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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wunderschön erzählt - eine Heldin mit Schwächen, 4. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Herz des Südens (Taschenbuch)
Mit den Augen der jungen Josie , eines naiven und verwöhnten Plantagenbesitzer - Töchterchens , werfen wir einen Blick auf Lousiana und New Orleans im 19.Jh - vor dem Bürgerkrieg .
Josie plagen immer wieder Selbstzweifel , und am meisten wurmt sie , dass die gleichaltrige Cleo , obwohl sie nur eine Sklavin ist , ihr in den meisten Dingen überlegen scheint .....
Die Geschichte beginnt ganz idyllisch , nimmt aber einen dramatischen Verlauf - und je älter Josie wird , desto mehr entdeckt sie , welche Abgründe sich auch in ihrer Familie auftun . Krankheit und Tod , Wirtschaftskrise , soziale Ungleichheit , Sklaverei , Brutalität , Vergewaltigung... ich denke , das Buch beschreibt das Leben damals schonungslos und lässt nichts aus . Dabei versteht es die Autorin , zu unterhalten und zu berühren - und den Leser alles aus der Perspektive von Josie ( bzw. Cleo ) miterleben zu lassen . Sie wählt eine angenehm zurückhaltende Darstellung . Menschliche Extremsituationen werden nicht kitschig ausgeschlachtet , sondern dem Leser mit wenigen Worten Gefühle wie Schock ,Verzweiflung und tiefe Trauer glaubhaft gemacht . Man taucht in die Denkweise früherer Zeiten ein , z.B. was Sex betrifft . Den Fehler so vieler leichter "historischer" Romane , dass Personen mit Einstellung und Lebensweise von heute einfach so in frühere Zeiten versetzt werden ( was mich immer sehr stört ) , vermeidet Gretchen Craig zum Glück .
Die Personen sind liebevoll gezeichnet - es gibt weder reine Helden noch absoluten Bösewichte , alle haben ihre Schwächen , ihre Gründe für ihr Handeln und entwickeln sich weiter . Als Bertrand , der Schwarm aller Frauen in der ganzen Gegend , sich für Josie zu interessieren beginnt , kann sie ihr Glück kaum fassen . Bertrand scheint zunächst der klassische Traumprinz zu sein , aber ist er das wirklich ? Josie lernt den Ernst des Lebens kennen und bei Menschen genauer hinzusehen . Toll erzählt ....aber ich will nicht zu viel verraten . Diese Herzensverwirrungen machen nur einen Teil der Handlung aus , sind aber ein gutes Beispiel dafür , warum dies KEIN Kitschroman ist ( auch wenn er so aussieht) .
Diesem Buch wünsche ich ganz viele Leser ! Liebhaber von "Vom Winde verweht" und Alexanda Ripley und Familiensagas im allgemeinen werden auf ihre Kosten kommen . Thematisch erinnert manches hier an das Buch "New Orleans" (Ripley) , ist aber um Klassen besser ! Dagegen wirken die Romane von Alexandra Ripley wie Räuberpistolen , total konstruiert und unglaubwürdig . Gretchen Craig versteht es wirklich , ganz unspektakulär das Lebensgefühl der damaligen Zeit zu vermitteln und eine Heldin mit Schwächen und Selbstzweifeln zu erschaffen , in der man sich wiederfindet . Und mit der man sich über das doch unerwartet schöne Ende freuen kann .

Es gibt eine Fortsetzung , Melodie des Südens . Leider reicht diese stilistisch nicht an das erste Buch heran , offenbar hat jemand der Autorin gesagt , es müsse mehr Sex and Crime hinein , schade , schade . Auch hält sie in der Fortsetzung die Erzählperspektive nicht so konsequent durch , wodurch das Buch auch verliert . Trotzdem ist es ganz nett und man erfährt etwas über die Kinder der bereits aus dem ersten Buch bekannten Personen .
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Geschichte, 12. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Herz des Südens (Taschenbuch)
Ich habe zu diesem Buch nicht allzu viel zu sagen, außer dass es sich wirklich sehr gut lesen ließ.
Es war eine schöne, sehr liebevoll und aufs Detail achtend geschriebene Geschichte, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde.

Das einzige was mir ein wenig negativ auffiel:
die faktisch schwesterliche Beziehung zwischen Josy und ihrer Sklavin Cleo wirkte zwar wie das Hauptthema der Geschichte - der rote Faden - kam aber manchmal einfach doch zu kurz. Man hätte sich als Leser mehr über ihre "Beziehung", um es mal so zu nennen, gewünscht.

Besonders positiv hingegen fiel mir das Ende auf: es mag zwar recht knapp gewesen sein und natürlich hätte man gern noch mehr erfahren, aber alles in allem war es ein schönes, passendes Ende.

Lesenswert!
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Das Herz des Südens
Das Herz des Südens von Gretchen Craig (Taschenbuch - 19. März 2008)
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