Kundenrezensionen


271 Rezensionen
5 Sterne:
 (219)
4 Sterne:
 (26)
3 Sterne:
 (17)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


90 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er ist wieder da
Immer noch ein bisschen sprachlos sitze ich hier – hinter mir liegt ein Lesemarathon. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das neue Buch „Koma“ von Jo Nesbo ausgelesen und bin noch etwas geplättet.
Wohl auf kein Buch habe ich mich dieses Jahr so gefreut wie auf dieses – nachdem ich in der Vorschau las, dass es mit Harry Hole weitergehen...
Vor 12 Monaten von Marius veröffentlicht

versus
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Harry Hole nach dem Kopfschuss
Ich bin eigentlich ein Nesbø und Harry Hole Fan und habe mich nach "Die Larve" auf "Koma" gefreut. Doch Harry Holes Erwachen aus dem Koma und der neue bizarre Serienkiller haben mich enttäuscht. Nesbøs Romane der Harry Hole Serie wurden nach "Schneemann" eher etwas schwächer..Koma ist für mich der eindeutige Tiefpunkt. Ein wirklich...
Vor 9 Monaten von Bette Davis veröffentlicht


‹ Zurück | 1 228 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

90 von 101 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er ist wieder da, 11. November 2013
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Immer noch ein bisschen sprachlos sitze ich hier – hinter mir liegt ein Lesemarathon. Innerhalb von zwei Tagen habe ich das neue Buch „Koma“ von Jo Nesbo ausgelesen und bin noch etwas geplättet.
Wohl auf kein Buch habe ich mich dieses Jahr so gefreut wie auf dieses – nachdem ich in der Vorschau las, dass es mit Harry Hole weitergehen würde (was ja – ohne hier zu viel verraten zu wollen – am Ende von „Die Larve“, dem Vorgängerbuch, durchaus fraglich war).

Es ist schwierig, über dieses Buch zu schreiben und dabei Spoiler zu vermeiden. Die Handlung schlägt Volten, geschickt spielt Nesbo mit den Erwartungen des Lesers, führt ihn in Sackgassen und legt falsche Fährten.
In Oslo sterben an Schauplätzen ungelöster Verbrechen Polizisten, die damals mit der Aufklärung der Morde beauftragt waren. An den Tatorten gibt es keinerlei Hinweise und die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Mann, der helfen könnte wäre der legendäre Harry Hole, der einzige norwegische Kommissar mit der Erfahrung bei der Ermittlung von Serientätern. Doch dieser ist nach den Ereignissen aus „Die Larve“ von der Bildfläche verschwunden.
Währenddessen liegt im Krankenhaus in Oslo auf der Intensivstation bewacht und abgeschottet ein Mann, der mit seinem Wissen die Mächtigen belasten könnte.

Man muss nicht zwingend die Vorgängerbücher aus der Feder Jo Nesbos gelesen haben, allerdings potenziert sich das Lesevergnügen, wenn man wenigstens „Die Larve“ vorher gelesen hat. Zahlreiche Fäden aus diesem Buch werden in „Koma“ wieder aufgegriffen, verknüpft und weiterentwickelt.
Das Buch ist ein großes Knäuel an Spuren und Personen, die dem Polizistenmörder auf die Spur kommen wollen. Sinnvoll ist deshalb auch das angehängte Personenverzeichnis, das einen Überblick über die wichtigsten Protagonisten aus dem Harry-Hole-Kosmos gibt.
Meisterlich, wie Nesbo an mehreren Stellen dem Leser im Dunkeln tappen lässt, die Spekulationen des Lesers zerschlägt und unerbittlich an der Spannungsschraube dreht.
Für schwache Mägen ist „Koma“ allerdings auch nichts: Nesbo geizt nicht mit expliziten Szenen und verlangt dem Leser stellenweise einiges ab. Dennoch ein derart fesselndes Buch, das man darüber gerne hinwegschauen mag!

Nach „Koma“ habe ich nur einen Wunsch: Bitte zeitig mehr davon!

Hier zur besseren Übersicht noch einmal alle Fälle Harry Holes in chronologischer Reihenfolge:

Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Der Schneemann
Der Leopard
Die Larve
Koma
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Katz und Maus, 7. Dezember 2013
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Inhalt:
Ein Polizist im Ruhestand wird getötet - am Tatort eines ungelösten Falles. Es folgen weitere Tote, immer mit dem selben Hintergrund: die Morde finden am gleichen Ort und am Jahrestag eines alten, unaufgeklärten Mordes statt, und die Opfer sind Polizisten, die an den damaligen Ermittlungen beteiligt waren.

Wer steckt hinter den Morden? Was ist das Motiv? Und wer ist der mysteriöse Patient, der im Koma liegt und streng bewacht wird?

Mein Eindruck:
Ich habe bereits einige der Harry Hole-Krimis gelesen, jedoch nicht den direkten Vorgänger 'Die Larve'. Der Einstieg in 'Koma' fiel mir anfangs etwas schwer, da ich die Handlung des letzten Bandes nicht kannte, aber sehr bald hat mich 'Koma' so sehr gefesselt, dass ich das Buch fast ohne Pause durchgelesen habe und durchgehend extrem begeistert war.

Von allen Nesbøs, die ich bisher gelesen habe, ist 'Koma' meiner Meinung nach der beste Band der Reihe. Das liegt sicherlich vor allem daran, dass 'Koma' extrem gut konstruiert wurde und der Autor immer wieder Katz und Maus mit dem Leser spielt. So passiert es immer wieder, dass man unglaublich überrascht wird, dass man nicht mehr weiß, was man glauben kann und soll, dass man völlig im Dunkeln tappt, dass man nicht aufhören kann zu lesen, dass man ein kleines Häppchen nach dem anderen bekommt und sich dadurch langsam ein komplexes Bild entwickelt, welches dann einige Seiten später schon wieder verworfen werden muss.

Mein Resümee:
Ein von Anfang bis Ende überzeugender Roman, der überrascht und mitreißt. Wer Kriminalromane mag, ist hier goldrichtig.

Die anderen Bände der Reihe zu kennen, hilft anfangs, besser in die Handlung zu kommen, ist aber meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig, um der Geschichte folgen zu können. Da Harry Hole ein so sympathischer, komplexer und toller Charakter ist, empfehle ich allerdings die Lektüre der ganzen Reihe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Harry Hole nach dem Kopfschuss, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin eigentlich ein Nesbø und Harry Hole Fan und habe mich nach "Die Larve" auf "Koma" gefreut. Doch Harry Holes Erwachen aus dem Koma und der neue bizarre Serienkiller haben mich enttäuscht. Nesbøs Romane der Harry Hole Serie wurden nach "Schneemann" eher etwas schwächer..Koma ist für mich der eindeutige Tiefpunkt. Ein wirklich zu Tode konstruierter Plot über einen einsamen Rächer, der ungeklärte Morde nachahmt. Hole taucht unvermittelt wieder völlig von seinem Kopfschuss genesen auf und wird natürlich incl. seiner geliebten Rachel bei der Jagd nach dem Täter an Leib und Leben bedroht. Es sind immer die gleichen Erzähltricks, Cliffhanger, Spannungsbögen die man aus allen Nesbø Büchern kennt.Inzwischen zu vorhersehbar. Zudem ist diese Geschichte v.a. deren Ende völlig absurd und unlogisch. Daher leider auch langweilig. Ich finde es wäre besser gewesen, Harry nicht mehr aus dem Koma zurückzuholen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen So endet es also, 5. Juli 2014
Nahtlos knüpft „Koma“, der 10. Band der Serie um Harry Hole des Erfolgsautors Jo Nesbø an den vorhergehenden Roman „Die Larve“ an. Ein Patient liegt im Reichshospital im Koma und wird von Leuten der Wache Oslo Zentrum, ergänzt durch Polizeischulstudenten im Praktikum, schwer bewacht. Niemand darf unkontrolliert in sein Zimmer. „Isabelle Skøyen, Sozialsenatorin im Osloer Rathaus, und Mikael Bellman, der frisch ernannte Polizeipräsident, wünschen sich nichts sehnlicher, als dass sie ihn nie wiedersehen müssen.“ (S. 6) Doch nach Monaten gibt es erste Anzeichen der Besserung. Währenddessen geschehen in Oslo brutale Morde. Zuerst stirbt der Pensionär Erlend Vennesla. Ihn treffen im Wald vier tödliche Schläge, an demselben Tag und an demselben Ort, an dem vor zehn Jahren die damals minderjährige Sandra Tveten tot aufgefunden wurde. Ihr Peiniger hatte sie drei lange Tage eingesperrt und vergewaltigt. Der Mordfall ist bis heute ungelöst. Wenig später geschieht der nächste Mord. Auch das Opfer ist ein ehemaliger Ermittler, die Tat erinnert an einen neun Jahre zurückliegenden ungelösten Mordfall. Damals wurde das Opfer vergewaltigt, zerteilt und Teile des Körpers wurden an verschiedenen Stellen kilometerweit entfernt gefunden. Diesmal zieht sich die Blutspur vierhundert Meter lang den Berg bis zum Ende des Liftes nach oben und dann wieder vierhundert Meter lang nach unten. (S. 59) An den Tatorten werden weder DNA noch Fingerabdrücke gefunden. Es gibt keine Verdächtigen oder Anhaltspunkte für ein mögliches Motiv. Unter Leitung von Gunnar Hagen wird eine Sonderkommission gebildet, doch auch die tritt lange Zeit auf der Stelle. Hat es ein Serienkiller auf die an ungelösten Mordfällen beteiligten Ermittler abgesehen, und wo ist Harry Hole, der ehemalige Hauptkommissar im Dezernat für Gewaltverbrechen? Nur er wäre in der Lage, den „Polizeischlächter“ zu stoppen.
„Koma“ von Jo Nesbø beeindruckt mit wunderschönen Landschaftbeschreibungen Oslos, überzeugend starken Charakteren, einer komplexen Handlung und unvermuteten Wendungen. Der Autor führt den Leser lange Zeit an der Nase herum und spielt mit ihm Katz und Maus. So ist auch nach vielen Seiten nicht klar, wer in dem Krankenzimmer vor sich hin dämmert und wen der geheimnisvolle Patient, sollte er jemals wieder aufwachen, schwer belasten könnte. Harry Hole, der sensible Alkoholiker mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, fehlt an allen Ecken und Enden. Neben den positiven Seiten des Romans gibt es aber auch Kritik, denn die Gewaltdarstellungen werden immer brutaler. So wird einem Opfer das Gesicht zerhackt, und auf dem gläsernen Couchtisch werden ihm mit einem vierzehn Zentimeter langen Bimetall-Sägeblatt bei lebendigem Leib Körperteile abgetrennt. Trotzdem ist es ein sehr intelligenter Krimi, der nach einem perfekten Konzept aufgebaut ist. Es geht um Korruption in den Reihen der Polizei, um Menschen, die aus Liebe töten, um Rache, Homosexualität, Ehebruch und Vergewaltigungsfantasien. Auch die Romantik kommt nicht zu kurz. „Die Larve“ und „Koma“ sind miteinander verbunden und sollten gemeinsam gelesen werden. Nesbøs vorliegender Roman schließt mit den Worten: „So soll es enden, genau so.“ (S. 615) Es sieht ganz so aus, als ob der Autor nicht vorhätte, die Reihe fortzusetzen. In einem Interview sagte er über seinen Protagonisten Harry Hole: „Ich mag ihn, aber er geht mir auch auf die Nerven, weil er so sehr nach seinem eigenen Untergang sucht.“ Auch wenn für mich der bisher stärkste Roman „Schneemann“ war, wurde ich sehr gut unterhalten. Der Autor ist und bleibt ein Meister gehobener Kriminalliteratur.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Koma: Ein atemberaubender, perfekter Harry-Hole-Thriller,..., 11. November 2013
Von 
miki101.Michaela "Jai yen" (VR/Italy) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
... aber unser Held ist ungluecklicherweise nicht in der Lage, seinen Kollegen - und nicht einmal sich selbst - zu helfen...
Ein Mann liegt im Reichshospital im Koma - unter strikter Ueberwachung 24/7 - und es ist nicht klar, ob er je wieder zu Bewusstsein kommen wird.
Ueberdies bewegt sich ein Serienkiller frei auf den Strassen Oslos. Polizeibeamte werden brutalst abgeschlachtet aufgefunden - an den Schauplaetzen von Verbrechen, die sie einst zu loesen versuchten, aber leider nicht konnten.

Ueber lange Jahre hinweg befand sich Harry Hole im Zentrum jeder grossen Ermittlung der Kriminalpolizei von Oslo. Die Hingabe an seinen Beruf, seine brillanten, und oft ungewoehnlichen Einsichten, und seine fast unfehlbare Spuernase haben unzaehligen Menschen das Leben gerettet.
Aber nun, da seine am meisten geliebten Naechsten und seine ehemaligen Kollegen toedlichen Gefahren entgegen sehen, kann Harry niemanden beschuetzen - am wenigsten sich selbst!
Vielleicht jedoch kann er den Kampf gegen die Daemonen und Geister (besonders die des Alkohols), die ihn schon seit langem verfolgen, doch endlich gewinnen.
Leider hat er Feinde, die so hoch in der Hierarchie der "Gerechtigkeit" angesiedelt sind, dass sie ueber jeden Verdacht erhaben zu sein scheinen.
Und Menschen, die wir im Laufe der Ermittlungen zu schaetzen gelernt haben, werden leider ein schlimmes, blutiges, trauriges Ende finden...
Aber mehr ueber diesen Super-Thriller zu verraten, hiesse die Spannung verringern, hiesse spoilern.
Alles, was ich noch verraten kann - es wird grosse Ueberraschungen geben, einige positiv, andere weniger.
Und ich habe die berechtigte Hoffnung, dass wir in der Zukunft doch noch mehr ueber die braven (und weniger braven) Helden der Osloer Polizei lesen werden!

Jo Nesbo war schon immer ein Meister - und ist es noch heute :) - im Verdrehen von Tatsachen und Handlungen. Die Leser werden zu Schlussfolgerungen quasi genoetigt, die sich hinterher als voellig falsch heraustellen.
Und dieser Thriller hat es mehr als seine anderen verdient, gelesen zu werden. Bringt er doch entscheidende Veraenderungen in Harry's Leben und ... mit sich!
Aber DEM muesst Ihr schon selber nachspueren - denn ich habe Euch hier ja nur ein paar Gemeinplaetze geliefert...
Ich persoenlich kann dieses Harry-Hole-Abenteuer allen seinen Fans und ebenso allen Liebhaberinnen und Liebhabern gepflegten nordischen - und sonstwo angesiedelten - Thrillern waermstens empfehlen! Auch die beigefuegte Karte ist schoen, wenn sie auch nur das wirkliche Zentrum von Oslo darlegt...
Und sogar Neueinsteigern ist Koma ans Herz zu legen - wollen sie doch danach ALLES ueber Harry wissen!!! :)
Auf ein Neues, Harry Hole!!!

(Rezension fuer die kindle-Version, gekauft ueber amazon.it)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen same procedure ..., 5. Januar 2014
Ich habe inzwischen die ganze Harry-Hole-Reihe mit Freude gelesen, auch wenn mir die zunehmend ausführlich und drastisch geschilderte Gewalt eigentlich nicht liegt. Das Erzähltalent Nesbös entschädigt doch für Vieles. Mit diesem Band ist für mich jedoch endgültig der Bogen überspannt. Nesbo ist ein geschickter Erzähler, der es versteht sein Szenario so umfangreich zu gestalten, dass der aufmerksame Leser einerseits den Überblick behalten kann, es dem Autor aber zugleich möglich ist, eine Vielzahl an Spuren zu legen, mit deren Hilfe er uns immer wieder die Zunge herausstrecken kann: "Ätsch! Reingefallen!" Aber: So spannend auch die vielen Gefahrensituationen immer wieder aufgebaut sind, so oft es ihm auch gelingt, uns auf die falsche Fährte zu locken, es bleibt mir inzwischen das Gefühl, das ich habe, wenn sich meine Kinder beim Spaziergang hinter Bäumen verstecken und "Hu" rufen, um mich zu erschrecken: Es ist ja ganz nett- ha, ha .. aber irgendwann, beim x-ten Mal ist es auch wieder gut. "Lauft einfach weiter, Kinder, wir wollen ja auch mal wieder zu Hause ankommen."
Der Erzähler Nesbö gefällt sich in seinen unbestreitbaren Fähigkeiten. Der an sich nicht zu umständliche Plot wird unnötig aufgeblasen, so dass sich eine seltsame Langeweile einstellt. Natürlich lesen wir weiter, es ist ja unterhaltsam und spannend, aber schließlich kauen wir auf dem Kaugummi schon zu lange. Unterhaltsame Literatur? Ja. Eine Kaufempfehlung? Nur für die Leser, die Nesbö nicht schon zu gut kennen (Wer Harry Hole noch nicht kennt, der wird wohl den Überblick verlieren).
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harry Hole lebt durch seine Kollegen weiter ..., 17. Februar 2014
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Die blutige Feder auf dem Cover spiegelt sehr deutlich wieder, wie zerbrechlich das Leben eigentlich ist. Mein erster Gedanke war: Der neue Harry Hole trägt Trauer. Aber ist ein Roman ohne Harry Hole überhaupt ein echter Harry Hole? Nachdem „Die Larve“, die im Jahr 2012 mein absolutes Lesehighlight war, so desaströs geendet hat, war ich mir einfach nicht sicher, ob es überhaupt noch einen weiteren Band aus der Reihe geben wird. Diese Schüsse kann doch niemand überleben. Mit "Koma“ gibt es jedoch einen weiteren Roman. Zumindest diese Frage wurde mir gleich beantwortet. Was ist jedoch aus dem ruppigen, problembehafteten, eigensinnigen Ermittler geworden? Der Charakter, der den Büchern Leben einhaucht?! Der Titel des Buches macht Hoffnung und der Mann, der in einem Osloer Krankenhaus im Koma liegt und dessen Zimmer von der Polizei streng bewacht wird, ebenfalls. Jo Nesbø wäre jedoch nicht Jo Nesbø, wenn er es seinen Lesern so einfach machen würde. Ich konnte mir jedenfalls bis zur endgültigen Auflösung nie sicher sein, ob es sich bei dem Komapatienten auch tatsächlich um Harry Hole handelt. Gewünscht habe ich es mir jedoch ganz fest …

Während der geheimnisvolle "Fremde“ strengstens bewacht wird, führt das verbliebene ehemalige Team um Harry Hole ohne ihren Spitzenermittler einen erbitterten Kampf gegen einen grausamen Serienkiller. Die Mordserie richtet sich ausschließlich gegen Polizisten. Das Makabere daran: Alle Fundorte sind Schauplätze von ehemals ungeklärten Mordfällen. Für die Ermittler die einzig brauchbare Spur. Ihnen fehlt der scharfe Spürsinn Harry Holes, der immer den richtigen Riecher hatte und auch aus den kleinsten Hinweisen eine große und erfolgsversprechende Spur zauberte. Jetzt ist das Team jedoch komplett auf sich allein gestellt und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich ins Gedächtnis zu rufen, was Harry in so einer Situation getan hätte. Und genau diese Gedanken und Rückblenden sind es, die Harry Hole für mich am Leben erhalten haben und einen Fall ohne ihn ebenso lesenswert gemacht hat, als wäre er anwesend. Und obwohl für das kleine Ermittlerteam, das quasi auf eigene Faust ermittelt, klar ist, dass es Harry für die Polizei nicht wieder geben wird, fassen sie einen Entschluss, der sämtliche Ermittlungen auf den Kopf stellt …

Um diese Rezension zu schreiben, musste ich den Roman erst eine gewisse Zeit verdauen. Wieder einmal hat Jo Nesbø es mit seinem Schreibstil geschafft, mein Innerstes so aufzuwühlen, dass mein Empfinden jenseits von Gut und Böse war. Keinem anderen Autor gelingt es, mich so fest an etwas glauben zu lassen, um mich ein paar Hundert Seiten später wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen und das mit einer Wucht, dass ich das Gefühl habe, aus 70 Metern Höhe ungebremst auf den Erdboden aufzuschlagen. Bei Nesbø kann man sich nur einer Sache sicher sein – dass er einen Bestseller abliefert. Aber wer glaubt, dass der Autor sich nicht von einem Protagonisten trennen kann, der irrt ganz gewaltig.

Auch dieser Band ist an Grausamkeit kaum zu übertreffen. Die detaillierten Schilderungen der Morde sind ganz bestimmt nichts für schwache Gemüter. Mehr als einmal habe ich schlucken müssen, ob der Brutalität, mit der der Mörder vorgeht. Ich habe zusammen mit den Ermittlern nach Spuren gesucht, nach Anhaltspunkten und Gründen, warum es ausgerechnet nur Polizisten trifft. Mehrmals war ich mir sicher, den Täter ausgemacht zu haben, nur um wenig später meine Meinung wieder revidieren zu müssen. Jo Nesbø hat mich auf so viele falsche Fährten geführt und ich bin ihm jedes Mal wieder auf den Leim gegangen. Der Roman ist an Spannung nicht zu überbieten und ein Cliffhanger jagt den nächsten. Bei jedem anderen Roman wäre mir das etwas zu viel des Guten gewesen und wäre ob der Unglaubwürdigkeit schon lange genervt gewesen – nicht so hier.

Das angehängte Personenverzeichnis ist auf alle Fälle hilfreich, doch den Quereinsteigern der Serie kann ich nur den Rat geben, zumindest vorher "Die Larve“ zu lesen, denn es gibt sehr viele Rückblenden oder Anspielungen auf den Vorgängerband und es dürfte etwas verwirrend sein, ohne dieses Vorwissen.

Im Nachhinein erscheint mir die Betitelung "Kriminalroman“ wieder viel zu harmlos und somit unpassend. Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten, Krimifans jedoch könnte der Schreibstil des Autors eventuell abschrecken. Für mich ist "Koma“ definitiv DAS Lesehighlight des Jahres 2013 gewesen. Ganz klare Empfehlung meinerseits.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Brutal, voller Cliffhanger und sehr viele Protagonisten, 7. Dezember 2013
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Eine Sonderkommission ermittelt in den „Polizistenmorden“. Dazu gehört auch der Mord an dem Polizisten, der im Krankenhaus einen Kompatienten bewacht hat, dessen Name niemand kennt. Aber die Morde gehen weiter. Der einzige, der jetzt noch helfen könnte, wäre Harry Hole.

Ja, und der taucht sehr spät auf. Und dann .... ja, das muss man selbst lesen!

Auch wenn ich mir damit Feinde mache, mich hat dieses Buch in keinster Weise überzeugen können. So viel Brutalität hätte nicht sein müssen. Man kann auch von brutalen Morden erzählen, ohne sie so detailreich und bildhaft zu beschreiben. Mir waren da auch viel zu viele Personen im Spiel. Nicht alle waren wirklich wichtig! Hätte sich Nesbö wenigstens an den Vor- ODER Nachnamen gehalten, hätte ich der Story auch viel leichter folgen können. Aber er nennt die Protagonisten mal mit Vor-, mal mit Nachnamen (so gut wie nie mit vollem Namen) und strengt den Nicht-Norweger damit dann doch arg an. So geläufig sind die Namen zumindest mir nicht.

Für meinen Geschmack wurden gewisse Stilmittel einfach überstrapaziert. Wie oft stirbt Hole eigentlich und ist dann doch gar nicht getötet worden, war alles ganz anders, ätschibätsch, hereingelegt? Spannung war echt reichlich vorhanden: in jedem Kapitel gab es endlose Sprünge von einer zur anderen Szene, von einem zum anderen Schauplatz, von einem zum anderen Protagonisten – und alle, wirklich alle, mit Cliffhangern. Da wäre weniger wirklich mehr gewesen, denn zumindest bei mir hat sich das im Laufe des Buches dermaßen abgenutzt, dass ich satte drei Wochen gebraucht habe, mich durch diese 618 Seiten zu arbeiten. Das kenne ich anders ...!!!

Ein ums andere Mal wird der Leser in die Irre geführt. Das ist ja ansich nicht falsch, aber in dieser Anhäufung dann doch echt stressig und für mich persönlich auch ärgerlich.

Angehäuft haben sich hier auch die „Sonderformen“ der Menschheit: Psychopathen, Mörder, Korrupte, Süchtige, Perverse. Klar, das muss sein, sonst kann der Leser ja auch nicht auf falsche Fährten gelockt werden. Trotzdem – weniger ist auch hier mehr!

Allerdings bleibt Nesbo sich selbst treu: das Ende ist wieder ein Cliffhanger und treibt den Leser dazu, noch mal an den Anfang des Buches zu gehen ....!

Klar, es gab Stellen, da fand ich die Kniffe und Tricks echt genial. Ich will nicht spoilern, deshalb klingt das jetzt sinnentleert, sorry. Mir waren es nur insgesamt zu viele und das hat mir eben sehr viel Lesespaß genommen. Vielleicht hat Nesbo einfach nur zu viele gute Ideen in ein einziges Buch packen wollen. Ich jedenfalls kann nur drei Sterne vergeben, auch wenn ich dafür von den Fans, die keine Kritik zulassen wollen, abgestraft werde. Das ändert nichts an meiner Meinung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen Sie KEINE Rezension, 19. November 2013
...sondern kaufen Sie sich dieses Buch! Ich habe die Rezensionen Gott sei Dank erst im Nachhinein gelesen. Und ich hätte mich echt geärgert, denn es ist in vielen Rezensionen der eine oder andere Spoiler drin, die etwas vorwegnehmen und dadurch vieles kaputt machen. Lassen Sie sich, wenn sie dieses Genre mögen, einfach darauf ein und kaufen Sie es; Sie werden es nicht bereuen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen In "Koma" findet die unvollendete "Larve" ihr Ende, 12. November 2014
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
„Koma“ (Ullstein 28686 - „Politi“, 2013) ist der 10. Harry Hole-Kriminalroman von Jo Nesbo. Er schließt direkt an das Vorgängerbuch „Die Larve“ " (Ullstein 28493 - "Gjenferd", 2011) an: Harry Hole hat den Mordversuch dank einer kugelsicheren Weste überlebt, ist aus dem Polizeidienst ausgetreten und unterrichtet an der Polizeiakademie. Rakel hat einen Job in Genf angenommen und ist zur Wochenendpendlerin geworden. Und ihr 19 Jahre alter Sohn ist dort auf Drogenentzug. Der korrupte Polizeipräsident Mikael Bellman und sein „Brenner“ Truls Berntsen haben mit Hole noch eine Rechnung offen. All das ist eine Folge des Todes des Drogendealers Gusto Hanssen und der Eliminierung der „alten“ Drogenszene bzw. der Etablierung einer „neuen“ Drogenszene wie in „Die Larve“ geschildert. Und dazu kommen jetzt noch Morde an Polizisten hinzu, die bei früheren ungelösten Mordfällen ermittelnd tätig waren. Harry Hole wird von Gunnar Hagen, dem Leiter des Dezernats für Gewaltverbrechen, ersucht, bei den Ermittlungen mitzumachen. Hole stimmt zu. Der Verdacht richtet sich auf Valentin Gjertsen, einen Sexualverbrecher, der jedoch verschwunden ist und dem auch nichts nachgewiesen werden kann. Man wird seine verbrecherischen Aktivitäten aber sicher in einem kommenden Harry Hole-Buch weiter verfolgen können. Das mörderische Vorgehen erreicht schließlich auch Mikael Bellman und Truls Berntsen, die dank Harry Hole überleben. Doch dabei wird ihm klar, wie es zu diesen Taten kommen konnte. Der Rest ist ein spannendes Finale im Haus von Harry Hole, wo ihn Rakel und Oleg überraschen wollten, das im Wald von Meridalen, nur wenige Meter vom Ort, wo der erste ermordete Polizist gefunden wurde, sein Ende findet. „Koma“ ist wieder ein spannender Kriminalroman um Harry Hole, der allerdings wie oft seine Vorgängerbände an der Zerrissenheit durch den Wechsel der Erzählstränge leidet.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 228 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Koma: 7 CDs (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 10)
Koma: 7 CDs (Ein Harry-Hole-Krimi, Band 10) von Jo Nesbø (Audio CD - 11. November 2013)
EUR 16,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen