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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Wirtschafts)geschichte wiederholt sich doch, 19. Februar 2014
Von 
Volker M. - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 10 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Das Ziel der Wirtschaftswissenschaften sollte es sein, Probleme im Ganzen zu analysieren und nicht nur in Teilen. Das bedeutet, dass neben den unmittelbaren auch die langfristigen Auswirkungen eines Handelns zu berücksichtigen sind und zwar nicht nur für eine, sondern für alle Gruppen der Gesellschaft.
Diese - letztendlich einfache - Botschaft transportiert Henry Hazlitts in seinem erstmals 1946 erschienenen Buch "Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft". Eine Botschaft, die in Bankenkreisen heute wahrscheinlich einen Heiterkeitsanfall auslöst.

Henry Hazlitt (1894 - 1993) war ein amerikanischer Ökonom, Journalist, Literaturkritiker, Philosoph - neben einer Reihe anderer Berufe in seinem Leben. Er ist ein Vertreter der "Österreichischen Schule der Nationalökonomie", die den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt stellt und gegen staatliche Eingriffe votiert. Hazlitts Buch ist aber nicht die verkopfte Vision eines Wissenschaftlers im Elfenbeinturm, sondern richtet sich ausdrücklich an Laien ohne wirtschaftliche Vorkenntnisse.

In 24 Kapiteln zeigt Hazlitt allgemeinverständlich wirtschaftliche Grundregeln auf und die Folgen, die sich ergeben, wenn man diese ignoriert. Er analysiert dabei vor allem Irrtümer, die so weit verbreitet sind, dass sie schon als gültige Lehrmeinung angenommen und nicht mehr hinterfragt werden. Eine große Mitschuld hieran tragen vermeintliche Wirtschaftsexperten, deren Qualifikation manchmal nur ein mediengerechtes Auftreten ist. Sie verkaufen in der Öffentlichkeit ihre halbgaren Thesen schlichtweg lauter als ihre ernsthaften Kollegen, denn die Wahrheit ist oft kompliziert und dem Normalbürger kaum vermittelbar. Die Populisten berücksichtigen meist nur die direkten Auswirkungen einer geplanten Maßnahme oder betrachten isoliert eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe.

Hazlitts Themen sind vielfältig und auch heute noch relevant: Warum werden Staatsausgaben als Allheilmittel zur Lösung aller wirtschaftlichen Probleme angesehen? Diese Frage ist seit der Finanz- und Eurokrise aktueller denn je, denn Regierungen, die unbegrenzt ihr eigenes Geld gedruckt haben, sind bisher immer im Staatsbankrott oder einer galoppierenden Inflation gescheitert. Letztlich müssen alle Staatsausgaben aus dem Steueraufkommen bezahlt werden - selbst die Inflation ist eine Sonderform der Besteuerung und zwar eine besonders heimtückische. "Sparen ist in der heutigen Welt nur eine andere Form des Ausgebens." Das bestätigt sich heute mehr denn je, seit künstlich niedrige gehaltene Zinssätze deutlich unter der Inflationsrate liegen und das Kapital aufzehren - also ausgeben.
Hazlitt beschreibt ausführlich, was passiert, wenn der Staat Einfluss auf das Preissystem nimmt. Auch das bei uns derzeit heiß diskutierte Thema Mindestlöhne - eine Sonderform des staatlichen Eingriffs auf den Preis, und zwar für die Arbeitsleistung - wird näher betrachtet: "Je ehrgeiziger ein solches Gesetz ist, je mehr Arbeiter es erfassen will, desto sicherer übertreffen seine nachteiligen Auswirkungen die möglichen guten Folgen.".
Aber auch bei anderen Themen wie Staatskrediten, Mietpreisbindung oder Branchenrettung glaubt man, einen Blick in die aktuellen Nachrichten zu werfen. Dass dieses Buch 1946 geschrieben wurde, merkt man dabei weder inhaltlich noch sprachlich.

Kurzweilig, verständlich und an keiner Stelle missionarisch gelingt es Hazlitt populäre Ökonomieirrtümer zu widerlegen. Eine Verteidigungsschrift für die freie Marktwirtschaft, die wieder einmal deutlich macht, dass die Probleme von heute letztlich immer noch die Probleme von gestern sind. Mit einem Unterschied: Heute geht es um Dimensionen, die auch ein Hazlitt sich nicht im Traum vorstellen konnte.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aktuell wie zur Ersterscheinung anno 1946, 12. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch wurde erstmals im Jahre 1946 unter dem Titel Economics in One Lesson" veröffentlicht. Nun liegt es - in seiner 30 Jahre später verlegten, aktualisierten Neuauflage, auch in deutscher Sprache vor. Der Autor, Henry Hazlitt, ein liberaler US-amerikanischer Journalist mit starker Affinität zur Ökonomie, bewegt sich mit seinen Thesen auf den Spuren der Arbeit Was man sieht und was man nicht sieht" des französischen Ökonomen Frédéric Bastiat. Der Blick fürs ganze Bild, so dessen Urteil, unterscheidet den guten vom schlechten Ökonomen. Letzterer konzentriert seine Beobachtungen auf lediglich einen Aspekt einer (wirtschafts-)politischen Maßnahme und übersieht dabei die zeitgleich dadurch in anderen Sektoren bewirkten Folgen und auch deren langfristige Konsequenzen. Bastiats berühmt gewordener Trugschluss von der eingeschlagenen Scheibe" dient Hazlitt als Ausgangspunkt für seine Überlegungen.

Anhand zahlreicher Beispiele weist er nach, daß jeder hoheitliche Eingriff ins Wirtschaftsgeschehen dauerhafte Folgen nach sich zieht, die der Volkswirtschaft in ihrer Gesamtheit so gut wie immer zum Nachteil gereichen. Ob bei der Festsetzung von Warenpreisen oder Löhnen; Ob bei der Regulierung des Wohnungs- oder Arbeitsmarktes; Ob bei der Rettung" kranker Unternehmen und Branchen oder mit der Einführung von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen; Stets kommt es damit zu Marktverzerrungen, die einer Minderheit (oft genug nur vorübergehend) Vorteile auf Kosten der Mehrheit verschafft. Diese hat dafür - auf welche Weise auch immer - zu bezahlen. Künstlich hoch gehaltene Preise für Agrarprodukte etwa, nutzen nur der Minderheit der Bauern, schaden aber der Mehrheit der Konsumenten, denen nun weniger Mittel für anderweitige Ausgaben verbleiben. Kein Bürokrat vermag faire" Preise oder Löhne derart treffsicher festzusetzen, wie ein freier Markt. Daher führt jeder einschlägige Versuch zur Fehlallokation von Ressourcen und damit zu einer relativen Schlechterstellung der gesamten Volkswirtschaft.

Die Konzentration der Wirtschaftspolitik auf bestimmte Wirtschaftszweige oder Preise, auf eine zu beschützende Branche oder Personengruppe, lässt die Interessen desjenigen völlig außer Acht, der dafür aufzukommen hat. Er ist buchstäblich der vergessene Mann". Man sieht zwar die durch Importzölle vor ihren ausländischen Konkurrenten beschützten Arbeiter in der Textilindustrie oder im Kohlenbergbau, übersieht aber die mit diesem Eingriff in den Markt benachteiligten Tischler, Bäcker und Schuster, die nun höhere Preise für Bekleidung und Heizmaterial zu bezahlen haben. Man sieht zwar den mittels Sozialhilfe vor materiellem Mangel bewahrten Wohlfahrtsstaatsklienten, übersieht aber den zu seinen Gunsten um die Früchte seiner Arbeit gebrachten, hart arbeitenden Angestellten oder Unternehmer.

Die aus all diesen Beobachtungen resultierende Erkenntnis lautet: Das Problem im Ganzen zu sehen und nicht in Bruchstücken, das ist das Ziel der Wirtschaftswissenschaft." Politisches Wollen kann ökonomische Gesetzmäßigkeiten nicht außer Kraft setzen. Wird es dennoch versucht, muß die Gesellschaft mit den - stets negativen - Konsequenzen leben...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1946 erstmals erschienen - und weiterhin brandaktuell, 17. Februar 2014
Von 
Treb Melsa (Absurdistan, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Hazlitts " Economics in one lesson",1946 erstmals in Englisch erschienen, ist die beste Einführung in die Ökonomie - sauber und unmissverständlich formuliert, insbesondere für jedermann klar und verständlich geschrieben.
Schon im Jahre 2009 war eine Neuauflage des Buches beim Olzog-Verlag erschienen. Diese war relativ schnell vergriffen, so dass dieses brillante Buch in Deutsch leider schnell wieder nicht greifbar war. Deshalb: Großen Dank an den Finanzbuchverlag für die Neuauflage in 2014.
Wer nicht weiß, dass das Buch schon im Jahre 1946 seine 1. Auflage hatte, der meint ein brandaktuelles Buch zu lesen: Alle Irrtümer und Fehler, die durch Staatsgläubigkeit(hörigkeit) zu »Armut, Not und Elend für Alle führen« und heute wieder (oder noch immer) »en vogue« sind, werden hier in leicht verständlicher Sprache abgearbeitet und widerlegt.
Ein wunderbares Buch für die Bürger, die wirklich etwas über Ökonomie lernen wollen und die dabei nicht auf die ewig gestrigen/staatsgläubigen Meinungsmacher, z. B.
- den »hochkarätigen Mainstream-Ökonomen« (die in der Regel das Lied des Staates, ihres direkten oder indirekten Dienstherren, singen),
- den »Wirtschaftsexperten, die in den qualitätsfreien Führungsorganen der deutschen Medienlandschaft das Lied des staatlichen Interventionismus trällern«
oder
- den angeblichen (besser scheinbaren!) »Wirtschaftsexperten des Politikbetriebes«
hereinfallen möchten.

Fazit: Dies ist ein Buch, das brillant über den staatlichen Machbarkeitswahn informiert und jedem interessierten Bürger, der sich durch Meinungsmacher und Politiker gegängelt fühlt, wärmstens zu empfehlen ist
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5.0 von 5 Sternen Vergessene Warnungen, 15. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft (Gebundene Ausgabe)
Das Buch von Henry Hazlitt sollte in jedem Bücherschrank stehen. Es erschien erstmals 1946! Dennoch ist es aktueller denn je. So ist staatlicher Interventionismus in Deutschland trotz des erwiesenen Scheiterns wieder in Mode. Über die schädlichen Auswirkungen von Mietpreisbremsen (S. 151f.) und Mindestlöhnen (S. 160f.), die die GroKo einführt, kann man sich hier bestens informieren.
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Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft
Die 24 wichtigsten Regeln der Wirtschaft von Henry Hazlitt (Gebundene Ausgabe - 14. Februar 2014)
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