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66
4,4 von 5 Sternen
Saat in den Sturm: Ein Soldat der Waffen-SS berichtet
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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2011
5++ Punkte für Brunneggers "Saat in den Sturm".

Dieses Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich kann es nicht mehr weglegen. Wie es die außergewöhnlich vielen Rezensionen (73 am 19.02.2011) zeigen, ist an diesem Buch etwas dran.

Ich will nicht die Handlung beschreiben, sondern vielmehr einige meiner Meinung nach wichtige Punkte aufgreifen.

a. Der Schwerpunkt des Buches sind seine Erlebnisse 1941-42. Brunnegger beschreibt sehr genau den Vormarsch auf die Waldaihöhen und den Kessel von Demjansk. Wie er später selbst sagt, hat diese Zeit ihn sehr geprägt und Spuren, besser Narben, hinterlassen. Diese Episode (besonders die Handlungen am Ilmensee und Lushno im August-September 1941) ziehen mich komischerweise immer wieder in ihren Bann.

b. Interessant auch, wie er die Zeit in den Vorkriegs-KZs beschreibt. Beispielsweise war es nicht erlaubt Häftlinge anzufassen und mit ihnen zu reden. Wie sehr hat sich das in nur wenigen Jahren geändert, wenn wir annehmen, dass sein Bericht stimmt?

c. Manchen Rezensenten gefällt es offensichtlich nicht, dass Brunnegger seine Einheit als "ritterlich" bezeichnet. Doch auch so etwas soll es gegeben haben.

d. Es ist unglaublich, was dieser Mann alles ertragen musste, hat er doch alle seine Freunde nacheinander verloren und am Ende auch noch die Freundin, von der er sich soviel erhofft hatte.

Brunnegger hat das erste Manuskript schon 1965 geschrieben und dann 2000, interessanterweise kurz vor seinem Tod, als Buch veröffentlicht. Es ist interessant, dass ein ehemaliger SS-Angehöriger der Totenkopf-Division endlich einmal "auspackt" und uns seine Geschichte erzählt. Nur so (und nicht durch politisch korrekte Sendungen) erfahren wir, wie es wirklich war.

Es stimmt, dass manche Situationen nicht deutlich erscheinen. Wollte er gewisse Situationen nicht beschreiben? Beispiel: der Polenfeldzug wird in 5 Seiten beschrieben und bagetallisiert. Nachweislich haben aber die Totenkopf-Einheiten in Polen "gesäubert". Was ist da dran? Vielleicht hat er wirklich nichts gesehen oder doch und dann mit ins Grab genommen? Wer weiß das schon?

Was ist aus Brunnegger geworden? Hatte er ein erfülltes Leben?
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2011
Sehr wenige Buecher beruehrten mich so sehr wie "Saat in den Sturm". Es war schwer dieses Buch wegzulegen. Jede freie Minute verwendete ich um die Zeilen, wie der Autor selbst seine Briefe an der Front, "zu inhalieren". Oft wurde es 2 Uhr in der Frueh und selbst im Traum liess mich das Buch nicht los.

"In Saat in den Sturm" schildert Herr Brunnegger seine Zeit in der Waffen SS Totenkopf. Die Staerke des Buches liegt in den Schilderungen, die sonst niemand - einfach niemand - teilen kann, ausser jemand der selbst diese Dinge selbst erlebt hat. "Waffen SS" und "Totenkopf SS" waren Begriffe fuer mich des Grauens, des Horrors, des Mordens und Schaendens... obwohl im Geschichtsunterricht das Thema nicht wirklich "durchgenommen" wurde, so ist dies der Ruf den die Waffen SS ueblicherweise in vielen Teilen der Bevoelkerung hat. Warum war ich dann interessant dieses Buch zu lesen? Warum wollte ich mehr von diesen "Bestien" erfahren? Irgendwie machte nicht alles fuer mich Sinn und ich wollte aus erster Hand erfahren - egal was ich denn auch lesen werde - Hauptsache die Wahrheit - wie denn die Waffen SS handelte - waren sie wirklich diese Bestien fuer die ich sie hielt?

Herr Brunnegger besitzt ein grosses Talent. Wie konnte er sich bloss all diese Details, all die Namen ueber all die Jahre hindurch merken?... Wer dieses Buch liest, weiss warum. Unglaublich, nicht zu beschreiben, was diese Menschen am eigenen Leib erleben mussten - die Qualen, die Kaelte, die Lauese, Graeultaten des Feindes... an jedem Tag konnte der Wuerfel anders fallen und der letzte Tag sein. Nur desshalb - da jeder dieser Momente auf ewig in das Herzen und Gedaechtnis eingebrannt wurde - konnte sich Herr Brunnegger an all dies so genau erinnern.

"Was ist der Mensch?" "Was ist das Leben?" "Wie schnell kann es gehen (und alles ist weg)?" All diese Fragen - zumindest fuer mich - werden auf besonderer Art und Weise in diesem Buch beantwortet. Ich habe mir geschworen niemals ueber -10 Grad zu laestern (Herr Brunnegger beschreibt wie sie sich ueber einen Tag mit -20 Grad freuten!!!).

Die ehrliche und offene Weise mit der das Buch geschrieben ist, triff einem. Es hat zumindest mich getroffen. Ich bin dankbar, einfach nur dankbar dass Herr Brunnegger dieses Buch - seinen Weg- geschrieben hat. Dafuer und fuer die aufrichtige Weise des Buches moechte ich mich bedanken.

Wer aus erster Hand erfahren will (und nur so glaube ich kann man wirklich erfahren wie es dann ablief) wie ein "Alltag" eines Waffen SS Solden der Totenkopf ablief - wer nicht zurueckschreckt vor einer Betrachtung aus Sicht eines Waffen SS Soldatens, und wer sich vielleicht einige Minuten darueber Gedanken machen will... dem kann ich dieses Buch ans Herz legen.

Mein Dank gilt dem Autor, Herrn Brunnegger.
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34 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Buch ansich ist ein sehr umfangreich und objektiv geschriebenes Kriegstagebuch eines Soldaten der SS-Division "Totenkopf". Wie man beim Lesen dieses Werkes schnell merkt, hat sich Autor seit seiner Einberufung zur Verfügungstruppe der SS (später Waffen-SS) im Jahre 1938 umfangreiche Notizen in Form eines Tagebuches gemacht. Im Text verweist er mehrfach darauf. Warum ich dies erwähne? Entgegen vieler anderer Bücher dieser Art, erhält das Werk dadurch eine ungeheuere Detailtiefe. Namen von Soldaten, Zahlen, Datumsangaben, Ortsnamen usw. erzeugen eine unglaubliche Realitätsnähe und lassen diesen Erfahrungsbericht aus der untersten Führungsebene besonders wertvoll erscheinen. Dazu benutzt der Autor eine sehr fließende und wunderbar beschreibende Sprache. Der wesentliche Punkt, welcher dieses Buch zu einer absoluten Pflichtlektüre macht, ist die Objektivität der Erzählungen. Dadurch zieht Brunnegger jedem ehrenamtlichen Bedenkenträger und Moralapostel den Teppich unter den Füßen weg.

Der SS-Totenkopf Division, welche vom ersten bis zum letzten Tag des 2. Weltkrieges im Kampfe stand, wird durch die Geschichtsschreibung ein schweres Kriegsverbrechen vorgeworfen. Die Erschießung von 99 britischen Kriegsgefangenen am 27. Mai 1940 in Le Paradis. Der Verantwortliche Offizier wurde nach dem Krieg dafür hingerichtet. Die Umstände sind bis heute nicht eindeutig geklärt. Der Autor, selbst Augenzeuge der Erschießung, geht auf diesen Vorfall detailiert ein, ohne irgendetwas relativieren zu wollen, zumal in die Geschehnisse immer wieder verfolgen.

Ansonsten genoss die Totenkopf Division einen ausgezeichneten und tadellosen militärischen Ruf bei Freund und Feind. Selbst die russische Führung zollte ihr hohen Respekt, wie folgende Einschätzung von russischer Seite vom Juli 1943 belegt:

"Die SS-Panzerdivision Totenkopf, welche zu Anfang des Krieges aus ausgesuchten Hitlerleuten bestand, stellt bei Berücksichtigung des gesamten Wechsels der Personalbestände den am festesten zusammengeschlossenen, diszipliniertesten und treuesten Truppenteil dar, der fähig ist, hartnäckig und zäh die Befehle des deutschen Kommandos auszuführen. Sie ist im Angriff unwiderstehlich, in der Verteidigung nicht zu überrennen."

Der Autor zeichnet genau dieses Bild mit unglaublicher Objektivität und zollt dabei auch dem Gegner den größten Respekt. Das Sterben, Leiden und die Entbehrungen aller beteiligten Soldaten sind unfassbar und nötigen auch dem letzten Leser Respekt und Anerkennung ab. Diese Männer kämpften und starben für ihre Kameraden, wie es alle Soldaten tun.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2010
Was in diesem Buch beschrieben wird, war und ist leider die traurige Wahrheit.
Mir persönlich ist es egal, ob der Autor das Eine oder Andere "dazu-gedichtet" hat oder alles der absoluten Wahrheit entspricht.
Es beschreibt die Erlebnisse eines jungen Menschen in einer grauenhaften Zeit. Ich konnte keine politische Meinung herauslesen. Der Autor hat, wie ich finde, eine Ausdrucksweise, die der Realität sehr nahe kommt. Alles was ich hier gelesen habe, deckt sich mit dem was mein Vater des öfteren (meist im angetrunkenen Zustand) über den Krieg erzählte. Er war zwar kein SS-Mann aber Wehrmachtssoldat. Ich bin mir sicher, daß viele, die heute schnell urteilen, damals auch zur Waffen-SS gegangen wären. Es war eine Elite-Einheit und wer will nicht zur Elite gehören, wenn er Soldat ist. Hinterher ist man immer schlauer. Es ist für mich immer noch unvorstellbar, wie man es aushalten kann, über Jahre hinweg täglich am Tode vorbei zu gehen und nicht zu wissen, ob dies der letzte Tag ist. Dies alles bringt dieses Buch gut rüber. Ich habe es in drei Tagen förmlich eingeatmet. Einige Stellen mußte ich sogar zweimal lesen, weil sie so unvorstellbar waren. Jeder der sich für diese Zeit interessiert, sollte dieses Buch lesen.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Dezember 2010
Mein Vater wurde in Prausnitz zur Hitlerjugend 'verpflichtet' und eines schoenen Morgens kam die SS und brachte alle HJ Jungs zur Front ins polnische um Stellungen fuer den Endsieg zu graben. Er war gerade mal 15. Es ist nur dem Mut meiner Grossmutter and underer Frauen zu verdanken dass er noch lebt. Sie gingen und holten sich ihre Jungen eventuell zurueck. Zwei Tage spaeter entkamen sie ueber Dresden nach Coburg. Biz zum heutigen Tag verflucht er Hitler und Konsorten die ihm seine Jugend verpfuschten, und am Ende stand dieser Teil meine Familie mit gar nichts da als mit einem Rucksack und einem Schulaffen und die Kleider am Leibe. Und fuer was?

Im Vergleich zu den Erlebnissen des Autors hoert sich das wie Lapalien an, aber man erzaehlt ja nie alles; der Wald mit den toten Maedchen, aufgeschlitzt; die toten Soldaten die in den Baeumen higen; usw.

Ich muss sagen dass ich dieses Buch aufrichtig fand - ohne besondere Begradigung der persoenlichen oder offiziellen Geschichte - und so faszinierend dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Akkurat und gewissenhaft geschrieben ohne Floskeln - wirklich bewundernswert wie dieses Zermalmen ueberstanden wurde, durch eigenes Koennen wie auch einer guten Dosis 'Vorsehung' und kameradschaftlicher Unterstuetzung. Was mir besonders gefiel waren die Einsichten, gewonnen oder errungen, in den Momenten wo sie gefasst werden konnten. Keiner der solch Schreckliches miterlebt hat wird wohl je wieder frei davon. Niederschreiben hilft der Katharsis. Auch ich, der doch der ersten Nachkriegsgeneration angehoert, bin unter den langen Schatten dieses Wahnsinns gekommen weil meine Eltern und Grosseltern, wie zichtausende andere, mir dieses, ihre Aengste und Zustaende jener Zeit als direktes Erbe vermachten.

Als ich klein war gabe es in den Staedten in denen ich aufwuchs Ruinen ueber Ruinen. Besonder erinnere ich mich an Koeln wo zum Teil noch Moebel auf halben Etagen standen, Teppiche im Winde schwankten ueber die Seiten des Etagenbodens ins Nichts unter ihnen... Die Lebensatmosphaere war noch nicht vom Krieg und seinen Folgen befreit. Ueberall waren Amputierte, Leute die mit Koefferchen an die Tuer kamen um Schnuersenkel und andere Kleinwaren zu verkaufen. Die grausamen Folgen des Krieg hingen 10 Jahre spaeter wie lagen Schatten noch immer ueber unseren Leben.

Zum Schluss des Buches aber haette ich doch gerne mehr ueber den weiteren Lebenslauf des Autoren gewusst. Mir war er irgendwie ans Herz gewachsen. Wenn man schon sein Schlitzohrgesicht auf dem Umschlage sieht kann man gar nicht anders. Ich muss ihm gratulieren so gewissenhaft eine persoenliche Seite des Krieges erstattet zu haben die sonst generell in fuer Deutsche meist negativen Bemerkungen der Historiker lebt. Ich wuenschte Hollywood wuerde auch mal dies im Film zeigen, aber...

Ich wohne nun in London und einige Kriegserlebnisbuecher von deutscher Seite sind auch ins Englische uebersetzt worden. Leider nicht dieses Buch! Ich wurde mich freuen koennte ich dieses auch auf Englisch weiterempfehlen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juni 2010
Als freiwilliger und jüngster Soldat des Dritten Reiches schildert Herbert Brunnegger in dem Werk "Saat in den Sturm" seine Soldatenzeit bei der Waffen-SS. Sein Weg führt ihn mit der 3. SS-Panzerdivision von Frankreich, dem Kessel von Demjansk zu der Winterschlacht um Charkow, von der Materialschlacht im Raume von Kursk nach Italien und wieder zur Ostfront nach Brandenburg.

Mit dem im Nachhinein gewählten Titel "Saat in den Sturm", wird der Inhalt des Buches zutreffend widergespiegelt. Dem Autor gelingt es, durch seine erfrischende Wortwahl den Leser zu packen und in das Geschehen mit hineinzuziehen. Brunnegger schafft es, die damalige Einstellung, Meinung, den Glauben und die Hoffnung in seinen Worten zu projizieren, ohne Einbringungen von Erfahrung und Meinung im Alter. Der Leser durchlebt fast hautnah die Höhen und Tiefen, das Leid und die Freude, den Mut und die Angst des Autors. Hier wird auch beim Lesen deutlich, wie sich die Gemütslage mit fortschreiten des Krieges und der schweren Rückzugskämpfe ändert. Der Autor verhehlt auch nicht, das unsagbare Leid des Krieges und die Verbrechen die auf beiden Seiten begangen worden. Er bringt auch zum Ausdruck, mit welchen Unsinnigkeiten der Soldat an der Front neben dem Krieg zu kämpfen hat.

Ich vergebe 5 Punkte für dieses wunderbar geschriebene Buch, weil es sich sehr flüssig lesen lässt, dem Autor es gelungen ist, ein Werk zu schreiben, das nicht von heutigen Empfindungen durchzogen ist, und der Leser sich in die Geschehnisse hineinversetzt fühlt.

Dieses Buch ist ein Meilenstein unter den Augenzeugenberichten!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Januar 2015
Herbert Brunnegger berichtet in seinem Buch von seinen Intentionen zum Eintritt in die SS-Verfügungstruppen, über seine Erlebnisse in der Waffen-SS an der Front bis zu den Ereignissen kurz nach dem Krieg.

Das Buch ist schonungslos offen und macht auch deutlich, warum sich junge Männer freiwillig zur Waffen-SS gemeldet haben. Wer sich in diese Situation nicht hineinversetzen mag oder kann und voller Unverständnis den Kopf schüttelt und den moralischen Zeigefinger hebt über diese Beweggründe, der wird auch am weiteren Lesen keine Freude haben.

Wer aber versucht, sich in das Denken und Handeln der damaligen Generation hineinzuversetzen und wer daran interessiert ist, die ungeschönten Berichte von Brunnegger zu lesen, der wird ein fantastisches und unglaublich ehrliches Buch lesen können.

Brunnegger beschreibt in seinem Buch auch Themen, die ansonsten gerne ausgespart werden, z.B. den Dienst als Wachkommando in den Konzentrationslagern und den menschenverachtenden Irrsinn mancher SS-Führer (Die Schande von Le Paradis).

Brunnegger hat oftmals Soldatenglück gehabt, viele brenzlige Situationen erlebt und tief in der sprichwörtlichen "S*******" gesessen, aber gerade diese Bandbreite des Erlebten macht das Buch zur erstklassigen Lektüre.

Vom Wiederlesensfaktor noch vor Koschorreks "Vergiss die Zeit der Dornen nicht" und Adams "Ich habe meine Pflicht erfüllt!".
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Der Autor Herbert Brunnegger erzählt als ehemaliger Soldat der Waffen-SS Division "Totenkopf" seine Geschichte.
Er tritt mit jungen Jahren in diese Truppe ein und erlebt auch die ersten Jahre als Wachpersonal in Konzentrationslagern.
Als der Krieg ausbricht wird er in die Fronttruppe versetzt und nimmt an den Gefechten dieser Elitedivision teil.
Dabei gerät er in das Visir des damaligen Obersturmführers (Oberleutnant) Fritz Knöchlein,der 1940 im Dorf Le Paradis 98 gefangengenommene britische Soldaten hinrichten ließ und dafür nach dem Krieg verurteilt und hingerichtet wurde.
Brunnegger sah das Verbrechen und nennt die Namen."Wo das Verbrechen anfängt,hört die Kameradschaft auf" sind Worte die Brunnegger über das Verbrechen äußert.
Worte von jemanden,der vorher in einem KZ diente,verdienen daher besonderen Respekt.
Ansonsten erzählt er von seinen Erlebnissen die er bei den vielen Schlachten der 3.SS-Division "Totenkopf" erlebte.
Er kam als Melder viel herum und hat daher ein sehr guten Überblick gehabt.
Er schreibt über seine Kameradschaft zu seinen Freunden aus der Grundausbildung,auch wenn diese Freunde ihn nach und nach verlassen,weil sie entweder schwer verwundet wurden oder bei den Gefechten gefallen sind.
Brunnegger überlebt den Krieg und läßt uns an dieser Geschichte von damals lebhaft teilnehmen.Man kann sich gut vorstellen,wie es damals gewesen sein muss.
Ein Abschnitt in seinem Leben,mit dem ich nicht tauschen möchte.

Ein großartiges Buch und daher absolut empfehlenswert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. April 2015
Das Buch ist sehr detailliert geschrieben, es ließt sich als spannende Geschichte eines jungen Soldaten der die Schrecken des Krieges aufzeigt, allerdings sehr objektiv beschrieben! Sodass sich dieses Buch doch von vielen anderen abgrenzt.

Es zeigt den normalen Soldaten bzw. SS Soldaten wie er seine Pflicht zu erfüllen versucht. Dadurch hinterfragt man sich als Nachkomme dieser Soldaten, warum wurden und werden diese Männer noch heute verteufelt? Obwohl diese wie jeder Soldaten Ihre Pflicht in diesem Weltsystem erfüllten.

Für Interessenten des WK 2 eine Pflichtlektüre.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Mai 2014
In den vorangegangenen Rezensionen wurde ja bereits viel geschrieben. Der Schreibstil des Buches hat mich von vorneherein sehr angesprochen- eine manchmal wuchtige, immer aber lebhafte Sprache wird hier verwendet, um die Erlebnisse des jungen Soldaten wiederzugeben. Herbert Brunnegger schildert auch die negativen Seiten und lobt "seine" Einheit nicht nur in den Himmel. Viel eher bekommt der Leser rasch ein Gefühl dafür, wie es in den Soldaten aussah- aufgewachsen mit einem System, das ihnen richtig erschien, ausgenutzt, und später bitter enttäuscht.

Viele wollen gerne die Wehrmacht und die Waffen SS global verteufeln. Aber auch hier muss man genauer hinsehen, und differenzieren. Es wurden unendlich viele Verbrechen im allerschlimmsten Ausmaß begangen, aber eben nicht von jedem einzelnen Soldaten, und nicht von jeder Einheit. Ganz gut ist dies auch zu Anfang geschrieben- eingetrichtert wurde den Soldaten, so schreibt Brunnegger, Kameradschaft, Opferbereitschaft, und ein faires Verhalten dem Gegner gegenüber.
Das dies vor allem im Russlandfeldzug nicht mehr gelten sollte, ist bekannt.

Zusammengefasst ein tolles Buch, welches mich nach "Vergiss die Zeit der Dornen nicht", absolut genauso gefesselt hat!
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