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294 von 304 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Militärsoziologie
Martin van Crevelds Studie über die Wehrmacht entstand in den achtziger Jahren im Auftrag des Pentagons und sollte dessen Bemühungen unterstützen, die amerikanischen Streitkräfte, die sich nach dem Vietnamkrieg in einer tiefen Krise befanden, zu reformieren. Sie trug mit dazu bei, in der US-Armee das "Kohortensystem" einzuführen, jene Regelung,...
Veröffentlicht am 12. September 2006 von Lucullus

versus
27 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deutsches Heer und U.S. Army 1939-1945
Mit "Kampfkraft" legte der Autor in den achtziger Jahren eine viel beachtete Studie vor.
In einem ergänzenden Vorwort geht der Autor, Martin van Creveld, auf die Begleiterscheinungen der mittlerweile schon zwanzig Jahre alten Studie ein. Der Autor distanziert sich ganz klar von Personen, die das Buch in der Vergangenheit nutzten, um ihre ausgesprochen...
Veröffentlicht am 25. Juli 2007 von Media-Mania


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294 von 304 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein der Militärsoziologie, 12. September 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Martin van Crevelds Studie über die Wehrmacht entstand in den achtziger Jahren im Auftrag des Pentagons und sollte dessen Bemühungen unterstützen, die amerikanischen Streitkräfte, die sich nach dem Vietnamkrieg in einer tiefen Krise befanden, zu reformieren. Sie trug mit dazu bei, in der US-Armee das "Kohortensystem" einzuführen, jene Regelung, nach der Mannschaften im Anschluß an die Grundausbildung nicht mehr, wie früher üblich, auf andere Einheiten verteilt werden.

Crevelds Ausgangspunkt ist die Frage, was die "Kampfkraft" einer Armee ausmache, also jene moralischen, sozialen und organisatorischen Qualitäten, die über die materielle Ausstattung hinaus ihre militärische Leistung bestimmen.

Die Wehrmacht wurde von ihm als Untersuchungsgegenstand ausgewählt, weil sie vielen amerikanischen Historikern als beste Armee des 20. Jh. gilt. Eine von Creveld zitierte Studie kam zu dem Ergebnis, daß deutsche Einheiten ihren amerikanischen Gegnern unter allen Gefechtsbedingungen und auch bei größter zahlenmäßiger Unterlegenheit durchschnittlich um 50% höhere Verluste zufügten als sie selbst erlitten.

Um die Ursachen dieser Effizienz klar herauszuarbeiten, stellt Creveld den Strukturen der Wehrmacht in systematischer Weise die der US-Armee gegenüber. Der Reihe nach werden so das Kriegsbild, die Führungsprinzipien, das Personalwesen sowie die Ausbildung der Offiziere und Unteroffiziere beider Institutionen verglichen.

Crevelds zentrales Ergebnis lautet, daß die amerikanische Armee in Aufbau und Organisation weitgehend technokratischen Gesichtspunkten folgte, während die Wehrmacht die psychischen und sozialen Bedürfnisse ihrer Soldaten in den Mittelpunkt stellte. Lief der amerikanische Ansatz darauf hinaus, den Menschen zu einem Anhängsel der modernen Waffentechnik zu machen, so beruhten die Einrichtungen und Abläufe der Wehrmacht auf der Überzeugung, daß auch im industriellen Krieg der menschliche Faktor wichtiger ist als die Technik.

Ein schlagendes Beispiel für diesen Unterschied ist der Personalersatz: Die amerikanischen Soldaten wurden nach der Ausbildung aus ihren vertrauten Einheiten herausgerissen, traten die Reise über den Atlantik als ein Haufen zusammengewürfelter Individuen an und wurden an der Front Kompanien zugeteilt, mit denen sie vorher nie zu tun gehabt hatten. In der Wehrmacht war es dagegen üblich, Soldaten in der gleichen Einheit zum Einsatz kommen zu lassen, in der sie auch ausgebildet worden waren.

Bei der Offiziersauslese setzte die amerikanische Armee auf formale Bildung und Intelligenz, während die Wehrmacht charakterliche Qualitäten bevorzugte, bis hin zu der Kuriosität, Aufsässigkeit in der Schule und mehrfaches Sitzenbleiben positiv zu werten, weil sie als ein Zeichen von Kampfgeist angesehen wurden!

Zu den erstaunlichen Nebenresultaten der Studie gehört die Einsicht, daß die Wehrmacht in mancher Hinsicht egalitärer und "demokratischer" war als die amerikanische Armee. Sie legte bei allen Dienstgraden mehr Nachdruck auf selbständiges Handeln, räumte den Soldaten erheblich effektivere Beschwerdemöglichkeiten ein und sorgte für einen geringeren Abstand zwischen Mannschaften und Offizieren. Charakteristisch für den letzten Punkt ist der Umstand, daß der Ausdruck "Soldat" in Deutschland alle Dienstgrade einschloß, während er in Amerika nur Militärs unterhalb des Offiziersranges bezeichnete.

Abschließend unterstreicht Creveld die moralische Neutralität militärischer Leistungskraft. Die Eigenschaften, denen die Wehrmacht ihre unübertroffene Schlagkraft verdankte, versetzten sie auch in die Lage, abscheuliche Untaten zu verüben. Leider sind hohe Kampfkraft und die Bereitschaft zu verbrecherischem Handeln miteinander vereinbar.

Zwanzig Jahre nach ihrem Erscheinen hat diese solide recherchierte und flüssig geschriebene Studie nichts von ihrer Gültigkeit eingebüßt.
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33 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, 2. April 2008
Von 
berti2 "meggie" (Aalen, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Warum konnte die dt. Wehrmacht am Anfang der II.WK so große Erfolge erringen und warum konnte sie durch die alliierten Mächte dann im Verlauf des Krieges so schwer niedergerungen werden.
Als sich die US Amerikaner im Vietnamkrieg vor dem Scherbenhaufen ihrer militärischen Organisation und Moral befanden, beauftragten sie den Sozialwissenschaftler und Militärexperten van Creveld, Ursachenforschung zu betreiben. Dieser zog dann Vergleiche zwischen der Wehrmacht und der US-Army im II.WK..
Die Vergleiche erfolgten auf allen relevanten Bereichen. Aufbau, Organisation, Offizierkorps, sozialer Status der Soldaten, Ausbildung und, und, und.
Dabei entsteht eine lesenswerte Lektüre für den, der am Aufbau des Militärs und dessen Struktur interessiert ist.
Die Darstellung ist leicht verständlich, auch komplexe Zusammenhänge können erkannt werden.

Einzig der absolut einfallslose Einband stört mich. Die Tarnflecken finde ich absolut aussagelos.

Fazit;für militärisch Interessierte auf jeden Fall empfehlenswert.
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49 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Militärs, 8. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft (Broschiert)
Kampfkraft gehört zu den wichtigsten Büchern in meiner tausendbändigen Fach-Bibliothek: v.Crefeld kommt zu Ergebnissen, die auf Menschenführung und Organisation schlechthin übertragen werden kann. Ich rate Betriebswirten sich mit den Ergebnissen der ursprünglich als Studie für's Pentagon geschriebenen Buches auseinanderzusetzen!

Dabei erwartet man vom Titel her zunächst einen sehr trockenen Text. Um so überraschender ist es, daß selbst jeder militärische Laie sich gut in der Thematik zurechtfindet.

Web.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bundeswehr als trauriger Vergleich, 14. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Wie man im Buch von Martin van Creveld lesen kann, ist die Armee, die der deutschen Wehrmacht heutzutage am meisten in Sachen Aufbau,Struktur und Kampfgeist ähnelt, die Israelische Armee der Neuzeit.

Wenn man sich die komplette Lektüre zu Gemüte gezogen hat und einen Blick auf unsere heutige Bundeswehr wirft,sieht man den starken Kontrast, den die Früchte der systematischen demontage des "preussischen" Militärgeistes der Nachkriegszeit gebracht haben.
Selbst die NVA, als Nachfolger der Wehrmacht, pflegte militärische Traditionen weiter, da die Besatzer in der Ostzone eine kampfstarke Armee auf ihrer Seite wissen wollten. Die BW wurde dagegen von Anfang an geziehlt bis zur Unkenntlichkeit verwässert.

Das Buch ist eine sachliche wissenschaftlich Aufarbeitung, in der versucht wird, im direkten Vergleich des amerikanischen und deutschen Militärs,die enormen militärischen Leistungen der Wehrmacht im 2 WK zu erklären.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mensch oder Maschine, 29. November 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Dass man die in diesem Buch gewonnenen Erkenntnisse aus dem militärischen auch in den wirtschaftlichen-unternehmerischen Bereich übertragen kann, wurde von einem anderen Rezensenten bereits angeführt. Diesen Aspekt möchte ich ein wenig vertiefen.

Da viele Wirtschaftstheorien, auch zur Personalführung - oder wie es amerikanisiert heißt: Human Resources -, in den letzten Jahrzehnten aus den USA nach Deutschland importiert worden sind bzw. in deutschen zu amerikanischen Konzernen gehörenden Unternehmen längst praktiziert werden, ist ein Vergleich dieser mit den von van Creveld herausgearbeiteten Merkmalen interessant. Der eine bemerkenswerte Aspekt ist das Primat der Quantifizierbarkeit von Informationen. Mitarbeiter mit Führungsaufgaben werden genötigt, in regelmäßigen Abständen, Berichte über ihre Mitarbeiter anzufertigen, in denen die Leistung und Persönlichkeit des Mitarbeiters in quantifizierbarer Form gemessen und bewertet werden soll. Diese Berichte sind standardisiert und dienen u.a. dazu, den Prozentsatz Mitarbeiter zu definieren, von dem sich das Unternehmen am ehesten trennen kann. Dieser Prozentsatz ist durch eine angenommene Normalverteilung vorgegeben und jede Abteilung ist angewiesen diesen Prozentsatz, d.h. die Namen der Mitarbeiter, zu liefern - selbst wenn niemand bei objektiver Herangehensweise auf diese Weise als verzichtbar deklariert werden könnte. Aber nach den standardisierten Verteilungsmessungen MÜSSEN soundsoviel Prozent der Mitarbeiter in diese Kategorie fallen.
Am anderen Ende des Bewertungsspektrum bewegen sich die Mitarbeiter, die besonders leistungsfähig sind und daher für weitergehende Aufgaben im Unternehmen prädestiniert scheinen. Für Mitarbeiter dieser Kategorie ist ein Karriereplan aufzustellen, diese sind zu fördern und innerhalb der Organisation, d.h. auch der Hierarchie, auf bedeutendere Posten zu hieven.
Interessanterweise ist es häufig so, dass die Bewertung des direkten Vorgesetzten nicht fix ist, sondern vom Vorgesetzten dieses - und wiederum dessen Vorgesetzten - bearbeitet werden können, bis schließlich die statistisch gewünschte Verteilung der Leistungsfähigkeit innerhalb der Organisation und ihrer Teile hergestellt worden ist. Dass dieses gewünschte Ergebnis mit der Wirklichkeit nicht unbedingt deckungsgleich ist, sollte offensichtlich zu sein. In gewisser Weise ist eine solche nach statistischen Primaten vorgehende Bewertung der Mitarbeiter ein Selbstbetrug, der zudem die Leistungsfähigkeit (sprich: die Kampfkraft) der Organisation unterläuft.

Vergleicht man nun die eben skizzierte Bewertung von Mitarbeitern nach der quantifizierbaren Methode inkl. Vorgaben der statistischen Verteilung mit der von van Creveld beschriebenen eher qualitativen Methode, die in der deutschen Wehrmacht zum Einsatz kam, in der vor allem auch der Charakter einer Person eine Rolle spielt und die zwar in einer nicht-quantifizierbaren, aber dennoch umfassenden Bewertung der Leistungsfähigkeit dieser Person mündet, sind unterschiedliche Ergebnisse zu erwarten. Wenn nicht davon ausgegangen wird, dass eine Person, die zu den Top 5% innerhalb einer Teilorganisation gehört, d.h. die ihr zugewiesenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit erfüllt, automatisch für anspruchvollere Aufgaben geeignet ist, lassen sich womöglich Probleme vermeiden, die von Laurence J. Peter und Raymond Hull als Peter-Prinzip beschrieben wurden: "In einer Hierarchie neigt jeder Beschäftigte dazu, bis zu seiner Stufe der Unfähigkeit aufzusteigen."

Mir ist aufgefallen, dass besonders Führungskräfte, die nicht aus der Riege der Betriebswirte rekrutiert, d.h. nicht schon in ihrer Ausbildung mit der derzeitig herrschenden Doktrin konfrontiert worden sind, die größten Schwierigkeiten mit der Bereitstellung der gewünschten Informationen haben und diese z.T. bewusst durch Nichterfüllung der Erwartungen unterlaufen. Dem liegt zumeist ein gutes, wenn vielleicht auch unbewusstes Gespühr für die Friktionen zugrunde, die durch das formalisierte Korsett der Wirklichkeit, welches durch das statistisch-quantifizierbare Bewertungsverfahren erzeugt worden ist, verursacht werden. Ob dieses Unbehagen jedoch die Prinzipien der akademisch gelehrten Menschenführung mittelfristig verändert kann, bleibt abzuwarten.

In dieser Hinsicht ist die Lektüre von "Kampfkraft" ein recht erhellender Vorgang und daher unbedingt zu empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial, 4. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Bestes Buch welches ich zu diesem Thema gelesen habe!
Einfach zu lesen, gut verständlich und angenehmer Sprachgebrauch!

Spricht einige Themen an die auch heute noch gültigkeit besitzen! Konnte einige der angesprochenen Themen in der Ausbildung verwenden!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eindrücklich, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Martin van Creveld zeigt anhand verschiedener Dimensionen die Kampfkraft der Wehrmacht und des amerikanischen Heeres auf. Naturgemäss waren nicht alle Kapitel gleich fesselnd für mich, aber noch heute ersichtliche Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Angelsachsen werden aufgeschlüsselt. Ebenfalls wird das gängige Klischee des obrigkeitshörigen deutschen Soldaten teilweise widerlegt, denn die Auftragstaktik war ein wichtiger Schlüssel für die Kampfkraft der Wehrmacht. Es geht nicht um die Verherrlichung der Wehrmacht, sondern eine multidimensionale Analyse ihrer unbestrittenen Erfolgsfähigkeit.
Wer abstrahieren kann, kann aus diesem Buch viele Impulse für die Managementausbildung mitnehmen, welche in der Unternehmensführung auf dem "Schlachtfeld" der globalisierten Ökonomie angewendet werden können.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Informationen, 11. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Schwierig eine Kritik zu so einem Thema in Deutschland zu schreiben.
Ich fand das Buch vom Schreibstil etwas langatmig - allerdings interessant von den Informationen her. Ich denke auch nicht, dass der Autor Interesse hatte hier etwas zu beschönigen bei der Wehrmacht.
Besonders interessant die Aussagen über die Flexibiliät, die überragenden taktischen Leistungen, den nicht vorhandenen Kadavergehorsam bei der Wehrmacht (das wurde und wird ja in vielen Medien ganz anders dargestellt) und über das - im Gegensatz zur Wehrmacht - fehlende Beschwerdesystem bei der US-Armee und auch über die Erfolgsfaktoren bei der Wehrmacht - wie z.B. "Teams" lange zusammenarbeiten zu lassen und nicht zweitnah wieder auseinanderzureißen..
Das könnte man ja in der Wirtschaft auch mal versuchen..
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker - auch der Organisationslehre, 11. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Im vorliegenden Buch beschreibt van Crefeld als Auftragsarbeit vergleichend den Aufbau und die Sozialisation von Wehrmacht und US-Armee im 2. Weltkrieg. Hintergrund war die Frage in den USA, warum es auch in späteren Kriegsjahren immer noch das 2-5fache an Menschen und Material benötigte, um von alliierter Seite aus Wehrmachtseinheiten mit einiger Sicherheit schlagen zu können, selbst dann gelang den geschwächten Wehrmachtseinheiten häufig noch ein unentschieden, etwa in Italien.

Interessant ist das Werk auch aus organisationspsychologischer Sicht, so etwa durch die systematische Entkopplung von Befehlsketten ("Auftragstaktik") und die genauso systematische Heranführung von Rekruten (wenn man liest, dass die USA ihre unerfahrenen Rekruten kunterbunt direkt hinter der Front gesammelt hat bekommt man selbst heute beim Lesen noch das Gruseln).

Eine klare Leseempfehlung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Blickwinkel, 13. April 2011
Von 
Reinhard Hofer "uti" (Mannersdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945 (Gebundene Ausgabe)
Es wird exemplarisch die deutsche Wehrmacht und deren Erfolge beschrieben. Das ist ein neuer Ansatz, wo begründet wird, warum die Wehrmacht so gute Leistung im Gefecht erbrachte. Frankreich hatte die größte Panzerarmee der Welt und verlor. Deutschland hatte gegen Russland keine schweren Panzer und hat trotzdem erstaunliche Siege errungen. Kurz, sogar wenn die Wehrmacht numerisch und materiell unterlegen war, hat sie trotzdem gesiegt und das war öfter der Fall, als man denkt. Die Topentwicklungen wie Tiger, Walter-Uboote, V2 und ME262 dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass der 2. Weltkrieg von Millionen Infanteristen geschlagen wurde und zu Beginn bis 1943 die Wehrmacht keinerlei Wunderwaffen hatte.

Das Buch zieht immer wieder Vergleich zwischen der US-Armee und der Wehrmacht. Ebenso wird analysiert, wie sich generell alle Armeen im 2. Weltkrieg geschlagen haben. Ebenso werden die Gründe für die gute Leistung der Wehrmacht erklärt. Beispielsweise dass jeder Soldat ausgebildet war die ihm nächsthöhere Führungsposition im Notfall zu übernehmen. Das wird anhand von Kreta erklärt, wo etliche Kompanie- und Gruppenführer ausfielen und sofort die nächsten Stellvertreter erfolgreich übernahmen.

Selbst militärische Veteranen werden viele neue Ansätze entdecken. Das Buch füllt eine Lücke.
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Kampfkraft: Militärische Organisation und Leistung der deutschen und amerikanischen Armee 1939-1945
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