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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Krimi als Sittengemälde der 1930er Jahre
Das Verdienst von Andrea Maria Schenkel liegt nicht darin, grosse Krimispannung aufzubauen. Die Handlung ist vollkommen vorhersehbar und entbehrt auch jeglicher Komplexität.

Aussergewöhnlich und für mich stellenweise atemberaubend ist jedoch die unglaublich dichte, facettenreich ausgearbeitete Atmosphäre. Jedes Handlungsdetail ordnet sich...
Veröffentlicht am 13. Oktober 2010 von Der Otter

versus
26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils packend, teils öde - quasi "Tannöd" reloaded
Nach dem sehr durchwachsenen, aber nichtsdestotrotz auch sehr erfolgreichen Debüt "Tannöd" folgt nun mit "Kalteis" Andrea Maria Schenkels zweiter Streich. Darin bedient sie sich erneut einer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte, die wiederum in Bayern angesiedelt ist. So handelt "Kalteis" von einem Triebtäter, der in den 30er Jahren München...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2007 von Tobias Zeitler


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Krimi als Sittengemälde der 1930er Jahre, 13. Oktober 2010
Von 
Der Otter (Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Das Verdienst von Andrea Maria Schenkel liegt nicht darin, grosse Krimispannung aufzubauen. Die Handlung ist vollkommen vorhersehbar und entbehrt auch jeglicher Komplexität.

Aussergewöhnlich und für mich stellenweise atemberaubend ist jedoch die unglaublich dichte, facettenreich ausgearbeitete Atmosphäre. Jedes Handlungsdetail ordnet sich hier dem einen Zweck unter, Sitten und Sichtweisen aus dem München der 30er Jahre zu illustrieren. Das Eintauchen in diese Welt hat mich sehr angerührt und auch beschäftigt.

Bis hierhin klare fünf Sterne von mir.

Was in meinen Augen eher schwächelt, ist der Stil. Nun ist es natürlich ein Dilemma, eine stark mundartgeprägte Gesellschaft nachvollziehbar und atmosphärisch widerzugeben, ohne richtig Mundart schreiben zu wollen (und zu können, denn eine wirklich ernsthafte bairische Schriftsprache gibt es ja gar nicht). Andrea Maria Schenkel hat sich da einen Prosa-Kompromiss gezimmert, der leidlich funktioniert - aber der Weisheit letzter Schluss ist er nicht. Mal freut man sich über saftig-kräftig gelungene Passagen, aber dann nervt es einen wieder mit geringer Variabilität und der ziemlich schamlosen Wiederverwendung einmal für gut befundener Stilmittel. Je länger man das liest, desto öfter fragt man sich: ist das nun milde manieriert? Oder vielleicht doch schon richtig Kitsch? Genau weiss ich's nicht.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Teils packend, teils öde - quasi "Tannöd" reloaded, 19. Oktober 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Nach dem sehr durchwachsenen, aber nichtsdestotrotz auch sehr erfolgreichen Debüt "Tannöd" folgt nun mit "Kalteis" Andrea Maria Schenkels zweiter Streich. Darin bedient sie sich erneut einer auf wahren Begebenheiten beruhenden Geschichte, die wiederum in Bayern angesiedelt ist. So handelt "Kalteis" von einem Triebtäter, der in den 30er Jahren München erschüttert, indem er mehrere Frauen vergewaltigt und ermordet, bis er schließlich dafür hingerichtet wird.

Schenkel gelingt es zwar ein sehr authentisch wirkendes Bild jener Zeit zu schaffen und hat auch durchaus starke Momente zu bieten, doch leider krankt auch "Kalteis" an den gleichen Stellen wie der Vorgänger. Die Geschichte wird erneut völlig achronisch und aus der Sicht verschiedenster Personen erzählt, was an sich zwar interessant und reizvoll ist, doch mittlerweile mehr wie ein Aufguss des im erfolgreichen Debüt erprobten Stils wirkt und wieder nicht hundertprozentig funktioniert. So nimmt zwar die bisweilen wirklich schauderhafte und eindringliche Vernehmung Josef Kalteis' (etwa wenn er schildert, wie man ein Schwein schlachtet, oder wenn er schließlich alles gesteht) einen Großteil des Romans ein, doch kommen auch wieder eine Reihe anderer ins unmittelbare Geschehen Involvierter zu Wort. Diese Wechsel zwischen den unterschiedlichen Perspektiven, welche größtenteils in der bayrischen Mundart niedergeschrieben sind und oftmals wirken als wären sie einfach gesprochen, verleihen dem Roman zwar größere Authentizität und Lokalkolorit, waren aber selbst für mich als Sprecher des bayrischen Dialekts dann doch oftmals zu anstrengend und gewollt, um wirklich zu überzeugen. Dieser Eindruck wird verstärkt durch die ständige Vermischung von wörtlich und in indirekter Rede wiedergegebenen Berichten mit in durchaus gefälligen, in sehr poetischer Sprache verfassten Passagen, was auf Dauer sehr anstrengt und manchmal auch einfach nur öde ist.

Wer bereits Schenkels Erstling "Tannöd" für das Maß aller Dinge und die Creme de la Creme hielt, der ist sicher auch von "Kalteis" hellauf begeistert. Wer sich aber (wie ich) dort bereits nicht mit den vielen Perspektivwechseln, einem eher an die gesprochene bayrische Sprache angelehnten Schreibstil und dem viel zu früh einsetzenden Ende (wieso hört der Roman gerade dann auf, wenn er beginnt, interessant zu werden!?) anfreunden konnte, der wird sich auch bei "Kalteis" schwer tun.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen schnell durchgelesen, aber enttäuscht, 28. Dezember 2008
Von 
Milchbart "marcon" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Ich wollte unbedingt das Ende wissen, obwohl ja schon klar war, dass der Mörder gefasst und bestraft wurde, damit beginnt der Roman. Er springt zwischen Geschichte aus Sicht der Opfer, Zeugenaussagen, Verfahrensprotokolle und Sicht des Täters - doch die Frauen kommen schlecht weg - so nach dem Motto: Sie haben es wohl provoziert. Es bleibt vieles einfach so als Beschreibung allein stehen, ein unbefriedigender, öder Nachgeschmack nach der Lektüre und ich dachte: ich werde doch nie ein Krimifan, aber wenn ich die anderen negativen Beurteilungen sehe, fühle ich mich bestätigt und sehe, dass ich nicht allein so empfinde! Ein Buch, das man getrost ungelesen liegen lassen kann.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie eine Leseprobe ..., 10. September 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Nachdem mir Tannöd recht gut gefallen hat, empfand ich Kalteis eher als ärgerlich.
Hier gibt's wirklich nur sehr wenig Lesevergnügen für relativ viel Geld.
An sich mag ich Krimis mit realem Hintergrund sehr. Da ich über den Fall, der Tannöd zu Grunde liegt, schon viel gelesen und recherchiert hatte, gefiel mir die Umsetzung von Frau Schenkel, weil sie in ihrem Büchlein versuchte, den Opfern, Beobachtern, Zeugen und auch dem Täter eine Stimme zu geben.
Von Kalteis bin ich aus zweierlei Gründen unzufrieden.
Zum einen habe ich wohl eine ähnliche Umsetzung wie in Tannöd erwartet.
Aber dem ist nicht so. In Kalteis werden ein paar Fakten nacherzählt, die Namen geändert und die Handlung ist mässig spannend.
Zum anderen hätte die Geschichte viel mehr hergegeben. Ähnliches hat Susanne Ayoub in ihrem Roman Engelsgift bewiesen. Auch ein realer Hintergrund und die Geschichte wird spannend und erschöpfend umgesetzt und erzählt.
Auf mich wirkte Kalteis wie eine Leseprobe zu einem Buch, das ich gerne lesen würde, das es aber leider nicht gibt.
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78 von 97 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sprachlich extrem schwach, inhaltlich langweilig, 4. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Ich habe "Kalteis" von Andrea M. Schenkel als Weihnachtsgeschenk bekommen und war erfreut, nachdem ich ihren Erstling "Tannöd" zwar nicht gelesen, aber in verschiedenen Medien die höchsten Lobeshymnen darauf zur Kenntnis nehmen durfte (ganz abgesehen von der Platzierung auf den Bestseller-Listen).
Nachdem ich nun diesen - Schenkels zweiten - Roman gelesen habe, kann ich sagen: Ihr Debüt lese ich ganz sicher nicht, und auch kein weiteres Buch von ihr - so denn eines nachfolgen sollte.
"Kalteis" ist ein Kriminalroman, aber kein Detektivroman (wie die Klassiker von Doyle oder Christie). Im Mittelpunkt steht die bestialische Vergewaltigung und Ermordung junger Frauen im Gebiet Münchens in den 1930er Jahren; die Autorin ließ sich dabei offenbar von authentischen Fällen leiten (kurzes Quellenverzeichnis im Anhang). Der Leser (die Leserin) ahnt bereits früh, wer der Täter ist.
Die Kapitel sind eine Mischung aus unpersönlicher Erzählung, wobei die Opfer mehr oder weniger lang von der Autorin "begleitet" werden, und Aussagen verschiedener Zeugen sowie des - im letzten Abschnitt des Buches geständigen - (Trieb-)Täters. Einzig die Verhörprotokolle des Täters - Kalteis - sind kursiv hervorgehoben (ein deutlicher Hinweis auf seine Bedeutung schon von Anfang an). Die Zeugenaussagen dagegen sind gegenüber dem übrigen Text nicht hervorgehoben oder kenntlich gemacht - etwa durch ein einleitendes: "Zeugenaussage des/der..." -, sodass die Orientierung für den Leser nicht die beste ist.
"Kalteis" ist ein schmales Büchlein, und dennoch sind 150 Seiten schon zuviel. Das Buch ist langweilig, es kommt an keiner Stelle Spannung oder zumindest das Interesse auf, weiterlesen zu wollen.
Die Schilderung der Tagesabläufe der jungen weiblichen Opfer nimmt den meisten Platz ein. Die Figuren bleiben dabei blass, charakterschwach, austauschbar. Nicht nur einmal verfällt Schenkel in Phrasenjargon. Zudem findet der zeitlich-gesellschaftliche Hintergrund - es ist das zweite Jahr der NS-Herrschaft in Deutschland - nur ganz zu Beginn kurze Erwähnung und bleibt ansonsten ausgeblendet. Auch im Übrigen bleibt die Erzählung seltsam steril und fast zeitenthoben: Weder Münchner Lokalkolorit noch zeitgebundene Alltäglichkeiten des Lebens finden Eingang in die Erzählung; der Fokus ist eng, fast tunnelblickartig, auf die Protagonisten - Opfer, Zeugen, Täter - gerichtet.
Einziger Ausweg, den Roman noch irgendwie zu retten, wäre die (sprachliche) Darstellungsweise. Bedauerlicherweise ist genau dieses der offensichtlich wundeste Punkt des Buches (bzw. der Verfasserin), wie die folgenden drei Punkte illustrieren mögen:
Erstens: Die Umstellung von Subjekt und Prädikat als Stilmittel ab und zu ist legitim. Augenscheinlich ist es aber eines der ganz wenigen - das einzige? - stilistische Mittel, dessen Verwendung Schenkel beherrscht; es kommt in ärgerlicher, weil inflationärer Zahl - häufig mehrmals pro Seite - zum Einsatz. So heißt es auf Seite 128: "Ist sie doch hier in München (...) um ihr Glück zu machen." Der übernächste Satz lautet dann: "Ist sie doch ein hübsches Mädchen."
Zweitens: Schenkel versucht, die Zeugenaussagen möglichst wenig zu literarisieren, d.h. grammatikalische und andere Fehler des Aussagenden im Text wiederzugeben und so höchste Authentizität zu wahren. Das ist legitim und auch angebracht; aber kein einfacher Mensch, weder in Bayern noch anderswo, verwendet in der mündlichen Rede das Imperfekt, und schon gar nicht in Abwechslung mit dem Perfekt. Derartige Fehler berauben den Text seines intendierten Effektes und damit der Glaubwürdigkeit. Frau Schenkel sollte sich nach einer Anmeldung bei einer Hobby-Schreibschule erkundigen.
Drittens: Wörtliche Rede wird bei Schenkel zumeist indirekt wiedergegeben. Auch in diesem Falle kann sich die Autorin offensichtlich nicht entscheiden, ob sie das Gesagte - sprachlich falsch, aber atmosphärisch richtig - im Indikativ wiedergeben will, oder ob es doch der Konjunktiv sein soll: "Dass es nicht einfach sein wird mit einer Stelle, sagte er ihr (...). Schließlich kenne er genügend Leute, und so ein hübsches Mädchen wie die Kathie, die findet bestimmt etwas." (S. 33).
Derartige sprachliche Mängel, die angesichts dieser Gehäuftheit weder auf Schlampigkeit der Verfasserin noch des Verlagslektorats, sondern nur auf die vereinte Unfähigkeit beider zurückgeführt werden können, machen die Lektüre dieses Buches vollends zum Verdruss.
Schließlich sei noch angemerkt, dass rund 13 Euro für 150 Seiten Taschenbuch-Lektüre meiner Meinung nach an Unverschämtheit grenzen, zumal sich das Buch nicht durch eine besondere Ausstattung und der Text nicht durch sorgfältiges Lektorat auszeichnet; denn wie sonst sind Fehler solcher Art zu erklären: "Gerufen hats, das (!) ich auf sie warten soll." (S. 19)
Fazit: Der Hype um Schenkel ist mir nach Lektüre von "Kalteis" unverständlich, das Buch weder literarisch gelungen noch inhaltlich fesselnd. Nicht-kaufen ist der beste Tipp!
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geschichte eines Frauenmörders, 17. Oktober 2007
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Kalteis: 4 CDs (Audio CD)
Für ihr Erstlingswerk "Tannöd" erhielt Andrea Maria Schenkel den Deutschen Krimipreis 2007. Auch der zweite Roman "Kalteis" basiert auf einer wahren Geschichte. Dabei hat sie die Bezeichnung "Krimi" etwas irritiert, denn es sind keine Krimis im klassischen Sinne bei dem die Ermittler nach dem Täter suchen, den Leser bei der Hand nehmen und den Täter einer gerechten Strafe zu führen. Nein, auch nach ihrem Überraschungserfolg arbeitet die Arztfrau aus Bayern, auch in ihrem zweiten Buch an der Archäologie deutscher Kapitalverbrechen. Sie will recherchieren wie das Böse" in die Welt kommt.

In ihrem neuen brutalen Kurzroman "Kalteis" - der übrigens auf Anhieb in die Bestsellerlisten stürmte- geht es erneut um einen authentischen Fall. Es ist der Fall des Lustserienmörders Johann Eichhorn, der in den dreißiger Jahren in München über 90 Frauen brutal vergewaltigte und fünf von ihnen ermordete. Auch in diesem Roman wird wieder wörtlich aus den Prozessakten zitiert. Interviews, Vernehmungsprotokolle und Zeugenaussagen bilden das Grundgerüst des Erzählens über das die Autorin den Leser an die Lösung des Falls heranführt.

Der Roman beginnt mit der Hinrichtung des Mörders, Tod durch Enthaupten. Danach macht die Autorin eine Rückblende und zeigt was vorher geschah. Am Schluss, wenn alle Mosaiksteinchen zu einem passenden Bild zusammen getragen sind, ist die Auflösung erfolgt. Alles beginnt mit der lebenslustigen, jungen und über die Maßen naiven Kathie, die es vom Dorf in die große Stadt München zieht. Mit ihr hat Andrea M. Schenkel eine, die Psychologie betreffend, in jeder Hinsicht glaubhafte Figur geschaffen. Sie gerät an den Falschen und wird zum letzten Opfer dieses Verbrechers. Die ganze Brisanz des Falles liegt unter anderem darin, dass das Regime der Nazizeit solche zivilen Tötungsakte nicht hinnehmen konnte. Der Mörder wird nach dem Überfall auf die kleine Kathie gefasst und anschließend hingerichtet.

Andrea Maria Schenkels "Kalteis" basiert auf der wahren Geschichte eines Frauenmörders, die Erzählperspektiven wechseln, das Ende bleibt unausweichlich, der tödliche Ausgang.
Die Autorin hat in ihren Büchern, und ich glaube das zweite ist deutlich besser als "Tannöd", weil es auch schon souveräner erscheint, eine Sprache gefunden, die runder ist und die mit einer leidenschaftslosen Reserviertheit schaudern lässt. Diese dunkeldeutsche Schauermär wird in der Sprache der "kleinen Leute", der Zeit und dem Lokalkolorit angepasst. erzählt und damit in einem Erzählstil übermittelt, der an die Blütezeit der "Schwarzen Romantik" erinnert.

Erneut ist der genuinen "Genreautorin" Andrea Maria Schenkel mit "Kalteis" ein großer Roman gelungen, von solcher Sogkraft, dass man ihn, einmal begonnen, in einem Rutsch zu Ende hören möchte. Monica Bleibtreu ist eine begnadete Vorleserin. Wer diese CD kauft und hört der wird in keiner Weise enttäuscht sein.
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sprachlich eine Zumutung, 15. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
manchmal braucht man ein Buch wie dieses um die schriftstellerische Qulität einer Lena Christ erst wieder richtig zu schätzen. Was hier als "in Bayern gesprochene Sprache" bezeichnet wird ist einfach nur fürchterlich. Die Satzstellung nervt von der ersten bis zur letzten Seite. Die Handlung erscheint mir zusammengeschustert um nach dem ersten so hochgelobten Buch so schnell wie möglich ein zweites folgen zu lassen. Ich habe Tannöd nicht gelesen und nach dem was mir mit Kalteis geboten wurde werde ich es auch bleiben lassen. Zum Glück habe ich dieses Buch gebraucht erworben, so dass sich der finanzielle Verlust gering hält.
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38 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Inhaltlich wie sprachlich enttäuschend, 4. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Ich habe das Buch noch nicht einmal fertig gelesen, ärgere mich aber neben weiteren Unzulänglichkeiten wie Einfallslosigkeit hinsichtlich der Geschichte und Darstellungsweise, die völlig vergleichbar ist mit derjenigen des Vorgängerromas "Tannöd", vor allem über sprachliche Aspekte und hier namentlich über den Versuch, der Sprache mittels der Wenndung "war er doch", "hatte er doch", fürchtete er doch" einen altertümlichen Anstrich zu verleihen. Diese für heutige Verhältnisse eher ungewöhnliche Satzkonstruktion tritt teilweise mehrmals pro Seite auf, wirkt sehr bemüht und ist überaus lästig. Vor allem, wenn zudem mitten in aller "Altertümlichkeit" Redenwendungen wie "es macht keinen Sinn" eingesetzt werden, die als 1:1-Übersetzung aus dem Englischen ersichtlich aktuelle Schöpfungen sind und mit den 30er Jahren nichts zu tun haben.
Inhaltlich und sprachlich lieblos gemacht und lieblos lektoriert.
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37 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen sprachlich jenseits jeder Kitschgrenze, 12. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Die gute Nachricht zuerst: Wer der Frauenmörder ist, erfährt jeder Leser am Anfang. Wer also nicht weiterlesen will, versäumt nicht die Auflösung des Falls, sondern nur die Steigerung der Qualen, die der Mörder seinen Opfern zufügt. Und er versäumt natürlich die Schilderung der Wünsche und Vorstellungen der Frauen, die von einem besseren Leben in München träumen. Dies alles wird (ebenso wie im Vorgänger-Roman) in einem merkwürdigen Kunst-Bayerisch geschildert, das schwer erträglich ist und allzu häufig die Kitschgrenze (Lore-Roman-Leserinnen aufgepasst!) weit überschreitet. Die in einigen rezensionen aufgeworfene Frage: Krimi oder Heimatroman? ist meines Erachtens ganz eindeutig zu beantworten: Heimatroman für Menschen ohne gesteigertes Stilempfinden.
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schauderhaft, 6. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Kalteis. Roman (Broschiert)
Was Hype doch alles bewirken kann: dieser "Roman" ist in einem so schauderhaften und abstoßenden Stil geschrieben, dass man das Ding schon nach wenigen Seiten zu Boden wirft. Gewollt "literarisch", kurze Sätze des bloßen Effektes willen, falsches Deutsch - das war's hoffentlich mit der deutschen "Star-Autorin"!
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Kalteis: 4 CDs
Kalteis: 4 CDs von Andrea Maria Schenkel (Audio CD - 13. August 2008)
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