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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und intelligent
Welch ein Erstling! Ein spanndener und sehr intelligenter Mix aus Grusel- und Kriminalroman, mystischer Erzählung, bissiger Satire und Liebesroman. Der Ich-Erzähler, ein junger ungarischer Akademiker, der seit langem in London lebt und forscht, wird vom Earl of Pendragon in dessen walisisches Schloss eingeladen, um seine Studien über Mystik in dessen...
Veröffentlicht am 20. Oktober 2004 von Kaspar V. Erffa

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider sehr fade
Was macht eigentlich ein Buch spannend? Ein faszinierendes Thema, interessante Figuren, eine abwechslungsreiche, präzise eingesetzte Sprache oder schlicht irgendetwas, was das Kopfkino zum Rattern bringt?

Von alledem hat dieses Buch für mich, leider, zu wenig.

Ein junger Ungar lernt einen walisischen Hochadeligen, den Earl Owen Pendragon,...
Veröffentlicht am 13. November 2012 von FG


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende und intelligent, 20. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Welch ein Erstling! Ein spanndener und sehr intelligenter Mix aus Grusel- und Kriminalroman, mystischer Erzählung, bissiger Satire und Liebesroman. Der Ich-Erzähler, ein junger ungarischer Akademiker, der seit langem in London lebt und forscht, wird vom Earl of Pendragon in dessen walisisches Schloss eingeladen, um seine Studien über Mystik in dessen Bibliothek fortzusetzen. Ohne es zu ahnen, wird der junge Mann dadurch zu einer zentralen Figur bei einem alten Erbstreit und erlebt ein aufregendes Abenteuer zwischen vergessenem alchimistischem Wissen und alter walisischer Mystik. Natürlich verliebt er sich auch noch in die Tocher des Earls, was zu weiteren Komplikationen führt. Das ganze garniert Szerb mit einem herrlich humorvollen Blick auf die englische Adelswelt. Ich musste immer wieder lachen, dann wurde es wieder gruselig, das Buch blieb immer spannend und wurde niemals trivial. Schön, dass sich der dtv-Verlag dazu entschlossen hat, nach der "Reise ins Mondlicht" nun auch dieses äusserst lesenswerte Buch neu zu veröffentlichen! Welch wunderbare Bücher hätte man wohl von Antal Szerb noch erwarten dürfen, hätte man ihn nicht im Januar '45 im KZ wegen seiner Herkunft erschlagen.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vor Eco und Rushdie war Szerb!, 22. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Ein ungarischer Philosophiedoktor in einem walisischen Schloss, das von den mystischen Rosenkreuzern heimgesucht wird. Was sich anhört wie eine Gespenstergeschichte von vielen birgt in Wahrheit viel mehr.
Antal Szerb hat es vor 70 Jahren geschafft mehrere Gattungen der Literatur zu einer zu vereinen. Steht am Beginn des Buches die klassische Gruselgeschichte, so vermengt sie sich schon bald mit dem essayistischen Roman, den Eco oder Rushdie groß gemacht haben. Und um dem ganzen noch eines drauf zu setzen, bringt Szerb ebenso eine Detektivgeschichte unter, ganz nach den Vorbildern von Christie oder Wallace, letzterer findet sogar Erwähnung. Fortan springt der Roman von einer Geschichte zur nächsten und man muss sich ganz dem süffisanten Erzählton von János Bátky, dem Ich-Erzähler hingeben um durch die Wirrnisse von Schloss Pendragon zu finden. Doch vertrauen darf man dem Erzähler auch nicht, egal welche Haken der Roman schlägt, die Nonchalance des Erzählers ist gleichbleibend, seine Ironie konstant. Sogar dann, wenn er die Ursprünge des Geheimordens der Rosenkreuzer aus einer alten Handschrift übersetzt. Der Erzähler vereinnahmt den Leser komplett, man ist ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, weiß nie mehr und meistens viel weniger. Egal ob es sich um Spukgestalten, Erbschaftsbetrügereien oder Liebesaffären handelt, nie kann man sich sicher sein, was Real und was Irreal ist.
Das macht das Buch zu einer virtuosen Achterbahnfahrt durch einen zweiwöchigen Aufenthalt im tiefsten Wales und wäre das nicht genug, bekommt man auch noch intensive Landschaftsbeschreibungen gratis dazu.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der unbekannte Klassiker, 16. April 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Siehe da, dieses Büchlein wurde doch noch mal neu aufgelegt, nachdem es jahrzehntelang in sämtlichen Antiquarien vergriffen war.
Nun, was ist das für ein Buch, ich will es mal so sagen: Wenn Ephrahim Kishon und Umberto Eco sich zusammengesetzt hätten, um gemeinsam eine Geistergeschichte zu verfassen, die auf einem alten englischen Adelssitz spielt, wäre wohl ziemlich genau das herausgekommen. Eco hätte die Fülle philologischer und historischer Details beigesteuert, und Kishon den trockenen, typisch ungarischen Humor.
Was Antal Szerb damals (noch vor dem 2. Weltkrieg, leider wurde er im KZ ermordert) geschrieben hat, liest sich auch heute noch frisch, unterhaltsam und vermittelt ganz beiläufig ein paar Wissenswertigkeiten aus der Welt der Geheimbünde.
Der Philosophiedoktor Bátky trifft auf einer Party einen Earl, der ihn spontan auf seinen Landsitz einlädt, weil sie beide ein gemeinsames Hobby haben: Die Mystiker des 17. Jahrhunderts. Dort angekommen verguckt Bátky sich in die Nichte des Earls und bleibt beharrlich, obwohl schon bald bedrohliche Dinge geschehen: Erbschleicher wollen den Earl ermorden, und ein Geist aus dem 17. Jahrhundert geht auch noch um.
Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krimi mit Phantastik-Elementen oder Fantasy auf Krimi-Basis?, 12. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Nach Sándor Márai wurde mit Antal Szerb erfreulicherweise ein weiterer ungarischer Autor mit hohem Potenzial wiederbelebt, freilich einer mit gänzlich anderen Schwerpunkten.
In "Die Pendragon-Legende" geht es um einen jungen ungarischen Philosophen namens Bátky, der in England alte Schriften erforscht und von einer Zufallsbekanntschaft, dem walisischen Earl of Gwynedd, auf dessen Schloss zur Erkundung der Familienbibliothek eingeladen wird. Der Earl und Bátky interessieren sich sehr für den Geheimbund der Rosenkreuzer, dem es um die Erlangung des Steins der Weisen ging, und dem ein Vorfahr des Earls, Asaph Pendragon, einst vorstand.
Bátkys Rolle wird von Feinden des Earls fehlinterpretiert, und so gerät er unversehens zwischen die Fronten eines knallharten Kriegs um eine reiche Erbschaft, in dem, eingebettet in die von Sagen umgebene walisische Landschaft, einige mystische Figuren entscheidend mitmischen.
Mir hat dieser Roman ausgezeichnet gefallen. Der Kriminalfall ist spannend, wenn auch nicht allzu kompliziert aufgebaut; es gibt an den entscheidenden Stellen immer wieder überraschende Wendungen. Das mystische Element tritt nie beherrschend in den Vordergrund, auch wenn es in seiner Bedeutung weit über reinen Lokalkolorit hinaus geht. Szerb skizziert seine Charaktere eher flüchtig; der Roman erscheint mehr handlungs- als personenorientiert. Den manchmal offenen Humor, der mich auflachen ließ, ergänzen feine Ironie und Sarkasmus; überhaupt hat der Roman eine unverkennbar satirische Komponente. Man kann dieses Buch aber durchaus auch nur zur Unterhaltung lesen - es ist originell und packend und bietet einen ungewöhnlichen Einblick in die 1930er Jahre, insbesondere auch auf das damalige England und Wales aus der Sicht eines Ungarn.
Die Übersetzung empfinde ich als sehr gut gelungen, zumal ich weiß, dass der ungarische Wortwitz nur schwer ins Deutsche übertragen werden kann; hier ging er nicht verloren.
Einen Stern habe ich abgezogen, weil ich finde, dass Bátky, die Hauptfigur, gelegentlich um des Handlungsfortgangs willen unnatürlich naiv und gutgläubig agiert - unpassend zu dem Bild, das man ansonsten von ihm erhält.
Insgesamt ein sehr empfehlenswertes und ungewöhnliches Buch, das sich nur schwer in eine Kategorie einordnen lässt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zwischen Krimi und Grusel, 29. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Der Philosoph und Globetrotter Dr. János Bátky wird von einem walisischen Aristokraten dem Earl of Gwynedd eingeladen, ihn in seinem Schloss zu besuchen um in seiner Bibliothek seine Studien fortzusetzen. Was der Icherzähler der Geschichte noch nicht weiß, damit wird er mitten in einen Erbschaftsstreit gerissen. Die eine Seite trachtet dem Adligen nach dem Leben - der verhinderte Mörder wird aber noch in derselben unter den seltsamsten Umständen getötet. Neben diesem Handlungsstrang beginnt gleichzeitig eine Geschichte die sich um die Rosenkreuzer dreht und die Bátky in einen unheimlichen Bann ziehen wird. Eine Geschichte zwischen Kriminalroman und Gruselgeschichte beginnt und der Leser wird erst ganz am Ende herausfinden ob sich nun alles mit Intrigen erklären lässt oder ob vielleicht doch ein Ahnherr des Earls das Geheimnis des ewigen Lebens entdeckt hat.
Sprachlich und stilistisch glänzt Antal Szerb ebenso wie die Übersetzerin Susanna Großmann-Vendrey. Das Buch ist mit feinem Humor durchzogen, ohne jemals an der Ernsthaftigkeit der Erzählung Zweifel aufkommen zu lassen. Von Anfang an wurde ich an Oscar Wilde und an Edgar Allan Poe erinnert. Das mag zu einem gewissen Teil auch an der Geschichte selbst liegen, im Wesentlichen aber stammt dieser Eindruck von dem feinen britischen Humor, den der Ungar in seinem Werk verewigt. Die Charakterisierung der Personen kann als gelungen bezeichnet werden, insbesondere der Protagonist wird in seltener Qualität dargestellt. Der durch Vorurteile verschleierte Blick des Icherzählers auf die anderen Charaktere, spricht für die Qualität der Erzählung, die sich erlaubt Klischees zu verwenden und dennoch zwischen den Zeilen durchblicken lässt, dass diese Personen komplexer sind als vom Protagonisten gesehen.
Das Buch ist eine uneingeschränkte Empfehlung, wenngleich man festhalten muss, dass Szerb am Schluss etwas schwächelt. Das Ende ist zwar durchaus gelungen erzählt, aber ich hätte etwas mehr erwartet. Vor allem ein mehr an Spott und Ironie wie über die ganze Geschichte. Nichtsdestotrotz verdient sich das Buch gelesen zu werden; es ist ein echter intellektueller Leckerbissen, der durchaus auch philosophische Aspekte beleuchtet.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Unterhaltung, 2. Februar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Der aus dem Jahre 1934 stammende Roman ist eine erfreuliche Neuentdeckung. Vor dem geistigen Hintergrund der englischen Mystiker aus dem 17. Jahrhundert sowie der Tradition der Rosenkreuzer entfaltet dieses Buch eine spannende Geschichte. Aber nicht nur die Spannung begeistert, sondern auch die wunderbar beschriebenen Charakteren bleiben in Erinnerung. Die Pendragon-Legende ist jedoch nichts für Leser, die ein Buch mit tiefgehenden esoterischen Gedankengängen lesen wollen. Der Roman hat zwar esoterische Inhalte, aber er ist wesentlich unterhaltsamer, aufgelockerter und humorvoller geschrieben als beispielsweise „Das grüne Gesicht" oder „Der rote Löwe". Andere wiederum, die sich gar nicht mit Esoterik und Mystik beschäftigen wollen, brauchen deshalb diesen Roman wegen seiner phantastischen Inhalte nicht zu scheuen. Sie sind spannender Bestandteil der Geschichte und kein Selbstzweck. Insgesamt also eine spannende Geschichte in einem interessanten Milieu, bestückt mit tollen Charakteren. Lesenswert!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen noch besser als Reise im Mondlicht, 3. Januar 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Schon die Reise im Mondlicht hat mir gut gefallen. Finde diese nunmehr zweite Übersetzung aber noch besser. Die Hauptfigur als Ich-Erzähler ist weniger mit sich selbst beschäftigt als der Reisende im Mondlicht. Statt dem antriebs- und orientierungslosen Mihaly erleben wir einen von sich überschlagenden Ereignissen getriebenen Philosophen. Spannende Elemente einer Kriminalgeschichte, feine Satire, mystische Begebenheiten und eine wunderbare Sprache fesseln den Leser. Hoffe in jedem Fall auf neue Übersetzungen von diesem Autor, der leider viel zu Früh sein Leben lassen musste.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unheimlicher und aufregender historischer Krimi, 29. April 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
'Die Pendragon-Legende' handelt von der Begegnung des jungen ungarischen Büchernarren und Doktors der Philosophie, Janos Batky, mit dem walisischen Earl of Gwynedd - und von den Verstrickungen, die sich für den Gelehrten daraus ergeben. Dieser darf nun in der umfangreichen Gwynedd'schen Bibliothek ausgiebig die Familiengeschichte der Familie Pendragon, eines alten Geschlechts erforschen, dem auch der Earl angehört und ist, ehe er sich's versieht, in eine spannende und düstere Kriminalgeschichte verwickelt: seltsame Morde ereignen sich, und das walisische Schloss und später auch London scheinen von zwielichtigen Gestalten nur so zu wimmeln. Und dann ist in den Janos zugänglichen Dokumenten wie auch in der Gegenwart auch noch von der Auferstehung eines der Vorfahren des Earls die Rede ... Nicht umsonst ist 'Ich glaube an die Auferstehung des Fleisches' der Leitspruch der Familie. Nichts für schwache Nerven also!
Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen. Die Charaktere bleiben stets irgendwie im Schatten und bis zum Schluss zwielichtig, wozu auch der Ich-Erzählstil dieses Romans beiträgt. Beim Lesen fällt es schwer zu glauben, dass der Roman aus den 30er Jahren stammt, fühlt man sich doch neben den klassischen Detektivgeschichten immer wieder an Umberto Eco und in den Einzelheiten einiger Szenen sogar an Harry Potter (etwa: Janos und seine beiden Freunde stoßen zu den unheimlichen Katakomben der Familie von Gwynedd vor - Grusel pur!) erinnert. Er ist düster, oft sehr spannend aber auch ironisch - und nicht zuletzt aufgrund der großartigen Übersetzung von Susanna Großmann-Vendrey (Kompliment!) uneingeschränkt zu empfehlen.
Übrigens: Der Todestag des Autors Antal Szerb - er starb 1945 in einem KZ - jährt sich heuer zum 60. Mal. Es war schon höchste Zeit, dass dieser talentierte Autor und große Literaturwissenschafter wiederentdeckt wurde und nun auch in der deutschen Sprache zugänglich ist - so wie viele andere Schätze der osteuropäischen Literatur, die nun langsam zu unserem traditionellen Kanon stoßen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider sehr fade, 13. November 2012
Von 
FG "fg" (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: Roman (Taschenbuch)
Was macht eigentlich ein Buch spannend? Ein faszinierendes Thema, interessante Figuren, eine abwechslungsreiche, präzise eingesetzte Sprache oder schlicht irgendetwas, was das Kopfkino zum Rattern bringt?

Von alledem hat dieses Buch für mich, leider, zu wenig.

Ein junger Ungar lernt einen walisischen Hochadeligen, den Earl Owen Pendragon, kennen und wird auf dessen Familiensitz eingeladen, im Schlepptau den Neffen des Gastgebers und einen irischen Herumtreiber. Wilde Mythen, mysteriöse Erscheinungen, vermeintliche Mordanschläge, eine attraktive Dame, Abenteurerherz, was willst du mehr. Im Nu ist der Bücherfreund nichts weniger als den geheimnisvollsten Kapiteln der europäischen und natürlich walisischen Geschichte auf der Spur.

Und das ließ mich völlig kalt.

Ich muss den sehr überschwänglichen Rezensionen hier also widersprechen, die mich ursprünglich selbst zum Lesen verlockten. Hier kommt einfach keine Stimmung auf, und von einem Spannungsbogen oder gar Grusel, den mancher dem Roman attestiert, lässt sich ohne Stimmung einfach nicht sprechen. Dafür geht alles zu flott: oberflächlich bleiben die Figuren und schnell wechseln die Szenen, als hätte Szerb jede Szene, jeden Dialog im Abstand von Wochen geschrieben und zum Schluss selbst nicht mehr gewusst, was der ganze Spaß miteinander zu tun hat, wozu Person XY jetzt auch noch einen Kurzauftritt bekommt. Zum Thema Spannung: Da wird auf Seite x der Hintergrund eines Mythos erläutert und 30 Seiten später deckt der Protagonist zufällig schon dieses Jahrhunderträtsel als Tatsache auf. Potztausend. Einige Sätze haben fast schon lyrische Qualität, okay (z.B. "... und es bleibt nur das willkürlich zusammengesetzte, nichtssagende Ich, von dem man nicht anders sprechen kann als mit beschützender Zärtlichkeit und leiser Ironie.", S. 92), und gelegentlich kommt Enid-Blyton-hafte Fünf-Freunde-Stimmung auf, wenn unsere Helden um düstere Seen herumschleichen. Aber eben nur gelegentlich. Die Figur des Earl, Owen Pendragon, hätte fruchtbar neugierig machen können, wäre der Leser bloß mit mehr zusammenhängenden interessanten Andeutungen gefüttert worden, hätte Szerb mehr von seinem Charakter offenbart statt hanebüchene Details einzustreuen (z.B. brauchte er im Krieg Nr. 1 angeblich keine Gasmaske, um unbeschadet davon zu kommen - gruselig? Eher merkwürdig superheldenhaft). "Uninspiriert" dürfte die passendste Beschreibung des ganzen Unterfangens sein.

Fazit: "Der Pendragon-Legende" fehlt es deutlich an Pepp und Würze, um verschlungen zu werden. Im Vergleich gibt es derzeit einfach viele deutlich interessantere Bücher zu haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Turbulente, nicht immer logisch ablaufende Geschichte. Offensichtlich stark gekürzt., 14. Juli 2014
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Die Pendragon-Legende: WDR-Hörspiel (Audio CD)
-->> Hörspiel-Rezension
2 CDs mit 108 Minuten Laufzeit.

Ein professionell gestaltetes Hörspiel ...
... klar und deutlich vorgetragen ...
... mit einer gewissen Indiana-Jones-Atmosphäre ...
... aber leider so stark gekürzt, dass der Inhalt insbesondere auf der zweiten CD extrem überladen ist von Ortswechseln und neuen Szenen. Manchmal geht der Zusammenhang verloren. Manchmal bleiben offene Fragen.

Wie stark gekürzt wurde, kann man daran erkennen, dass das vergleichbare Hörbuch vorgetragen von Heikko Deutschmann ganze 5 CDs umfasst. Auch wenn ich die Gesamtlaufzeit dieses Hörbuches nicht kenne, so gehe ich doch davon aus, dass im Vergleich dazu hier extrem gestrafft wurde. Auf der ersten CD macht sich dies noch nicht so sehr bemerkbar. Der Held der Geschichte, ein junger Wissenschaftler names János Bátky trifft auf einer Abendveranstaltung den Earl of Gwynedd, Owen Pendragon, und wird von diesem auf sein Schloss in Wales eingeladen. Während der Reise wird Bátky von zwei Personen begleitet: Maloney, der auch auf dem Schloss unterkommen wird, und der Bátky ein Päckchen zur Aufbewahrung gibt, sowie Eileen, die vor Ankunft auf dem Schloss die Reisegesellschaft verlässt, den jungen Mann aber bittet, dem Schlossherrn einen Ring zu übergeben, ohne zu verraten von wem er stammt. Erst sehr viel später wird die Identität von Eileen dem Hörer verraten. Des Weiteren erfährt man erst im hinteren Teil, dass Bátky und Maloney sich noch gar nicht so lange kennen. Möglicherweise wurde also bereits hier gekürzt.

Auf dem Schloss werden Bátky und Maloney von dem Earl sowie von dessen Nichte Cynthia und dessen Neffen Osborne begrüßt. In den folgenden Szenen wird die Atmosphäre sehr bildhaft beschrieben. Gruseleffekte mit eingeschlossen. Aber spätestens als Bátky den Neffen des Earls in einem Kamin versteckt entdeckt, wo dieser Geräusche von sich gibt, schlägt das Ganze um. Kein Geist, sondern ein frecher Bengel, der sich auf Kosten der anderen amüsiert. Aber ist das wirklich die richtige Erklärung für alle merkwürdigen Geschehnisse? Was ist wahr? Was ist Illusion? Genug Unerklärliches gibt es weiterhin.

Rosenkreuzer, ein Erbschaftsstreit, Forschungen mit seltsamen Kreaturen, ein Attentatsversuch auf den Earl, ein weiterer auf den Neffen, die Verführung des jungen Wissenschaftlers durch eine undurchsichtige Dame und noch so einiges mehr wartet auf den Hörer. Insbesondere auf der zweiten CD geht es drunter und drüber. Mitunter hatte ich das Gefühl in einem Indiana-Jones-Film gelandet zu sein. Erinnern Sie sich noch an diese Szene mit dem unsterblichen Ritter, der an einer bestimmten Quelle den Gral (verborgen in einer großen Anzahl von Kelchen) bewacht? Daran habe ich jedes Mal gedacht, wenn der schwarzgewandete Mann mit weißem Kragen einen Auftritt hatte.

Leider macht es die Vielzahl der Handlungsstränge dem Hörer nicht allzu einfach. Immer wieder habe ich mich gefragt, "was soll denn das schon wieder???" Sprunghafte Ortswechsel. Stetig neue Entwicklungen. Sicher, ich habe bis zum Ende durchgehalten, ein wirkliches Vergnügen war es für mich jedoch nicht, insbesondere da zum Schluss hin noch Fragen offen bleiben.

-->> SPOILERWARNUNG ANFANG
Offen/unverständlich: zB die Szene als unser Held während seines Marsches durch die verschiedenen Wälder in der fensterlosen Hütte auf Eileen trifft. Im nächsten Moment - als er aufwacht - ist von all dem nicht mehr die Rede und unser Held läuft weiter. Er wundert sich auch nicht, fragt sich nicht, was mit Eileen geschehen ist, sondern geht weiter. Sehr seltsam das Ganze.
Weiteres Beispiel: Der schwarz gewandete Pendragon-Urahn, der schließlich doch noch tot in seiner Gruft liegt, wer hat ihn mit dem Dolch ermordet?
-->> SPOILERWARNUNG ENDE

Kurz und gut:
Aufgrund einer zu starken Kürzung geht allzu oft der logische Zusammenhang verloren. Die Handlung erscheint nur noch turbulent und allzu oft wirr. Das ist definitiv schade, denn die spannenden Ansätze sind erkennbar.
Dennoch, in dieser Hörspiel-Fassung kann ich die Pendragon-Legende leider nicht empfehlen. War ein Fehlkauf.
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Die Pendragon-Legende: WDR-Hörspiel
Die Pendragon-Legende: WDR-Hörspiel von Antal Szerb (Audio CD - 1. Juli 2010)
EUR 19,95
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