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4.0 von 5 Sternen Überbordende Phantasie
Die Türkei ist Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Durch die bücherherbstlichen Bemühungen verschiedener Verlage werden hoffentlich auch bei uns türkische Autoren/Innen bekannter als bisher. So auch der Autor Tanpinar, dessen Buch Das Uhrenstellinstitut" im Türkischen bereits 1962 erschienen ist. Dieser Autor dürfte den...
Veröffentlicht am 30. September 2008 von Wortwerkstatt

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Groteske? Satire? Farce?
Davon konnte ich leider in diesem Roman, den ich als Hörbuch vor mir habe, nichts entdecken. Die Geschichte beginnt mit langatmigen Erklärungen, die ich anfangs für eine Einleitung hielt. Allerdings nahm diese Einleitung einfach kein Ende, sondern ging nach längerer Zeit irgendwann in eine Beschreibung der Lebensumstände des Erzählers...
Veröffentlicht am 29. März 2013 von Maria Lassmich


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überbordende Phantasie, 30. September 2008
Die Türkei ist Schwerpunkt der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Durch die bücherherbstlichen Bemühungen verschiedener Verlage werden hoffentlich auch bei uns türkische Autoren/Innen bekannter als bisher. So auch der Autor Tanpinar, dessen Buch Das Uhrenstellinstitut" im Türkischen bereits 1962 erschienen ist. Dieser Autor dürfte den meisten unbekannt sein, er fand bisher nur im Buch Istanbul" des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk als einsamer Stadtspaziergänger Erwähnung.
Am Beispiel des Uhrenstellinstituts, welches in der ganzen Türkei die Genauigkeit der Uhren prüft, wird sinnbildlich der Aufbruch und die Modernisierung der Türkei gezeigt.
Hayri Irdal, der begriffsstutzige und sympathische Ich-Erzähler, beschreibt hier rückblickend die Stationen seines Lebens. Von einer abgebrochenen Uhrmacherlehre über eine Beamtenstelle, Arbeitslosigkeit, unglückliche Ehen, die Bohemekreise in den Istanbuler Kaffeehäusern bis hin zum wahnwitzigen Unternehmen eines Hunderte von Angestellten zählenden Uhrenstellinstituts in Istanbul. So finden sich hier jede Menge skurriler Figuren, Abenteurer, Spinner, Psychoanalytiker und nicht zu vergessen der Lebenskünstler Halit Ayarcy, dem es dank seiner politischen Beziehungen gelingt, die Finanzierung und Realisierung des Uhrenstellinstituts genehmigt zu bekommen. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld
bestraft, aber auch Rabatte sind möglich. Irgendwie fühlte ich mich beim Lesen dieses Buches immer wieder an Pessoas Buch der Unruhe oder an Gontscharows Oblomow erinnert. Das Uhrenstellinstitut ist eine intelligente und unterhaltsame Satire, die durch Tanpinars stilistische Eleganz und überschäumende Phantasie gekonnt die Geschehnisse um wichtigtuerische Bürokratie und den natürlichen Drang des Menschen zur Faulheit aufzeigt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über die Vergänglichkeit der Zeit..., 30. Oktober 2008
Ahmet Madi Tanpinar ist für mich persönlich die Entdeckung dieses Jahres (neben Jean-Marie Gustave LeClézio).
"Das Uhrenstellinstitut" ist ein großartiger Roman mit einem ganz ungewöhnlichen Helden.
Ist Hayri Irdal ein Mann ohne Eigenschaften?
Oder ist er ein osmanischer Zeno Cosini?
Vielleicht gar ein türkischer Oblomov?
Arbeitslos, verwitwet und in Kaffeehäusern versumpernd, lernt er den Lebemann und Lebenskünstler Halit kennen, der ihm rasch die Gründung eines Uhrenstellinstituts anbietet, ein Institut, das eigentlich niemand braucht, obwohl es niemand umgehen kann. So wird aus Hayri Irdal ein wichtiger Mann, er wird Inhalt von Zeitungsberichten, Interviews, Tratsch und Neid.
Ein Buch über die Vergänglichkeit der Zeit, über ihren Wert, ein wunderbares Gesellschaftsbild und ein herrlicher Schelmenroman mit Figuren, die so sympathisch sind, dass sie sicherlich noch lange ihren Unfug in meinem Gedächtnis treiben werden...
Großartig! Absolute Leseempfehlung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantastisch, 14. September 2008
Der Roman des 1909 geborenen Schriftstellers knüpft nach dem zweiten Weltkrieg weitgehend an sein erstes Buch das die Zeit davor beschreibt an.
Am Beispiel des neu gegründeten Uhreneinstellinstitut das in der ganzen Türkei die korrektheit der Uhren prüft wird sinnbildlich der enorme Aufbau des meist unproduktiven Beamtenapperates der Nachkriegstürkei gedacht.Aufgebaut von einem Lebenskünstler und einem süffisanten Protagonisten der keinerlei Talente aufweist wird das System fast bis zum Überwachungstaat ausgebaut.
Nun mag man kaffkareske Züge vermuten,diese tauchen aber nicht auf,sondern das ganze Buch ist eingetaucht in einen Zeitgemäßen Humor der die Klugheit des mittlerweile verstorbenen Autors zum Vorschein bringt.
Satirischer Roman. Erschienen ist der Roman bereits 1962. Falschgehende Uhren werden mit Bußgeld belegt,Rabatte sind möglich, Bedenken sind beim gutlaufenden Uhreninstitut verboten da das Institut immer wachsen muß da sonst alle Mitarbeiter arbeitslos werden und ihren Lebenstandard verlieren.
Nicht neu,wahrscheinlich auch nicht das beste Buch der Türkei,aber interessant und kurzweilig.
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5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk über das alte Istanbul bzw. die alte Türkei und seine Menschen, 25. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Uhrenstellinstitut: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich vor einiger Zeit Orhan Pamuks tolles Buch über Istanbul gelesen hatte und immer wieder Ahmet Hamid Tanpinar darin beschrieben wird habe ich mir dieses Buch gekauft (da es fast das einzige Buch des Autors ist das in Deutsch erhältlich ist) und bin sehr glücklich diesen Autor nun für mich entdeckt zu haben.
Tanpinar entwirft, um die Hauptfigur Hayri Irdal ein Bild von Istanbul und der türkischen Gesellschaft von den letzten Jahren des Osmanischen Reiches, über den ersten Weltkrieg bis zu den Jahren der Wirren und Demokratisierungen. Hayri Irdal erscheint dabei wie ein Mann ohne Eigenschaften, der noch ganz in der alten Zeit verhaftet ist. Zunächst trifft er in seiner Kindheit und Jugend allerhand merkwürdige Gestalten, zu denen er jeweils eine ganz besondere Beziehung entwickelt. Nach dem Militäreinsatz und der Heirat mit seiner ersten Frau, die dann stirbt wird er aus der Bahn geworfen und findet zunächst keinen Halt mehr bei seiner zweiten Frau und streift arbeitslos und sinnsuchend durch Istanbul. Erst durch die Idee eines Uhrenstellinstituts von Halit Ayarci nimmt sein Leben einen völlig anderen Lauf und eine Wendung zum Guten.
In einer herrlichen Sprache voll Farbe und Bildern lässt der Autor den Leser Teil seiner Geschichte und der Geschichte der Türkei werden. Es wimmelt dabei von Anspielungen und Gesellschaftskritik aber auch von wunderbaren Szenen aus einem heute schon verlorenen Istanbul. Viele Skurilitäten und Absurditäten stellen eine überspitzte Anspielung auf die verlorenen Menschen in der Türkei und dem Aufbau von demokratischen Institutionen (mit all seinen Wirrungen und Verbürokratisierungen) dar. Besonders die Hauptfigur ist famos gelungen und trägt aus der Ich-Erzählperspektive dieses tolle Buch weiter.

Wer Orhan Pamuk und dessen Erzählstil mag wird auch bei diesem Buch seine Freude und viele schöne Lesestunden haben.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Hauch von Ephraim Kishon weht über dieses Buch, 20. Dezember 2008
Von 
Fast 50 Jahre hat es gedauert, bis der Roman des türkischen Autors Ahmet Hamdi Tanpinar "Das Uhrenstellinstitut" nun beim Münchener Hanser Verlag in deutscher Übersetzung erschienen ist. Und das Warten hat sich gelohnt! Man ist irgendwie an Ephraim Kishons frühere Werke erinnert, wenn man sich auf Tanpinars wundervolle Satire einläßt und das Schmunzeln im Gesicht des Lesers wird breiter und breiter, je tiefer er in diese Geschichte einer völlig überflüssigen Behörde eintaucht. Das nämlich ist Tanpinars Thema, die Sinnlosigkeit und Eigenschaftslosigkeit mancher Institution und manches Zeitgenossen, die doch Macht auszuüben in der Lage sind. Weltverbesserer sind es und Rabauken und zwielichtige Gestalten, die sich in dem Roman die Klinke in die Hand geben und gut von der Sinnentleertheit eines Institutes zum richtigen Stellen von Uhren leben. Ein Schelm, der hier modernere Vergleiche anzustellen gedenkt. Toll!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Groteske? Satire? Farce?, 29. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Uhrenstellinstitut: 6 CDs (Audio CD)
Davon konnte ich leider in diesem Roman, den ich als Hörbuch vor mir habe, nichts entdecken. Die Geschichte beginnt mit langatmigen Erklärungen, die ich anfangs für eine Einleitung hielt. Allerdings nahm diese Einleitung einfach kein Ende, sondern ging nach längerer Zeit irgendwann in eine Beschreibung der Lebensumstände des Erzählers über. Als Leser bzw. in meinem Fall als Hörer hat man das Gefühl, man werde die ganze Zeit vorbereitet auf die eigentliche Geschichte. Und damit man auch ja alles versteht, werden alle Voraussetzungen, die zum Verständnis der Geschichte nötig sind, auf höchst umständliche und trockene Art geschildert. Von Handlung, Erzählkunst, Rafinesse keine Spur, ganz zu schweigen von irgendeiner Art Humor. Nach der ersten (von sechs) CDs habe ich dann aufgegeben.

Übrigens konnte ich auch Dietmar Mues als Vorleser nichts abgewinnen. Er wirkte nur routiniert, nicht inspiriert. Aber vielleicht erging es ihm beim Vorlesen ja so wie mir beim Hören!?
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Das Uhrenstellinstitut: 6 CDs
Das Uhrenstellinstitut: 6 CDs von Ahmet Hamdi Tanpinar (Audio CD - 13. August 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 7,59
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