Bild (Aalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Andreas Vonderach ist es gelungen, ein informatives und vom wissenschaftlichen Stand her aktuelles Buch zu konzipieren. Die Beschreibung der biologischen Entwicklung der Europäer seit dem Neandertaler, über den Cro-Magnon-Menschen, die Bandkeramiker, die Menschen der Bronze- und Eisenzeit, über Antike und Mittelalter hin zu unserer Gegenwart bildet den ersten Teil. Entwicklungslinien werden sichtbar, die Gründe für viele Veränderungen nachvollziehbar, und der enge Zusammenhang von kulturellen und biologischen Wandlungen wird verständlich.

Im zweiten Teil des Buches werden die europäischen Völker eingehend beschrieben, nach den morphologischen Typen und deren Kombinationen, aber auch nach serologischen und genetischen Gesichtspunkten. Ein umfangreiches Bildmaterial ergänzt die morphologischen Beschreibungen. Auch dem für manche Autoren heiklen Thema der charakterlichen und tempramentsmäßigen Unterschiede zwischen Bevölkerungen weicht A. Vonderach nicht aus, immer im Bestreben, auch hier die biologischen Ursachen und Wirkmechanismen, soweit bekannt, nachvollziehbar zu machen. Gerade auf dem Feld der biologischen Mit-Ursachen für seelische und geistige Persönlichkeitseigenheiten gibt es ja noch viel zu forschen.

Das Buch zeigt, dass Anthropologen sehr viel zum Verständnis des Menschen beitragen können. Es wäre unsinnig, seriöse Forschungen über die biologische Entwicklung des Menschen in der Geschichte zu ignorieren. Es wäre auch unsinnig, die biologische Mit-Verursachung von seelischen und geistigen Dispositionen jedes Menschen zu vernachlässigen. Letztlich kann diese Forschung auch zu Therapien beitragen, mit denen viel Leid gelindert werden kann. Auch hierzu bietet das Buch ein überzeugendes Beispiel.

Einziger Schwachpunkt des Buches ist meiner Ansicht nach, dass ein Leser vielleicht schon ein gewisses Grundwissen über anthropologische Begriffe mitbringen sollte. Allerdings kann sich ein Einsteiger durchaus auch über das Verzeichnis der Begriffserklärungen soweit orientieren, dass er alles versteht - nur halt ein Quäntchen mühsamer.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension in der Fachzeitschrift "Homo", 10. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Dies ist die Rezension meines Buches in der Zeitschrift "Homo - Journal of Comparative Human Biology" 60, 2009, S. 582 durch Prof. Friedrich W. Rösing, Ulm (Übersetzung aus dem Englischen von mir, A.V.)

"Die gegenwärtige Forschung in der geographischen Anthropologie bevorzugt eindeutig 'genetische' Polymorphismen, d.h. monogen vererbte Merkmale des Blutes und der Zellen. In weniger ausgeprägtem Maße gilt das auch für die historische Anthropologie oder Bioarchäologie. Wie auch immer, die Informationen über andere Merkmale wie der Morphologie oder dem Verhalten, ist zu wichtig und umfangreich um ignoriert zu werden. Auf manchen Gebieten ist die Morphologie die einzige zur Verfügung stellende Informationsquelle. Dieses Buch gibt erstmals eine Synthese beider Merkmalsarten. Trotz der Beschränkung auf Europa ist die Literaturbasis kolossal.

Die Hauptkapitel handeln 1. von der europäische Kultur, 2. von der Rassenevolution des Menschen einschließlich der Quantifizierung von Rassenunterschieden, 3. von der Völker- und Populationsbiologie, 4. den Europiden, 5. psychologischen Rassenunterschieden, 6. den Neandertalern und dem frühen Homo sapiens sapiens, 7. Jungpaläolithikum und Mesolithikum, 8. dem Neolithikum, 9. dem Indogermanenproblem, 10. der Bronzezeit, 11. der Ethnogenese der europäischen Völker (Bronzezeit bis Mittelalter), 12. dem Mittelalter, 13. der Neuzeit, 14. der gegenwärtigen Bevölkerung Europas, 15. den Temperamentsunterschieden in Europa, 16. den verschiedenen Länder und Völkern Europas, und 17. als Ausblick: die alte DNS (ancient DNA).

Die große Menge an Wissen wird nicht nur kompiliert, sondern auch erweitert. Der Autor diskutiert Alternativen und Widersprüche und macht im Allgemeinen gute Vorschläge zu ihrer Lösung. Dieses ausgeglichene Vorgehen beinhaltet ebenso, dass er nicht wissenschaftliche Konzepte aufgrund von ideologischen Vorgaben ablehnt, wie etwa dem Anspruch, dass es beim Menschen Typen und Rassen nicht gäbe. Das Ergebnis dieser Herangehensweise ist ein eindrucksvolles Bauwerk. Es zeigt die bemerkenswerte Vielfalt unseres Wissens über die Geschichte und Geographie des Menschen. Ich bedaure alle diejenigen, die keinen vollen Zugang zu diesem Buch haben, weil sie die deutsche Sprache ignorieren."

F.W. Rösing
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein umfassendes Nachschlagewerk, 13. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Dem Autor gelingt es, unvoreingenommen und ohne politische Ideologie die Forschungsfelder Genetik, Archäologie und Sprachwissenschaft zusammen zu fassen und dabei ist ihm ein umfassendes Kompendium über den Ursprung und die Entwicklung der europäischen Völker gelungen. In dieser ausgiebigen Art habe ich selten ein Buch zu dieser Thematik gelesen, das den aktuellen Forschungsstand wieder gibt. Die Anthropologie galt durch die Ereignisse der jüngeren Geschichte lange Zeit als diskreditiert. Die Fortschritte in der genetischen Forschung aber zeigen, dass diese Forschung eine unschätzbare wissenschaftliche Bedeutung hat. Ein Nachschlagewerk, das man durchaus als Standardwerk bezeichnen kann.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 20. November 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Wohltuend entspannt und ohne den leider mittlerweile scheinbar obligatorischen, moralisch erigierten Zeigefinger schreibt Vonderach über ein Thema, das uns alle interessieren sollte:
Wo kamen wir her? Wie entstand der einmalige kulturell-ethnische Mix Europas? Wo sind die ethnischen Grenzen Europas? Welche Bedeutung haben die Gene auf unsere Eigenschaften?

Spannend auch der "Ahnenschwund": Da sich mit jeder zurückliegenden Generation die Zahl der Ahnen verdoppeln sollte, muß irgendwann der Zeitpunkt erreicht sein, zu dem es mehr Ahnen als Menschen im deutschsprachigen Gebiet gab - ergo mußte es Doppellinien geben. Vonderach datiert den Zeitpunkt, wo praktisch jeder lebende deutschsprachige Mensch ein Vorfahr aller heutzutage lebenden Deutschen sein mußte, etwa auf das Jahr 1300.

Höchst interessant der selektive Einfluß der Berufe auf die Gene: So sind heute Menschen mit dem Nachnamen "Schmidt" (=Schmied) durchschnittlich immer noch von kräftigerer Statur als mit dem Nachnamen "Schneider".

Insgesamt ein Buch, das eine gut lesbare Einführung in die Anthropologie darstellt.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen umfassend, kompetent, 13. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Der Autor gibt einen umfassenden Überblick über die Anthropologie Europas.
Bei der Beschreibung der heutigen europäischen Völker sind die Veränderungen, die sich aus der Immigration von Ausländern seit den 60er Jahren ergeben haben, soweit ich sehe nicht berücksichtigt. Doch gerade deswegen erhält man ja einen Überblick, wie es vor diesen rasant ablaufenden Veränderungen war.

Die Beschreibung berücksichtigt sowohl die morphologische Herangehensweise (mit typologischen Rassenbegriff) als auch die moderneren serologischen und genetischen Faktoren.
Anders als in anderen Darstellungen seit den 70er Jahren wird der typologische Rassenbegriff also nicht ausgeblendet. Dadurch erhält man den bestmöglichen Überblick über den neuesten Forschungsstand.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter wissenschaftlicher Überblick zur Anthropologie, 16. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Die „Anthropologie Europas“ gibt einen exzellenten Überblick zu Fragestellungen und Ergebnissen biologisch-anthropologischer Forschung. Neben Grundwissen der Anthropologie (Zugang von äußeren biologischen Unterschieden) wird solches der Genetik und der damit verbundenen Evolutionsforschung und Kulturwissenschaften (Sprachforschung) vermittelt. Diese unterschiedlichen Zugänge werden zusammengeführt.
Ein etwas ausführlicheres Glossar mit Erklärung von allen für Laien unbekannten Begriffen wie „Dolichomorpher“ hätte dem Buch gut getan.
Das Buch bleibt aber spannend zu lesen zumal viele für die europäische Geschichte wichtige und interessante Gruppen detailliert in ihren Besonderheiten und wahrscheinlichen Herkunft beschrieben werden (u.a. Römer, Griechen, Basken, Kelten, Juden, Roma).
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen In jeder Hinsicht gelungen, 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Die "Anthropologie Europas" ist ein echter Glücksgriff für jeden an Geschichte Interessierten. Besonders angenehm ist der sachliche, ruhige und unaufgeregte Stil, in welchem der Autor seine gut fundierten Forschungsergebnisse vorbringt.
Die Kritik an diesem Werk vermag ich nicht nachzuvollziehen, da Andreas Vonderach ein umfangreiches Quellenstudium (sowohl ältere als auch neue Werke - wie jeder Forscher es tut) betrieben und morphologische, serologische und genetische Merkmale zugleich berücksichtigt hat, um zu möglichst eindeutigen Schlüssen zu kommen. Ebenso wenig sehe ich als interessierter Laie ein, wieso es verboten sein soll, sich mit Entstehung, Entwicklung und Unterschieden der Menschenrassen zu beschäftigen, da es sich hier um die Fragen der eigenen Herkunft, Kultur und Identität handelt. Spielt hierbei vielleicht die "Politische Korrektheit" eine Rolle?
Meine Empfehlung: Selber lesen und ein eigenes Urteil fällen!
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anstrengendes, komplexes, aber sehr interessantes Buch, 21. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir das Buch gekauft, um meinem neuen Interesse, der Anthropologie nachzugehen. Das Buch ist knochentrocken und für einen Laien wie mich, schwer zu lesen und zu verdauen, aber ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite in vertretbaren Häppchen durchgearbeitet. Einem Kenner der Materie mag dies viel leichter fallen als mir. Was ich nicht verstehe kann, ist, dass die Anthropologie mit absolut verstaubten Fotos und Darstellungen arbeitet. Auch im Netz findet man kaum moderne Grafiken und Illustrationen. Wenn man etwas besser verstehen oder nachlesen möchte, gelangt man mit Sicherheit auf irgendwelche Naziseiten, wo man sich dann Typologien aus der NS-Zeit ansehen kann - es scheint vor allem ein Hobby von Rechten zu sein, sich mit Anthropologie zu beschäftigen, was schade und erschreckend ist. Irgendwie muss dieses hochspannende Thema doch auch ansehnlich und politisch korrekt darstellbar sein! Diesem Buch ist übrigens keineswegs der Vorwurf zu machen, es sei politisch inkorrekt.
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3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt zu lesen!, 22. Februar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch in Ordnung erhalten und jetzt bin ich beim Lesen. Vom Anfang an sieht es sehr gut geschrieben aus and dazu bietet mir die Moeglichkeit was Neues zu lernen ueber mich und meine Nachbar. Ich werde, so bald als ich es zum Ende gelesen habe, noch eine detaillierte Rezension ausstellen.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber mit gravierenden Fehlern, 18. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart (Gebundene Ausgabe)
Andreas Vonderach dröselt in diesem Buch die anthropologischen Völkermerkmale Europas auf, was ihm auch gut gelungen ist. Aber er unterliegt einem entscheidendem Irrtum: die Völker Irlands, Britanniens und Schottlands sind NICHT keltischen Ursprungs, was sich anhand neuester gentechnischer Analysen zu 100 % ergeben hat, sie kamen aus dem Mittelmeergebiet. Dieser Fehler beruht auf einem linguistischen Fehlrurteil, das sich leider bis heute durch die Literatur zieht.
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Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart
Anthropologie Europas: Völker, Typen und Gene vom Neandertaler bis zur Gegenwart von Andreas Vonderach (Gebundene Ausgabe - November 2008)
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