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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. September 2005
Ich habe selbst langjährige Korsika-Erfahrung und kenne so gut wie alle Reiseführer. Das Buch von Marcus Schmitt ist für mich das non-plus Ultra der verfügbaren Literatur. Ich entdecke mit seiner Hilfe immer noch Neues und kann bestätigen, dass die reisepraktischen Angaben stets ziemlich aktuell sind, was beileibe nicht bei jedem Reisefüherer gegeben ist. Zu erwähnen sind auch die Klarheit und Übersichtlichkeit des Aufbaues und des Layouts.Die Hintergrundinfos sind zutreffend und interessant. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt.
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90 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Juni 2009
Ich hatte bis jetzt sehr gute Erfahrungen mit Reiseführern aus dem Michael Müller Verlag und kaufte deshalb diesen hier ungeschaut. Nach 3 Wochen Korsika als Individualtourist und in Begleitung des Marcus X. Schmidschen Werks, muss ich einiges los werden.

Herr Schmid gibt sich als Insider. Orts-, Restaurant- oder Unterkunftsbeschreibungen sind immer wieder mit persönlichen Erlebnissen oder Eindrücken versehen, so dass der Eindruck entsteht, hier erzählt einer, der sich wirklich auskennt. Das Problem ist, Herr Schmid transportiert hier seine persönliche Realität von Korsika, die nicht unbedingt kongruent mit der Ihren zu sein hat und definitiv nichts mit dem Korsika zu tun hat, das ich erlebte. Ortsbeschreibungen und Unterkunftsempfehlungen sind meist so formuliert, dass man als unbedarfter Leser den Eindruck bekommt, aha, im Dorf XY gibt's eben nur das von Schmid Beschriebene und sonst nichts. Genau hier sehe ich das Problem dieses Reiseführers. Es ist eine sehr persönliche Selektion von Dingen, die dem Leser aber leider im Irrglauben belässt, die Selektion sei das Ganze. Warum er manches auflistet und anderes, das daneben ums Eck existiert, nicht einmal erwähnt, bleibt mir verschlossen. Klar, ein Reiseführer kann kein Branchentelefonbuch sein, doch Herrn Schmids Auswahl ist merkwürdig, weil für mich als Reisenden nicht nachvollziehbar. Vielerorts hatte ich den Eindruck, dass Herr Schmid entweder nie da gewesen sein kann oder aber, er muss manche Orte bei Nacht und Nebel bereist haben, denn so wie er Korsika beschreibt, entsteht nichts anderes als ein Trugbild.

Ein paar Beispiele.

Unser Urlaub begann im chambre d'hotes L'Acropole im Asco Tal, weil ich mich durch die Schmidsche Beschreibung "Der Gast ist hier bestens aufgehoben.' und "... Wildschwein ..., wie man es auf der Insel selten bekommt ..." verführen liess. Die Realität: winzige, fensterlose Zimmer, Tageslicht nur durch die Eingangstüre. Ja, Wildschwein wird auch gekocht, sowie Kalb und Rind und anderes Getier, nur leider sterben dort alle Tiere zwei Tode. Den einen im Schlachthof und den anderen im Kochtopf des l'Acropole. Für das Gebotene bezahlten wir dann einen völlig überteuerten Preis. Wie man für so einen Nepp so eine positive Empfehlung abgeben kann, ist mir ein Rätsel. Aber anfänglich dachte ich nur, na ja, von Gastronomie scheint Herr Schmid nichts zu verstehen.

Unweit des Asco Tals fährt von Ponte Leccia aus, die von Herrn Schmid als abenteuerlich und einzigartig beschriebene korsische Eisenbahn Trinighellu. Leider hat Trinighellu nichts mit Eisenbahnromantik zu tun, sondern ist schlicht und einfach ein öffentliches Verkehrsmittel und als solches auch immer wieder hoffnunglos überfüllt. Wir hatten Glück, weil wir früh dran waren und noch Sitzplätze ergattern konnten, die anderen Fahrgäste, die später aus dem von Bastia kommenden Zug zustiegen, standen dann auf der 2-stündigen Fahrt nach Calvi wie die Sardinen eingepfercht in dem kleinen Triebwagen, was bei 30° C im Schatten wahrlich kein Vergnügen war. Die Fahrt geniessen ? Fotografieren ? Fahrräder mitnehmen ? Vergessen Sie's - rush hour auf korsisch und sicher nichts, wofür man im Urlaub auch noch Geld bezahlen will. Schmids Beschreibung, dass in den Zügen meistens Platz ist, kann ich nicht bestätigen.

In Evisa empfiehlt Herr Schmid das kinderfreundliche Hotel La Chataigneraie. Ich weiss nicht, was Sie unter kinderfreundlich verstehen, ich verstehe darunter nicht nur, dass Kinder willkommen sind, sondern auch, dass Räumlichkeiten vorhanden sind, um eine Familie mit Kindern bequem zu beherbergen. Das Hotel hat ein einziges 3-Bettzimmer, 4-Bettzimmer gibt's nicht und die vorhandenen Doppelzimmer sind viel zu klein, um noch ein Zusatzbett, geschweige denn zwei hineinzustellen. Die La Chataigneraie ist eine kleine Oase, deren Patron exzellent kocht, sehr gut Englisch spricht, mit einer Amerikanerin verheiratet und darüberhinaus noch stolzer Vater zweier Kinder ist. Man könnte sich als Familie dort richtig wohl fühlen, wenn nur familiengerechte Zimmer vorhanden wären. Von den vielen guten Attributen, die für die La Chataigneraie zutreffen, ist "kinderfreundlich" das sicherlich unpassendste.

Wo Herr Schmid höchstens 5 Minuten um Mitternacht vorbeigekommen sein kann ist die Gegend um Campomoro und Portigliolo im Golf von Valinco. '... der Strand ist verlockend einsam, weil ... mit Stacheldraht versperrt ... nur zwei Lücken ... eine bei der Feriensiedlung U Levanti ...' (Auf die kleine Bungalow Feriensiedlung, die übrigens U Livanti heisst, wird übrigens nicht weiter eingegangen). Wir waren dann 5 Tage in U Livanti, weil wir ursprünglich zu dem dahinter liegenden Campingplatz Lecci e Murta wollten - die einzige von Herrn Schmid angeführte Unterkunft in Portigliolo, die aber ausgebucht war - und dann U Livanti als Notlösung nahmen. Am nächsten Tag stellte ich dann fest, dass wir nicht die Notlösung, sondern den besten Platz an der Bucht hatten und es war wieder sonnenklar, wie wirr und irreführend die Schmidsche Beschreibung von Portigliolo ist (wer will schon an einen Strand mit Stacheldraht und warum wird die direkt am Strand liegende Siedlung nicht beschrieben, dafür aber der weit hinten liegende Campingplatz schon ?). U Livanti ist preiswert, geräumig, sauber, liegt direkt am Meer, u.a. mit Bootsverleih (Kajak, Motorboot, Tretboot, Hobie Kats) und französischer Segelschule. Von Stacheldraht keine Spur. Was Herr Schmid über Campomoro schreibt, erspare ich Ihnen, es ist wertlos. Sollten Sie einmal dort hinkommen, gönnen Sie sich Languste im Restaurant Des Amis des Hotels Campomoro, sie wird Ihnen schmecken.

Restlos hat sich's Herr Schmid mit mir aber durch seinen "Tipp" für die prähistorische Fundstätte Filitosa verscherzt. "Ideale Fotozeit ist der späte Vormittag ... Konturen der Menhirstatuen dann besonders deutlich". Vermeiden Sie den späten Vormittag, denn dann sind die Gesichter und Vorderseiten der interessantesten Statuen (z. B. Filitosa V, Filitose IX ) im Schatten und Sie werden Zeter und Mordio schreien, weil Sie schon wieder dem Schmidschen Rat gefolgt sind. Skurillerweise gibt es im Schmidschen Reiseführer Abbildungen von den Statuen Filitosa V und IX, die allerdings mit der Sonne im Westen fotografiert wurden, aber das versteht man leider erst, wenn man selbst dort war.

Gegen Ende unserer Reise suchte ich dann nach einem Ort und einem Hotel, die bei Schmid eher schlecht wegkommen. In Solenzara an der Ostküste würde ich mit dem Hotel La Solenzara fündig. Obwohl Herr Schmid es aufzählt, kann er es aber leider, so wie er schreibt, wegen des ruppigen Empfangs nicht empfehlen. (Schmidchen, dann lass es doch einfach weg, wozu ein Hotel in einen Reiseführer aufnehmen, das man eh nicht wegen Ruppigkeit empfehlen will, es gibt doch in Solenzara noch andere !). Na jedenfalls, wir wurden dort überhaupt nicht ruppig empfangen, das 4-Bett Zimmer war sehr geräumig und der swimming pool, schon aufgrund seiner Architektur und seiner speziellen Perspektive zum Meer hin eine Freude und keiner regte sich auf als die Kinder herumplantschten. So was nenn ich dann kinderfreundlich.

Auf der Rückseite des Reiseführers ist Herrn Schmids persönlicher Korsika Tipp abgedruckt '... sich auf einen Stein setzen, die Augen schliessen ..... und den Geschichten des Wasser zuhören". Nun, entscheiden Sie selbst, ob jemand, der am liebsten mit geschlossenen Augen auf einem Stein sitzt und den Geschichten des Wassers zuhört, Ihr auserkorener Führer durch eine fremde Insel sein soll.

Ein Stern für die Gliederung und Übersichtlichkeit der Regionen, eine anderer für die brauchbaren Detail- und Ortskarten. 3 Sterne Abzug für schwere Phantasmagorien.

(P.S. Wir hatten übrigens 3 sehr schöne Wochen auf Korsika, u.a. auch deswegen, weil ich relativ rasch auf Marcus X. Schmids Korsika verzichtete. Zum Glück hatten wir auch Stefanie Holtkamps 'Korsika mit Kindern' dabei.)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Juni 2012
Die Reiseführer vom Michael Müller Verlag kannte ich bisher als zuverlässiges Reisutensil. Dieser Reiseführer "Korsika" wird aus einem einzigen Grund, der aber Elementar ist, mit nur einem Stern bewertet: Das Kartenmaterial ist veraltet. Es hat mich ziemlich geärgert, dass die RN 194 noch nicht eingezeichnet ist, obwohl ich mich für den Kauf der "9. vollständig überarbeiteten Auflage 2011" entschieden hatte. Auf der Fahrt vom Cap Corse in den Südwesten wäre der Hinweis, dass es diese Straße gibt wichtig gewesen. Ich habe keine Ahnung, was denn so "vollständig überarbeitet" wurde, das Kartenmaterial auf jeden Fall nicht. 20,- € sind eindeutig zu viel für dieses unzureichende Produkt.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2013
Ich benutze dieses Buch seit etlichen Jahren und war mit mehreren Auflagen dieses Werkes inzwischen 8 mal in Korsika (meist unterwegs mit Rucksack oder Auto; immer Camping (bzw. Gite de Etape), viel wandernd).

Für mich war das Buch meist sehr nützlich und die "Fehlerrate" keineswegs zu hoch. Auch den Stil und die Sichtweisen des Autors auf die Insel und ihre Bewohner finde ich sehr sympatisch. Herausragend sind die Campingplatzbeschreibungen.
Da ich teilweise auch die anderen vergleichbaren (deutschsprachigen) Individualreiseführer parallel mitgeführt habe, würde ich sogar sagen dieser hier ist nahezu konkurenzlos!

P.S. ... als Reaktion auf einige kritische Kommentare zu subjektiven Beschreibungen im Buch:
Es mag sein, dass sich in einem derart inhaltsreichen Werk auch subjektive Einschätzungen und auch etliche veraltete Infos finden lassen. Wahrscheinlich ist der Aufwand, bei jeder Auflage alle Lokalitäten und Details auf Aktualität zu überprüfen einfach kaum schaffbar.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Juni 2009
die bereits vorhandenen überschwänglichen rezensionen müssen aus unserer sicht etwas abgeschächt werden: vor allem sollte ein reiseführer von diesem umfang über deutliches besseres kartenmaterial verfügen. wie bereits in einer anderen rezension erwähnt, gibt es des öfteren "geheimtipps", die den aufwand nicht unbedingt lohnen; umgekehrt wird von "mainstream-zielen" geradewegs abgeraten (z.B. strand bei ficaiola: "zu viel darf man sich nicht erwarten"), die zumindest in der nebensaison ein echtes highlight sind; die meisten der "geheimtipps" haben wir übrigens auch im kleinen marcopolo-führer gefunden; die kategorisierung der restauranttipps war nicht wirklich nachvollziehbar: in derselben preiskategorie wurden teure luxusrestaurants und bodenständige lokale angeführt; anfahrten könnten besser beschrieben werden: ein anfahrtstipp hat uns einen umweg von fast einer stunde beschert; insgesamt sicher ein brauchbarer reiseführer mit vielen detailinfos und übersichten, der aber von vielen subjektiven vorlieben gekennzeichnet ist;
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46 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Januar 2006
Knapp 20 Euro sind für diesen Reiseführer nicht zuviel. Besseres wird man -jedenfalls auf dem deutschsprachigen Markt- nicht finden.
Das Buch hält eine Fülle von Informationen bereit und verfolgt ein durchdachtes Konzept. Es zeichnet sich durch besondere Detailiertheit aus:
Die Anreisemöglichkeiten mit dem Fahrzeug werden nicht wie üblich mit ein paar Sätzen abgetan. Verschiedene Reiserouten mit verschiedenen Untervarianten werden dem Verlauf nach beschrieben, wobei Hinweise auf landschaftliche und andere Sehenswürdigkeiten nicht fehlen und auch Hinweise zu den entstehenden Kosten gegeben werden, z.B. darauf, dass man bei der St.Bernard-Route fast die Hälfte des Jahres mit witterungsbedingter Sperrung des Passes rechnen muss und der Tunnel für die einfache Fahrt mit 18,60 € zu Buche schlägt. Insgesamt stehen für die Anreisebeschreibungen inclusive Flug-, Zug- und Fährverbindungen satte 15 eng beschriebene Seiten zur Verfügung und eine Übersichtskarte in dem Maßstab, den man für diese Planung braucht, fehlt auch nicht.
Über die keinen besonderen Ruf genießenden korsischen Weine findet sich auf einer Seite mehr Information als in einigen Weinführern die bei mir zu Hause im Bücherregal stehen.
Bei der allgemeinen Darstellung von Wirtschaft und Kultur fehlen noch nicht einmal Empfehlungen für populäre korsische Musikgruppen.
Zahlreiche, auch kleinste Ortschaften werden mit offensichtlicher Insiderkenntnis beschrieben, es fehlen auch nicht Hinweise auf öffentliche Waschsalons, besonders für Kinder geeignete Badestellen oder darauf, ob Campingplätze auch schattige Stellen haben oder man in der Sonne brüten muss.
Ein besonderes Schmankerl ist die Beschreibung des Fernwanderwegs GR20. Die Etappen werden mit Höhenprofil dargestellt, Hinweise auf Schutzhütten und Verpflegungsstellen fehlen nicht.
Und und und....
Ein einziger Verbesserungsvorschlag fällt mir ein: Schön wäre es, wenn bzgl. der Restaurants eine Preisspanne angegeben würde. Klar ist zwar, dass diese Angaben meist nicht 100%-tig zutreffen werden, aber für eine erste Orientierung wäre dies hilfreich. Andere Autoren, die für den Michael-Müller-Verlag schreiben, machen solche Angaben ja auch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. August 2014
Ich hatte sehr gute Erfahrungen mit Reiseführern des Verlags für Madeira und Island und habe daher diesen Reiseführer gekauft.

Hatte vor der Reise keine Zeit mich einzulesen, bin aber in den andern beiden Ländern vor Ort dann immer mit den Detailinfos zu den Regionen sehr gut zurecht gekommen.
Dieser Reiseführer hat sich für mich als unbrauchbar erwiesen. Für reine Kulturliebhaber dürfte er geeignet sein. Es ist garantiert jede Kirche und jedes Kloster erwähnt und mit historischen Details beschrieben. Aber um irgendwie einen Gesamteindruck zu bekommen - gibt es eine nette Altstadt, lohnt es sich zu bummeln, was ist außer Kultur interessant, diese Infos habe ich nicht gefunden. Ich war mit einer Freundin unterwegs - ihr Reiseführer schaffte es, auf wenigen Seiten den Überblick zu geben, den wir suchten (weiß leider nicht mehr, welcher es war).
Auffallend war, dass manche Absätze fast 1:1 identisch waren. Wer von wem abgeschrieben hat, kann ich nicht sagen.

Insgesamt ist bei mir ein Eindruck entstanden, dass ich mich gefragt hab, wieso der Autor überhaupt in dieses Land reist. Fast durchwegs ist von Massentourismus die Rede, der alles verdirbt, oder sonstigen unerfreulichen Dingen. Man könnte beim Lesen depressiv werden, der Tonfall zieht sich durch das ganze Buch. Und so manche "off topic" Anmerkung wie z.B., dass Atomenergie ja eigentlich auch sauber sei, wenn man mal von dem entstehenden Müll absieht, halte ich für sehr verzichtbar!

Achja, wir waren mit drei Kindern unterwegs - diese Zielgruppe ist mit keinem Wort erwähnt. Familien finden also auch mit Sicherheit geeignetere Reiseführer.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2010
Lieber Leser,
zunächst ein paar nützliche Informationen zu den Reisenden:
wir sind 2 Personen(m/w) im Alter zwischen 20 und 25 Jahren und es handelte sich um unseren ersten Korsika Urlaub. Wir waren von Anfang September bis Anfang Oktober 2010 mit dem Zelt auf der Insel unterwegs ' wir wollten die Insel entlang der Küste umrunden.
Da ich bisher nur sehr gute Erfahrungen mit Reiseführern des Michael-Müller-Verlags gemacht hatte, und ich diese zu den besten deutschsprachigen Exemplaren für Individualtouristen zähle, kam für mich auch dieses Jahr nur der 'Korsika' von Marcus X. Schmid in Frage.
Erscheinend im gewohnt ansprechenden Müller-Design, kann er für mich auf folgenden Gebieten punkten: Gestaltung und Layout sind wie gewohnt ansprechend und in Sachen Übersichtlichkeit macht ihm so schnell kein anderer Reiseführer etwas vor. Der Umfang des Buches ist bei weitem ausreichend und an vielen Stellen wartet der Autor mit interessanten Hintergrundinformationen auf.
Zu meinem Bedauern sind dies jedoch die einzigen positiven Kritikpunkte, welche ich dem Buch abgewinnen kann. Als Camper bemerkte wir, dass von den existierenden Campingplätzen nur rund die Hälfte im Führer aufgelistet ist, weshalb ich jedem Zelter raten würde, sich vorher im Internet noch ausführlich darüber zu informieren ' was aber verkraftet werden kann, da das Buch natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit stellt.
Was aber viel schlimmer ist: sehr viele kleine Sachinformationen in 'Korsika' sind schlichtweg falsch. Meistens handelt es sich hier um Dinge, welche einem Autoreisenden eventuell nicht so auffallen, doch für einen Fußgänger/Wanderer gravierend sind. Hier ein zwei kleine Beispiele: die Netze öffentlicher Verkehrsnetzte in den Städten sind schlecht und irreführend beschrieben, bspw. das Tarifsystem für den Ort Ajaccio. Vertrauen Sie zudem nicht auf die Informationen zu Mietwagen, -rollern und -fahrrädern! Für Ajaccio sind in der aktuellen Auflage zwei Vermietungen in der Innenstadt angegeben. Als wir die Adresse der ersten erreichten, befand sich in dem Gebäude ein Café. Eine Frage bei der Kellnerin nach einer nahegelegenen Vermietung beantwortete diese mit Schulterzucken und einem verwunderten Lächeln. Da wir nichts Böses ahnten, machten wir uns zu Fuß zu der im Führer angegebenen zweiten Adresse ein paar Straßen weiter auf. Wir vergewisserten uns zweimal über die Richtigkeit der Anschrift, denn ' in diesem Haus befand sich alles andere als eine Autovermietung, sondern eine Bäckerei! Als wir nun dem alten Bäcker den Stadtplan im Reiseführer zeigten, meinte er dass er nun seit 20 Jahren hier wohnen würde, und in diesem Stadtviertel seitdem nichts dergleichen existiert hätte! An dieser Stelle frage ich mich wirklich, wie derart falsche Informationen den Weg in ein solches Buch schaffen.
Im Laufe der Zeit bekam ich durch Zufall von anderen Reisenden denselben Reiseführer, nur in der 6. Auflage, in die Hand. Erstaunlicherweise wurde der Inhalt des Buches in der neuen Auflage scheinbar stark umgestaltet. Viele Informationen, welche wir vermissten, befanden sich dort, unter anderem auch viel detailliertere Informationen für Rucksacktouristen! Wie kann man einen Reiseführer schlechter machen?
Rückblickend kann ich also nur empfehlen, sich, so paradox dies klingen mag, nicht auf die aktuelle Auflage zu verlassen, sondern zu versuchen eine ältere zu bekommen! Wir persönlich hatten in unserem Urlaub noch den 'Lonely Planet' dabei, welcher an vielen Stellen einfach besser und detaillierter war. Daher nur 1 Stern für das Buch, es ist sehr weit unter Michael-Müller Niveau und hätte eine wirklich gründliche Neuaufarbeitung verdient...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer weltweit berühmte Sehenswürdigkeiten auf Korsika sucht, hat ein falsches Reiseziel gewählt. Wer frei herumziehenden Schweineherden begegnen, in wildromantische Buchten hinabsteigen und mit der einzigen Eisenbahnlinie ein kleines Abenteuer erleben will, der ist aber hier richtig. Ich selbst war noch nie auf Korsika und ich wollte mich einfach einmal mit der „faden“ Insel im Mittelmeer ein wenig auseinandersetzen. Nahm den Führer eben mal zur Hand – und habe ihn nicht mehr weggelegt!

Wer hätte es erwartet: Schon die Geschichte der Insel ist abwechslungsreich und mit unterhaltsamen Episoden durchsetzt (ein deutscher Hochstapler wurde als König gekrönt, im 18. Jh. wurden anstürmende, deutsche Soldaten mit „biologischer Kriegsführung“ in die Flucht geschlagen, u.a.). Im Kapitel „Wissenswertes von A – Z“ gibt es neben viel praktischer Information auch Interessantes zu lesen: über die Blutrache und Clans, über Steintische (dol = Tisch, men = Stein ->Dolmen), über die Fremdenlegion und anderes.

Dann folgen die sechs Kapitel mit Beschreibungen: Bastia - der Norden, Ostküste, Südkorsika, der Westen - die Golfe, der Nordwesten - die Balagne und das Inselinnere. Unglaublich, welche Vielfalt an Information da der Autor zusammengetragen hat. Immer wieder hat er Tipps, wo es besonders reizvoll ist, welche Schlucht man sehen sollte, welche Wanderung empfehlenswert, wo es schöne Strände gibt, wo welches historische Gebäude sehenswert und anderes. Vom Bier aus Kastanienmehl, über die Lagustenfischerei, mal ein Hinweis auf 30 Winzer, mal ein Rundfahrttipp durch das Nebbio („Nebel“-Land), über alte Bergdörfer und natürlich alles über die bekannten Städte wie Bastia, Ajaccio, Bonifacio usw.

400 Seiten über Korsika, ohne Bla Bla, sondern mit echt spannenden und informativen Abschnitten, sehr gutem Bildmaterial und vielen Adressen und Tipps. Ich habe jetzt von Korsika ein völlig anderes Bild.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Juni 2003
Wirklich der beste Reiseführer den ich bisher hatte. Sehr gute, zutreffende Tipps - gleich ob Ausflug / Hotel / Essen ... Auch mal eine sinnvolle Warnung was man nicht tun sollte ... Einfach gut recheriert und aktuell. Top !
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