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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Anlegerfehler Nummer eins: vergangene Entwicklungen in die Zukunft fortdenken!“
Die Autoren betreten mit diesem Buch völlig neues Terrain. Nicht zu Unrecht schreiben sie in der Einleitung: „Dieses Buch ist der erste deutschsprachige und der – auch international – bislang umfassendste Versuch, die Welt der heutigen Vermögensanlage kritisch aus der Perspektive der Österreichischen oder Wiener Schule der Ökonomik zu...
Vor 9 Monaten von Vera Steitz veröffentlicht

versus
7 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manipulierte Rezensionen?
Wer sich die grandiosen Rezensionen auf dieses Buch genauer anschaut, wird feststellen, dass hier auffallend viele Rezensenten nur dieses Buch in den Himmel loben. Hier wurde ganz offensichtlich an der Bewertungsskala gedreht, um mehr Bücher zu verkaufen.
Ich selbst fand das Buch in vielen Passagen zu suggestiv. Hier wurde ein Buch entsprechend einer Struktur...
Vor 2 Monaten von Kantfan veröffentlicht


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23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Anlegerfehler Nummer eins: vergangene Entwicklungen in die Zukunft fortdenken!“, 13. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Die Autoren betreten mit diesem Buch völlig neues Terrain. Nicht zu Unrecht schreiben sie in der Einleitung: „Dieses Buch ist der erste deutschsprachige und der – auch international – bislang umfassendste Versuch, die Welt der heutigen Vermögensanlage kritisch aus der Perspektive der Österreichischen oder Wiener Schule der Ökonomik zu betrachten und daraus Schlüsse für Anleger abzuleiten.“

Warum bisher niemand diesen Schritt gewagt hat, ist naheliegend. Aus Mises‘ Handlungsaxiom kann man mittels Intro- und Extrospektion zwar recht leicht Wirtschaft verstehen, aber diese deskriptive Ebene zu verlassen und das gewonnene Wissen auf quantitative, richtig getimte und damit a posteriori Anlageempfehlungen zu übertragen ist ein wahres Husarenstück.

Dabei geben die Autoren dem Leser sowohl den theoretischen Hintergrund als auch interessante Kennzahlen an die Hand, welche Auskunft über die aktuelle Lage im Konjunkturzyklus geben können.

Zwar etwas zahlreich, aber dennoch oft als bereichernd habe ich die abschweifenden Bemerkungen der Autoren zu den unterschiedlichsten Themen empfunden. Dabei zeigen sie unter anderem wie aus der weltweiten Niedrigzinspolitik der Zentralbanken, zwangsläufig Konsumismus erwächst.

Aufgrund der großen Herausforderung vor der man bei einem solchen Buch als Autorentrio steht, ist es verständlich, dass der rote Faden nicht das gesamte Buch durchspannt. Dafür entschädigen sie mit ihren revolutionären Erklärungsansätzen bezüglich Spekulation („Während Spekulation normalerweise ausgleichend wirkt, die Märkte liquide hält und Ausschläge mildert, führt Massenspekulation zur Verstärkung der Volatilität. Normalerweise neigen Märkte hierbei zur Selbstkorrektur, indem die hinterhertrottenden Narren rasch um ihr Geld gebracht werden, das nun kühleren und klareren Köpfen zufließt. Doch die monetären Ströme der Gegenwart nähren künstlich die Massenspekulation während der Hausse.“ S.24), der Beziehung von Inflation und Deflation (verstanden als „monetäre Tektonik“ und illustriert durch zahlreiche Charts und einer übersichtlichen Tabelle der unterschiedlichen Kräfte) und „Abenomics“ als Vorläufer für das auch uns bevorstehende „Keynesianische Endgame“.

Negative Aspekte
- teilweise fehlender „roter Faden“
- fehlende Übersicht der im Buch verstreuten Empfehlungen

Positive Aspekte:
+ Erst einmal überhaupt dieses Feld betreten zu haben
+ Ewig gültige Anlageweisheiten
+ Alle denkbaren Szenarien mit ihren Auswirkungen auf Inflation und Wachstumsraten sind in einer Matrix abgebildet und ausführlich erklärt
+ Tiefgehende Erläuterungen aller relevanten Anlageklassen sowie deren Performance in unterschiedlichen Szenarien
+ Mit Tobins Q, Zinsstrukturkurven u.ä. Kennzahlen um die Lage im Konjunkturzyklus zu bestimmen
+ Die oben genannten revolutionären Erklärungsansätze
+ Die schier unendliche Expertise der Autoren in allen relevanten Disziplinen
+ Das Hervorkehren vergessener Austrians (bspw. Felix Somary)
+ Das sehr umfangreiche Stichwortverzeichnis

Dieses Buch vermag es wohl nicht ihnen sichere Anlageempfehlungen zu vermitteln („Wer völlig sicher ist, was morgen geschehen wird, ist meist ein Spinner oder ein Betrüger.“ S. 317) – was auch nicht dem eigenen Anspruch entspricht – dafür kann es den Leser vor vielen Anlagefehlern schützen. Der Beitrag, den dieses Buch für die Breite der Lehren der Austrians geleistet hat, ist meiner Meinung nach enorm. Ich würde mich nicht wundern, wenn sehr bald auch eine englische Ausgabe erscheint.

Fazit: Zur Lektüre wirklich jedem empfohlen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Der Markt kann länger irrational bleiben als man selbst solvent.“, 13. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Vom Kaffeehaus zur Wallstreet. Dass die Österreichische Schule der Nationalökonomie endlich das Börsenparkett erobert, ist schon lange überfällig. Die Analysemöglichkeiten, die die Autoren durch sie aufzeigen, sind so viel schlüssiger und realitätsnäher als jedes Makromodell, welches aus der Neoklassischen Synthese jemals entspringen könnte. Die Vertreter der Wiener Schule durchdrangen die sozialen Phänomene ihrer und unserer Zeit weit besser als ein Lord Keynes und doch scheint der obige Satz desselben das größte Problem für "Österreichische Anleger" zu sein: Das Timing. Obwohl Mises zweifelsohne das Format eines Adam Smith, David Ricardo oder wie Friedrich August von Hayek meinte, eines John Stuart Mills besaß, war es Keynes, der als großer Spekulant reich und auch bekannt wurde. Denn auch wenn die Märkte noch so sehr irrational sind und die Politik mit den unsinnigsten Reformen dem Einhalt zu gebieten sucht, muss sich der Anleger zwischen Inflation und Deflation, der monetären Tektonik, die den Anleger nur zu leicht zwischen sich zerreiben kann, einen Weg durch den Dschungel schlagen. Ein Ludwig von Mises hat schon 1940 den Zusammenbruch des Sowjetreichs aufgrund des Zerfalls und der finanziellen Untragbarkeit der Renovierung oder des Neubaus, der vom Kapitalismus übernommenen Bausubstanz hergeleitet. Ein Put-Optionsschein wäre wohl zu diesem Zeitpunkt trotzdem nicht sehr hilfreich gewesen. Wer den Versuch wagen will, auch mit dem Faktor Zeit in diesen turbulenten Jahren erfolgreich zu sein, muss zu diesem Buch greifen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Optimaler Überblick über die aktuelle Entwicklung, 26. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der erste Abschnitt des Buches geht stark in geldtheoretische Überlegungen hinein, was aber vorher begründet wird. Es liest sich sehr interessant aber auch nicht im Vorbeigehen. Hätte nicht gedacht wieviel sich über Geld sagen lässt, wobei ich mich schon lange mit dem Thema befasse. Danach wird es im Buch etwas konkreter, aber immer sehr vorsichtig und demütig da die Zukunft letztlich ungewiss ist. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch ohne viel Polemik auskommt. Es werden wirklich alle Anlageklassen erläutert mit ihren Stärken und Schwächen. Auch hierbei erkennt man die wirklich hohe fachliche Kompetenz der Autoren. Wer eine ganz konkrete Strategie oder Empfehlung will, wird enttäuscht werden, auch nehmen die Autoren Abstand von irgendwelchen Katastrophenszenarien. Allerdings werden unterschiedliche Szenarien durchgespielt die derzeit prinzipiell denkbar sind mit entsprechender Entwicklung der unterschiedlichen Assets. Ab nun kann ich mir sämtliche Ratgeber und Weltuntergangslektüre sparen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend, 2. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Wie schon einige andere Rezensenten geschrieben haben, sollte man sich von dem vorliegenden Buch keine konkreten „Anlage-Tipps“ erwarten. Viel eher versuchen die Autoren - auf durchaus philosophische Art und Weise – ihren Blickwinkel auf die Veranlagung zu erläutern. Dieser Blickwinkel ist geprägt durch die Österreichische Schule der Nationalökonomie und wird mit konkreten Anlage-Werkzeugen zum „Austrian Investing“ kombiniert.

Es gelingt den drei Autoren ihnen dabei hervorragend, den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis zu schaffen. Rahim Taghizadegan, der Mitbegründer des Institutes für Wertewirtschaft in Wien und einer der Wegbereiter für die Renaissance der Wiener Schule in Österreich, schildert in den ersten Kapiteln die wesentlichsten Spezifika der Österreichischen Schule und deren Bedeutung für die Veranlagung. Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek, zwei ehemalige Banker und nun selbstständige Fondsmanager stellen den Praxisbezug her. Besonders gut gefielen mir die Verweise auf die moralischen Aspekte der Veranlagung, die stringente Erklärung des Geldwesens und deren Implikationen auf die Veranlagung (Stichwort – „monetäre Tektonik“), die möglichen Szenarien (Stagflation?) sowie das in unseren Breitengraden noch relativ unbekannte „Permanent Portfolio“.
Fazit: Ein Werk, das jeder kritische Geist, jeder umsichtige Investor und jeder Freund der Österreichischen Schule der Nationalökonomie zumindest einmal gelesen haben muss!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Anleitung zur wirtschaftlich nachhaltigen Lebensgestaltung, 13. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Am System sei etwas faul – zu dieser Auffassung kommen mehr und mehr Menschen, die wachsende Schuldenberge soweit das Auge reicht, wachsende Vermögensdivergenzen, unnachhaltiges Wirtschaften, exorbitante Erträge im Finanzsektor in Hausse-Zeiten und die Vergemeinschaftung von Verlusten dieses anscheinend insolvenzgeschützten Sektors in Krisenzeiten beobachten. Jedoch fällt es den Allermeisten schwer zu identifizieren, wo konkret der Hund begraben liegt, und so entstehen reaktionäre Gesinnungen, die vom Konsum über den Zins, das Geld, das Spekulieren, den Wettbewerb und das Profitstreben bis hin zur arbeitsteiligen Gesellschaft alles an den Pranger stellen. Ein Bedürfnis nach einfachen Gegenkonzepten geht oftmals einher.

Die drei Autoren versuchen, mithilfe der Rückbesinnung auf die Denktradition der Österreichischen Schule der Nationalökonomie Licht ins Dunkel zu bringen. Diese Tradition kam in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in den Glanzzeiten des alten Wiens auf, als dieses sich in vielen Bereichen von Wissenschaft und Kultur als globales Zentrum herausbildete. Ihr liberaler Ansatz, wirtschaftliche Probleme wertneutral zu analysieren und für die individuelle Freiheit einzutreten, führte in den sich ideologisch aufheizenden Zeiten dazu, dass sie in ihrer Wahrnehmung stets hinter die sich ideologisch positionierenden Strömungen zurückfiel, die das Feld an der Seite der jeweils angesagten Politik beherrschten.
Dass eine Krise wie diejenige, die 2007 über die Welt hereinbrach, als ein Falsifizierungsindiz der vorherrschenden Lehrmeinung angesehen werden könnte, empfanden nur wenige derer Anhänger; einer dieser wenigen ist zum Beispiel der Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Thomas Mayer, der in dieser seiner „ökonomischen Midlife-Crisis“ die Österreicher für sich entdeckte, da diese Antworten auf die einfachen Fragen zu geben imstande seien (z.B. Was ist Geld? Was ist Zins?).
Während der zeitgenössische ökonomische „Mainstream“ (gegen den die Österreichische Schule im vorliegenden Buch klar abgegrenzt wird) starre Annahmen trifft, um quasi wie auf Grundlage von Naturgesetzen hochkomplexe mathematische Berechnungen anzustellen, wurzelt die Österreichische Schule mit ihren von Carl Menger aufgestellten vier methodologischen Säulen – Subjektivismus, Marginalismus, Individualismus sowie Realismus – auf der kausalen Analyse der Entscheidungen von Einzelpersonen (im Gegensatz zu Aggregaten/Massen), die auf niemals vollständig berechenbare Weise aufgrund ihrer subjektiven Bewertung von Entscheidungsalternativen agieren. Der Typus Forscher, der in der im orthodoxen Betrieb seinem Handwerk nachgeht, ist der des „Nerd“ oder „Sozialingenieur“, der sich zunehmend im Fachgebiet spezialisiert und teilweise des Anspruches einer wirtschaftspolitischen Relevanz zu Gunsten einer theoretischen Ästhetik entrückt ist. Der typische Ökonom hingegen, der in der Tradition der Österreichischen Schule steht, nimmt sich unbedingt die Realität zur Messlatte, die er mithilfe eines interdisziplinären Bildungshorizontes ganzheitlich zu erfassen sucht. So verstanden ist die Ökonomik Teilgebiet der Praktischen Philosophie.

Die drei Autoren sind mit dem Anspruch angetreten, brauchbare Prinzipien für die Anlagepraxis aus der Denktradition der Österreichischen Schule zu extrahieren. Dafür wurde es als notwendig erachtet, Nämliche dem Leser erst einmal vorzustellen. Bereits im ersten Kapitel wird dann schon deutlich, dass – wenn man von der Lektüre spitzfindige Tricks erwartet hatte, um schnell Spekulationsgewinne von den Märkten abzuschöpfen – man enttäuscht werden müsse. Denn der Realismus der Österreicher beutet eine „Rückführung von ökonomischen Werten auf realen Nutzen für reale Menschen“ (S.30). In der Partizipation am Massenhype von Ponzi-Spielen (Blasen) mag zwar ein gewisses Potenzial für Spekulationsgewinne für den Einzelnen stecken, jedoch werde dort kein reales Kapital gebildet, Erträge würden nur durch neue Einzahler generiert – folglich entstehe keine nachhaltige Wertschöpfung und somit kein realer Nutzen für die Gesellschaft als Ganze. Seine Entsprechung finde das „Austrian Investing“ eher im längerfristigen Engagement des „Value Investing“, gemäß dem gekauft (verkauft) wird, wenn der subjektive Wert eines Titels höher (tiefer) als sein Marktpreis ist. Es wird also schon zu Beginn des Buches ein Werteparadoxon des „Austrian Investing“ konstatiert, welches sich durch kleinere Renditen durch das Abwägen zwischen kurzfristigen, materiellen und langfristigen, ethischen Aspekten kennzeichne.
Nachher widmen sich die Autoren der „Wohlstandsillusion“ unserer Tage. Man überschätze den gegenwärtigen Wohlstand, der mehr Bluff sei als substanziell; bspw. gäben die kruden Wachstumszahlen, die quantitatives Wachstum, aber kein qualitatives an. Wohingegen in früheren Finanzsystemen gegenwärtige Investitionen nur mit Ersparnissen getätigt werden konnten – so wie es auch die Österreichische Schule für die einzig nachhaltige Weise ansieht –, greife man heute durch gewiefte Finanzprodukte und Bilanzierungsmethoden auf die Erträge der Zukunft vor. Zudem führe die Niedrigzinspolitik der Notenbanken zu niedrigeren Sparanreizen und zu übermäßigem „Konsumismus“ im Vergleich zum „natürlichen“ Marktzins sowie zum Anstoßen von andernfalls unlukrativen Investitionsprojekten, die eben nicht durch entsprechend zurückgehaltene Ressourcen gedeckt seien. Zudem würden statt realer Investitionen in Produktionskapital mehr und mehr Finanzinvestitionen getätigt. Die Produktionsstruktur wird, auch mitsamt ihrer Verzerrungen, anhand des Hayek'schen Dreiecks erklärt.
Solange das Vertrauen der Marktteilnehmer diesen Prozess begleite, könne dies zu zu Wachstum. Dieses sei jedoch nicht nachhaltig, da sich früher oder später die Ressourcendefizite offenbarten und es komme zum Zusammenbruch der verzerrten Produktionsstruktur, Abschreibungen müssten vorgenommen werden. Deflationäre Korrekturen würden dann die Chance wirtschaftlicher Gesundung bergen; jedoch zum Preis einer schweren Depression. Dabei sei ein voller Durchschlag der Krise nach der Pleite von Lehmann Brothers durch Eingriffe der Zentralbanken verhindert worden, was aber vor allem ein Hinausschieben der Problemlösung darstelle.
Gemäß der Österreichischen Schule würden in der idealen Wirtschaft bei natürlichem Zins keine Konjunkturzyklen auftreten. In Analogie zum menschlichen Körper träten diese auf als „Überfütterung“ und „Nachhungern“ der Wirtschaft durch das aktive Eingreifen in den Wirtschaftsprozess durch die Zentralbanken. Diese könnten die Geldproduktion jedoch nur mittelbar steuern, da letztendlich der größere Teil der Geldmenge von den Banken in Form von Giralgeld, also durch Kreditvergabe, erzeugt werde. Die Geldmengenausweitungsbestrebungen der Zentralbanken (inflationär) könnten also Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe (deflationär) konterkariert werden: diesen Prozess beschreiben die Autoren als „monetäre“ Tektonik. Das Ziel der Zentralbanken, Investitionen in Kapital und dadurch eine realwirtschaftliche Wertschöpfung anzustoßen, könne zudem dadurch misslingen, dass das neu geschöpfte Geld in liquide Finanzwerte angelegt werden könnte und dadurch nicht wirklich investiert, sondern geparkt würde. Dies führe u.a. dazu, dass die Vermögenswerte in die Höhe schnellten, wovon vorrangig jene profitierten, die vermögend bzw. nahe an der Geldschöpfungsquelle seien. Während die „offizielle Inflationsrate“, die die Teuerung eines repräsentativen Konsumgüterkorbes angibt, also niedrig oder gar negativ sein könne, finde eine partielle Inflation im Bereich der Vermögenswerte statt, die tendenziell die ohnehin schon Wohlhabenderen begünstige (Cantillon-Effekt).
Das Überspringen der Vermögenspreisinflation kann sowohl ausbleiben als auch schlagartig passieren, da in Zeiten von Instabilität kleine Ursachen große Wirkungen entfachen können. Die Autoren zeichnen daher Hyperinflation und Hyperdeflation als potenzielle Szenarien für die mittelfristige Zukunft; diese seien laut Antal Fekete lediglich „zwei Seiten desselben Pendels“ (S.154).

Die Stärke der Österreichischen Schule bestehe für den Anleger darin, ungesunde makroökonomische Entwicklungen identifizieren zu können, denen auf Kurz oder Lang eine Gesundung bzw. Korrektur durch eine Krise folgen muss. Allein den konkreten Zeitpunkt dafür könne man nicht voraussagen. Schließlich ist es stets eine Kleinigkeit, die in instabilen Systemen eine Lawine auslösen kann und die sich in komplexen Systemen der Vorhersagbarkeit entzieht.
Drum bauen die Autoren ihre Anlagephilosophie in den letzten beiden Kapiteln auf der Idee auf, für die gesamte Bandbreite an Zukunftsszenarien gewappnet zu sein. Hierzu diene die Streuung durch ein Portfolio. Anlage, die eben nicht nur ein „Riskieren liquider Mittel“, sondern eine „Frage der wirtschaftlichen Lebensgestaltung“ sei (S.169), umfasse daher nebst dem bereits angesprochenen „Value Investing“ für den österreichischen Anleger auch den „Werterhalt“, den „wertorientierten Konsum“ und das „wertorientierte Stiften“. Hierfür stellen die Autoren eine kurze Apologie des Sparens, der Profite und der Zinsen voran, ehe sie die fünf Dimensionen vorstellen, die im „philosophischen Portfolio“ des „Austrian Investors“ unterschieden werden: Horten, Investieren, Konsumieren, Stiften und Spekulieren.
Unter Horten sei der „Werterhalt liquider Mittel, die Handlungsfähigkeit gewährleisten“ (S.194) zu verstehen. Hierfür eigneten sich Vermögensklassen, die sowohl liquide (=absatzfähig) als auch souverän (=unabhängig von künstlicher Entwertung und Belastung) seien.
Investieren bedeute hingegen, Kapital/Aktiva (=einkommensbringende Vermögenswerte) aufzubauen und das gelänge am besten dort, wo man persönlich Informationsvorsprünge vor der breiten Masse habe, insbesondere bei der eigenen Wertschöpfung. Die zentrale Unternehmerfrage „Was wird den Menschen morgen fehlen?“ solle hierbei unter Berücksichtigung der eigenen Umstände/Präferenzen Priorität haben.
Der langfristige Konsum, der zunächst auch apologetisch gegen den Konsumismus verteidigt wird, sei letztendlich das des Sparens und hier raten de Autoren zu bewusstem Konsum, der einerseits Nachfragesignale an eine nachhaltige Produktionskette sende, und der andererseits langlebig, qualitativ, zeitlos und nachhaltig freudestiftend für das eigene Wohl sein solle.
Die Autoren raten dazu, das Suchen nach Kapitalerträgen durch Spekulation entweder durch Wissen, Erfahrung, Intuition und durch Talent gedecktes Agieren zum Beruf zu machen, wodurch man Marktfehler aufdecken könne, oder es als Hobbyspekulant mit einem strikt begrenzten Budget, das dem Konsumbudget stammen sollte, zu Lernzwecken zu betreiben.
Zu guter Letzt raten die Autoren dazu, einen Teil des Einkommens zu stiften und dadurch Werte aufzubauen, die über den eigenen Nutzen hinausgehen und an keine Renditeerwartungen gekoppelt seien.
Schließlich leiten die Autoren ein sogenanntes „philosophisches Portfolio“ ab, gemäß dessen ein Vermögen nachhaltig angelegt sei: hierbei verfielen 30% auf liquide Horte, 30% auf Kapital, 30% auf langlebige Konsumgüter und 10% auf Stiftungen.
Im letzten Kapitel wird schließlich noch ein Überblick über die Österreichische Anlagepraxis gegeben. Zunächst wird ein „Permanentes Portfolio“ vorgestellt, das zu jeweils 25% aus Gold, Bargeld, Aktien und Anleihen besteht und die vier Szenarien inflationäres Wachstum, disflationäres Wachstum, deflationäre Stagnation und inflationäre Stagnation ausgleichend abdeckt. So seien zwar keine exorbitanten Renditen, dafür langfristig stabile bei geringer Volatilität zu erwarten. Daraufhin stellen die Autoren verschiedene Anlageklassen und Analysemethoden vor, um dem Leser ein einführendes technisches Handwerkszeug für das aktive Vermögensmanagement mit auf den Weg zu geben.

Insgesamt handelt es sich für meine Begriffe um ein sehr gelungenes Buch, mag für manch einen die Vorstellungen von Wirtschaft neu ordnen und die eigene Lebensgestaltung bis tief in den Alltag hinein hinterfragen. Ja, eine regelrechte Lust zum nachhaltigen Sparen, Investieren und Konsumieren wird entfacht. Denn diese elementaren Tätigkeiten werden mithilfe der Österreichischen Denktradition von einem verklärten und oft pejorativ Beigeschmack geläutert. Der geerdete, menschliche Ton, der das Buch durchzieht, ist sehr wohltuend und zeigt, dass es auch in der oft gescholtenen Zunft der Portfoliomanager Vertreter mit redlichen Ansichten geben kann (was teilweise auch damit einhergeht, dass man sich nicht durch eine geschwollene Vermathematisierung als vermeintlicher Fachmann aus der Diskussion zieht, die alle etwas angeht).
Ob nun der einzelne Kleinsparer, der grundsätzlich an wirtschaftlichen Zusammenhangen Interessierte, der professionelle Investor oder der VWL-Studierende, der bislang lediglich dem offiziellen Curriculum gefolgt ist – für sie alle kann die Lektüre dieses Buches viele wertvolle neue Erkenntnisse und Denkanstöße liefern.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser geht es nicht!, 18. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Die nicht enden wollende Schulden- Währungs- und Finanzkrise und der vollständige Bankrott der Mainstreamökonomie, bereiten den Boden für eine Renaissance der Österreichischen Schule der Volkswirtschaftslehre". Von ihr wird von immer mehr Menschen erwartet, Erklärungen für die aktuellen Verwerfungen zu liefern und mögliche Auswege zu beschreiben. Fragen eines erfolgreichen Anlegerverhaltens in Zeiten zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit, ist das vorliegende Buch, dessen Autoren auf dem Boden der Österreichischen Schule" stehen, gewidmet. Die Zusammenarbeit des brillanten Wirtschaftsphilosophen Rahim Taghizadegan, Gründer des Wiener Instituts für Wertwirtschaft, mit zwei Investmentprofis, Ronald Stöferle und Mark Valek, die als Fondsmanager bei der Liechtensteinischen Anlage- und Vermögensverwaltung Incrementum tätig sind, ist auf der ganzen Linie gelungen.

In einem ausführlichen ersten Teil werden unter anderem die wesentlichen Teile des Ideengebäudes der Österreichischen Schule, das herrschende Geldsystem und dessen Geschichte, sowie die Entstehung von Konjunkturzyklen beschrieben. Auch auf die Phänomene Inflation und Deflation wird ausführlich eingegangen, wobei auf die Erläuterung der einer Verschleierung der monetären Entwicklung Vorschub leistenden Bedeutungsänderung der beiden Begriffe nicht vergessen wird. Daß aufgrund monetärer Tektonik", die durch gegenläufige Tendenzen der Geldpolitik der Zentralbanken einerseits und der Geschäftsbanken andererseits entsteht, der Grat immer schmaler wird, auf dem das herrschende Schuldgeldsystem seine Pyramiden baut, wird in einer auch für Laien verständlichen Weise dargestellt.

Nach einer Beschreibung der herrschenden finanziellen Repression", die man kurz und bündig als Sparerenteignung bezeichnen könnte, werden die weiteren, uns möglicherweise schon recht bald ins Haus stehenden Szenarien wie Hyperinflation, Hyperdeflation, Stagflation und die Einführung von Zwangsabgaben erläutert.

Danach widmen sich die Autoren Fragen der Anlagephilosophie, die aus österreichischer" Sicht beantwortet werden. Detailliert wird auf die Moral des Sparens an sich und dessen technische Formen eingegangen. Am Ende dieses Abschnitts steht die Empfehlung eines philosophischen Portfolios".

Im letzten Teil geht es, nach der Vorstellung eines in der Vergangenheit sehr ertragreichen permanenten Portfolios" um die Aufzählung verschiedener Anlageinstrumente und deren Beurteilung hinsichtlich ihrer Tauglichkeit für den privaten Anleger. Die österreichischen" Empfehlungen erscheinen konservativ: Hoher Barmittelanteil, hoher Prozentsatz von Edelmetallen, Beteiligungen nur an sicheren" (d. h. eigenkapitalstarken, mit hoher Wertschöpfungskapazität ausgestatteten) Unternehmen, Verzicht auf rein spekulative Anlagen sowie der Grundsatz Schuldenabbau vor Investition.

Wer Patenrezepte mit Gewinngarantie erwartet, wird von dem Buch enttäuscht sein. Dafür muß man sich schon an jene Marktschreier und Investmentgurus wenden, die entsprechende Versprechungen abgeben. Dafür wird indes eine profunde Analyse des Status quo und des Weges, der dahin geführt hat geboten und der Blick auf die Grundsätze nachhaltigen Wirtschaftens und des Vermögensaufbaus gerichtet.

Die österreichische Schule ist stark in der qualitativen Analyse. Sie kann sehr genau beschreiben, in welcher Richtung sich eine Ökonomie unter bestimmten Rahmenbedingungen entwickeln wird. Sie kann jedoch - auf Grund der Vielzahl der Variablen und der Menge die Entwicklung jeder Wirtschaft bestimmenden Menschen (mit täglich wechselnden Präferenzen) keine quantitative Prognose abgeben (also zum Beispiel, zu welchem Zeitpunkt ein monetär entfachter Boom zu Ende gehen und in welchem Maße die darauf folgende Rezession sich auf konkrete Investitionen auswirken wird).

Die Lektüre des Buches bietet dem an einem langfristigen finanziellen Engagement interessierten Anleger jedenfalls einen Gewinn. Die tiefgehende Darstellung der für jede Anlage entscheidenden Grundlagen unseres Wirtschaftssystems, lenkt den Blick auf die für einen langfristig denkenden Investor entscheidenden Überlegungen. An schnellem Geld" interessierte Zeitgenossen sollten dagegen sollten sich nicht mit der Lektüre dieses Buches aufhalten, sondern eher den Besuch des nächstgelegenen (Finanz-)Casinos ins Auge fassen. Einen interessanteren Lesestoff für die bevorstehende Urlaubszeit in einer Phase großer wirtschaftlicher Unsicherheit gibt es nicht!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rüstzeug für eigene Investmententscheidungen, 6. Februar 2015
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Obwohl der Platz vor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universtät Innsbruck den Namen eines der wichtigsten Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie (Eugen von Böhm-Bawerk) trägt, wurde diese Denkrichtung während meines seinerzeitigen Studiums der Volkswirtschaftslehre beinahe sträflich vernachlässigt. Doch angesichts der ausufernden Staatsschuldenproblematik und der exzessiven Geldmengenausweitung durch die Notenbanken bei gleichzeitig anhaltender Krise des Finanzsystems gewinnen die Theorien der „Austrians“ um Böhm-Bawerk, Menger, Mises und Hayek zunehmend an Aktualität. Für mich als gelernten „Keynesianer“ bedeutet es natürlich, über den Gartenzaun zu blicken und so manche gewohnte Denkmuster zu hinterfragen.

In dem Buch „Österreichische Schule für Anleger“ fassen die Autoren die wichtigsten Ansätze der „Austrians“ zusammen und kommen über eine treffende Analyse des heutigen Geld- und Finanzsystems zu wertvollen strategischen Schlussfolgerungen für die Kapitalanlage. Das Buch ist verständlich geschrieben, klar strukturiert und hat einen hohen Nutzwert, indem es als Rüstzeug für eigene Investmententscheidungen betrachtet werden kann. In vielen Passagen schwingt die Begeisterung für die Erkenntnisse der „Austrians“ mit. Das spricht aber nicht gegen das Buch sondern vielmehr für die Authentizität der Autoren.

Ich bin auf das Buch „Österreichische Schule für Anleger“ bei einem Seminar der Autoren Ronald P. Stöferle und Mark Valek zum Thema Gold & Silber gestoßen. Sowohl Buch als auch Seminar seien jedem an Geldanlage Interessierten ans Herz gelegt. Diese Investments zahlen sich allemal aus!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Jeden, 3. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch der Österreichen Schule der Nationalökonomie den Bekanntheitsgrad verschafft, den diese Schule verdient, vor allem für Anleger. Die Autoren schaffen es die Prinzipien der Verfechter wie Hayek und Mieses und vielen mehr verständlich zu erklären. Viel entscheidender ist jedoch, dass sie die schwere Verbindung der Theorie mit der Geldanlage verbinden und das auch noch außergewöhnlich gut. Das Werk sollte meiner Meinung nach in keiner Sammlung fehlen, da es vor allem alternative Ansätze und Strategien beinhaltet, die einem Anleger einen Vorsprung bringen können in Zeiten, die so stark von keynesianischen Entscheidungsträgern geprägt sind.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert für alle Anleger, auch für diejenigen, die die Österreichische Nationalökonomie bereits kennen, 4. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Buch erschließt sich dem Leser nicht nur eine Anleitung, wie Vermögen investiert werden kann, es beleuchtet auch - und das macht es in dieser Form zum Alleinstellungsmerkmal - die Stellung, die das Investieren im Leben eines Menschen einnimmt. Das in etwa Zwei Dritteln des Buches dargestellte große Bild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Situation nimmt den Leser heraus aus dem täglichen Einheitsbrei und versetzt Ihn in die Lage, das aktuelle Geschehen quasi von einer souveräneren Pektive aus zu beurteilen. Gedanken zu unserem Geldsystem, zu den horrenden, aus dem Nichts erschaffenen Schulden oder zum Sparen und Konsumieren führen den Leser spielerisch dorthin.
Diejenigen, die die österreichische Nationalökonomie noch nicht kennen, haben gute Chancen, eine völlig andere Sichtweise des Investierens zu erfahren. Hierbei seien vor allem auch Aha-Effekte jenseits des rein Monetären erwähnt.
Aber auch für eingefleischte "Österreicher" ist die Art und Weise, wie die Autoren Sachverhalte abwägen und interpretieren, faszinierend; Sachverhalte, die als gedankliche Fundamente längst geistig zementiert schienen.
Das letzte Drittel wird in Bezug auf Anlageklassen konkreter, die weitaus größere Wirkung insbesondere auf das "geistige Vermögen" erzielen sicherlich die ersten gut zweihundert Seiten.
Ein Buch, das nicht nur gewinnbringend liefert, sondern zur Eigenverantwortlichkeit in Sachen Investing führt.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr „Österreicher“ als mir bewusst war…, 5. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Österreichische Schule für Anleger: Austrian Investing zwischen Inflation und Deflation (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Begriff „Österreichischen Schule“ hatte ich persönlich vor dem Studium dieses Buches wenig am Hut, in erster Linie interessierte mich eine vermeintlich neue Perspektive für Anleger. Da ich unter anderem mehrere Bücher von Jim Rogers und Marc Faber gelesen habe, war ich grundsätzlich mit dem Mindset, welches hier vertreten wird vertraut, mir war jedoch vorher nie bewusst dass beispielsweise Marc Faber Ansichten der Österreichischen Schule der Nationalökonomie vertritt.
 
Da mir die theoretischen Grundlagen dazu fehlten, war das im Buch vermittelte Wissen mit meinem Kenntnisstand komplementär und hat mir persönlich sehr geholfen diese Sichtweise neben anderen Anlagephilosophien einzuordnen. Streckenweise ist das Buch provokant und zeitweise auch philosophisch, es ist aber jedenfalls dienlich einen ganzheitlicheren Blickwinkel von Veranlagung und Geldsystem einzunehmen. Ich glaube die Autoren haben Recht, wenn Sie behaupten, dass derzeit das Verständnis um das Geldsystem für Anleger von besonderer Bedeutung ist. Ich war zum Beispiel fasziniert, dass das in einem Kapitel behandelte Thema der „Sonderziehungsrechte“ bislang völlig an mir vorbei gegangen ist, obwohl ich sehr an volkswirtschaftlichen Themen sehr interessiert bin.
 
Auch wenn die Anlagetipps nicht all zu konkret sind empfehle ich jedem Anleger die Lektüre des Buches.
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