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am 14. Juli 2012
Die Marxsche Begrifflichkeit taugt für die aktuelle Analyse der Finanz- und Wirtschaftskrise. Altvater will die Aneignung der Marxschen Theorie unterstützen, das könne die Lektüre seiner Schriften jedoch nicht ersetzen. Er demonstriert, dass etwa die Marxsche Geldtheorie Kern der Krisentheorie ist. Ware wird zu Geld, Geld als Kapital will mehr. Wenn nicht mehr die Produktionsbedingungen des Mehrwerts berücksichtigt werden, kommt es zum Crash.

In der gegenwärtigen Finanzkrise wird die Austerity-Politik (mit Lohn- und Rentenkürzungen, Schnitten im Sozialsystem und erhöhten Steuern auf Masseneinkommen usw) kritisiert, weil kaufkräftige Nachfrage zusammengestrichen wird. Die erzwungene Unterkonsumtion verstärkt die Krise prozyklisch.
In der Krise werden die Widersprüche (zwischen Produktivkraft und Konsumtionskraft) so reguliert, dass das grundlegende Herrschaftsverhältnis des Kapitals über die Lohnarbeit bleibt - auch wenn Nachfragesteigerung vernünftig wäre.
Krisen sind nicht Vorboten eines Zusammenbruchs, gerade die gegenwärtige Ernährungskrise und der Klimawandel sind Mahnruf: die Zukunft des Kapitalismus ist düster und die Suche nach gesellschaftlichen Alternativen dringlich.
Marx war nicht nur "Fetischist der Produktivkräfte", sondern hat auch die Naturzerstörung des ungebändigten Marktes gesehen. Er will die ökologische (Mensch und Natur) und die soziale Frage (Mensch und Mensch) im Zusammenhang beantworten.

Es gab Vorstellungen einer vom Kapitalismus befreiten Marktwirtschaft, von Geld ohne Zins. Doch sozial und ökologisch wird die Marktwirtschaft erst, wenn dafür gekämpft wird. In den Niederlagen der sozialen Auseinandersetzungen entsteht immer wieder die kapitalistische Reinform der Marktwirtschaft.
Sozialistische Marktwirtschaft als Kombination von Markt und Plan reicht nicht aus. Produktionsweisen, Konsummuster, das gesellschaftliche Verhältnis zur Natur muss neu gestaltet werden. Es geht um die gesellschaftliche Regulierung von Produktion, Zirkulation und Austausch.

Es gibt zwar allgemeine Bewegungsgesetze des Kapitalismus, aber auch historische Kapitalismen, die sich beträchtlich unterscheiden können. Weiter gibt es nicht einen Entwicklungspfad sondern viele, Marxismus existiert nur im Plural.
Zum Staat hat Marx nicht viel verfasst, er hatte ein Arbeitsprogramm, zu dessen Realisierung er nicht gekommen ist. Altvater nennt Anforderungen an eine moderne Staatstheorie in der Marxschen Tradition: sie darf sich nicht nur auf das Verhältnis von Politik und Wirtschaft, von politischer und ziviler Gesellschaft beziehen, sie darf nicht nur über den Ort der Macht in einem sozialen Netzwerk oder im Staatsapparat nachdenken und sie muss die Konflikte zwischen nationalen Staaten analysieren.
Marx erwartete die revolutionäre Umwälzung der kapitalistischen Herrschaftsverhältnisse, die sich jedoch als stabiler herausstellten, als er es sich seinerzeit hat vorstellen können.
In einem Ausblick auf das 20. und 21. Jahrhundert resümiert Altvater, dass die Globalisierung Freiräume vor allem für Finanzvermögen zur weltweiten Spekulation geöffnet hat, ein "neuer Imperialismus".
Abschließend gibt Altvater einen Ausblick auf die Klassenkämpfe der Gegenwart (Klassenkampf von oben) und das Ziel, einen grünen Sozialismus.

Das Bändchen für sich liest sich schon mit Gewinn - vielleicht motiviert es auch den einen oder anderen, für sich Marx (neu?) zu entdecken.
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am 2. Februar 2014
Wenn man einige Punkte mehr über Marx Theorie erfahren will, ist dieses Werk das richtige zum Lesen und zum Nachdenken.
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am 29. März 2013
Sehr klar und kompetent wird die Marxsche Wertanalyse rekapituliert und werden die neuen Tendenzen auf dem Finanzmarkt und in der Kapitalreproduktion beschrieben
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am 17. April 2014
Seit 1968 damit beschäftigt, kriege ich jetzt doch einen anderen Zugang zustande, dank des lieben Elmars. Gut gemacht, Alter! Hilft mehr als damals die ganze Marxistische Gruppe Erlangen-Nürnberg mit den abgehobenen Huisken und Inhetveen.
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am 19. Dezember 2012
das nach wie vor spannende Thema der Zukunft des Kapitalismus wird von Altvater kurz und anschaulich dargelegt, allerdings mit nach meiner Meinung inhaltlichen Fehlern
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