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4.0 von 5 Sternen "Das Unverständlichste an unserem Universum ist, dass es sich verstehen lässt." (Albert Einstein)
Zu langes Fernsehen ist ungesund und trägt wohl kaum zu Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes bei, denn gute Sendungen sind eher Mangelware. Doch halt, ein Kanal macht eine Ausnahme. Rund um die Uhr ist hier die Entstehung unseres Universums zu beobachten - der "Big Bang" live on TV! Sie kennen ihn noch nicht? Platzieren Sie einfach Ihre Familie vor dem...
Veröffentlicht am 22. Mai 2008 von HG

versus
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schwierige Materie verständlich und amüsant
Für Interessierte ein Lesevergnügen, wie eine zum Teil sehr schwierige Materie mit einen wissenschaftlich fundiertem Hintergrund vermittelt wird. Der Autor schafft es jedenfalls, komplexe Bereiche verständlich und auch für Laien nachvollziehbar darzustellen. Interessant sind auch seine amüsanten Statements und die Darlegung der eigenen Sichtweise...
Veröffentlicht am 17. März 2008 von Mag F. Berger


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24 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Das Unverständlichste an unserem Universum ist, dass es sich verstehen lässt." (Albert Einstein), 22. Mai 2008
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Zu langes Fernsehen ist ungesund und trägt wohl kaum zu Erweiterung des eigenen Bildungshorizontes bei, denn gute Sendungen sind eher Mangelware. Doch halt, ein Kanal macht eine Ausnahme. Rund um die Uhr ist hier die Entstehung unseres Universums zu beobachten - der "Big Bang" live on TV! Sie kennen ihn noch nicht? Platzieren Sie einfach Ihre Familie vor dem Gerät, wählen einen noch nicht mit einem Programm belegten Kanal und schon können Sie einen atemberaubenden Blick in die Vergangenheit werfen.
"Ja, spinnt die denn? Da sind doch nur tanzende Punkte und Schneegriesel zu sehen!" Korrekt! Denn einige Prozent dieses Flimmerns sind auf die kosmische Hintergrundstrahlung, die uns praktisch vom Urknall weg erreicht, zurückzuführen, eine Strahlung, die auch im Bereich der Radio- und Fernsehwellen einen Beitrag liefert.

Derart locker und unterhaltsam führt der nukleare Astrophysiker aus Österreich durch das gesamte Buch und erreicht das beinah Unmögliche: ein schwieriges Thema auch dem Laien verständlich zu machen. Dies schafft er mit einem klaren einfachen Text bar jeglichen Fachjargons, mit simplen Skizzen und einer nach jedem Kapitel befindlichen Zusammenfassung, gewürzt durch witzige Cartoons. Oberhummer dechiffriert sozusagen für die Allgemeinheit die dubiose und schleierhafte Welt der Quanten und den physikalischen Code zum Verständnis der Vorgänge in unserem Universum.

In fünf Kapitel hat er sein Buch untergliedert, die jedoch alle auf ein Thema hinauslaufen: "Kann das alles Zufall sein?" Zufall, dass sich ein Universum mit physikalischen Konstanten herausgebildet hat, die, wenn sie nur um hundertstel nach oben oder unten abweichen würden, den Kosmos als wabernde, materielose Suppe, ohne Galaxien und natürlich auch ohne Leben hinterlassen hätten.

Zuvor erklärt Oberhummer den Aufbau des Universums, mit all seinen Myriaden von Sternen, den Planeten, Kometen und Asteroiden und seiner geheimnisvollen dunklen Materie und Energie. Er erläutert den Urknall, geht kurz auf die angestrebte "Theorie für Alles", die "Superstringtheorie" und das spekulative Vorhandensein von außerirdischem Leben ein. Äußerst interessant und anschaulich wird die Entstehung der Elemente in unseren Sternen aufgezeigt.

Immer wieder erzeugen die witzigen, aber äußerst anschaulichen Cartoons ein Schmunzeln. Da sieht man eine Gas- und Staubwolke kollidieren, in deren Ergebnis ein kleiner Stern mit Nuckel entstanden ist, einen kleinen "weißen Zwerg", der traurig in seinem schwarzen planetarischen Nebel gefangen ist oder eine Baustelle mit dem Hinweisschild "Achtung! Schwarzes Loch!", in das natürlich prompt ein Unvorsichtiger stürzt.

Auf den letzen dreißig Seiten nähert er sich dann mit Hilfe natur- und geisteswissenschaftlicher, als auch theologischer Betrachtungsweisen seinem Titelthema an. Erneut bringt er auch hier einen lockeren Einschub, um die unterschiedliche Vorgehensweise zu erläutern: "Der Physiker sucht in einem finsteren Raum nach einer vorhandenen schwarzen Katze. Der Philosoph sucht in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze. Schließlich sucht der Theologe in einem finsteren Raum nach einer nicht vorhandenen schwarzen Katze und schreit begeistert: 'Ich habe sie gefunden!'"
In diesem Kapitel gleitet Heinz Oberhummer meines Erachtens etwas zu spekulativ in die Sphären der Theologie ab. Insgesamt tut dies jedoch dem durchweg positiven Gesamteindruck des Buches keinen Abbruch.

Fazit:
Sicherlich kann sich Oberhummer bei der Fülle an Informationen und dem Umfang dieses Buches nur an der Oberfläche bewegen. Für tiefgehendere Informationen ist weiterführende Literatur unerlässlich, aber für einen ersten Einstieg in die faszinierende Welt der Kosmologie, Astro- und Quantenphysik ist dieses Buch genau richtig.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als der Alte das Universum schuf, würfelte er mehrmals, 29. Januar 2012
Von 
Dr. Christian Donninger "vulgo Chrilly" (Altmelon, Waldviertel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Der Autor ist emeritierter Professor für Theoretische Physik an der TU-Wien. Sein Spezialgebiet war die Kernreaktion in Sternen. Er hat in der ersten Liga seines Faches mitgespielt. Er ist ferner Mitglied der Science-Buster. Dieses Trio hat den ersten Fundamentalsatz des Österreichischen Schulwesens widerlegt: Physik-Unterricht und insbesondere Physik-Experimente sind das Ödestes was man sich nur vorstellen kann. Bei den Science-Busters zahlen die Leute noch dafür. Der Autor ist nicht nur ein ausgezeichneter Physiker, er hat auch ein ausgesprochenes Talent für die Vermittlung seines Fachgebietes. Er lässt natürlich die mathematischen Gleichungen weg. Er geht - wie er selbst betont - aber keine unzulässigen Vereinfachungen ein. Angereichert ist das Ganze noch mit ein paar gut erzählten Geschichten. Z.B. warum wurde Pluto 2006 zum Zwergplaneten degradiert. Am Ende jedes Kapitels werden die zentralen Aussagen als Comic zusammen gefasst.
Das Buch behandelt zunächst den Aufbau des Universums. Angefangen vom Sonnensystem, den Galaxien, den Galaxienhaufen bis zur Gesamtstruktur. Es gilt auch für das Universum das Prinzip. "Links sind Bäume, rechts sind Bäume und dazwischen Zwischenräume, wo die grossen Elefanten spazieren gehen ohne sich zu stossen".
Danach wird die Geschichte des Universums behandelt. Wobei wir vom Geburtsvorgang nichts wissen, weil es bis heute keine "Theorie von Allem" gibt, die in der Lage wäre den Zustand des Universums zu Beginn zu beschreiben. Es ist daher auch nicht ausgemacht, ob der Beginn wirklich der Beginn war. Oder nur ein spezieller Zeitpunkt in einem wiederkehrenden Prozess.
Im nächsten Kapitel behandelt der Autor sein Spezialgebiet: Das Leben der Sterne und die in den Sternen ablaufenden Kernreaktionen. Oberhummers größte wissenschaftliche Leistung war der Nachweis, dass die Konstante für die Starke Kernkraft genauso sein muss wie sie ist. Würde diese Konstante anders ausfallen, hätte sich in den Sternen kein Kohlenstoff bilden können. Ohne Kohlenstoff gäbs auch kein Leben.
In den ersten drei Kapiteln bewegt sich der Autor auf weitgehend gesichertem Wissenschaftsterrain. Im vierten Kapitel behandelt er die neue Disziplin der Astrobiologie. Die Astrobiologie untersucht die Möglichkeit für die Existenz von Leben im Universum. Nicht als Science-Fiction, sondern als harte Naturwissenschaft. Die Ergebnisse sind noch sehr vage. Laut den bisherigen Berechnungen gibt es im Weltall inkl. Erde 1 bis 20 Millionen Planeten mit Leben. Wobei bereits die Existenz eines besonders widerstandsfähigen Bakteriums als Leben zählt. Die Abschätzung weist noch ein gewisses Verbessserungspotential auf. Der Autor vermutet, dass es andere Planeten mit Leben gibt und man dieses auch in den nächsten 30 Jahren finden wird.
Im fünften und letzten Kapitel beantwortet er die am Buchcover gestellte Frage: Kann das alles Zufall sein? Wenn man von einem einzigen Universum ausgeht, dann folgt auch aus seinen eigenen Ergebnissen zur Kohlenstoff-Synthese: Es ist sehr unwahrscheinlich.
Laut Einstein würfelt der Alte nicht. Laut Oberhummer würfelt er nicht nur im Kleinen, sondern auch im Grossen. Er ist Anhänger der Multi-Universums-Theorie. Es gibt nicht nur ein Universum, sondern sehr viele. Gott hat quasi mehrmals gewürfelt, bis es mit den Bedingungen für Leben gepasst hat. Die Frage ob es ein oder eine Vielzahl von Universen gibt ist jedoch - wie der Autor selbst betont - Gegenstand eines heftigen Disputs unter den Kosmologen. In einem Multi-Universum wäre die Existenz des Lebens eher eine Frage der Ausdauer beim Würfeln.
Für den Wiener Erzbischof Schönborn steht das Ergebnis dieser Diskussion schon fest: Es kann nur ein Universum geben und Gott hat gleich beim ersten Mal alles richtig gemacht. Die These von der unendlichen Perfektheit Gottes wird aber auch von feministischen Theologinnen bezweifelt. "Als Gott den Mann erschuf, übte Sie nur". Laut dem Autor freunden sich inzwischen auch viele jüngere Theologen mit dem Multi-Universum an. Der erste Theologe der eine im Grunde sehr ähnliche Theorie vertrat war Giordano Bruno. Anlässlich des 400 Todestages von Bruno erklärte der päpstliche Kulturrat seine Hinrichtung für Unrecht. Eine vollständige Rehabilitierung steht aber laut Oberhummer noch immer aus (er war lange Zeit auch Präsident der G. Bruno-Gesellschaft). Man dürfte sich daher als Theologe mit der Theorie des Multi-Universums auch heute nicht sehr beliebt machen. Man riskiert allerdings auch nicht mehr Kopf und Kragen. Bei den Naturwissenschaftern geht es ein bisserl pluralistischer zu. Falls der am Institut einflussreichste Prof. ein uni-Universums Anhänger ist, hat man mit dieser Theorie bessere Aufstiegskarten. Falls er der Multi-Universums Theorie zuneigt, ist es umgekehrt.

Anmerkung: Ich bin von einer PR-Dame des Ecowin Verlages kontaktiert worden, ob ich nicht Bücher besprechen möchte. Es hat mich dieses Buch im Verlagsprogramm am meisten interessiert. Wenn mir das Buch nicht gefallen hätte, hätte ich es nicht besprochen.
Ich schreibe jedoch für ein kleines Geschenk keine Jubel-Rezensionen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifend!, 24. Januar 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Ich fasse mich bewußt kurz - dieses Buch ist mehr als geeignet, seinen eigenen Standpunkt im Universum (oder doch im Multiversum???;-) zu überdenken! ICH zumindest habe eine neue Sichtweise der Dinge erlangt! Möchte sagen: Ich habe was GELERNT!!!

Fazit: Absolut empfehlenswert für alle, die sich noch nicht eingehend mit der Astrophysik beschäftigt haben und die noch STAUNEN können!!!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nur zufällig ein gutes Buch?, 17. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Was passierte beim Big Bang? Wie werden Sterne geboren? Sind wir alleine im Universum? Was ist eigentlich ein Multiversum? Was hat es mit dieser ominösen Stringtheorie auf sich? Wie wird es weitergehen? Fast jeder hat sich schon einmal die eine oder andere dieser Fragen gestellt.

Heinz Oberhummer hat es mit diesem Buch geschafft, dem Leser diese und andere Themen mit leicht verständlichen Worten näher zu bringen. Man braucht kein Physik- oder Astronomiestudium, um den Erläuterungen zu folgen. Lediglich etwas Verstand und ein wenig Begeisterung für Wissenschaft sind mitzubringen. Oberhummer zählt nicht einfach nur auf, was wir wissen, er erläutert auch warum wir wissen, was wir wissen.

Seit dem Tod von Carl Sagan hat die Populärwissenschaft sehr gelitten, denn nur sehr wenige Wissenschaftler haben die Fähigkeit, Wissen auf eine spannende Art und Weise wieder zu geben. Nur mit Büchern wie diesem hier (und ein paar anderen, Sagans fast zeitlose Werke eingeschlossen) bekommt der "Laie" einen umfassenden, einfach gehaltenen aber dennoch faktisch korrekten Überblick über die aktuellen Erkenntnisse der modernen Kosmologie.

Wir sind schließlich alle aus Sternenstaub...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Führung durch unser Universum, 2. März 2008
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Hätten Sie gewusst dass man sich den Urknall jederzeit im Fernsehen ansehen kann?
Ich nicht, doch anstatt jetzt das Fernsehprogramm oder Internet nach einem Astrokanal zu durchsuchen reicht es aus, einfach auf einen freien Fernsehkanal zu schalten, denn ein gewisser Prozentsatz des dortigen Schneegestöbers in der Bildröhre ist nämlich noch direkt auf jene kosmische Hintergrundstrahlung zurückzuführen, die durch den Urknall entstanden ist.

Solche und andere Dinge lernt man durch Herrn Professor Heinz Oberhummer, der zusammen mit Mag. Walter Gruber wöchentlich auf FM4 die populärwissenschaftliche Radioshow ScienceBusters moderiert. In seinem Buch "Kann das alles Zufall sein?" widmet er sich einem Thema für das sich so mancher bereits im Kindesalter interessiert hat und damals wie heute noch träumerisch zum Nachthimmel emporblickt. Nukleare Astrophysik nennt sich nämlich Prof. Oberhummers Fachgebiet und so ist dieses Buch auch ganz unserem Universum gewidmet.

Vom Urknall und der Entstehung unseres Universums spannt er dabei den Bogen bis zum Tod von Sternen, ohne dabei in ein ärgerliches Jonglieren von Zahlen und Formeln abzudriften. Wie zu erwarten versteht der ScienceBuster sich für jeden Leser verständlich auszudrücken und nicht nur spannend sondern Begeisterung entfachend zu erzählen warum etwa Pluto nicht mehr als Planet gilt oder worin der Unterschied zwischen Asteroiden und Kometen besteht. Einiges mag man ja vielleicht bereits selbst gehört oder gelesen haben, aber es schadet zumindest nicht dieses Grundwissen noch einmal aufzufrischen, da sich in der Astronomie selbst innerhalb von 10 Jahren sehr viel ändern kann.

Selbst wenn man etwas nicht auf Anhieb verstehen sollte empfiehlt es sich einfach weiter zu lesen, denn ein Großteil der verwendeten Begriffe und Bestandteile des Universums wird in eigenen Kapiteln behandelt und zudem wurde das Buch betont so geschrieben, dass man jederzeit wieder voll einsteigen kann, sollte man sich für ein Thema nicht interessieren. Mit einer durch Skizzen ergänzten Zusammenfassung am Ende jeden Kapitels wird auch ein gewisser Fun-Faktor miteingebracht, der etwa an Werner Grubers "Unglaublich einfach. Einfach unglaublich" erinnert. Im Mittelteil findet sich übrigens ein umfangreicher Bildteil für die eher visuell eingestellten Leser, der für ein besseres Verständnis in den Bildbeschreibungen vieles noch einmal auf den Punkt bringt.

Insgesamt schafft es Prof. Heinz Oberhummer sehr gut einen Überblick zu einem der wohl komplexesten Themen unserer Welt zu schaffen, ohne dabei einen Themenbereich, wie Quantenphysik und die String-Theorie, auszulassen. Fast alle astronomischen Phänomene werden abgedeckt und ausreichend erklärt, um sie auch zu verstehen.

Fazit:
Ein Sachbuch, dem es gelingt das Universum in all seinen Facetten zu erklären und trotzdem verständlich geschrieben und spannend zu lesen ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Mulitversum als Antwort, 8. April 2011
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Prof Heinz Oberhummer versucht in diesem Buch, dem Geheimnis unserer Existenz auf den Grund zu gehen. Warum sind diverse Parameter des Universums scheinbar perfekt darauf abgestimmt, Leben zu ermöglichen?

Zunächst gibt er auf knapp 100 Seiten einen guten und allgemein verständlichen Überblick über den derzeitigen Kenntnisstand der Astronomie - vom Urknall bis zum heutigen Zustand des Universums. Hierbei handelt es sich auf jeden Fall um eine tolle Einführung in diese Thematik. Wer sich schon vorher mit dieser Materie befasst hat, wird dabei allerdings nicht viel Neues erfahren.
Nach einigen Ausführungen über die Möglichkeit, außerirdisches Leben nachzuweisen, geht es danach zur Behandlung der Titelfrage. Der Autor legt dar, dass die Existenz von Leben im Universum nicht möglich wäre, wenn einige Naturkonstanten (als Beispiel werden die Stärke der Kernkraft und der Überschuss der Materie über die Antimaterie näher beschrieben) nur geringfügig unterschiedliche Werte hätten.
Dies verlangt natürlich nach einer Erklärung, wobei sich verschiedene Möglichkeiten anbieten, sowohl aus naturwissenschaftlicher als auch aus religiöser Sicht.
Oberhummer bevorzugt die Vorstellung von einem Multiversum, wonach es unendlich viele Universen gibt, in denen die grundlegenden physikalischen Parameter unterschiedlich sein können und von denen zumindest eines (oder einige wenige) in der Lage sind, Leben hervorzubringen, während die große Mehrheit steril ist. (Auch Stephen Hawking, der hier noch als Vertreter der Gegenmeinung angeführt wird, befürwortet übrigens in Der große Entwurf: Eine neue Erklärung des Universums ebenfalls die Mulitversen-Theorie.)
Oberhummer gesteht zwar zu, dass die anderen Universen nicht beobacht- und daher auch nicht nachweisbar sind, es gäbe aber dennoch eine Reihe von Indizien, die dafür sprechen.
Auch aus religiösen Gründen hält er diese Erklärung für plausibler, da die Schaffung unendlich vieler Universen einem allmächtigen Gott viel eher angemessen sei als die Feinabstimmung eines einzigen.
Ob man sich als Argument für eine wissenschaftliche Theorie unbedingt auf Gott berufen muss, sei zwar dahingestellt, die Idee eines Multiversums ist aber sicher ein interessanter, wenn auch noch spekulativer, Gedanke.
Oberhummer kommt jedenfalls zu dem optimistischen Schluss, dass "in hundert Jahren auf unsere Periode zurückgeblickt werden wird als die Zeit, in der die Vorstellung eines UNI-versums vom Konzept des MULTI-versums abgelöst worden ist". Das ist jedenfalls mal eine mutige Vorhersage!

Daneben zeigt dieses Buch auch, dass sich bei dem Autor nicht nur um einen trockenen Wissenschaftler handelt, sondern er sich durchaus auch Gedanken über die Weltlage macht, wenn er beispielsweise die Gefahr anspricht, die von den Atomwaffenarsenalen ausgeht. (Aus heutiger Sicht fehlt einem an dieser Stelle natürlich ein Hinweis auch auf die Risiken der sogenannten zivilen Nutzung der Kernkraft.)

Weiters hat mir gut gefallen, dass sich am Ende jedes Kapitels eine kurze Zusammenfassung findet, welche dessen wichtigste Inhalte auf nette Weise mittel kleiner Comic-Zeichnungen noch mal verdeutlicht.

Fazit: Auf nicht einmal 200 Seiten gelingt es Heinz Oberhummer, eine Vielzahl interessanter Themen anzusprechen. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings ausführlichere Informationen gewünscht.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kosmologie für jedermann, 25. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Heinz Oberhummer, seines Zeichens pensionierter Universitätsprofessor am Atominstitut der TU Wien, legt die Grundlagen der Kosmologie für den Laien leicht verständlich dar. Vielleicht tat ich mir besonders leicht, weil mich Astrophysik als Kind und Jugendlicher begeisterte und viele Dinge die Oberhummer darstellt daher nicht grundlegend neu waren, aber selbst wenn ich dieses Vorwissen ausblende bleibt der Text noch immer leicht lesbar und gut verständlich - zugegeben nicht sehr tiefgreifend aber keinesfalls oberflächlich. Freilich werden Leute die sich schon lange mit Themen rund um die Kosmologie beschäftigen kaum Neues erfahren, aber für alle anderen die sich mit den Grundlagen dieser Naturwissenschaft befassen wollen, bietet das Buch einen hervorragenden Überblick der noch dazu sehr leicht fassbar geschrieben ist.

Oberhummer beginnt quasi bei Adam und Eva - dem Sonnensystem mit seinen nunmehr acht Planeten und stellt natürlich dar, warum für jene die Pluto immer noch für einen solchen halten, dies auf internationaler Ebene heute nicht mehr so gesehen wird. Vor vielen Jahren habe ich auch "Eine kurze Geschichte der Zeit" von Stephen Hawking gelesen und kann daher guten Gewissens sagen, dass Oberhummers Buch deutlich leichter verständlich bleibt.

So läuft das auch die ersten drei Kapitel dahin und kann absolut überzeugen. Dann allerdings wechselt er von einer rein naturwissenschaftlichen Seite auf eine philosophischere Sichtweise und befasst sich z.B. damit ob die Menschen auf dem Raumschiff Erde sich demnächst ausrotten werden oder ob es außerirdisches Leben gibt und ob es sinnvoll ist danach zu suchen. Alles zugegeben sehr interessante Themen, die aber nichts mehr mit den Grundlagen der Kosmologie zu tun haben und auch nichts mit dem Titel des Buches, dem er sich dann im letzten Kapitel widmet.

Das letzte Kapitel ist wohl jenes das ich an dem ganzen Buch am meisten gefürchtet habe. Und zunächst schienen sich meine Befürchtungen zu betätigen, als Oberhummer meinte das Anthropische Prinzip und das Intelligent Design wären nur unterschiedliche Sichtwinkel auf das gleiche Ding. Schließlich kann er sich aber dann doch dazu durchringen zu erklären, die Multiversumstheorie kann ohne einen großen Plan auskommen.

Das Buch ist didaktisch hervorragend aufgebaut und besonders die Zusammenfassungen am Ende jedes Kapitels haben es mir angetan. Hier hat der Autor mit handschriftlichen Notizen und Zeichnungen die Kerninhalte nochmals wiedergegeben. Es ist nett anzusehen und eine schöne Idee die lange in Erinnerung bleibt.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 18. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Ich habe lange kein Buch mehr gelesen, dass mich derart gefesselt hat. Viel zu oft sehen wir in unserem Leben, in der Umwelt nur Dummheit und Chaos. Während der Lektüre des gut verständlichen Buches musste ich aber erkennen, zu welchem Ideenreichtum und welchen Leistungen der menschliche Geist fähig und wie perfekt die Ordnung im Universum ist. Phantastische Theorien und Methoden zur Beurteilung der Theorien werden verständlich dargelegt und mit humorvollen Einlagen gewürzt. Aus dem ganzen entsteht ein beeindruckendes Bild vom Universum oder dem Multiversum - wie es der Autor darlegt - das ich als faszinierend empfinde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, stimmt nachdenklich und liest sich amüsant, 21. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr kurzweiliges Buch, noch dazu sehr einfach und gefällig verfasst, was einem Sachbuch, das mega-komplizierte Dinge behandelt, einfach nur gut tut.
Alles wird hier erklärt, bis zurück zu den ersten Millionstel Sekunden nach dem Urknall, wie das Universum entstanden ist, wie Materie und die Kräfte entstanden sind.
Prof. Oberhummner räumt mit einigen Missverständnissen auf, so z.B. dass nicht alle Galaxien sich voneinander entfernen, sondern dass sich nur die GalaxienHAUFEN voneinander entfernen. Das ist auch der Grund, warum der Andromeda-Nebel auf uns zurast und wir in Millionen Jahren mit ihm verschmelzen.

Vor allem liebe ich aber die humorvolle Art, mit der der Autor schildert, z.B. wenn es um die Entscheidungen und Quäreleien des Nobelpreis-Kommitees geht, oder um die Tatsache, dass die Kirche die Entstehung der Erde auf einen Samstag Nachmittag, 4.100 Jahre vor Christus genauestens berechnet hat, und dabei um läppische 4,5 Milliarden Jahre daneben lag.

Ein cooles Buch, das zum Nachdenken anregt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaftsbuch des Jahres 2009 -- die ungeheure Dimension eines Multi-Universums, 7. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum (Gebundene Ausgabe)
Der Astrophysiker Heinz Oberhummer wuchs in dem österreichischen Bergdorf Obertauern auf, wo ich meinen 17. Geburtstag verbrachte. Heinz Oberhummer wurde 2 Monate zuvor 21 Jahre alt. Ich erinnere mich wie heute an unvergessliche 4 Ferienwochen im Salzburger Land. Die Naturschönheit der Bergwelt der Radstädter Tauern ist in mir beim Lesen des faszinierenden Buchs: "Kann das alles Zufall sein - Geheimnisvolles Universum" nach fast 5 Jahrzehnten lebendig geworden. Ich schreibe diese Rezension bewusst am Jahrestag von der Uraufführung von Beethovens 9. Sinfonie am 7. Mai 1824 in Wien, die der damals 53 Jahre alte, schon taube deutsche Komponist selbst dirigierte. Im Universum gibt es sicherlich keine Zufälle, Heinz Oberhummer vertritt die These von Multiuniversen. Als der Physiker Albert Einstein im April 1929 den damals 13-jährigen Geiger Yehudi Menuhin in Berlin unter Bruno Walter erlebte, sagte er: "Jetzt weiß ich, dass Gott existiert!"
Heinz Oberhummer schreibt in seinem Buch: "Die meisten Religionen erheben den Anspruch, dass Gott in die Welt immer wieder eingreift. Das Spektrum reicht dabei von gewöhnlichen, persönlichen Wundern bis zum Ursprung und der Entwicklung unseres Kosmos oder auch der Entstehung und Evolution des Lebens. Diese Ansicht ist meines Erachtens viel zu kurz gegriffen und begrenzt. Für einen echten Gott ist unsere kleine Welt viel zu wenig und winzig. Die ungeheure Dimension unseres Universums oder sogar eines Multiuniversums ist weitaus großartiger. Der Naturwissenschaft ist klar geworden, dass wir in einer unermesslichen Kathedrale voll unendlicher Welten und Universen leben könnten, wie wir sie in dieser Größe niemals in der Menschheitsgeschichte auch nur erträumt haben."
Dieses Buch wurde zu Recht als Wissenschaftsbuch des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Roland R. Ropers
Religionsphilosoph & Publizist
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Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum
Kann das alles Zufall sein?: Geheimnisvolles Universum von Heinz Oberhummer (Gebundene Ausgabe - 28. Februar 2008)
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