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Kundenrezensionen

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Klaus Müllers interessante Studie aus süddeutsch-österreichischer Perspektive vom Deutschen Krieg behandelt den Schlußpunkt einer mehr als 100 Jahre andauernden Auseinandersetzung zwischen Preußen und Österreich um die Vorherrschaft in Deutschland. Gingen beide Mächte 1864 noch zusammen gegen dänische Annexionsgelüste in Schleswig-Holstein vor, war dieses Bündnis auf Zeit zwei Jahre später bereits zerbrochen. Der deutsche Dualismus stand vor seiner Entscheidung, und die fiel zugunsten Preußens aus, das waffentechnisch und militärtaktisch den Österreichern überlegen war.
Bismarck ist bewußt gewesen, daß sich die Frage der Führungsmacht in Deutschland über kurz oder lang stellen mußte. Er war so kaltblütig, es darauf ankommen zu lassen und klug genug, den Krieg diplomatisch zu beenden, als die Machtfrage entschieden war. Denn durch einen klugen Friedensschluß konnte Bismarck sich Österreich als Bündnispartner für die Zukunft erhalten.
Klaus Müller zeigt auf, daß dieser Krieg kein rein deutscher, sondern eigentlich ein europäischer gewesen ist. Österreich kämpfte gleichzeitig an einer zweiten Front um Venezien gegen Italiener, und das durchaus erfolgreich. Aber wie später noch häufiger, konnte Italien als "Mitsieger" einen Erfolg einfahren, den es alleine nie errungen hätte. Auch Napoleon III. verfolgte den Krieg und fühlte sich nach Königgrätz um die Früchte seiner "ausgleichenden" Diplomatie betrogen, die dafür Sorge trug, Frankreich stets die Vorherrschaft in Europa zu erhalten. Die "Rache für Sadowa" sollte schließlich in den Krieg 1870/71 münden, den Preußen dann im Verbund mit nord- und süddeutschen Staaten siegreich ausfocht.
Müllers Buch ist sehr detailreich und mit zahlreichen Bildern ausgestattet. Er schildert nicht nur die Ereignisse, sondern führt viele heute noch existierende Denkmäler auf, die an den Krieg von 1866 erinnern.
Ein Manko ist in meinen Augen die Ungleichgewichtung der entscheidenden Ereignisse. Dem Fall "Königreich Hannover" und dem Schicksal seines Monarchen wird zuviel, der Entscheidungsschlacht in Böhmen zu wenig Aufmerksamkeit zuteil. Trotzdem ist das Buch sein Geld wert und jedem - neben dem Büchlein von Craig - als Ergänzung zu empfehlen.
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am 15. Mai 2009
Wer das Inhaltsverzeichnis im Buch von Klaus Müller liest, ist zunächst verblüfft, dass der deutsche Bruderkrieg in Norddeutschland begann und nicht in Böhmen, wie man zu wissen glaubt.

Die Kämpfe preußischer Einheiten gegen hannoversche, bayerische, hessisch-darmstädtische, österreichische, württembergische und badische Truppen blieben wohl deshalb nahezu unbekannt, weil der Sieg Preußens über Österreich bei Königgrätz in Böhmen für den weiteren Feldzug gegen Österreich ausschlaggebend war. Die Kämpfe in West- und Süddeutschland fanden in der historischen Literatur kaum Beachtung, obwohl Deutsche gegen Deutsche mit großer Verbissenheit 6 Wochen lang kämpften.

Es ist sehr verdienstvoll, dass mit diesem Werk der Bruderkrieg von 1866 nicht nur eine ergänzende Bewertung des damaligen Geschehens erfährt, sondern auch die Einigungskriege von 1864 und 1870/71 zum besseren Verständnis mit einbezieht.

Mit flüssigem Stil sind die Kampfhandlungen beschrieben. Zeitgenössische Bilder und Gefechtspläne machen die damaligen Vorgänge auch heute noch nachvollziehbar.

Bemerkenswert sind die Fotos der vielen gut erhaltenen und teilweise gepflegten Denkmäler, die an den Krieg in Deutschland im Jahre 1866 erinnern. Dass das Elend der Zivilbevölkerung auch heute noch nicht vergessen ist, wird durch einen nahezu unglaublichen Vorgang bestätigt: In Erinnerung an einige hundert Zivilpersonen, die an der von den Truppen eingeschleppten Cholera starben, wird in Tauberbischofsheim täglich eine Kirchenglocke geläutet!
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am 9. März 2013
Insgesamt geht das Buch sehr ausführlich auf die Auslöser und Vorläufer des sog. Bruderkriegs ein. Die Konstellationen einzelner Staaten des Deutschen Bundes werden ebenso detailliert wie verschiedene Gefechte erwähnt.
Manchmal ist der Übergang von einem Gefecht zum anderen zu schnell und ohne passende Überleitung.

Als Bewohner Bad Kissingens habe ich eine nähere Erwähnung des dortigen Gefechts völlig vermisst.

Wenn dieses auch nicht so bedeutend gewesen sein sollte, hätte die immer noch bestehende "Germania" in Bad Kissingen unter dem Punkt "Was heute noch an 1866 erinnert..." Erwähnung finden müssen. Die Statue ist als Kriegerdenkmal mit Blick auf den Kapellenfriedhof, Standort des Gefechts vom 10.07.1866, erbaut worden. Auf dem Friedhof sind heute noch zahlreiche Gräber von Soldaten, die im Gefecht gefallen sind, in gutem Zustand vorhanden.
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am 1. Februar 2014
Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über den Krieg 1866 an allen deutschen Kriegsschauplätzen. Besonders den teil über den Mainfeldzug fand ich sehr detailiert und fast mit Ortskenntnis geschrieben. Auch auf die Folgen des Krieges und heute noch auffindbare Denkmäler wird eingegangen. Im Gegesatz zu sonst üblichen preußenfreundlichen Beschreibungen enthält sich der Autor jeder Wertung sondern bietet einen neutralen und schlichen Überblick. Ich kann das Buch nur empfehlen.
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am 21. März 2010
Dieses Buch zeigt in der Tat einen etwas anderen Blickwinkel auf den Krieg von 1866 - der Schwerpunkt liegt eben nicht bei Königgrätz, sondern auf den Aktionen des hannoverschen Heeres und dem Mainfeldzug. Es enthält eben deswegen einige sehr interessante Informationen, die in den Standard-Geschichtswerken nicht vorhanden sind und eine Liste von Denkmälern. Für den Kenner der hannoverschen Geschichte ist es für meine Begriffe unverzichtbar.
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am 14. September 2008
Mancher mag einen Augenblick im Anblick der machtvollen Welfen-Kaserne in Celle verweilen und sich fragen, aus welchem Zeitgeist heraus dieser Bau entstanden sei. "Es war kurz nach dem "Krieg 1866" oder nach "der Schlacht bei Langensalza"", würde ein Historiker antworten, "als Preußen seinem Sieg über das Königreich Hannover und dessen Einverleibung dieses Zeichen setzte." "Weshalb Krieg zwischen Preußen und Hannover, weshalb eine Schlacht ?" würde der geschichtsinteressierte Zeitgenosse wohl weiter fragen. Lebendige, anschauliche Auskunft darüber erhält man in Klaus Müllers neuem Buch, das den geschichtlichen Zusammenhang bei Napoleon aufnimmt und bis zu den Hinterlassungen des 1866-er Krieges in unserer Gegenwart fortsetzt. Müller hat keinen Weg in Deutschland und Österreich gescheut, um die historischen Stätten aufzusuchen, anschaulich zu schildern und zu photographieren. Eine Vielzahl alter Bilder schmückt das Buch: Soldaten in schmucken Uniformen und mit Waffen für den Kampf Mann gegen Mann von Angesicht zu Angesicht. Vergleichen wir: In Pazifik-See-Schlachten Japan/USA 1941-45 hatten die beteiligten Schiffe nicht einmal mehr Sicht aufeinander, und heutzutage kann der Kriegsherr auf einen Knopf drücken mit der Folge, dass in einem ganzen Land für Jahrzehnte das Leben ausgelöscht wird. Hingegen bietet der Krieg 1866 noch Gelegenheit, persönliches Heldentum für die Ehre von König und Königreich abbildungsgeeignet und in der Beschreibung sinnlich nachvollziehbar unter Beweis zu stellen. Es wirkt immer noch oder wieder erhebend, solches heutzutage in Einzelheiten nachzulesen.

Der Autor enthält sich weitgehend allgemeinpolitischer Bewertungen, die das Titelstichwort "Bruderkrieg" vielleicht erwarten lassen. Bereits in seinem Buch über den deutsch-dänischen Krieg 1864 hat sich Klaus Müller der militärischen Seite der Geschichte besonders angenommen, und so hält er es auch jetzt.

Ich halte es für unangemessen und eindrucksbildend irreführend, dass bei Amazons Kundenrezensionen seit 1/2 Jahr als einzige die von U. Meyer steht.

Zwar kann ich vielleicht nicht mehr als ganz neutraler Beurteiler gelten, weil ich bei der Abfassung des Buches laufend ein wenig mitgewirkt habe. Aber meine Ausgangssichtweise entsprach und entspricht eher der von Meyer als der des Autors: Auch ich schätze die kühl systematische, die große Politik betonende Darstellungsweise mit entsprechender Gewichtung der Kapitel (vgl. Gall's Bismarck-Biographie). Aber im Laufe der Zusammenarbeit mit Klaus Müller habe ich zunehmend Freude an dessen anderem Ausgangspunkt gewonnen, nämlich dem der Anknüpfung an heute noch erkennbare Spuren der Geschichte, an denen sich diese rückschauend konkret lebendig machen lässt. Dass dies Klaus Müller glänzend gelungen ist, bestätigen die insgesamt sehr positiven Rezensionen:

1) Winfried Vogel, Brigadegeneral, in "Die Bundeswehr" 10/2007
2) Nation & Europa, Deutsche Monatshefte - [...]
3) Dieter Stockfisch, Kapitän zur See a.D., in "Strategie und Technik" 9/2007
4) Dr. Thomas Palaschewski, Bundeswehr-Universitäts-Dozent, in "Hardthöhenkurier" 5/2007
5) Christopher Schultze in "Damals" - [...]
6) "the" in "Ostfriesische Nachrichten", Beilage "Heimatkunde und Heimatgeschichte" Folge 9/2007

Die emotionsgeladene Bemerkung von U. Meyer, dass er den Kauf des Buches "bereue", wäre besser unterblieben. Was er bereut, ist seine Privatangelegenheit. Ich empfehle ihm, sich schon vor oder bei dem Kaufen eines Buches ein wenig mit dem Inhalt vertraut zu machen. (Es geht bei Meyers Kritik kaum um Einzelheiten, die bei einer diagonalen Durchsicht verborgen bleiben, sondern vorwiegend um das Gesamtkonzept des Buches.)
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am 28. Februar 2008
(Anm.: Es sind eher so 2 1/2 Sterne!)

Gordon Craig konzentrierte sich in seinem Klassiker über die Schlacht von Königgrätz auf die Ereignisse auf dem böhmischen Kriegsschauplatz und die Hauptschlacht und ging nur ganz am Rande auf die Feldzüge in Deutschland und kaum auf die Ereignisse in Italien ein.
Es war deshalb wünschenswert, dass ein Überblick über die Schlachten auf deutschem Boden und die Feldzüge in Italien erstellt würde, damit man nicht auf Werke des 19. Jahrhunderts (insbesondere die Generalstabswerke, aber auch Fontane oder Friedjung) zurückgreifen muss.

Leider ist die Ausführung durch Klaus Müller nur teilweise gelungen:
Die Erzählung der militärischen Ereignisse ist annehmbar. Ein Plus sind die vielen Abbildungen, meist schwarz-weiß, teils auch farbig.
Auf den (wenigen) historischen Karten ist allerdings kaum etwas zu erkennen. Hier wäre es wirklich die Mühe wert gewesen, eigene Karten zu entwerfen bzw. auf bessere zurückzugreifen.
Ein ganz dickes Minus ist die Struktur und die Gewichtung der Kapitel: Den winzigen Abriss der Ereignisse in Böhmen hätte man auch ganz weglassen und stattdessen auf das Buch von Craig verweisen können. Ähnliches gilt für den Einmarsch in Sachsen. Der Hintergrund ist sehr knapp dargestellt. Der Einmarsch in Hannover und die Operationen der Main-Armee werden recht ausführlich dargestellt; dazu kommt ein (vielleicht etwas zu langes) Kapitel über das Exil des Königs von Hannover in Österreich.
Sehr lang sind zwei Kapitel über Denkmäler u.ä., die heute noch an die Kriege von 1864 (!?!) und 1866 erinnern. Über den Wert mag jeder selbst entscheiden.
Kurz dargestellt sind auch die Besetzung von Hessen, die Siegesfeier in Berlin sowie der Versuch einer kurzen Bilanz des Krieges.

Abgerundet wird das Ganze durch ein Glossar, das militärische Fachausdrücke kurz erklärt, ein ausführliches Ortsregister, ein knappes Personenregister mit Mini-Biographien sowie eine Chronik der Ereignisse, der noch zwei Dokumente beigegeben sind.

Die Seiten wirken z.T. sehr gedrängt durch ein Übermaß an Text und Bildern.

Insgesamt muss ich leider sagen, dass ich den Kauf des Buches bereue. Es lohnt sich wirklich, stattdessen auf die Quellen des 19. Jahrhunderts direkt zurückzugreifen.
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am 6. Dezember 2010
Dieses Buch bietet einen hervorragenden Überblick über die Kampfhandlungen in Deutschland während des Krieges von 1866. Erst durch diese Abhandlung wurde mir bewußt, wie umfangreich dieser, in anderen Büchern oft vernachlässigter, Kriegsschauplatz wirklich war. Leider wurde die Schlacht von Königgrätz nur angerissen, hier verschenkt der Autor viel Potential. Trotzdem ein empfehlenswertes Werk für alle, die sich näher mit dem deutschen Krieg beschäftigen wollen.
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am 5. März 2016
Was sich Preußen geleistet hat,jetzt verstehe ich warum Bayern immer noch abweisend Preußen gegenüber steht, auch die Württemberger,alles verständlich.Hannover hat am meisten gelitten.Eigentlich ist es ungheuerlich,erst 1864 mit Österreich in die Düppler Schlacht gegen Dänemark und dann 1866 wird Österreich verjagt von den Preußen
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am 15. November 2010
Man merkt deutlich,dass dieses Buch von einem Österreicher geschrieben wurde. Es verliert sich in kleinen Geschichten über das Fürstenhaus Hannover und wer wann wo zu Besuch war. Ausserdem beschreibt er lang und breit kleinere Gefechte aus diesem unseligen Krieg lässt aber die vernichtende Niederlage der Österreicher bei Königgrätz in nur wenigen Zeilen anklingen, lobt aber die Erfolge gegen Italien in überbordender Form. Ein Buch welches man getrost vergessen kann.
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