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TOP 500 REZENSENTam 4. Juni 2012
Der reiche, extrem gutaussehende Exzentriker Phileas Fogg, von dem man sagt, er gleiche Byron, nur mit Schnurr- und Backenbart, einer der schönsten Gentlemen der vornehmen Gesellschaft, liebt sein Leben übersichtlich und geregelt, daher ist er auch Junggeselle (wohl zum Leidwesen so einiger junger Damen). Jean Passepartout ist das nur recht. Der dreißigjährige Franzose hat bereits ein abenteuerliches Leben als Bänkelsänger, Bereiter in einem Circus, Lehrer der Gymnastik, Sergeant bei den Pompiers zu Paris und will nur noch eines, einen ruhigen Job und ein geregeltes Leben. In Phileas Fogg glaubt er den perfekten Dienstherren gefunden zu haben, pünktlich, vorhersehbar, langweilig als er am Mittwoch, dem 2. Oktober 1872 um 11 Uhr 29 seinen Dienst im Haus Nummer 7, Saville-Row, Burlington Gardens, London, antritt.
Doch es soll ganz anders kommen als Passepartout es sich erträumt hat. An diesem Abend schließt sein Herr, Phileas Fogg mit dem Ingenieur Andrew Stuart, den Bankiers John Sullivan und Samuel Fallentin, dem Brauer Thomas Flanagan und Walther Ralph, einem Administrator der Bank von England eine Wette über 20 000 GBP, dass er es schafft die Welt in 80 Tagen einmal zu runden, und am Samstags, dem 21. Dezember um acht Uhr fünfundvierzig Minuten Abends wieder in London im Reformclub zu sein.

Irgendwie kennt jeder diese Geschichte, meist wohl als Film. Phileas Fogg ist ein wandelndes Klischee, wenn ich diese Beschreibung in einem modernen Roman lesen würde, würde ich wohl sofort die Flucht ergreifen: "Der Mann von edler und schöner Gestalt, hohem Wuchs, dem einige Wohlbeleibtheit nicht übel stand, mochte etwa vierzig Jahre alt sein, hatte blondes Haar und Bart, eine glatte Stirn ohne auch nur einen Schein von Runzeln an den Schläfen, ein mehr bleiches als geröthetes Angesicht, prachtvolle Zähne." Ein Edward des Jahres 1872, aber immerhin mit einigen schrullen, denn Mr Fogg lebt nach einem einfachen Prinzip, er regt sich über nichts auf, was er nicht ändern oder (mit Geld) beeinflussen kann. Das mag kalt erscheinen, ist aber eine sehr logische Handlungsweise, die mir Fogg sehr sympathisch macht.
Verne hat sich für diesen Roman eine tatsächliche historische Begebenheit zum Vorbild genommen. 1870 unternahm der US-amerikanischer Kaufmann, Schriftsteller, Autor und exzentrischer Reisender George Francis Train seine damals sehr beachtete Weltreise, die Verne zu diesem Roman inspirierte. Einfach nur einen exzentrischen Gentleman um die Welt reisen zu lassen, das wäre dem Publikum jedoch schnell langweilig geworden. Daher stellt Verne dem Abenteurer seinen etwas chaotischen Diener Jean Passepartout zu Seite, der irritierenderweise, obwohl bereits 30 Jahre alt, immer wieder guter Junge genannt wird. Verfolgt wird Fogg irrtümlicherweise vom Detektiv Fix, der in Fogg einen entflohenen Bankräuber zu erkennen glaubt.
Auch wenn man weiß wie es ausgehen wird, ist es doch erstaunlich, dass es trotzdem spannend ist, man fiebert mit, wenn die Zeit angezählt wird, und lange vor den Bombenentschärfungskommandos der modernen Filme hat Verne das Entschärfen in der letzten Sekunde erfunden. Auch dürfte es selten in Büchern der damaligen Zeit vorkommen, dass die Frau dem Mann den Heiratsantrag macht.
Dennoch irritieren einige kleine Passagen durchaus, vor allem, wenn es um die Beschreibung der Eingeborenenstämme geht wie " Die wilden Papua's der Insel ließen sich nicht sehen. Es sind zwar Geschöpfe, die auf der untersten Stufe menschlicher Bildung stehen, aber Menschenfresser sind sie doch nicht." Oder wenn der Kimono (hier Kirimon) als "eine Art Schlafrock mit seidener Schärpe" bezeichnet wird.
Verne schreibt wunderbar ironisch und süffisant. Seine Schreibweise spiegelt die pedantische Lebensart des Mr. Fogg wieder und ab und an kann er es sich selbst in diesem frühen Roman nicht verkneifen ein wenig Naturwissenschaft unterzubringen wie kohlenstoffhaltiger Wasserstoff statt einfach Gas.

Zur Kindle Ausgabe:
Die Kindle Ausgabe basiert auf dem gemeinfreien, bebilderten (Illustrationen: Léon Benett, Alphonse de Neuville) Datensatz von Zeno.org der wiederum auf der Ausgabe von A. Hartleben, Wien Pest Leipzig 1875 basiert. Dementsprechend entspricht die Rechtschreibung der Rechtschreibung vor der Rechtschreibreform vor der aktuellen Rechtschreibreform (Ja es gab in Deutschland zwei Rechtschreibreformen: 1901 und 1996). Dementsprechend werden viele Worte etwas anders geschrieben: Miether, Thüre, Secunden, Rasiren, ehren werthe. Hinzu kommen Scanfehler durch das sehr ähnliche s und f in der Frakturschrift und Druckungenauigkeiten die zum Beispiel zu "Tiefer sehr liebenswürdige" statt "Dieser sehr liebenswürdige" führen.
Dieses E-Book ist DRM frei und kann auch auf anderen Geräten als dem Kindle gelesen werden.
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am 12. August 2002
Ich bin eigentlich kein Fan von Audiobüchern. Über einen lägeren Zeitraum nur einem Sprecher zuhören war mir bis jetzt immer zu anstrengend.
Dann sah ich eines Tages eine Sendung im Fernsehen, in der Götz Alsmann sein 3 CD's umfassendes Hörbuch "In 80 Tagen um die Welt" vorstellte. Die Handlich sollte hinlänglich bekannt sein. Von der Präsentation neugireig geworden kaufte ich mir zum ersten Mal ein Hörbuch...
... und wurde nicht enttäuscht!!! Götz Alsmann versteht es hervorragend den Romanfiguren Leben einzuhauchen. Er schafft es, die Hektik der damals riesigen Aufgabe stimmlich in die heutige Welt zu transportieren. Was ist heute noch eine Reise um die Erde? Für damalige Verhältnisse (Ende 19. Jahrhundert) war es undenkbar, ein solches Abenteuer zu bestehen.

Mit viel Liebe und Gefühl bekommen die Roman-(Audio-)Figuren in diesem Hörbuch mehr Leben eingehaucht als so manche Figur in vielen Videofilmen. Alsmann versteht es wunderbar die verschiedenen Figuren stimmlich zu definieren. Es ist jederzeit eindeutig zu erkennen wann wer was zu wem sagt. Gerade in den Dialogen zeigt sich die rhetorische Brillianz und Kreativität von Götz Alsmann.
In loser Reihenfolge sind einzelne Musikstücke von Alsmann eingestreut (komponiert und selbst gespielt), die sich gut in die Handlung einfügen. Das macht Lust auf mehr.
Alles in allem: Wer für das nächste Wochenende noch nichts geplant hat - Kaufen und genießen!! Dieses Hörbuch wird keinen mehr loslassen.
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Ganz ehrlich gesagt, heute liest sich dieser Klassiker schon sehr wie ein Kinderbuch. Das liegt wahrscheinlich nicht nur daran, dass sich unser Wissen über fremde Länder gegenüber dem 19. Jahrhundert deutlich verbessert hat, sondern auch an dem veränderten Gefühl für Dramaturgie und der Darstellung der Protagonisten in Romanen. So scheint dem Leser die Person des Phileas Fogg, seine Wette und sein ungewöhnliches Verhalten nur schwer die heute übliche Identifikation mit dem Helden zu ermöglichen. Auch die Selbstbeschränkung von Passpartout auf seine Rolle als Diener kommt einem im Zeitalter der 37,99 Stunden Tarifarbeitsverträge eher fremd vor.

Auf der anderen Seite hat man hier natürlich ein Highlight der Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts vor sich. Das Buch hat eine sehr dynamische Erzählweise, nicht zu viele Unwahrscheinlichkeiten, viel Spannung und herrlich spleenige Charaktere. Eine schöne Frau kommt auch vor. Wenn man bereit ist, sich auf diese Geschichte einzulassen, hat man herrlich viel Spaß, deutlich mehr als in einigen der vielen Verfilmungen des Stoffes. Wenn nicht, empfehle ich es aber immer noch als Kinderbuch, der Nachwuchs lernt unterhaltsam ferne Länder kennen, aber auch Eigenschaften wie Haltung, Engagement, Treue, Heldenmut, Aufrichtigkeit und so weiter. Die Kinder werden es lieben.
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Ganz ehrlich gesagt, heute liest sich dieser Klassiker schon sehr wie ein Kinderbuch. Das liegt wahrscheinlich nicht nur daran, dass sich unser Wissen über fremde Länder gegenüber dem 19. Jahrhundert deutlich verbessert hat, sondern auch an dem veränderten Gefühl für Dramaturgie und der Darstellung der Protagonisten in Romanen. So scheint dem Leser die Person des Phileas Fogg, seine Wette und sein ungewöhnliches Verhalten nur schwer die heute übliche Identifikation mit dem Helden zu ermöglichen. Auch die Selbstbeschränkung von Passpartout auf seine Rolle als Diener kommt einem im Zeitalter der 37,99 Stunden Tarifarbeitsverträge eher fremd vor.

Auf der anderen Seite hat man hier natürlich ein Highlight der Abenteuerliteratur des 19. Jahrhunderts vor sich. Das Buch hat eine sehr dynamische Erzählweise, nicht zu viele Unwahrscheinlichkeiten, viel Spannung und herrlich spleenige Charaktere. Eine schöne Frau kommt auch vor. Wenn man bereit ist, sich auf diese Geschichte einzulassen, hat man herrlich viel Spaß, deutlich mehr als in einigen der vielen Verfilmungen des Stoffes. Wenn nicht, empfehle ich es aber immer noch als Kinderbuch, der Nachwuchs lernt unterhaltsam ferne Länder kennen, aber auch Eigenschaften wie Haltung, Engagement, Treue, Heldenmut, Aufrichtigkeit und so weiter. Die Kinder werden es lieben.
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am 2. Januar 2004
Über die Geschichte brauche ich wohl nicht groß zu schreiben (siehe Kurzbeschreibung).
Die Sprache der neuen Übersetzung von Sabine Hübner gefällt mir sehr gut und läßt sich flüssig lesen, so dass man das Buch noch weniger aus der Hand legen will, als es die Spannung der Geschichte sowieso zuläßt.
Zusätzlich zum, von der Blauen Reihe (Winkler Weltliteratur), gewohnt hohen Qualitätsstandard bietet diese Ausgabe:
- sämtliche Illustrationen der Erstausgabe von Alphonse de Neuville und Leon Benett (inkl. einer Karte, auf der die Reiseroute eingezeichnet ist),
- Anmerkungen, ein Nachwort und eine ausführliche Zeittafel von Volker Dehs,
- Weiterführende Literatur,
- 'Drei Sonntage in einer Woche' von Edgar Allen Poe (1841),
- 'Die Meridiane und der Kalender' von Jules Verne (1873) und
- 'Geschichte eines Theaterstücks' von Francois Oswald (1874).
Alles in allem eine Ausgabe die zum erstmaligen und/oder erneuten lesen einlädt und viele Hintergrundinformationen bietet.
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am 13. Mai 2010
Ich freute mich auf die gebundene Ausgabe, war aber umso enttäuschter als ich beim Lesen viele Details vermisste.
Ein Nachschlagen im Buch ergab --> "gekürzte Ausgabe" !!!
Und das so derb, das es keinen Spass macht diesen Jule Verne Klassiker zu lesen. Und in der Artikelbeschreibung kein Wort darüber. Das ist nicht ok!
Dies betrifft die Ausgabe vom Ueberreuter-Verkag. Wie es bei anderen ausschaut werde ich demnächst feststellen...
Ueberreuter werde ich in Zukunft meiden!

Ein Punkt, weil gebunden und mit Leseband (was ich auch immer häufiger vermisse).

Mfg Yves
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Anfang Oktober 1872 entlässt Phileas Fogg seinen Diener. Nachdem der es gewagt hatte, ihm das Rasierwasser mit einer Temperatur von 86° Fahrenheit anstatt der notwendigen 84° zu bringen, war er untragbar geworden. Genauigkeit und Exaktheit sind für Fogg das Maß aller Dinge und nichts, absolut nichts kann seinen Tagesablauf auch nur um eine einzige Minute aus seiner gewohnten Bahn bringen.
Nachdem er um 11:22 Uhr Passepartout als neuen Diener eingestellt hat, begibt er sich, wie jeden Tag, um 11:30 Uhr in seinen Londoner Club. Dort speist er, liest alle verfügbaren Tageszeitungen und spielt mit seinen Freunden Wist. Doch heute, das Gespräch dreht sich um einen dreisten Bankraub tags zuvor, ändert sich dieses geregelte Leben schlagartig. Aus einem harmlosen Gespräch ergibt sich eine verrückte Wette. Phileas Fogg behauptet, dass man in modernen Zeiten nur noch 80 Tage benötigen würde, um einmal um die ganze Welt zu reisen. Da einige der Clubmitglieder dies für unmöglich halten, setzt Fogg die unfassbar hohe Summe von 20.000 englischen Pfund auf dieses Unternehmen. Fünf der Herren setzen dagegen und da dem englischen Gentleman - und Fogg ist einer der entschiedensten Vertreter dieser nur in England existierenden Gattung - eine Wette heilig ist, bricht er noch am selben Abend auf.
Seine minutiös geplante Reise führt ihn und seinen Diener nach Indien, quer durch den Kontinent nach Kalkutta und dann pünktlich nach Hong Kong, wo die Reise nach Yokohama weitergehen soll. Doch bereits vor der Abreise heftet sich ein Kriminalinspektor an die Fersen von Fogg. Herr Fix ist sich sicher, dass der englische Gentleman der gesuchte Bankräuber ist, und versucht ihn im Folgenden festzunehmen. Zu seinem Leidwesen ist die Reise derart schnell, dass der angeforderte Haftbefehl ihn nie erreicht, und er ist gezwungen, die Reise um die Welt mitzumachen. Ein weiteres Mal wird die Reise kompliziert, als sich Fogg genötigt sieht, im indischen Dschungel eine junge Frau zu befreien, die im Begriff stand, gegen ihren Willen an der Seite ihres verstorbenen Mannes bei lebendigem Leib verbrannt zu werden.
In Hong Kong aber scheint die Reise zu Ende zu sein, denn endlich gelingt es Fix, den Diener von Fogg festzusetzen und eine Weiterreise von Phileas Fogg unmöglich zu machen. Aber Fix hat nicht mit dem Erfindungsreichtum eines Phileas Fogg gerechnet.

Eines der erfolgreichsten Bücher von Jules Verne war und ist "In 80 Tagen um die Welt". Unzählige Male wurde es in Buchform veröffentlicht, zahlreiche Hörspiele und Hörbücher existieren. Hier handelt es sich meist um stark veränderte und gekürzte Varianten, die mehr oder minder hastig diese abenteuerliche Reise nacherzählen. So gibt es mehr als sechs Varianten, die mit einer CD und einer Lauflänge von knapp 60 Minuten auskommen.
Die vorliegende Fassung versucht auf zwei CDs und einer Länge von 158 Minuten, dem Werk des berühmten Autors gerecht zu werden.
Als Sprecher fungiert, wie bei allen Ausgaben der Klassik-Ausgaben des Ueberreuter-Verlags, Bodo Primus. Er macht seine Sache wundervoll. Ihm gelingt es, den Charakter des "englischen Gentlemans par excellence", Phileas Fogg, aufs Köstlichste zu verdeutlichen. Sowohl die spannenden Passagen als auch die gefühlvollen Zwischensequenzen dieses Parforce-Rittes um die Welt trägt er humorvoll und mit Verve vor. Es macht zu jedem Zeitpunkt Spaß, ihm zuzuhören.
Entscheidendes Faktum ist die notwendige Kürzung der Vorlage. Hier geht der Verlag neue Wege. Anstatt an vielen Stellen Kürzungen vorzunehmen, werden zu Gunsten einer ausführlichen Darstellung der entscheidenden Abenteuer Passagen und Orte komplett weggelassen. Vor allem der ausführliche einleitende Text, der Charakter, Eigenheiten und Lebensrhythmus des Phileas Fogg zum Thema hat, macht deutlich, dass dieses Konzept trägt.
Er ermöglicht, sich in die Geschichte und seine Helden einzufühlen und sorgt im Fortgang der Ereignisse dafür, dass man sich Orte und Geschehnisse plastisch vorstellen kann. Krankten viele der Kurzfassungen an der Hast und dem notwendigerweise sehr kurzen Verweilen an den einzelnen Handlungsorten, ist dies im vorliegenden Hörbuch ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. Als Beispiel mag die Szene im indischen Dschungel aufgeführt werden. Hier wird nicht einfach die Befreiung der jungen Frau geschildert, sondern die Prozession der Menschen, ihre Beweggründe, die Vorgeschichte und die Gefühle jedes einzelnen Beteiligten. Das macht aus der Szene ein eigenständiges Abenteuer. In dieser Art und Weise ist das gesamte Hörbuch aufgebaut.

Fazit: Dank der Sprecherleistung, der sehr geschickten Kürzungen und der herrlichen Vorlage handelt es sich bei diesem Hörbuch um ein Glanzstück der Klassik-Edition des Ueberreuter-Verlags. Zudem ist diese Ausgabe konkurrenzlos günstig. Als einziges Manko bleibt festzuhalten, dass bei aller Mühe viele Passagen des Buches fehlen, die dem Leser unvergessen sind und die er schmerzlich vermisst.

Stefan Erlemann
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am 27. März 2016
Schon nach dem Auspacken habe ich mich unwahrscheinlich über dieses Buch gefreut, es hat einen glänzenden Umschlag und das Cover darunter hat das gleiche, impressionistische und fröhliche Bild als Aufdruck. Die Seiten riechen sehr angenehm (nicht wie aus der Fabrik) und die Haptik ist ebenso angenehm fürs Lesen. Nun zum Konsens: Die Geschichte ist durchaus sehr abenteuerlich, stellenweise muss man sich aber am Buch halten weil der Autor es mit detaillierten Ausführungen über den Bau der Schiffe oder diverse Beschreibungen sehr gut meint, diese Beschreibungen hätten für mich persönlich eher in den Bereich der unterschiedlichen Mentalitäten gehen oder mehr Sinne ansprechen können. Aber dies ist nur eine Kleinigkeit nebenbei. Ganz besonders gefreut habe ich mich über die Weltkarte auf der vorletzten Seite, sodass man das Geschehen umso besser mitverfolgen kann. Zu bemerken gilt allerdings, dass diese in der Mercator-Projektion abgedruckt ist und die südlichen Länder natürlich etwas eingerückt erscheinen, was früher jedoch mit diesen Maßen gebraucht wurde und unter diesem Einwand keinen Kritikpunkt ausmachen.

Phileas Fogg wird einem mit jeder Seite sympathischer, auch wenn ich die Neugierde Passepartouts besser nachempfinden kann als den konsequenten Gleichmut und das unübertroffene Phlegma Foggs. Zeitweise wären ein paar Erläuterung zur Person der Mrs. Aouda noch ganz interessant gewesen oder ein paar Ausführungen mehr über die Schiffsreise auf dem Genral Grant.

Ein sehr lesenswertes Buch das durchaus dem Spannungsbogen aufrecht erhält und einem Urlaubsfeeling vermittelt sowie die eigenen Tagträume beflügelt und die reiselust bekräftigt. Der Kontrast zwischen Fogg und Passepartout ist ein abwechslungsreiches Band das sich quer durch die Handlung zieht und den Leser immer wieder entscheiden lässt, was angemessen ist und was nicht bzw. Einblicke gewährt mit welchem Verhalten man welchen Effekt erzielen kann, natürlich auch dass man mit dem nötigen (Klein-) Geld so ziemlich alles errreichen kann, und sei es ein Elefant mit Parse.;)

Eindeutige Kaufempfehlung!
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am 17. Januar 2008
Der englische Gentleman Phileas Fogg geht eine (für die damalige Zeit) gewagte Wette ein: In 80 Tagen um die Erde zu reisen. Dabei riskiert er mit einmaliger Gelassenheit sein halbes Vermögen, wohl wissend, dass er sein ganzes Geld verliert, wenn seine Wette misslingt. Mit seinem Diener Passepartout macht er sich auf den Weg. Doch obwohl seine Reise zunächst gut verläuft, fallen seine Aktien in London schnell und er gerät unwissend in Verruf. Grund ist ein Bankraub, der vor Kurzem die englische Nationalbank erschütterte und Fogg sieht dem gesuchten Dieb furchtbar ähnlich - und so heftet sich Detektiv Fix an seine Fersen, im Foggs Reise mithilfe eines Haftbefehls vorzeitig zu beenden...

Die Story ist hinreichend bekannt und wurde schon des Öfteren verfilmt. Erst vor kurzem habe ich das Original für mich entdeckt, war hellauf begeistert und konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Auch wenn der Roman bereits über 130 Jahre auf dem Buckel und sich die Welt seit damals sehr verändert hat, weiß dieser Klassiker immer noch zu fesseln. Kann nicht wirklich erklären warum. War einfach fasziniert von Foggs stetig eisiger, gefühlsloser (war am Ende echt gerührt, als er endlich Gefühle zeigte), unerschütterlicher und ungerührter Haltung. Außerdem fand sofort Gefallen an dem sehr sympathischen Charakter Passepartout, der seinen Herrn auch hin und wieder in Schwierigkeiten bringt. Und musste auch öfters über den Polizeiagenten Fix schmunzeln, der Fogg auf seiner Reise nachjagt, aber aufgrund eines ausbleibenden Haftbefehls von einer Misere in die nächste gerät.

Jules Verne hat ein Buch geschaffen, das noch heute begeistern kann und ich hoffe, dass man es noch lange lesen wird. Sehr schön finde ich auch die Zeichnungen, die das Buch auflockern, welche aus der französischen Originalausgabe stammen.

Und auch, dass das Buch eher schmal als ein umfangreicher Wälzer ist (war sehr erstaunt, als ich es im Buchladen sah) heißt nicht, dass es nur wenig Inhalt hat.

FAZIT: Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Es ist ein Stück Weltliteratur und ich hoffe wirklich, dass Jules Vernes Roman auch noch lange gelesen und geliebt wird.
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am 23. August 2015
Meine Meinung…
…zum Inhalt:

Die Geschichte ist sehr packend geschrieben und so war ich bereits nach wenigen Seiten so in die Handlung eingetaucht, dass ich gar nicht aufhören wollte, zu lesen. Je weiter die Reise der Protagonisten voranschritt und umso mehr Schwierigkeiten sich ihnen in den Weg stellten, umso mehr fieberte ich mit den Reisenden mit und hoffte, dass sie es rechtzeitig zurück nach Hause schaffen würden.
Jules Vernes Beschreibungen der Gesellschaft, Ländern und Technik ist realistisch und detailliert, sodass ich mir sehr gut vorstellen konnte, wie außergewöhnlich und schwierig solch eine Erdumrundung zu seiner Zeit war.
Was ich wichtig finde, ist, dass Jules Verne die damalige Welt und die dort lebende Gesellschaft beschreibt, ohne eine Wertung oder eigene Meinung einfließen zu lassen. Er nimmt die Welt so, wie sie ist und nutzt sie als Schauplatz seiner Erzählung.

Fazit

Ein Klassiker bester Güte! Von mir gibt es dementsprechend 5 Sterne und eine ganz klare Empfehlung für „In 80 Tagen um die Welt“ für alle Altersgruppen.
Die Geschichte eignet sich hervorragend, um einen Eindruck der damaligen Verhältnisse zu bekommen und eine sehr unterhaltsame Abenteuergeschichte zu lesen, wie sie nur zu der Zeit entstehen konnte.

Auch für Kinder ist das Buch bestens geeignet. Sowohl für Jüngere zum Vorlesen, als auch für Ältere zum Selbstlesen. Das Buch ist spannend - ob die Reisemöglichkeiten nun aktuell sind oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

Jules Verne hat mit diesem Buch Universalliteratur geschaffen, die jedem etwas bietet.

(Die volle Rezension mit einer Protagonistenbeschreibung finden Sie auf meinem Blog [...])
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