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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifelsohne ein Klassiker - und zweifellos rassistisch!
Wer sich mit dem Kino beschäftigt, insbesondere mit seinen Anfängen, kommt an diesem Werk von D.W. Griffith einfach nicht vorbei, wie die Erwähnungen in z.B. 1001 Filme. Die besten Filme aller Zeiten oder 100 Filmklassiker: 25 Jahre TASCHEN. Bd. 1: 1915-1959, Bd. 2: 1960 - 2000 zeigen. Die hier vorliegende Fassung von 'absolut Medien' in der 'arte Edition'...
Veröffentlicht am 5. November 2011 von Kurt-André Lion

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Geburt des Rassismus
Produkt: DVD (1 Stück): Herausgeber: absolut Medien GmbH. ASIN: 3898489515
Deutscher Titel: Die Geburt einer Nation. Originaltitel: The Birth of a Nation
Produktionsland: USA. Premiere: 1915
Mit: Lilian Gish, Mae Marsh u. A. Regie: David Wark Griffith
Literarische Vorlage: nach dem Roman The Clansman von Thomas Dixon Jr.
Bild: gut;...
Veröffentlicht am 16. September 2011 von Mladen Kosar


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Geburt des Rassismus, 16. September 2011
Von 
Mladen Kosar (Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Produkt: DVD (1 Stück): Herausgeber: absolut Medien GmbH. ASIN: 3898489515
Deutscher Titel: Die Geburt einer Nation. Originaltitel: The Birth of a Nation
Produktionsland: USA. Premiere: 1915
Mit: Lilian Gish, Mae Marsh u. A. Regie: David Wark Griffith
Literarische Vorlage: nach dem Roman The Clansman von Thomas Dixon Jr.
Bild: gut; abwechselnde monotone Farbtöne; 4:3. Ton: gute Begleitmusik
Zwischentitel: englisch. Untertitel: deutsch
Filmdauer: 187 Minuten (Originallänge)
Genre: Stummfilm > Historie > Pseudohistorie > Epos > Propagandafilm > Rassistischer Film > Anti-Afroamerikanischer Film
Specials: keine

Man lasse sich nicht täuschen. Der Film ist in erster Linie eine Huldigung und ein Loblied auf den Ku Klux Klan, und Griffith nützt die Dramaturgie über gewalttätige Übergriffe der befreiten afroamerikanischen Sklaven an den Weißen, um dessen Entstehung zu rechtfertigen und gutzuheißen. Somit ist der Film gleichzeitig eine visuelle Bedienungsanleitung für die Gründung solch einer Gruppe, weil darin Weiherituale der Gründung und Mitgliedschaft vorzelebriert werden. Des Weiteren wird die Methode des Vorgehens gegen vermeintlich böse Afroamerikaner dargestellt samt Lynchjustiz. Ähnlich wie in den antijüdischen Filmen der NS-Zeit, werden auch hier die Afroamerikaner zum Großteil als böse Elemente verleumdet und verzerrt dargestellt, was wiederum als Rechtfertigung dient für die Akzeptanz der Gewalttaten, die vom Ku Klux Klan an den Afroamerikanern begangen werden.
Minute 4/5: Griffith hat beim Dreh angeordnet, dass zwei afroamerikanische Kinder vom zweirädrigen Pferdewagen herabspringen. Sie fallen auf den Boden, das Mädchen bleibt unbeabsichtigt mit dem Kleidungsstück hängen, ein Glück, dass es nicht zwischen die Speichen des großen danebenrotierenden Wagenrades geriet. Da hat sich keiner von den Künstlergenies um die Sicherheit der Kinder geschert. Die künstlerischen Innovationen waren ihnen wichtiger.
Das ist ein zutiefst beschämender Film. Die als Afroamerikaner geschminkten Weißen hüpfen wie primitiv dressierte Affen, als sie ihren Herrenmenschen eine Vorführung darbieten. Da ist kein afrikanischer Rhythmus vorhanden in ihren Bewegungen, der ihr Wesen und ihre Seele wiedergeben würde, sondern platte Imitation im Geiste primitiver Dümmlichkeit.
Gefärbt sind nur manche Erwachsenen, die als Schauspieler agieren - die Statisten und Kinder sind authentische Afroamerikaner, die als synchron klatschende Meute brav zu befolgen haben, was ihnen der Regisseur anordnet.
Film hin, Innovation her - so oder so ist es eine Schande. Ein Film, der nie hätte gemacht werden dürfen.
Griffith verleumdet die afroamerikanische Frau, indem er ihr vom Fleck weg den Nimbus der durchtriebenen Verführerin verleiht (Haushälterin von Stoneman), die sich angesichts ihrer Diskrimination seitens eines rassistischen Besuchers zu Boden wirft, den Oberkörper frei macht, wollüstig an ihrer Hand leckt und offensichtlich einen verführerischen Plan ausheckt.
Als vor dem Ausbruch des Krieges die Soldaten der Südstaaten aufmarschieren inmitten ihrer jubelnden Frauen, beteiligen sich die Afroamerikaner frenetisch an dem Schaufest, als ob sie nichts anderes wünschten, als ihr Sklavendasein zu prolongieren. Das ist grotesk.
Nach dem Sieg der Nordstaaten - Minute 121: Griffiths mißbraucht Kinder, um in pathetischem Kitsch die Vision um die Idee der Gründung des Ku Klux Klan zu platzieren. Nämlich, zwei weiße Kinder fliehen vor einer Gruppe kleinerer afroamerikanischer Kinder und stülpen sich aus Verzweiflung zum imaginären Schutz einen weißen Schleier über die Köpfe. Die afroamerikanischen Kinder stehen eine kleine Weile vor ihnen und verhöhnen sie. Der entmachtete Südstaatler, der unweit von ihnen grübelt, was er unternehmen könnte, um die Diskriminierung der Weißen seitens der nun siegreichen Afroamerikaner zu stoppen, erkennt in der weißen Verhüllung der Kinder den Prototyp der maskierten Uniform des Ku Klux Klan. Hier ist de facto ein Kindesmißbrauch ersichtlich, bei dem sich Griffith die Szene so herrichtet, dass möglichst viel pathetische Mitleidigkeit entsteht, wo (unschuldige) afroamerikanische Kinder genötigt sind, (unschuldige) weiße Kinder zu demütigen, um darauf die filmische Geburtsstunde des Ku Klux Klan aufzubauen. Das ist zutiefst beschämend, billig und filmpopulistisch.
Der Film ist daher nicht nur rassistisch, sondern er ist genauso geschichtsverfälschend und bedenklich, da er rassistische Ströme fördert, die ihren Hass gegen andere Ethnien mit vermeintlich guten und wahren Doktrinen zu rechtfertigen trachten.
Die filmtechnische Ästhetik und Perfektion vermag über diese Tatsachen nicht hinwegzutäuschen.
Ein filmisches Schandmal.
Mladen Kosar
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zweifelsohne ein Klassiker - und zweifellos rassistisch!, 5. November 2011
Von 
Kurt-André Lion "kurtandrelion" (Gelsenkirchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Wer sich mit dem Kino beschäftigt, insbesondere mit seinen Anfängen, kommt an diesem Werk von D.W. Griffith einfach nicht vorbei, wie die Erwähnungen in z.B. 1001 Filme. Die besten Filme aller Zeiten oder 100 Filmklassiker: 25 Jahre TASCHEN. Bd. 1: 1915-1959, Bd. 2: 1960 - 2000 zeigen. Die hier vorliegende Fassung von 'absolut Medien' in der 'arte Edition' überzeugt durch eine m.E. hervorragende Bildqualität für ein fast 100 Jahre altes Werk und vor allem - was bei den bisherigen Rezensionen nie erwähnt wurde - durch eine glasklare Akustik der orchestrierten Begleitmusik. Die musikalischen Themen sind der Dramaturgie hervorragend angepasst und lassen fast vergessen, dass es sich um einen Stummfilm handelt. Das Booklet ist aufwändig gestaltet und überaus informativ. Es beinhaltet u.a. eine sehr wertschätzende, fast liebevolle Erinnerung von Lillian Gish an Griffith und einen sehr entlarvenden "Offener-Brief-Wechsel" im New York Globe aus dem Jahr 1915 zwischen einem Redakteur der Zeitung und Griffith: Wenn Griffith dort schreibt: "Keinen Figuren in dieser Geschichte wird mit größerer Leidenschaft Beifall gespendet als jenen guten Negern, deren Ergebenheit so klar gezeigt wird.", dann verbietet sich jeder Zweifel an einem Rassismus-Vorwurf: Griffith liefert eine glasklare rassistische Aussage ab! Nach "Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer." (nicht von Griffith...) wird nun eine weitere - US-amerikanische - rassistische These offen ausgesprochen: "Nur ein ergebener Neger ist ein guter Neger." Und auch das Zitat des "arischen Geburtsrechts", das bereits Fortunato Lucchresi mit Recht in seiner Rezension angeprangert hat, lässt einem das Wort im Halse stecken bleiben. Man schaut verzweifelt, ob man sich auf der Bildtafel oder bei der Untertitelung vielleicht verlesen hätte, aber nein, so hat's Herr Griffith geschrieben. Ergo: Alles nur Mist eines aus den Südstaaten stammenden, traumatisierten, gekränkten, verbitterten Mannes? (was den Rassismus erklären würde - jedoch, Rassismus sollte nicht erklärt oder begründet werden: er darf gar nicht erst entstehen/existieren!) Beileibe nicht, denn der Film ist ein cineastisches Kunstwerk, das mit seiner innovativen Schnitttechnik und Kameraführung einerseits und seiner dramatischen Handlung um die beiden Familien Stoneman (Nordstaaten) und Cameron (Südstaaten) andererseits drei Stunden gute und spannende Unterhaltung bietet. Der zweite, der Reconstruction-Teil zeigt wirklich erbärmlich diffamierende Bilder von farbigen Bürgern und den Ku-Klux-Klan glorifizierende Szenen, welche schwer auf den Magen schlagen und dazu verleiten, den Ausknopf zu drücken. Vielleicht hätte Griffith nach dem ersten Teil über den Sezessionskrieg einfach aufhören sollen? Dann hätte man aber auch die wirklich schönen, gefühlvollen und auch ein heutiges Publikum ansprechenden Szenen der Liebespaare Gish/Walthall und Cooper/Clifton nie zu sehen bekommen. Lillian Gish und Miriam Cooper agieren m.E. hinreißend und fesseln den Betrachter. Dagegen fällt Mae Marsh als Flora Cameron deutlich ab, agiert sie doch in ihrem - gewollten? - Ungestüm fast schon wie ein hyperaktives Kind...

Gesamturteil? Ich kann alle Bewertungen von 1 - 5 Sterne nachvollziehen und kann gut verstehen, dass sich hier die Geister scheiden. Wenn man sich auf den Standpunkt stellen kann, dass der Film rassistisch ist und dieses auch so benennt, so kann man als Fan des Kinos dennoch diesen Film mögen, ohne sich selber einen rassistischen Standpunkt zu Eigen zu machen. Von daher insgesamt: Ja, Kaufempfehlung, aber jeder soll sich seine eigene Meinung bilden - und zu dieser stehen dürfen.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klischeebeladene Geschichtsstunde, 19. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Wer sich wirklich fürs Kino interessiert und auch für dessen Geschichte, der kommt an »Geburt einer Nation« nicht vorbei. Er revolutionierte den Film seiner Zeit und hat eine Reihe von Innovationen zum ersten mal auf die Leinwand gebracht, wie Szenen, die bei Nacht gedreht wurden (von Magnesiumfackeln beleuchtet), formatfüllende Großaufnahmen und die Parallelmontage.

Der Rassismusvorwurf ist im zweiten Teil des Films nicht wegzudiskutieren. Über weite Strecken der letzten eineinhalb Stunden ist er ein Werbefilm für den Ku-Klux-Klan, der Amerika von den minderwertigen - so werden sie im Film dargestellt - Schwarzen befreit. Das gipfelt in dem Zwischentitel, der besagt, dass der Norden und Süden vereint ihr 'arisches Geburtsrecht' verteidigen müsse. Da muss man schon schwer schlucken, vor allem wenn man bedenkt, dass der Ku-Klux-Klan durch diesen Film wiederbelebt wurde, nachdem er 1870 offiziell aufgelöst wurde! Hinzu kommt, dass der Hauptteil der klischeehaft dumm dargestellten Schwarzen von geschminkten Weißen gespielt wird (zumindest die größeren Rollen), die dadurch leicht clownesk aussehen.

Für heutige Sehgewohnheiten mutet der Film anachronistisch an, auch wenn er für ein Produkt seiner Zeit geradezu rasant inszeniert ist. Letztendlich hatte ich Mühe die gut drei Stunden durchzuhalten. In der zweiten Hälfte bringt der Ku-Klux-Klan mit seinem Karnevalssurrealismus und auf den Höhepunkt zusteuernd nochmal Schwung in die Sache. Aber im Gegensatz zu manch anderen Stummfilm, werde ich mir »Geburt einer Nation« wohl nicht mehr anschauen.

Die Bildqualität finde ich für einen Film aus dem Jahr 1915 absolut zufriedenstellend (geschaut via Projektor auf einer 2 m breiten Leinwand). Das beiliegende Booklet ist mit 40 Seiten sehr üppig, informativ und wird dem Film in seiner historischen Bedeutung gerecht.

Für den Film gebe ich drei Sterne, für die Veröffentlichung fünf Sterne.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schöne Erstveröffentlichung eines Klassikers, 16. August 2008
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Muss man zu dem Film an sich noch viele Worte verlieren? Ein absoluter Klassiker, der maßgeblich an der Enwticklung des Kinos mitgewirkt hat. Zudem das erste Epos überhaupt. Das einzige kleine Manko ist wohl die sehr positive Darstellung des Ku-Klux-Klans. Allerdings darf man hier auch die Entstehungszeit des Films nicht außer Acht lassen, deswegen empfiehlt es sich den Film nur nach dem künstlerrischen Apsekt zu beurteilen und der ist wie gesagt herrausragend.
Auch diese DVD ist sehr gelungen, sehr gute Bildqualität für einen so alten Film und das beigelegte Booklet ist auch sher interessant.
Definitiv eine klare Kaufempfehlung von mir!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Geburt des modernen Spielfilms, oder: "Welches Kind hätte nicht Grund, über seine Eltern zu weinen?", 9. April 2011
Von 
Tristram Shandy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
(Vorsicht, Spoiler!)

Ohne Zweifel, David Wark Griffiths Epos "The Birth of a Nation" aus dem Jahre 1915 kann, berücksichtigt man die Vielfalt an neuen Techniken und stilistischen Mitteln, die der Regisseur einsetzte, als Vater des modernen Spielfilms, wie wir ihn heute kennen, gelten. Und hiermit wären wir auch schon beim Nietzsche-Zitat aus der Überschrift, denn dieser für seine Zeit außerordentlich innovative Filmklassiker ist gleichzeitig mit dem Makel des Rassismus behaftet.

Griffith ließ sich zu diesem Film von Thomas Dixons Roman "The Clansman" inspirieren und erzählt in etwas über drei Stunden die Geschichte zweier amerikanischer Familien, der Stonemans und der Camerons, deren Geschicke im Sezessionskrieg und der sich anschließenden Reconstruction Era sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln, deren Zusammenhalt allerdings letzten Endes nicht gebrochen werden kann. Griffith läßt keinen Zweifel daran, daß er sich bemüht, zentrale Ereignisse der amerikanischen Geschichte - etwa die Ermordung Präsident Lincolns - mit Blick auf größtmögliche historische Authentizität wiederzugeben, wobei in der Gesamtheit allerdings ein zutiefst revisionistisches und rassistisches Bild von den Ereignissen nach dem Bürgerkrieg entsteht. Eine seiner Hauptfiguren, der abolitionistische Abgeordnete Austin Stoneman (Ralph Lewis) ist gar an die Person des radikalen Republikaners Thaddeus Stevens angelehnt. Stoneman setzt sich, dabei von seiner Haushälterin [sic!] und dem intriganten Mischling Silas Lynch (George Siegmann) manipuliert, rückhaltlos für die Abschaffung der Sklaverei ein und fordert nach dem Krieg von Lincoln, daß man den Süden wie besetztes Gebiet behandeln und alle führenden Köpfe der ehemaligen Sezessionisten hinrichten müsse, doch Lincoln lehnt dieses Ansinnen ab. Dabei ist Stonemans Tochter Elsie (Lillian Gish) das Ziel der amourösen Neigungen Lynchs - ohne daß der Vater dies bemerkt. Als Lynch mit Hilfe Stonemans zum Vizegouverneur South Carolinas geworden ist und die sogenannte Mischehe durchgesetzt hat, läßt er die ahnungslose Elsie entführen, um sie in einer Zwangshochzeit zu seiner Frau zu machen.

Auf der anderen Seite steht die Familie Cameron, deren ältester Sohn Ben (Henry B. Walthall) sich ebenfalls in Elsie verliebt hat. Elsie erwidert seine Liebe zunächst, doch als sie in ihm den Begründer des Ku Klux Klans erkennt - im Film wird die Gründung dieser Organisation als eine heroische Reaktion auf eine ungerechte Unterdrückung des Südens durch den Norden und die von Politikern wie Lynch und Stoneman aufgewiegelten ehemaligen Sklaven dargestellt, eine Darstellung, die Griffith mit einem Verweis auf Woodrow Wilsons "History of the American People" absichert -, wendet sie sich aus Loyalität zu ihrem Vater von ihrem Geliebten ab. Am Ende ist es aber just Ben, an der Spitze des Klans, der im letzten Moment zu ihrer Rettung eilt.

"Birth of a Nation" ist ein ungeschminkt rassistischer Film, und eine seiner schmählichsten Szenen zeigt - durch einen Zwischentitel noch als historisch verbürgt bezeichnete - Vorgänge im Repräsentantenhaus von South Carolina im Jahre 1871. Hier sehen wir schwarze Abgeordnete ungeniert die nackten Füße auf den Tisch legen, verstohlen Schnaps trinken, plump an einer riesigen Geflügelkeule knabbern und über die Annahme des Gesetzes zur Einführung der "Mischehe" johlen und dann kurz darauf lüsterne Blicke auf die weißen Zuschauerinnen auf der Empore werfen. Die angebliche Lüsternheit afroamerikanischer Männer gegenüber weißen Frauen ist ein den zweiten Teil des Filmes stetig durchziehendes Leitmotiv, und ein dramatischer Höhepunkt besteht in der Szene, in der sich die jüngste Cameron-Tochter Flora (Mae Marsh) von dem schwarzen Soldaten Gus (Walter Long) verfolgt findet, sie in ihrer Verzweiflung einen ziemlich hohen Felsen erklimmt und sich in den sicheren Tod stürzt, um zu verhindern, von dem Mann vergewaltigt zu werden. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Umstand, daß einige afroamerikanische Figuren von geschminkten Weißen gespielt werden - so hier von Walter Long, der Laurel-und-Hardy-Fans als grimmiger Gegenspieler der Boys in Erinnerung sein dürfte. Sollte diese Maskerade vielleicht gar der Tatsache geschuldet sein, daß man es als unschicklich erachtet hätte, eine weiße Schauspielerin - und dann noch eine recht bekannte wie Mae Marsh - in eine Situation zu bringen, wo sie vor der Kamera Körperkontakt mit einem Afroamerikaner hätte haben müssen? Hier wollte man wohl nicht die Gunst eines Publikums verspielen, das mehr oder weniger rassistischen Ansichten über die Unantastbarkeit weißer Frauen durch Nicht-Weiße verhaftet war.

Und dennoch halte ich "The Birth of a Nation" trotz seines unbestritten rassistischen Gehalts für einen Film, den man gesehen haben sollte, wenn man sich für Filme interessiert, denn Griffith war ein Meister seines Faches. So brilliert dieser Film durch den Einsatz vieler damals neuartiger Ideen - und daß, obwohl Griffith kein Script vorliegen, sondern den Film, so wie er ihn haben wollte, in allen Einzelheiten im Kopf gespeichert hatte. Griffith schaffte es, für die damalige Zeit beeindruckende Schlachtenszenen zu choreographieren, indem er seine Statisten in kleinste Gruppen aufteilte und diese mit durch Spiegel gegebene Lichtsignale dirigierte. Er benutzte Parallelmontagen - nicht nur, um Spannung zu erzeugen, und ich muß gestehen, daß trotz der fast hundert Jahre, die der Film auf dem Buckel hat, mich besonders die letzten zwanzig Minuten, in denen an mehreren Orten Dramatisches geschieht und in denen die verschiedenen Handlungsstränge bis zu ihrem Zusammenlaufen parallel montiert werden, sehr in Atem gehalten haben. An anderen Stellen verwendet Griffith die Parallelmontage metaphorisch: So zeigt er einen Festball anläßlich des Sieges der Konföderation bei Bull Run/Manassas, den er mit Szenen unterbricht, in denen in der Stadt ein Freudenfeuer abgebrannt wird. Diese Szenen sind rot koloriert und zeigen ein solches Durcheinander, das sie - besonders im Kontrast mit dem relativ gesitteten Ball - wie ein Menetekel auf den drohenden Untergang des Südens wirken.

An einer anderen Stelle wird mit dem Zwischentitel "Hostilities" am Anfang des Filmes ein Scharmützel zwischen einem Hund und einer Katze, Haustieren der Camerons, eingeleitet, womit bereits dunkel auf den drohenden Krieg hingewiesen wird. Griffith verwendet auch Rückblenden - etwa wenn sich die wegen ihrer Liebe zu Elsies Bruder in Selbstvorwürfen ergehende Margaret Cameron (Miriam Cooper) an ihre zwei gefallenen Brüder erinnert.

Eine Schlüsselszene des Filmes verdeutlicht Griffiths Filmkunst besonders gut: die Ermordung Lincolns (Joseph Henabery) durch John Wilkes Booth, der von niemand anderem als der späteren Regielegende Raoul Walsh gespielt wird. Zu Beginn dieser Szene sehen wir nur einen kleinen Bildausschnitt inmitten einer schwarzen Leinwand, in dem sich Lillian Gishs Kopf befindet, und dann wird dieser Bildauschnitt immer größer: Das Publikum nimmt im Ford's Theatre Platz. Wir blicken von oben über die zahlreichen Menschen, die zu ihren Plätzen eilen, auf die Bühne, während sich rechts im Hintergrund die geschmückte Loge des Präsidenten befindet. Lincoln und sein Gefolge treffen ein, das Publikum begrüßt ihn mit stehenden Ovationen. Schnitt auf die Bühne: Das Stück beginnt. Schnitt auf Lillian Gish, die mit ihrem Opernglas in einer anderen Loge John Wilkes Booth entdeckt. Ein finsterer, schwarzhaariger Mann, den Kopf leicht vornübergebeugt, eine Hand drohend im Revers seines Jacketts verborgen, um ihn herum ist Schwärze. Es folgen weitere Schnitte auf die Bühne, die Zuschauer, dann wieder ein Schnitt auf Booth, der regungslos verharrt, wie eine Spinne im Netz, dann geht die Kamera auf Lincolns Leibwächter, der vor der Loge Platz nimmt. Ein weiterer Schnitt auf die Bühne, und ein Zwischentitel kündigt an, daß der Leibwächter seinen Platz verläßt, um das Stück zu sehen. Schnitt auf Gish, die wieder das Opernglas auf Booth richtet, der sich nun langsam in Bewegung setzt. Booth vor der Tür zu Lincolns Loge, aus seinem Jackett zieht er einen Revolver, den er bedeutungsvoll betrachtet. Dann öffnet er die Tür. Schon teilen wir wieder die Perspektive der Zuschauer, wir sehen Pulverdampf in der Loge und Lincolns Kopf nach von fallen. Booth springt auf die Bühne, hebt drohend die Faust und ruft "Sic semper tyrannis!", bevor er schließlich flüchtet. Ein letzter Schnitt aus der Anfangsposition, und wir sehen von oben eine Massenpanik im Zuschauerraum.

Wen wundert es, daß dieser Film zum Kassenschlager wurde?

Man könnte noch viel über "The Birth of a Nation" sagen - über seine Anklage des Krieges, die im Bild der nebeneinander sterbenden jüngsten Söhne der Stonemans und der Camerons gipfelt, über musikalische Leitmotive für die Hauptpersonen, über die typische Stummfilmmelodramatik, aber besser freilich ist es, sich einmal selbst auf das Abenteuer "The Birth of a Nation" und der Zeitreise zurück in die Anfänge des Filmes einzulassen. Gelangweilt habe ich mich an keiner Stelle.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Feature film or propaganda?, 21. Juli 2012
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More than three hours long, "Birth of a Nation" requires patience if it is to be watched from beginning to end in one viewing. It has two parts and, in terms of the story told, the second follows on from the first. However, the two parts differ considerably. Of course the entire film benefits from the range of state-of-the-art (for 1915) techniques (including night photography, colour tinting, tracking shots, fading from one scene to another) for which it is famous and which helped earn it a place in the American Film Institute's list of 100 greatest American movies. Part 1 of the film traces the fate of two well-to-do white families - one northern and one southern - as the Union and Confederate states go to war with each other. The civil war destroys romantic relationships and sees close friends die as enemies on the same battlefield.

Part 2 of the film follows the same two families after the war. Now, however, the context is violence and injustice perpetrated against whites by power-drunk blacks who are well supplied with guns and fill all the juries. The film's hero founds the Ku Klux Klan to give erring blacks the punishment they deserve. Indeed, in the climax of the film a huge band of KKK cavalry rides to the rescue of a small group of whites surrounded by blacks seeking their blood. The KKK prevails and the film ends with a vision of Christ. It is worth noting that the original title of this film was "The Clansman", based on a novel of the same name.

"Birth of a Nation" has been accused of being racist, which it surely is by 21st century standards, but since it broke box office records in 1915 its message does not seem to have been entirely unpopular with the cinema-goers of 1915. It's a film well worth seeing both for all the new cinematographic techniques that it uses and as an example of feature film as propaganda - if you have the patience to sit through it for more than three hours.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts weniger als der Beginn der großen Filmgeschichte - und ein wahrer Meilenstein!, 15. August 2014
Von 
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
David Wark Griffith war nicht der erste Filmemacher, der einen Langspielfilm machte, und auch nicht der erste, der einen kontrovers rezipierten Streifen in die (amerikanischen) Lichtspieltheater brachte. Aber es ist nicht übertrieben, wenn Martin Scorcese feststellte, dass der Film, der damals gerade zwei Jahrzehnte jung war, wenn man die Aufführungen der Gebrüder Lumiere 1895 als Beginn sieht, und die Gründung Hollywoods anno 1912 mit betrachtet, 1915 durch Griffiths dreistündiges Werk richtig erwachsen wurde. Der 1875 geborene Südstaatler hatte sich schon mit vielen Kurzfilmen einen Namen gemacht, und wagte sich nun an die Verfilmung eines Stoffes, wo schon von Anfang an klar war, dass das konfliktreich werden müsste: Hauptvorlage für den Film war der Roman "The Clansman" von Thomas Dixon, der den Ku-Klux-Klan als eine Art Freiheitskämpfer für Weiße dargestellt hatte, was dem Bild dieser Vereinigung zu Beginn des 20. Jahrhunderts in keiner Weise entsprach, weil der Klan für waschechte Rassisten ein Betätigungsfeld darstellte, für alle anderen Bürger aber, Schwarze wie Weiße, nur als Mörderbande galt, und konsequenterweise auch verboten war. Dazu kam, dass die Wunden des amerikanischen Bürgerkrieges auch ein halbes Jahrhundert später noch lange nicht so verheilt waren, wie man es gewünscht hätte. Griffith war schnell mit den Vorwürfen des Rassismus und der einseitigen politischen Sichtweise konfrontiert, bekannte sich zum Erstgenannten nie und zum Zweitgenannten insofern, als dass es ihm von der Aussage bei diesem Film schlicht und einfach nur darum ging, die Ereignisse des Bürgerkrieges und dessen Folgen aus südstaatlicher Perspektive, und mit einer klaren Konzentration auf die Darstellung der 1860er-Jahre in die Form eines Langspielfilms zu bringen. Das wollte er inszenatorisch und technisch in einer Art und Weise tun, wie es das bis dahin nicht gab, und das schaffte er brillant: ungemein geschickt inszenierte Sequenzen mit Menschenmassen, eine Vielfalt an Kameraeinstellungen, wie sie zuvor nicht auf einer Leinwand zu sehen war, und schließlich Montagen, Rückblenden und einiges andere mehr, was die Erzählform wahrhaftig revolutionierte. Ich meine, dass das alles respektiert werden muss, selbst wenn man mit dem Inhalt seine Probleme haben mag (wofür bei so einem sensiblen Thema Verständnis aufgebracht werden sollte), weil die Technik hier nie Selbstzweck ist, sondern im Dienst der Filmsprache steht. Dass Charlie Chaplin Griffith "unser aller Lehrer" nannte und Sergej Eisenstein Griffith maßlos bewunderte, und dass wohl jeder große Regisseur der Stummfilmzeit von ihm gelernt hat, kann und darf nicht übersehen werden. Die drei Stunden vergehen damit auch gar nicht so langsam, wie man befürchten könnte, und das hohe Niveau der Schauspieler, allen voran die große Lillian Gish, kommt gut zum Tragen. Wenn man im Booklet nachliest, wie Griffith als Regisseur damals arbeitete - ohne Drehbuch in einer Form, wie man sie später und bis heute praktiziert, wie er Massenszenen inszenierte, mit einem kleinen Stab arbeitete, und was er dann vor allem im Bereich der Postproduktion entwickelte, dann kommt man nicht umhin, "Birth Of A Nation" auch volle 100 Jahre nach seinem Entstehen als Meisterwerk zu betrachten. Ich bekenne mich dazu, und zu dieser Edition darf ich anmerken, dass sie puncto Bild- und Tonqualität, wie auch vom Niveau des Booklets her meinen hohen Erwartungen gerecht wird.
Abschließend noch ein Wort zu den Rassismusvorwürfen, denen der Film seit jeher ausgesetzt ist: Griffith nimmt zu diesem zweifelsohne sensiblen Thema offen Stellung, das Booklet gibt eine diesbezügliche Erklärung wider, die ich inhaltlich oben zusammenzufassen versucht habe. Niemand muss seine Sichtweise teilen (und meine auch nicht), aber im Großen und Ganzen überzeugt mich seine Argumentation, einerseits mit Blick auf sein Gesamtwerk (keiner seiner weiteren großen Filme, vor allem "Intolerance", hat irgendetwas von einer abschätzigen Darstellung von Rassen und Klassen an sich), andererseits in Bezug auf die Darstellung der Schwarzen in diesem Film: Eine durchgehend negative Charakterisierung der Amerikaner afrikanischer Herkunft kann ich nicht feststellen, für meine Filmverständnis ist das eine durchaus differenzierte Darstellung dieser Rasse. Dass beispielsweise die Schwarzen in "Birth" von angemalten Weißen dargestellt wurden, entsprach den damaligen Praktiken im Theater, an denen sich der Film bekanntlich anlehnte. Ich meine, man sollte Griffith bezüglich dieses Films nun endlich einmal, in Anlehnung an sein Folgewerk gesagt, "Tolerance" zukommen lassen! Bei allen verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten, die Rezipienten nun einmal zustehen, sollte das ein Jahrhundert danach zumindest einmal klar sein, dass Spielfilme zu historischen Ereignissen etwas anderes sind als Dokumentarfilme, die sich entweder auf präzise Darlegung eben dieser Ereignisse verpflichten oder aber bewusst einer einseitigen, ideologisch betonten Sichtweise verpflichten. Und "Birth Of A Nation" ist nun einmal nur eine Romanverfilmung, und die hat naturgemäß ihre weit reichenden (wenn auch freilich nicht grenzenlosen) Freiheiten in der Darstellung von Ereignissen und Personen. Ich für meinen Teil werde diesen Film im kommenden Jahr zu seinem 100. Geburtstag zu feiern wissen.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 4. Oktober 2010
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Ein zweiteiliger Stummfilmklassiker, der ähnlich wie bei "Fackeln im Sturm" eine Nordstaaten- und eine Südstaatenfamilie vorstellt. Beide sind sich freundschaftlich verbunden und stehen sich aber letztendlich auf dem Schlachtfeld des Unabhängigkeitskriegs gegenüber. Im längeren zweiten Teil wird die Geschichte North Carolinas während der Reconstruction ab 1867 erzählt, die auch die überlebenden Familienmitglieder wieder zusammenführt.
Insgesamt ist der Film für Cineasten sehr interessant, da der Regisseur D.W.Griffith mit einigen technischen Neuerungen Grundsteine für die spätere Entwicklung des Kinos legt. Sehenswert sind die Massenschlachtszene und Kamerafahrten, aber auch, dass für viele Innenaufnahmen die Kulissen im Freien erbaut wurden und man so eine natürliche Ausleuchtung nutzen konnte. Auch das Einfärben bestimmter Sequenzen als dramaturgische Unterstreichung war 1915 neu. Detailverliebt stellt der Regisseur einzelne Szenen nach historischen Photos nach und läßt so Geschichte lebendig werden. Wie die Technik im positiven bemerkenswert ist, verkehrt sich dies beim Inhalt. In der zweiten Hälfte des Filmes betrügen die Schwarzen unter der Führung eines Mulatten-Gouvernors bei den Wahlen, zu denen Weiße gar nicht zugelassen wurden. Danach benehmen sich die "gewählten" farbigen Volksvertreter im Parlament wie Schimpansen und drangsalieren die weiße Bevölkerung. Natürlich muss das Widerstand hervorbringen - in Form des Ku-Klux-Klans. Dieser bringt zuerst die Schwarzen in die Spur und danach das Land wieder auf Vordermann. Wenn es teilweise nicht so naiv-lächerlich dargestellt wäre (allein durch schwarzbemalte weiße Darsteller) hätte es komödiantische Züge. Deshalb kann ich nur sagen: Es ist Filmgeschichte, aber kein Geschichtsfilm...
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1915!Nicht 2012!, 23. Januar 2012
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Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Zum Film ist zu sagen-Stummfilm eben.Sicher nicht für jedermann ein Erlebniss. Darauf muß man sich heutzutage schon einlassen wollen!Aber so war das halt damals.Pantomine statt Worte!
Auch wenn`s wahrscheinlich nur für Filmfreaks von Interesse ist-man muß den Hut davor ziehen was Mr.Griffith damals für ein Filmtechnisches Feuerwerk gezündet hat-Respekt!!!
Trotzdem ermüdet einen oder zumindest viele der Film-er ist zu lang! Manchmal fällt es schon schwer die Augen offen zu halten, was aber sicher auch mit den veränderten Sehgewohnheiten der heutigen Zeit zu tun hat!
Und zu den teils harschen Kritiken wegen der Rassenthematik:Ich finde es ist sehr einfach heute den Moralischen Finger zu heben.
Oder hat tatsächlich jemand dieser Kritiker schon zur damaligen Zeit in den USA gelebt und laut aufgeschrien?Das soll heißen, das er weiß wovon er/sie spricht?!Bitte bei mir melden!Ich finde es immer sehr einfach Empörung zu äussern wenn man selber nichts damit zu tun hatte, ja garnicht haben konnte.
NATÜRLICH ist das nicht "schön" zusehen das z.B. schwarz geschminckte Weiße Schwarze spielen, aber so war das halt damals und das ist rund 100 Jahre her.Es gibt zu diesem Thema auch genügend Bücher und auch auf DVD wird das behandelt. Vielleicht sollte man sich da schlau machen!Wer weiß wie man in 100 Jahren über uns redet. Vielleicht sollte man sich lieber im Jetzt und Hier engagieren damit sowas NICHT mehr passiert!Ist sicherlich "produktiver"!
Fazit: Heute sicher nichts mehr für die Breite Masse.Für Film-interessierte und -historiker aber sehr interessant
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12 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unmöglicher Film!, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Geburt einer Nation - The Birth of a Nation (DVD)
Mag ja sein, dass dieser Film aus dem Jahr 1915 ein technischer Vorreiter war, aber für einen guten Film, und das gilt auch für einen alten Stummfilm, müssen für mich vor allem die Darstellung und die Story stimmen. Was man bei "Birth of a nation" geboten bekommt, ist schlichtweg unmöglich. Der Ku Klux Klan wird hier als edler Ritterbund hingestellt, die Schwarzen, teilweise von geschminkten Weißen gespielt, was dämlich wirkt, sind entweder extrem devote Diener der ach so guten und ach so gebeutelten Südstaaten-Weißen oder fiese Kreaturen, vor denen man auf der Hut sein muss als anständiger Weißer. Aber es gibt ja den Ku Klux Klan, der den Süden vor der schwarzen Gefahr errettet. So eine dämliche Handlung!
Ich finde Stummfilme faszinierend, diesen hier nicht, mag er auch ein technisches Film-Wunderwerk seiner Zeit sein. Es macht keinen Spaß einen Film mit einer so dummen Handlung anzuschauen. Am Ende habe ich vorgespult, um es hinter mich zu bringen, weil es immer schlimmer wurde. Zu Studienzwecken für Filmemacher kann ich den Film akzeptieren, aber als Spielfilm an sich gehört dieses Machwerk eigentlich eingemottet.
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Geburt einer Nation - The Birth of a Nation
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