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4.0 von 5 Sternen Vor Ort sollte es einfacher erklärt werden, 4. Januar 2010
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Corporate Transparency: Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen (Gebundene Ausgabe)
Die beiden Herausgeber sind in einer Agentur tätig, die sich in den letzten Jahren mit dem Thema des Buches beschäftigte und Unternehmen bei der Kommunikation berät. Wie weit ihre publizistische Arbeit Akquisitionszwecken dienen soll, kann ich nicht beurteilen. Aber ich vermute, dass nur wenige CEOs die Zeit und die Geduld aufbringen, sich durch die 240 Seiten zu lesen. Zumal viele Beiträge in einer Sprache verfasst sind, die ebenfalls als Form von Intransparenz bezeichnet werden kann. Und wenn ich auf einer einzigen Seite nebst vielen Fremdwörtern über ein Dutzend Mal das Wort "Transparenz" lese, sinkt auch der Lustfaktor.

Es ist mir schon klar, dass man als Berater seine eigene Arbeit auch mit wissenschaftlichen Studien, graphischen Darstellungen und interdisziplinären Begründungen legitimieren muss. Aber einige der angefragten Autoren beweisen in ihren Artikeln, dass sich Sachverhalte auch einfach darstellen lassen und Fallbeispiele viel zur Anschaulichkeit beitragen können. Meine Kritik an diesem Buch besteht denn auch vor allem darin, dass es den Herausgebern nicht gelungen ist, alle Autoren zu einer möglichst einfachen Schreibweise zu veranlassen. Und gestört hat mich auch der inflationäre Gebrauch der Worte "empirisch geprüft", hat es sich doch inzwischen herumgesprochen, dass nicht jeder ausgewertete Fragebogen dieses Qualitätskriterium verdient.

Zu lesen gibt es fünfzehn Beiträge verschiedener Autoren, von denen sich sechs unter der Rubrik "Theorie" finden. Allerdings darf der Leser nicht erwarten, dass er im Praxisteil von komplizierten Formulierungen verschont wird und auch tatsächlich erfährt, mit welchen Widerständen zu rechnen ist und warum völlige Transparenz ein frommer Wunsch bleiben wird. Wer sich von sprachlichen Widrigkeiten nicht davon abhalten lässt, den Ausführungen der Autoren zu folgen, wird immerhin damit belohnt, mehr über die Bedeutung einer transparenten Kommunikationspolitik zu wissen. Was man allerdings nur am Rande erfährt, sind plausible Gründe, warum so viele Unternehmen trotz großem Beratungsaufwand und ethischer Richtlinien nach wie vor eine Kommunikationspolitik betreiben, die das Prädikat "transparent" kaum verdienen. Aber um diese zu leisten, müsste man mehr davon ausgehen, wie der Mensch sich verhält und nicht wie er sich verhalten soll. Anders gesagt: Die psychologischen Komponenten kommen mir in diesem Buch zu kurz.

Mein Fazit: Den beiden Herausgebern ist es leider nicht gelungen, alle angefragten Autoren dazu motivieren zu können, ihre Beiträge in einer Sprache zu formulieren, die ein Buch über Transparenz verdienen würde. Bei einigen Artikeln braucht es Durchhaltevermögen und einen guten Fremdwörterschatz, um zu den Kernaussagen vorzustoßen. Trotz meiner Vorbehalte schwankte ich bei der Bewertung zwischen drei und vier Sternen, weil auf den knapp 400 Seiten eben doch viel Interessantes steht. Im Zweifelsfall bin ich für Aufrunden.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was Sie schon immer über Transparenz wissen wollten, 19. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Corporate Transparency: Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen (Gebundene Ausgabe)
"Jedes unternehmerische Handeln ist öffentlich" lautet das so genannte Glashausaxiom. Es ist der rote Faden im Sammelband Corporate Transparency. In Zeiten von Internet und Web 2.0 können Unternehmen Probleme nur schwer unter der Decke halten; es ist also besser, freiwillig Transparenz herzustellen und entsprechend zu agieren. Das gilt für die namhaften Autoren vor allem auch in Krisensituationen.
Corporate Transparency besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil, wobei letzterer ohne Zweifel der interessantere ist. Transparenz bei adidas, McDonalds, BASF, SAP und Novo Nordisk hat immer auch mit Nachhaltigkeit zu tun. Das wird bei der Lektüre schnell klar. Nachhaltigkeit erfordert Transparenz und Transparenz ist letztendlich nachhaltig.
Die im Vorwort angekündigten Holzwege habe ich im Praxisteil nicht finden können. Die Darstellungen der Unternehmen waren doch eher Best Practices. Aber daran krankt das Buch nicht. Schon stärker vermisst habe ich das Thema Transparenz und Lobbying; vielleicht ein Thema in einer künftigen Auflage. 2009 kommt Corporate Transparency recht aktuell daher: Ausführlich wird auf die Vertrauenskrise der Banken in der Finanzkrise eingegangen. Nicht zuletzt der Beitrag von Klaus Eck zur Transparenz im Web ist lesens- und bedenkenswert. Über die eine oder andere Länge im Theorieteil trösten herausragende Beiträge der Praktiker hinweg. Im Gedächtnis haften bleibt sicher Elisabeth Schicks Aufsatz zur Strategie von BASF. Fazit: lesenswert!
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Corporate Transparency: Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen
Corporate Transparency: Wie Unternehmen im Glashaus-Zeitalter Wettbewerbsvorteile erzielen von Daniel J. Hanke (Gebundene Ausgabe - 1. September 2009)
EUR 39,90
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