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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressant !
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Gleich fünfzehn bekannte Autoren hat die Fotografin Anya Bartels-Suermondt in ihrem Buch aufgefahren und um deren Meinung zum Thema Stierkampf gefragt! Für die einen gilt es den soziologischen Hintergrund zu eroieren, für andere ist alles Rhythmus und wieder andere meinen, daß im Stierkampf Erotik und Männlichkeit am besten zu...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von Jouvancourt

versus
6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Corrida hoffnungslos verfallen..
In der Beschreibung über die Autorin heißt es, sie wäre dem Flamenco und der Corrida hoffnungslos verfallen..
Was den Flamenco anbelangt, das ist verständlich. Doch jegliches Verständnis fehlt mir für diese grausame und abscheuliche Tradition, die eines modernen europäischen Landes nicht würdig ist. Gott sei Dank haben die...
Veröffentlicht am 1. August 2010 von Annemarie Trabelsi


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochinteressant !, 9. April 2008
Von 
Jouvancourt (Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Corrida (Gebundene Ausgabe)
*

Gleich fünfzehn bekannte Autoren hat die Fotografin Anya Bartels-Suermondt in ihrem Buch aufgefahren und um deren Meinung zum Thema Stierkampf gefragt! Für die einen gilt es den soziologischen Hintergrund zu eroieren, für andere ist alles Rhythmus und wieder andere meinen, daß im Stierkampf Erotik und Männlichkeit am besten zu spüren wären!

Wie man es auch sieht: der Stierkampf ist ein archaisches Übrigbleibsel aus einer anderen Zeit, ist in anderen Kulturen gewachsen und hat dort augenscheinlich seinen Platz. Zumindest war es so gestern; das Heute wird angezweifelt und das Morgen kennt niemand! Heutzutage leben wir in einer Gleichmacherkultur, einer neuen Zeitepoche der Intoleranz, die anderen Völkern ihre sozialen Vorstellungen aufzudrängen versucht. O tempora, O mores: vor sechzig Jahren zerfleischte sich noch die halbe Menschheit und heute werden jahrtausendealte kulturelle Traditionen angegriffen, weil es um peniblen Tierschutz geht!

Ich möchte hier gewiss keine Lanze für das Töten von Tieren brechen und das Walschlachten oder das Ausfischen der Weltmeere ist unzweifelhaft eine grauenhafte Seite unserer Zivilisation. Doch die Leute, die sich wegen einiger getöteter Stiere aufregen, diese selben Leute sehe ich zu meinem Leidwesen nicht vor den deutschen Schlachthäusern demonstrieren, wenn den Kühen ihre kleinen Babykälber weggenommen werden und tagtäglich zu Tausenden bestialisch abgeschlachtet werden! Warum? Hier wird mit zweierlei Mass gemessen: der ganz normale Wahnsinn des täglichen Schlachtens und das symbolische, öffentliche Töten von Tieren!

Doch der Bedarf an Milch, der nur durch den Mord am Kind der Kuh gedeckt werden kann, und der Fleischbedarf der Nation entschuldigt diesen grauenhaften, systematischen Mord an Tieren! Ein animalisches Genozid sondergleichen! Der Stierkampf betrifft dahingegen einen verschwindend geringen Bruchteil an diesen Tieren, die ansonsten ebenso vom Metzger geschlachtet werden würden! So wie wir Menschen es achselzuckend hinnehmen, daß unsere Zivilisation in Deutschland tausende von Menschenleben im Strassenverkehr fordert, so werden in anderen Kulturen Stiere geopfert oder Ziegen ausgeblutet oder Füchse in ihrem Bau vergast.

Darauf können wir nicht stolz sein, nur die Tatsache hinnehmen, daß dies seit Beginn der Menschheit so ist, die selben Grausamkeiten in der Tierwelt zum Alltag gehören und heute mit unserer bunten, industriellen Plastikwelt kollidieren.

Soweit zum Thema moralische Rechtfertigung eines Buches über den Stierkampf! Was aber strahlt diese Corrida aus, was macht sie so unvergleichlich? Die Autorin meint recht diplomatisch, daß der Tötungsakt nur ein Teil der Corrida sei, aber ín keinster Weise ihr zentrales Motiv. Für sie verschmilzt in der Arena, während sie das Geschehen erlebt und erfühlt, durch gemeinsame Ästhetik Torro und Matador. Dabei kommt es zu einem künstlerischen Ausdruck, der alles andere überstrahlt.

Diesen Ausdruck fängt sie in einer Vielzahl von sehr ästhetischen Bildern auf, die Farben, Dynamik und Stimmung zugleich wiedergeben! Die Fotografin versteht es, den verzaubernden Augenblick einzufangen, die Eleganz der Bewegungen zu zeichnen, die Nobelesse der Tauromagie herauszustellen. Rot- die Farbe der Liebe, die Farbe der Kraft, der Macht und auch des Blutes gibt den Ton an, ist untrennbar mit der Corrida verbunden! Beeindruckend die ernsten Gesichter, die fast religiös anmutenden exakten Bewegungen des Matadors, denn er muß einen winzigen Bereich im Nacken des Tieres treffen, damit der erste Stich tödlich ist.

Die Zeremonie des Stierkampfes wird in allen Phasen festgehalten: am Beginn der Corrida steht der "Paseillo". Alle Beteiligten ziehen unter Pasodoble-Klängen in die Arena ein und stellen sich dem Publikum vor. Zwei berittene "Alguacilillos" erbitten den Schlüssel zur "Puerta de los Toriles", dem Tor, hinter dem sich die Kampfstiere befinden. Danach wird das erste "Tercio", das erste Drittel, des Stierkampf durch ein Hornsignal eingeleitet.

Dann reizt der Torero den Stier mit der purpur- und gelbfarbenen "Capote". Danach erscheinen zwei berittene "Picadores", deren Pferde zum Schutz einen panzerartigen Überhang tragen. Während der Stier die Pferde angreift stechen die "Picadores" mit einer langen Lanze in den Nacken um ihn zu schwächen. Gleich darauf folgt der zweite "Tercio". Hier stehen die "Banderilleros" im Mittelpunkt. Mit schnellen, kleinen und fast tänzelnden Schritten laufen sie frontal auf den Stier zu, um ihm ihre zwei "Banderillas", mit bunten Bändern geschmückte und mit Widerhaken versehene, Spieße, in den Nacken zu stoßen. Im letzten Augenblick weichen sie zur Seite aus und stechen zu. Wenn der Stier drei paar dieser "Banderillas" im Nacken stecken hat tritt der Torero wieder auf und der dritte Teil des Schauspiels, die "Suerte suprema", beginnt, die Endphase.

Wir erleben quer durch die ausgesucht schönen Fotos die eigenwillige Stimmung, das Sakrale der Corrida! Kaum ein Werk der letzten Jahre beschreibt diese magische Wirkung besser, ist näher am Geschehen, kann Kritik und Bewunderung auf solch ideale Weise verschmelzen lassen!

Ja, es ist ein Kampf auf Leben und Tod, eine Mutprobe, so wie in anderen Ländern Autorennen, Boxen oder Skirennen. Mensch und Tier messen sich, wie vor 2000 Jahren in einer römischen Arena, und suchen die ultimative Herausforderung! So wie in der Corrida muß sich ein Großwildjäger Auge in Auge mit einem Büffel in Tanzania fühlen, ein Kampf auf Leben und Tod. In der angespannten Stimmung der Corrida riecht es nach Schweiß, Sägemehl, Wein, Anis und süßem Blut, hier brodeln Emotionen wie in einer Hexenküche hoch, Mut, Verzweiflung, Stolz, Überlegenheit, Hochmut, Fall, Aufgabe, Niederlage und die nackte Angst fusionieren zu einem Urcocktail der Gefühle! Wer je die gewaltige Stimmung in einer Corrida erlebt hat, das Anfeuern, das Mitreissen, das an die eigene Gurgel fahrende Gefühl der absoluten Spannung, ist tief in sich gegangen, entdeckt sicher Gene, die seit tausenden von Jahren, seit Urzeiten in uns schlummern, die auf den Ausbruch warten, die er nur mit Erstaunen und Gänsehaut wahrnehmen kann.

Nicht nur waschechte Andalusier, sondern auch Fremde spüren die unheimliche Kraft der Droge Corrida, diesen Rausch, sich selbst zu entdecken, eins zu werden mit dem existentiellen Leben mit der Natur. Die Poesie der Vorgeschichte, die Höhlenmalereien von Chauvet und Tautavel, schwingen in dieser Kraftprobe mit. Die Corrida ist das Nonplusultra der Hingabe zur Natur, eine Zeitreise zu unseren Wurzeln, ein majestätischer Moment und vielleicht auch ein Zeichen der Dekadenz, so wie die Zirkusspiele im alten Rom, da der Mensch der wahren Symbiose mit der Natur mit all ihren fulminanten Emotionen beraubt worden ist!

Ein Buch für echte Männer, für überlegene Frauen, für den Poeten, der in uns steckt, aufwühlend, melancholisch, hart!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar!, 13. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Corrida (Gebundene Ausgabe)
Man mag über den Stierkampf ethisch-moralisch denken, wie man will. Das steht auch jedem frei.

Was die künstlerische Leistung angeht, diese Tradition (denn das ist sie) mit all ihren Werten, Geschichten und Helden wiederzugeben - die ist einzigartig. Die Bilder zeigen Spannung, Furcht, Stolz - die Geschichten Wehmut, Historie und Anmut. Für den Spanien-Liebhaber, wie auch im übrigen für Tänzer, ein wunderbares Werk mit vielen Anregungen (wenngleich man sich über manch einen Autor wundern darf, wie er nun da hineingekommen ist).

Eine Meisterleistung und ein Schatz in der Bibliothek.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein vollwärtiges Produkt, 18. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Corrida (Gebundene Ausgabe)
Tolle fotografien - die magische Wirkung des Corrida, die Spannung zwischen Mensch und Ochse kommt 100% zum Ausdruck.. man wird ergriffen und fasciniert.
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6 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der Corrida hoffnungslos verfallen.., 1. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Corrida (Gebundene Ausgabe)
In der Beschreibung über die Autorin heißt es, sie wäre dem Flamenco und der Corrida hoffnungslos verfallen..
Was den Flamenco anbelangt, das ist verständlich. Doch jegliches Verständnis fehlt mir für diese grausame und abscheuliche Tradition, die eines modernen europäischen Landes nicht würdig ist. Gott sei Dank haben die Katalanen endlich ein Zeichen gesetzt und die Corrida verboten. Ich hoffe im Namen der Menschlichkeit dass der Rest von Spanien und Südfrankreich nachziehen.
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6 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tierquälerei als Ästhetik dargestellt!, 22. November 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Corrida (Gebundene Ausgabe)
Ich würde am liebsten NULL STERNE vergeben!
Ich weiß nicht, wie man Tierquälerei und Grausamkeit gegenüber leidensfähigen Geschöpfen als Ästhetik und Kunst darstellen kann?!

Bevor man seine Zeit mit so einer Lüge verschwendet, sollte man entweder sich ein Buch vornehmen, das Realität zeigt oder sich für diese armen geschundenen Geschöpfe einsetzen!
Viele sehen nur den Kampf, aber nicht was dahinter steht.
In dem Buch steht nicht, wo diese Stierkämpfer lernen und wie sie lernen. An harmlosen kleinen Kälbern üben sie schon als Jugendliche den Todesstoß. Und es muss wohl nicht erwähnt werden, dass dies nicht auf Anhieb klappt!
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Corrida
Corrida von Anya Bartels-Suermondt (Gebundene Ausgabe - 9. Oktober 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,56
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