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Kundenrezensionen

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am 23. März 2012
Ich konnte das Buch ausführlich vorab betrachten und habe meinen Kauf in keiner Weise bereut.
Es bietet hervorragende Grundlagenkapitel zur Blitzlichtfotografie mit sehr guten Beispielen. Hier werden auch kurz und verständlich Themen wie Kurzzeitsynchronisation mithilfe einer einfachen Grafik und entsprechenden Fotos auf den Punkt gebracht. Den expliziten Fokus auf manuelle Blitzeinstellungen und die Nichtbehandlung von TTL-Themen finde ich sowohl sinnvoll als auch nachvollziehbar.

Jorns will Handwerk vermitteln und keine Zufallserfolge.
Die Schwerpunkte seiner Arbeit eindeutig beim "Blick ins Buch" zu erkennen und ich bin ihm dankbar, dass Hochzeitsfotografie im Buch nicht betrachtet wird ;-)
Seinen Schreibstil finde ich überwiegend unterhaltsam, das Lesen macht mir Spaß. Störend sind die häufigen in Klammern gesetzten und teilweise länglichen Satzeinschübe. Sie machen den Text holperig.

Das Stichwortverzeichnis ist ziemlich umfassend, hat aber auch einige Lücken.
So bleibt beispielsweise der interessante Beitrag zu Funkauslösung versus Fotozelle auf S. 61 bleibt ohne zusätzliche Hilfsmittel unauffindbar. Schade.
Wahrscheinlich hilft hier nur der Fleiß des Autors, er kennt seine Themen am besten und könnte den Index am effektivsten gestalten - oder zumindest überprüfen.

Dass bestimmtes fotografisches Wissen vorausgesetzt wird, ist aus meiner Sicht in Ordnung.
Es erspart redundante Wiederholungen, die sonst einen guten Teil des Buches sinnlos füllen. Jorns weißt mehrfach und deutlich darauf hin.
Allerdings ist die schon in einer anderen Rezension kritisierte Empfehlung auf S. 75, einen Grundlagenkurs zu besuchen, falls man nicht auf die Lösung gekommen sein sollte, schlicht daneben - und lässt abermals Fragen am Lektorat dieses Buches aufkommen. Doch wer Dan Margulis (Photoshop Farbkorrekturen) überstanden hat, kann hier nur lächeln.

Was ich nicht so überzeugend fand.

Im Verlauf des Buches scheint die Genauigkeit der Informationen abzunehmen.
Fast so, als ob es schnell gehen musste.
Spätestens ab Kapitel 6 wird es sehr auffällig.

EXIF Daten
werden genannt und mal nicht. Mal ausführlich, mal weniger. Bei einigen Negativbeispielen könnten vergleichbare Informationen ebenfalls zum Lerneffekt beitragen. Die Angabe FX/DX bringt wenig weiter, wenn ich nicht weiß, mit welchem Format das Foto aufgenommen wurde.
Das Thema "welche Kamera" wird offensichtlich vermieden, einmal taucht die Monitoransicht einer Nikon D3 auf.
Wenn das die Grundlage ist, ist es zutreffend, dass Rauschen auch bei 800 oder 1600 ISO kein Thema ist. Jorns bricht zwar eine Lanze, Rauschen in 100 % Ansicht auf einem großen TFT-Bildschirm nicht überzubewerten. Trotzdem wirkt es wie ein Versteckspiel. Wozu?

Lichtformer
werden sehr ausführlich, auch unter Kosten-Nutzen-Aspekten, besprochen. Das bringt, im Vergleich zu vielen anderen Büchern, weiter und passt zu meinen Erwartungen an ein "Kochbuch".
Beim Beauty Dish bleibt aber einiges offen: Zu Größe und Farbe hätte ich auch Informationen und eine klare Empfehlung erwartet! Warum fehlen diese?

Kapitel 6 'Blitzen für Fortgeschrittene'

Farbfilter
zur Korrektur von Kunstlicht, bzw. zur Anpassung werden nur gestreift. Wer mehr wissen will, wird bei Tuck Kirk (Minimalist Lightning) fündig. Der Hinweis wäre ein Fortschritt. Oder aber ein Statement, warum es aus Autorensicht vielleicht weniger wichtig ist.

Aktfotografie
ist aus meiner Sicht das schwächste Kapitel, welches aber nur knapp 10 Seiten umfasst. Andere Autoren, zum Beispiel K. Hennig oder M. Zurmühle, haben hier wesentlich mehr zu sagen.
Das ausgewählte Model mit den extrem ausgeprägten unteren Rippenbögen wirkt, besonders im Profil, unästhetisch. Ihr Bild auf S. 243 könnte auch der Dokumentation einer körperlichen Missbildung dienen.

Im weiteren Verlauf, insbesondere in Kapitel 7, scheinen die Angaben noch spärlicher zu werden. Lichtskizzen lassen zwar u. U. darauf schließen, ob ein System- oder Studioblitz benutzt wurde. Meine Erwartungen an ein "Kochbuch" erfüllt das nicht.

Hier und auch anderswo wird erwähnt, dass 1-2 Grad bei der Ausrichtung des Blitzes entscheidend sein können. Ja, das weiß ich und jeder der Erfahrungen mit Striplights und Snoots hat.
Eine Information wie der Autor dieses Thema löst, insbesondere mit Systemblitzen, die kein mit Studioblitzen vergleichbares Einstelllicht haben, fehlt leider vollständig. Das ist nicht nur schade!

Fazit
Ob es sinnvoll ist, ein solches Buch als "Kochbuch" zu betiteln, sei dahingestellt. Aber die Wortwahl weckt Erwartungen, die nicht erfüllt werden.
Ja, Kochen muss ich selber, aber Einkaufslisten und Rezepte sollten vollständig sein! Falls es witzig sein sollte, ist dieser Witz bei mir nicht angekommen, genau so wenig wie "Strobi", der Versuch einer gesichtgewordenen Systemblitz-Karikatur.

Auch wenn die Kritik länger ausfällt als das Lob, finde ich das Buch weiterhin empfehlenswert.
Mich hat es in Sachen Blitzlichtfotografie einen wesentlichen Schritt weitergebracht und ich finde, Jorns hat zu diesem Thema was Wesentliches mitzuteilen.
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am 21. August 2014
Da ich mich eingehender mit dem Blitzen beschäftigen wollte, habe ich mich dazu entschieden, mir eine Lektüre zu kaufen,
in der ich auch immer mal wieder etwas nachschlagen kann.

Anfangs war ich eher skeptisch, weil ich sehr selten einen Blitz benutzt habe. Es gibt aber Situationen in denen gerade die Sonne einem einen Strich durch die Rechnung macht. Wenn ich gegen die Sonne fotografieren möchte, weil mir der Bildaufbau besser gefällt komme ich ohne Blitzt nicht aus.

Das Buch beginnt mit den Grundlagen und arbeitet sich weiter bis hin zu speziellen Blitztechniken, die man so im Alltag selten brauchen wird. Beim Lesen habe ich recht schnell gemerkt, dass für unschöne Blitzbilder, die ich bisher geschossen habe, nicht mein Blitz sondern ich alleine Schuld war. Nach dem ersten Kapitel ist man schon deutlich schlauer und kann grobe Fehler weitestgehend vermeiden.

Was mir an dem Buch sehr gut gefällt, sind die Beispielbilder und die Herangehensweisen an ein Motiv. Schritt für Schritt wird erklärt wie es zu dem Bild kommt. Ganz so, wie eben in einem Kochbuch erklärt wird, wie es zu dem Gericht kommt.
Man lernt in dem Buch einiges über Licht Stimmung eines Bildes. Es wird in dem Buch auch nicht geraten sofort extrem teures Equipment
zu kaufen, sondern es werden die meisten Bilder mit Material für unter zweihundert Euro gemacht.

Ich kann jedem nur den Tipp geben nicht auf Forenbeiträge zu achten, in denen grundsätzlich vom Blitzen abgeraten wird. Nachdem man das Buch gelesen hat, wird man die Sache ganz anders sehen.

Wenn ein Buch für mich eine solche Bereicherung darstellt, kann ich nur fünf Sterne vergeben.;)
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am 22. Juli 2012
Der Titel 'Das Blitz-Kochbuch - Kreative Blitzfotografie in der Praxis' und der Werbetext des Verlages suggerierten mir ein umfassendes Werk über die kreativen Möglichkeiten moderner Blitzgeräte für diverse Sujets. Wer so etwas sucht, sei vor Enttäuschung gewarnt: dieses Buch konzentriert sich auf ein ganz schmales Einsatzgebiet, nämlich die inszenierte(!) Personenfotografie unter kontrollierten Studiobedingungen. Andere Anwendungsfälle der Blitzfotografie bleiben ebenso ausgeklammert, wie die Nutzung moderner Blitzautomatiken, da diese für die hier behandelten Aufnahmesituationen keine Vorteile bieten und bei dedizierten Studioblitzanlagen auch gar nicht zur Verfügung stehen.

Wer sich aber ein stationäres oder mobiles Portraitstudio (auch für draußen) einrichten möchte und mit Blitzbelichtungsmesser, manueller Blitzsteuerung und dem gezielten Einsatz von Lichtformern schnell zu ansehnlichen Ergebnissen kommen möchte, findet hier einen sehr guten praktischen Leitfaden und Ratgeber für die notwendigen Anschaffungen. In diesem Buch dreht sich alles um das technische Verständnis und die gezielte Beeinflussung der Lichtführung bei Personenaufnahmen (Portrait, Ganzkörperportrait, Akt, Gruppen). Themen, die in anderen Büchern über Portrait und Personenfotografie viele Seiten füllen, bleiben hier außen vor: z.B. Make-Up, Posen, Ratschläge zur Kommunikation mit der porträtierten Person, Motivtipps zu typischen Events wie Hochzeiten, usw. Stattdessen nutzt der Autor den Platz, um die physikalischen Grundlagen, die Geräte, Schritt-für-Schritt Vorgehensweisen und mögliche Fehlerquellen ausführlich zu beschreiben und mit vielen Bildbeispielen zu illustrieren. In der Herausarbeitung teilweise subtil verschiedener Beleuchtungsvariationen erreicht er eine Tiefe in der Materie, die man so nirgends sonst findet und von der auch Fortgeschrittene noch etwas haben sollten.
Anstelle einer nochmaligen vollständigen Auflistung des Inhalts, hier nur meine meine persönlichen Highlights: mir haben besonders die Ausführungen über das Ausbalancieren von Blitz- und Umgebungslicht, über den Einsatz von Graufiltern, und natürlich über die Wirkungsweise der verschiedenen Lichtformer und deren Abstands zum Motiv was gebracht.

Unter einem Kochbuch stellt man sich üblicherweise eine Rezeptsammlung zum Nachschlagen vor. Dieses Blitz-Kochbuch ist aber eher zum Durchlesen geeignet. Es liest sich auch trotz des technischen Fokus recht flüssig, gelegentlich wird der Fluss durch lange Einschübe unterbrochen und man muss nochmal zurückblättern, wenn es dann im Hauptfluss weitergeht. Bestimmte, besonders wichtige Aspekte wiederholen sich im Lauf des Buches, teilweise mehrfach. Laut Autor dient das didaktischen Gründen, es macht es aber später schwierig, eine ganz bestimmte Stelle wiederzufinden.

Fazit: Zunächst war ich gar nicht zufrieden, weil das Buch, wie eingangs geschrieben, nicht das war, wofür ich es aufgrund der Beschreibung durch den Verlag hielt und was ich eigentlich suchte. Ich behalte ich es nun doch, weil es ein gutes Buch ist, das ich haben will, falls ich mich doch einmal intensiver der Studiofotografie zuwende. Offenbar geht der Trick des Verlagsmarketings auf...
Veralten wird das Buch sehr wahrscheinlich nicht, denn die hier beschriebene manuelle Blitz-Technik ist systemunabhängig und gibt es so schon seit über 40 Jahren.
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am 28. Mai 2012
Ich kann eine klare Kaufempfehlung für dieses Buch aussprechen. Das Buch lässt sich sehr gut lesen. Ich habe mich zum ersten mal mit dem Thema Aufsteckblitz beschäftigt und konnte wertvolle Tipps gewinnen. Gelungen finde ich die Abfragen am Ende der Kapitel um das Verständnis zu überprüfen. Der Autor erklärt die Charakteristiken der einzelnen Lichtformer und gibt wertvolle Tipps für die Anwendung. z.B. das die Nutzung des Aufsteckblitzdiffusor auch bei Gebrauch von anderen Lichtformer (z.B. einer Softbox) von Vorteil sein kann. Nach dem Lesen des Buches weiß man an welcher Stellschraube man drehen muss wenn ein bei einem Bild nur der Vordergrund beleuchtet ist. Interessant ist auch wie ich mit dem Aufsteckblitz und dem variieren der Entfernung den Hintergrund gestalten kann. Dies ist nur ein Beispiel, das erkennen lässt das der Autor auch das Budget von Hobbyfotografen berücksichtigt. So ist es nicht verwunderlich dass er eine Kaufempfehlung für einen multifunktionalen Lichtformer gibt.
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am 21. Juli 2012
KREATIVE BLITZFOTOGRAFIE IN DER PRAXIS

Ein Glück kenne ich die Fotobücher aus dem dpunkt-Verlag sehr gut ' das Titelbild hätte mich sonst definitiv vom Lesen abgehalten. Drei Bikini-Schicksen knietief im Wasser mit Systemblitzen in der Hand, darüber der Titel 'Das Blitz-Kochbuch'. Warum??

Sei's drum ' denn so viel sei verraten: Der Inhalt reißt den missglückten optischen Einstieg locker wieder raus!

LICHT ' GRUNDLAGE DER FOTOGRAFIE

Lichtrichtung, Lichtfarbe, Lichtcharakteristik ' die ersten Seiten widmen sich gekonnt den 'big three' der Blitzfotografie. Wer das Licht und seine physikalischen Gesetze verstanden hat, der ist schon auf halber Strecke zur gelungen Blitz-Aufnahme. Bisher ' das muss ich zugeben ' habe ich den theoretischen Teil jedweder Blitz-Literatur immer nur grob überflogen. Physik, das war schon in der Schule das ideale Fach zum Abwählen!

Diesmal habe ich das 'Anlesen' gewagt und siehe da: Andreas Jorns ist es gelungen, mir Wissen zu vermitteln, gegen das sich mein Gehirn lange gewehrt hat. Ein gekonnte 'Schreibe' vermittelt beim Lesen die notwendigen Fakten, ohne dabei wahlweise allzu flach oder allzu fachspezifisch zu werden.

GRUNDLAGEN DER BLITZFOTOGRAFIE

Bereits im zweiten Kapitel wird es praxisnah: Was sind überhaupt die Gründe für den Einsatz von Blitzlicht? Wie verhält es sich zum Umgebungslicht? Und durch welche Faktoren kann ich das Blitzlicht beeinflussen? Auf die letzte Frage gibt es übrigens mehr Antworten als ich vorher auf der Liste hatte. Ich wage daher zu behaupten, dass selbst 'gestandene' Fotografen (und ihre weiblichen Pendants) mit diesem Buch das ein oder andere Aha-Erlebnis erfahren werden.

ES MUSS NICHT IMMER KAVIAR SEIN

Angenehm aufgefallen ist mir, dass im 'Blitz-Kochbuch' praktische Lösungen sowohl für den großen wie auch für den kleinen Geldbeutel angeboten werden, z.B. im Kapitel über das Arbeiten mit Lichtformern. Klar hätten wir alle gerne die Reflektoren von 'Sunbounce' und den komfortablen 'Porty' im Repertoire. Oft genug genügt aber die Low-Budget-Lösung und so findet auch diese stets als Alternative Erwähnung. Super!

Übrigens: Thematisch etwas im Vorteil sind die Leser, die mit mit Systemblitz(en) arbeiten. Es werden aber immer wieder mal auch die Unterschiede zum Studioblitz oder die Alternativen für das Fotostudio angesprochen. Ein Artikel geht sogar konkret auf Studio-Umgebung und -Möglichkeiten ein.

DAS GEHEIMNIS DER DOPPEL-M-STRATEGIE

Pssst' Doppel-M-Strategie. Sagt Euch nichts? Zwei mal manueller Modus ' in der Kamera und im Blitz! Horror-Vorstellung? Fand ich vor dem Lesen dieses Buches auch. Mittlerweile habe ich mich aber vom Gegenteil überzeugen lassen! Das Herausragende am 'Blitz-Kochbuch' ist, dass es einem die Sicherheit vermittelt, die man braucht, um sich auf das Wagnis einzulassen, Aufnahmen mit Systemblitz nur noch manuell durchzuführen. Weil man nur so die volle Kontrolle über das Licht hat.

HOW DUNNIT?

Das letzte Kapitel ist nochmal ein echtes Schmankerl. Nachdem Ihr Euch ' hoffentlich ' konsequent durch das Blitzwissen gearbeitet habt, könnt Ihr hier ganz praktisch nachvollziehen, wie dieses oder jenes Foto entstanden ist. Macht großen Spaß!

FAZIT

Ihr seht mich begeistert! Exzellente Wissensvermittlung auf sehr unterhaltsamen 306 Seiten. Für mich momentan eines der besten Bücher über das Blitzen auf dem Fotobuch-Markt.

© Bianca Bender / spot-fotomagazin
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am 27. Januar 2012
War das erste Buch des Autors noch herstellerbezogen auf das Nikon CLS fokussiert, liegt jetzt mit seinem zweiten Buch ein herstellerunabhängiges "Rezeptbuch" zum Thema Blitztechnik und praktische Blitzanwendung vor. Und das Wort Rezept im Zusammenhang mit diesem Buch ist Programm, da es eine Sammlung von Anwendungsmöglichkeiten ist, die dem Einsteiger, aber auch dem Profi eine Werkstatt mit Anleitung zur Verfügung stellt, die in dieser Kompaktheit bisher einmalig zu diesem Thema ist!

1. Die Aufmachung des Buches...

ist, in einem festem Einband gefasst, solide und stabil. Das qualitativ hochwertige Papier bildet sowohl Schrift als auch Bilder in einer überragenden Qualität ab; hier bekommt das Wort "fotografisches Buch wieder seine angestammte Bedeutung! Die abgedruckten Beispielsbilder zeigen Kontrast, alle Farbabstufungen, aber auch feinste Nuancen in allen Farbtönen, so insbesondere in den Hauttönen der fotografierten Modelle.

2. Der Inhalt der einzelnen Kapitel...

ist logisch aufgebaut und durchdacht. In nachvollziehbaren Schritten schildert Andreas Jorns die Anwendung der Blitzfotografie anhand zahlreicher und nachvollziebarer Beispiele. Dabei wird der "Blitzeinsteiger" zu Beginn des Buches mit den Grundlagen der Lichtphysik vertraut gemacht und erfährt im Folgenden die Weiterführung in die Grundlagen der Anwendung von Blitzgeräten. Die darauf aufbauenden Kapitel führen Schritt für Schritt durch die einzelnden Anwendungsmöglichkeiten von Blitzgeräten in der praktischen Fotografie (indoor/outdoor), machen den Fotografen vertraut mit wichtigem und unverzichtbarem Zubehör in der Blitzlichtfotografie und münden in eine Rezeptsammlung und Zusammenstellung dieser Komponenten zu perfekten Blitzaufnahmen.

Nach einer Exkursion in angewandte Techniken für fortgeschrittene Anwender wird sodann der auch schon versierte Kenner der Materie in den Bereichen Akt und Low und High Key mit weiteren Tipps und Tricks aus professioneller Sicht für Profianwendungen versorgt.

Kapitel 7 schliesst das Buch mit nahezu 50 Seiten Tipps und Praxisthemen zu speziellen Herausforderungen in der Blitzfotografie und ist schon allein ein Highlight dieses Buches!

3. Fazit...

Dieses Buch wurde lange und spannend erwartet und in Online-Communities auch schon vorab diskutiert. Das Ergebnis ist nicht nur sehenswert, sondern resultiert letztlich in ein weiteres Standardwerk dieses Autors, das zu den wenigen Büchern zu zählen ist, die wirklich gelungen das schwierige Thema der effektiven, technischen und kreativen Anwendung von Blitzgeräten im täglichen Fotografenalltag erklären!
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am 14. Juni 2012
Nachdem ich schon seit gut einem Jahr mit Systemblitz experimentiere (und oft auf die Technik schimpfe) hier mein absoluter Quantensprung.
Blitzfotografie von Grund auf erläutert ohne sich im Detail zu verfangen. Pro und Kontra verschiedener Herangehensweisen werden detailiert ausgeführt.
Das Buch zeigt was gute Blitz - Bilder ausmacht und warum der Fotograf manuell Hand anlegen muß. Nach ein bis zwei Tests im eigenem Wohnzimmer kann ich nur sagen - absolut richtig was hier so geschrieben steht. Viele Einstellungen muß man sich selber "erarbeiten" und dafür gibt das Buch die richtigen Basics.
Didaktisch gut aufgebaut und locker geschrieben...und am Ende doch noch ein paar Rezepte zum nachblitzen - absolute 5 Punkte!!!
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am 17. März 2013
...für ambitionierte Fotografen ist einfach empfehlenswert. Die Anleitungen sind leicht nachvollziehbar und die Bildergebnisse spiegeln das Gelesene wieder. Auch wird nicht auf eine Blitzmarke abgestellt, sondern der Autor verhält sich sehr markenneutral. Wer mit Blitz bessere Bilder bekommen möchte, sollte dieses gute Buch lesen und dann auch die Tipps befolgen - klare Kaufempfehlung
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am 14. Januar 2013
Der People und Werbefotograf A.Jorns aus dem Raum Düsseldorf hat auf 306 Seiten gerade für diejenigen, denen das Fotografieren mit Blitzgerät und Blitzanlage immer schwer gefallen ist ein gutes Buch erstellt. Markenübergreifend bezüglich der Systemblitze und mit guten Tipps zu Blitzanlagen oder Einzelelementen hilft er gerade dem Anfänger weiter. Er zeigt sehr viele Beispielfotos, von gelungenen und weniger perfekten Beleuchtungssituationen. Diese sind durchgängig mit „ Blende, Verschlusszeit, ISO Wert und Blitzart bzw. Blitzaufbauhinweis“ versehen.
Viele Skizzen erläutern den Aufbau beim Shooting und in den einführenden Kapiteln sind Darstellungen von Fotogrundlagen und farblich unterlegte Kernaussagen hilfreich.
Das Buch ist sinnvoll in die folgenden 7 Kapitel unterteilt, zu denen ich Ihnen einige wichtige Stichworte der Unterkapitel zur schnellen Übersicht hinzufüge:

Kapitel 1: Licht, Grundlage der Fotografie
Lichtrichtung, L-farbe, L-charakteristk, L-raumtiefe

Kapitel 2: Grundlagen der Blitzfotografie
Blitzlicht / Umgebungslicht, Blitzlichteinfluss, Verschlusszeit, Wissenstest
Manuelle Blitzsteuerung, geignete Blitzgeräte

Kapitel 3: Das Arbeiten mit Lichtformern in der Praxis
Softbox u. Schirm, Snoot und Wabe, Reflektoren und Diffusoren, wann
setze ich was wofür ein??

Kapitel 4: Schritt für Schritt zur perfekten Blitzaufnahme
Umgebungslicht analysieren, Blitz und Umgebungslicht ausbalancieren,
Licht formen, Entfesseln des Blitzes

Kapitel 5: OFO und MFS – die 2 Techniken in der Blitzfotografie
OFO = One flash only, Arbeiten mit einem Blitz, auch indirekt, etc.
MFS = Multi flash Setups, Arbeiten mit mehreren Blitzen, Positionen, etc.

Kapitel 6: Blitzen für Fortgeschrittene
Aktfotografie, High Key, Low Key, Einfluss Weichabgleich

Kapitel 7: How dunnit? Beispiele aus der Arbeit von A.Jorns mit Tipps zu:
Rauchfotos, Perspektive, Locations, Dusche, Beauty, Gegenlicht,
Kantenlicht, Blitz und Unterbelichtung Hintergrund, Action, Kirmes, u.v.m.

In lockerer, gut lesbarer Schreibweise erläutert Jorns auch so wichtige Dinge wie die Wirkung von weichem und hartem Licht sehr ausführlich. Gerade der Durchlicht-schirm oder die Softbox für den Systemblitz sind auch bei knapper Kasse leicht zu erwerben. Der Hinweis, dass der Autor viele seiner Porträts mit nur einer Lichtquelle fotografierte, ermuntert auch den Amateur zur Kreativität ausserhalb eines Zugriffs auf ein perfektes Studio. Gelungen sind auch die vielen Bildbeispiele zum Blitzen von Personen in der Landschaft oder in ähnlichen Locations mit starker Unterbelichtung des Hintergrundes. Auch die Anleitungen zum Einbeziehen von natürlichen Hintergründen durch manuelle Blitzeinstellungen und das Verwenden der Offenblende sind gute Hinweise. Das auch heute noch ein Blitzbelichtungsmesser zur Blitzanlage gehört, wird eindrucksvoll belegt und beschrieben.
Ich habe durch dieses Buch viele Foto- und Blitztipps erhalten und kann es guten Gewissens weiterempfehlen.
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am 16. Dezember 2012
Der Titel und der Untertitel "Kreative Blitzfotografie in der Praxis" lassen ja vermuten, dass es sich hier um ein "Tipps und Tricks"-Buch ohne besonderen Tiefgang handelt. Weit gefehlt!

Der Leser bekommt hier ein umfassendes Standardwerk der Beleuchtungstechnik. Ein Profi läßt sich dabei wirklich über die Schultern schauen und läßt keine Fragen offen.

Von einem Plädoyer für die manuelle Einstellung (nicht immer, aber speziell für das Blitzen mit der "Doppel M Strategie") , Fototechnische Aspekten wie z.B. der Verschlusszeit über eine erschöpfende Würdigung diverser Lichtformer bis hin zur Gestaltung der Location findet sich alles verständlich und sehr praxisnah beschrieben. Herr Jorms geht dabei gleichermaßen auf die Blitzfotografie im Studio mit aufwändigem Equipment wie auch auf die Fotografie "On Location" (mit "OFO" - One Flash only") ein - und das alles mit absolut aussagekräftigem Bildmaterial unterlegt, das passend zur Situation auch immer die guten und schlechten Varianten aufzeigt. Im Kapitel 7 dann zeigt er dann, was er kann - absolut geniale Bilder (auch von seinen Kollegen) zeigen dann noch, wo der "Bartel den Most holt" - und immer ist das Aufnahme-Setup dokumentiert.

Einen Bewertungs-Punkt muß ich leider abziehen: das Bildmaterial konzentriert sich fast ausschließlich auf (weibliche) Portrait- und Aktaufnahmen, viel zu kurz kommen Partysituation, Reportagen oder auch Sachaufnahmen (hier merkt man auch den Fokus von Herrn Jorms)- Schade.

Andreas Jorms ist Vollprofi, erfahren und rennomiert. Reproduzierbarkeit und absolute Qualität der Bilder stehen immer im Vordergrund - und das merkt man auf Schritt und Tritt: Das Ziel ist ein gutes Foto und nicht die Anwendung eines speziellen Produktes - d.h. das Buch ist unabhängig von der Hard- und Software und wahrscheinlich noch in 10 Jahren. Wohltuend kommen auch Aussagen, dass es ein billiges "Einsteigergerät" aus Chinessicher Fertigung genauso tut, wie ein Profisystem aus europäischer Fertigung.

Dieses Buch eignet sich für jeden, der sich mit Blitzfotografie beschäftigt. Ein Muß ist es für jeden Akt- und Portraitfotografen - ob Profi oder Amateur.
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