Fashion Sale Hier klicken Fußball Fan-Artikel calendarGirl Cloud Drive Photos Erste Wahl Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

5,0 von 5 Sternen4
5,0 von 5 Sternen
5 Sterne
4
4 Sterne
0
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
0

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 10. Mai 2004
"Zu Gast bei Verdi" ist eine wunderbare Zusammenstellung von Rezepten, Anekdoten und Biographie im Zusammenhang mit einem der grössten Komponisten aller Zeiten, Giuseppe Verdi. Herrliche Landschaftsbilder und andere schöne Fotografien schmücken dieses Buch zusätzlich. Es ist kein Kochbuch, keine Biographie im herrkömmichen Sinn. Nein, dieses Buch ist eher eine wunderbar gelungene Erzählung, in dem jedes Thema auf harmonische Weise ins nächste fliesst.
Ob als Geschenk oder für die eigene Bibliothek, dieses gute Stück wird jeden erfreuen. Kochbegeisterte, Musikliebhaber, geschichtlich Interessierte - für alle ist etwas dabei.
Wie schön, dass auch mal etwas ganz Neues entstanden ist, nicht nur das eine oder andere, Kochbuch, Bildband oder Biographie, sondern eine Mischung aus allem, ohne den Faden oder den Zusammenhang zu verlieren. Noch dazu qualitativ sehr hoch gehalten.
Empfehlenswert, ein kleines Schmuckstück mit grossem Inhalt.
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Mai 2016
OpernliebhaberInnen sind in der Regel auch FeinschmeckerInnen. Der wirklich liebevoll gestaltete Band enthält jedoch nicht nur Kochrezepte aus der Region, aus der Giuseppe Verdi stammte, sondern auch viele der Öffentlichkeit unbekannte biografische Daten des Komponisten. Viele Fotos runden das Lesevergnügen ab. Ein in vielerlei Hinsicht kulinarischer Genuss!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 11. April 2007
Die Reihe " Zu Gast bei ..." ist bekannt dafür, dass es sich nicht um "gewöhnliche" Kochbücher handelt, sondern es auf ihre eigene, unvergleichliche Art versteht, Feinschmecker und Kunstliebhaber gleichermaßen zu begeistern.

Die Verdi-Ausgabe ist schlichtweg ein Gedicht. Ein Augenschmaus mit atemberaubend schönen Bilder. Die Rezepte ein pures Fest der Sinnesfreuden. Selten war ich auf Anhieb derart elektrisiert. Das Buch gibt einen Einblick in Verdis Privatleben, und so ganz nebenbei macht es unterschwellig Appetit auf Italien und die Rezepte, die es enthält.

Wer anstelle der üblichen Pasta einmal etwas anderes kredenzen will, bei italienischem Essen grundsätzlich schwach wird, Bella Italia im Allgemeinen und Verdis Musik im Besonderen liebt, für den ist dieser Prachtband goldrichtig.

Hervorragend geeignet als Geschenk!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Giuseppe Verdis langes Leben erstreckte sich fast über ein Jahrhundert, das er durch eine Fülle von Meisterwerken mitprägte. Unter den großen Opernkomponisten nimmt er eine herausragende Stellung ein. Da er sich mit seiner Musik auch für den Kampf um ein geeintes Italien einsetzte, wurde er zum gefeierten Helden. So liest man, dass der Komponist zur Symbolfigur für den Freiheitsdrang in einem besetzten, zersplitterten Land wurde, seit der Gefangenenchor aus "Nabucco" zum ersten Mal auf der Bühne der Scala erklang und die schwelende Nationalbegeisterung zum Auflodern brachte.

Wer war dieser Mensch, der in seinem Leben so viele wundervolle Opern schrieb? Wie und wo lebte er? Was hatte ein Gast in seinem Hause zu erwarten?
Das sind die Fragen, die die Kunsthistorikerin Dr. Eva Gesine Baur im Zusammenspiel mit den Fotografinnen Isolde Ohlbaum und Barbara Lutterbeck im vorliegenden Buch zu beantworten suchen.

Verdi kam am 10. Oktober 1813 in einem kleinen Dorf im damaligen Herzogtum Parma zur Welt. Seine Eltern betrieben dort eine Schankwirtschaft. Früh bereits erkannten sie die Begabung ihres Sohnes und schenkten ihm zum achten Geburtstag sein erstes Musikinstrument. Im Alter von neun Jahren war er bereits Dorforganist. Wenig später bereits wurde er von Antonio Barezzi, einem Großhändler in der nahe gelegenen Marktstadt gefördert. Er besuchte jetzt eine Schule, in der Musik zum Lehrplan gehörte und nahm außerdem Musikunterricht bei Ferdinando Provesi, dem Direktor der örtlichen Musikschule. Im Alter von 16 Jahren war Verdi in Busseto und allen umliegenden Dörfern berühmt. Er war zum Familienmitglied in Barrazis großem Haushalt geworden und hatte sich in dessen Tochter Margaritha verliebt, die er 1836 schließlich heiratete. Zuvor ging er allerdings achtzehnjährig nach Mailand und wurde Privatschüler von Vincenzo Lavigna, dem Chefdirigenten der Scala, des großen Mailänder Opernhauses. Als er drei Jahre später nach Busseto zurückgehrte und sich als Domorganist bewarb, lehnte man ihn ab, weil er im Verdacht stand in kirchlichen und politischen Fragen zu radikale Ansichten zu vertreten . Er wurde daraufhin zunächst Lehrer an der städtischen Musikschule.

In den folgenden Jahren schrieb er in Busseto eine Reihe von Märschen, Ouvertüren und Messen. 1839 zog er nach Mailand um, weil seine Oper "Oberto" in der Scala aufgeführt wurde und er den Auftrag erhielt drei weitere Opern zu komponieren.
Zu diesem Zeitpunkt lebte er mit seiner Familie in einer kleinen Wohnung in Mailand, was dann geschah ist eine Tragödie: "Jetzt" schreibt Verdi in seinem Lebenslauf, "brachen die furchtbarsten Schicksalsschläge herein. Im April wurde mein Junge krank. Kein Arzt konnte die Ursache des Leids finden, und langsam dahinsiechend starb er in dem Armen seiner vor Schmerz fast wahnsinnigen Mutter . Einige Tage später erkrankte mein Töchterchen und auch dieses Kind starb uns(...) Allein, es war noch nicht genug. In den ersten Junitagen wurde meine Frau von einer schweren Gehirnhautentzündung befallen und am neunzehnten Juni 1840 trug man den dritten Sarg aus der Wohnung. Ich war allein, ganz allein!! In der Frist von zwei Monaten hatte ich alle drei geliebten Wesen verloren . Meine ganze Familie war dahin!"(vgl. Seite 50).

Zwei Jahre später wurde "Nabucco" uraufgeführt. Durch diese Oper wurde Verdi in wenigen Jahren über die Grenzen Italiens hinaus berühmt. Jetzt schrieb er mindestens eine Oper pro Jahr und erhielt Einladungen nach Paris und London. Königin Viktoria wollte ihn persönlich kennenlernen, aber wie gewöhnlich lehnte er alle Einladungen ab.

In Paris begegnete Verdi der Sopranistin Giuseppina Strepponi wieder. Aus der Freundschaft wurde in kurzer Zeit Liebe und 1849 beschlossen sie zusammenzuleben. Zehn Jahre später heirateten sie.

Der Einfluß , den diese warmherzige, intelligente Frau auf ihn ausübte war sehr positiv. Er komponierte in den folgenden zehn Jahren unter anderem drei Opern , die zu seinen Meisterwerken zählten. " Rigoletto "(1851), "Ill Trovatore "(1853) und " La Traviata "(1853).

Als er schließlich mit seiner Frau nach Busseto zurückkehrte, kaufte er ein Stadtpalais und das Landgut "Sant Agata", wo er sich besonders gerne aufhielt.
Verdi wartete mit keinen Skandalgeschichten auf, denn diese waren dem Komponisten ebenso zuwider wie alles Laute und Vulgäre. Er tat sich, so liest man, schwer mit schönen Worten und Nettigkeiten aber er war stets herzlich und aufrichtig zu seinen Freunden.

Seine Gäste beherbergte und bewirtete er nicht selten wochenlang. Er führt in "Sant Agata" seine Diskussionen mit seinen Librettisten und Dirigenten, aber auch seine Verhandlungen mit seinen Verlegern.

Bei allem mochte Verdi die Einsamkeit , aber er benötigte auch die Zweisamkeit um nicht in Melancholie zu versinken. Der große Komponist liebte es in seinem Landhaus handwerklich tätig zu sein und blieb in seinem Herzen ein Kind vom Lande, dem alle Großstadtallüren fremd waren.

In seinem gastlichen Haus kam selbst Gemachtes auf den Tisch. Die Pasta wurde aus dem Mehl von Verdis Mühle in Castelazzo geknetet. Käse, Ricotta oder Milch kamen aus seiner Molkerei, der Fisch aus eigenen Gewässern. Die Verdis waren, so liest man, so gut wie autark.

Die Mahlzeiten waren für ihn schlichte aber wichtige Rituale eines jeden Tages. Es störte den Meister nicht, wenn die Geräusche von klappernden Pfannen, von Kupfertöpfen und Kasserollen seine Arbeit als Komponisten begleitet wurden.
Verdis Gäste sollen begeistert gewesen sein von den delikaten Spezialitäten seiner Heimat, die man im Buch näher kennenlernt. Der Meister war Feinschmecker und trank am liebsten Chianti, der ihn zu den wunderbaren Klängen der Opern Nabucco, Ernani, Macbeth, Rigoletto, Il Travatore, La Traviata, Aida, Falstaff, Don Carlo, Ottello etc, etc. inspirierte.

Anfang 1901 erlitt der geniale Musiker im Grand Hotel von Mailand einen Schlaganfall. Einige Tage später starb er im Alter von 87 Jahren im Koma.

Neben dem hochinteressanten Text von Dr. Baur enthält das Buch eine Fülle von Aufnahmen , die das Leben, Schaffen und Wohnen Verdis dokumentieren sowie 57 Kochrezepte, welche für Verdis Heimat typisch sind. Die schönen Fotos der feinen Speisen lassen erahnen, weshalb der Herr von "Sant Agata" den lukullischen Genüssen nicht abgeneigt war.

Ein gelungenes Buch. Empfehlenswert.
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden