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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung a la Hitchcock
"Auch Henker sterben" ("Hangmen also die", USA, 1943) ist die erste und einzige Zusammenarbeit zwischen Fritz Lang und Bertolt Brecht. Brecht schrieb das Drehbuch, wobei ihm das Attentat auf Hitlers Reichsprotektor der damaligen Tschechoslowakei Reinhard Heydrich als Hintergrund diente. Der Film zählt zu den bekanntesten Anti-Nazi-Filmen, die in Hollywood produziert...
Veröffentlicht am 31. Oktober 2006 von Amar Bouchibane

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verdacht umgelenkt
Die von den Nazis besetzte Tschechoslowakei: Reichsinspektor Heydrich verritt die mehr als verachtenswerten Interessen des Nazis-Regimes in Prag. Hinrichtungen gibt es andauernd. Deshalb hat er bald den Übernamen "Henker". Aus der tschechischen Widerstandsbewegung gelingt es jemandem, Heydrich bei einem Attentat zu ermorden. Die Nazis suchen fieberhaft nach dem...
Veröffentlicht am 10. Juli 2011 von Matthias Haas


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35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung a la Hitchcock, 31. Oktober 2006
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"Auch Henker sterben" ("Hangmen also die", USA, 1943) ist die erste und einzige Zusammenarbeit zwischen Fritz Lang und Bertolt Brecht. Brecht schrieb das Drehbuch, wobei ihm das Attentat auf Hitlers Reichsprotektor der damaligen Tschechoslowakei Reinhard Heydrich als Hintergrund diente. Der Film zählt zu den bekanntesten Anti-Nazi-Filmen, die in Hollywood produziert wurden. Als großer Fritz-Lang-Fan muss ich sagen, dass der Film Lang-typische Elemente besitzt, und dadurch auch etwas von einem "Film Noir" hat.

Brecht distanzierte sich später von dem Film, weil er mit den Produktionsbedingungen in den USA nicht ganz einverstanden war: beispielsweise hatte er das Drehbuch zusammen mit John Wexley geschrieben, weil Brecht nicht gut Englisch sprach. Später behauptete Wexley, er hätte das Drehbuch zum größten Teil alleine geschrieben, und ihm gebührt die alleinige Nennung im Vorspann. Den Streit sollte die Screen Writers Guild schlichten, und man einigte sich auf "Screenplay by John Wexley - Original Story by Bert Brecht and Fritz Lang".

- Bild: 4:3 (Vollbild)

- Ton: Deutsch Dolby Digital 2.0, Englisch Dolby Digital 2.0

- Untertitel: nur Deutsch

- Biografie "Fritz Lang" (8 Bildschirmseiten)

- Fotogalerie

- Weitere Trailer: "Pharao", "Der Koloss von Rhodos", "Die Schöne und das Biest"

- 12-seitiges Booklet: "Fritz Langs 'Auch Henker sterben' - eine Produktionsgeschichte"

Die DVD ist von e-m-s sehr gut umgesetzt worden. Beim Starten des Films erfährt man, dass man die ungekürzte Fassung zu sehen bekommt, und dass in den Szenen, bei denen die Synchronisation fehlt, Untertitel eingeblendet werden. Dass Booklet bietet einem sehr interessante Hintergrundinformationen zur Enstehung des Films, in der man auch die Drehbuch-Geschichte detailierter nachlesen kann.

Alles in allem: eine absolute Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heydrichs Attentäter..., 24. März 2014
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Neben Ernst Lubitschs "Sein oder Nichtsein" und Charlie Chaplins "Der große Diktator" ist sicherlich Fritz Langs "Auch Henker sterben" einer der besten filmischen Kriegsbeiträge gegen das faschistische Deutschland. Der Film, der 1943 ín Hollywood entstand ist sogar das Werk eines Trios aus Deutschland, die allesamt nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 aus Deutschland auswanderten. Neben Regisseur Fritz Lang war dies sein Drehbuchautor Bertold Brecht und der Komponist Hanss Eisler. Während Lang bereits schon lange in Hollywood tätig war und auch nach dem Krieg dort blieb, kehrten sowohl Brecht als auch Eisler nach dem Krieg in ihre Heimat zurück. Brecht kam mit seinem poetischen Werk und als Dramatiker zu Weltruhm, Eissler komponierte die Nationalhymne der Deutschen Demokratischen Republik.
Der Film befasst sich mit dem Attentat auf Reinhard Heydrich, dem SS-Obergruppenführer und General der Polizei, der während der Nazizeit als Leiter des Reichssicherheitshauptamts und Stellvertretender Reichsprotektor in Böhmen und Mähren für zahlreiche Kriegsverbrechen verantwortlich war. 1941 wurde er von Hermann Göring mit der sogenannten Endlösung der Judenfrage beauftragt und war ab diesem Zeitpunkt der große Organisator des Holocausts. Im Jahr 1942 wird Heydrich (Hans Heinrich von Twardowski) bei einem Attentat in Prag schwer verletzt und stirbt 8 Tage später an seinen Verletzungen. Dieses Attentat trifft das Regime ins Mark und es folgen zahlreiche Racheakte durch die Nazionalsozialisten. Im Film wird Heydrichs Mörder als Mitglied des im Untergrund tätigen tschechisches Widerstands mit Verbindungen zur Kommunistischen Partei dargestellt. Der Film zeigt in seiner Anfangssequenz einen sadistisch wirkenden Heydrich, der gleich in der nächsten Szene schon Geschichte ist. Täter ist der Chirurg Dr. Franticek Svoboda (Brian Donlevy), ein tschechischer Patriot, der eigentlich in sein Fluchtauto einsteigen will, doch dieses wurde bereits zur Gestapo geschafft. So versteckt sich der Mann zwischen den Häusern und dank der jungen Mascha Novotny (Anna Lee), die zur selben zeit in einem Gemüseladen einkauft, kann er etwas Vorsprung gewinnen. Denn Mascha lockt die Deutschen in die andere Richtung. Eine Entscheidung mit Folgen, denn der Gesuchte taucht nur wenige Stunden später in der Wohnung der Svobodas auf. Professor Svoboda (Walter Brennan) und seine Frau (Nana Bryant) laden den Fremden zum Essen ein, obwohl auch Maschas Verlobter (Dennis O'Keefe) zu Besuch kommen könnte. Dem Professor ist aber schnell klar, dass er jetzt einen Gesuchten beherbergt. Inzwischen laufen die Ermittlungen der Nazis durch die Gestapomänner Kurt Haas (Tonio Selwart), Alois Gruber (Alexander Granach) und Inspektor Ritter (Reinhold Schünzel) auf Hochtouren. Zeugen werden gefoltert und Männer werden willkürlich verhaftet. Die Bevölkerung wird somit gezwungen den Mörder zu verraten, ansonsten sterben die Gefangenen. Unter ihnen befindet sich bald auch Maschas Vater. Und der Widerstand ist auch mit einem möglichen Verräter Emil Czaka (Gene Lockhart) konfrontiert...
Lang und Brecht hatten in "Auch Henker sterben" nie den Anspruch eine realistische Beschreibung der Ereignisse zu machen, dominierend ist der Blick auf den NS-Terror, den die Protagonisten in der Gestalt von durchtriebenen, faschistischen Staatsterroristen ausüben, so sind die Darstellungen der Emmigranten Reinhold Schünzel oder Alexander Granach mit hoher Intensität gestaltet. Sein etwas reißerisch gestalteter Antinazifilm ist durchgehend spannend. Für die großartigen Bilder des Films war der aus China stammende James Wong Howe (Verfolgt, Picknick, Dein Schicksal in meiner Hand, Man nannte ihn Hombre, Hud) verantwortlich.
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5.0 von 5 Sternen Lang meets Brecht @ The Traumfabrik oder NOT The End..., 8. Oktober 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mit diesem - deutlich patriotisch gefärbten - Abspann endet Fritz Langs HANGMEN ALSO DIE. Was allerdings den Film selbst betrifft, so könnte ich nicht negativ hervorheben, dass er etwa zu propagandistisch oder dergleichen geraten wäre.
Immerhin muss man sich vor Augen halten, dass AUCH HENKER STERBEN mitten in den Jahren der Kriegswirren (die USA waren auch bereits darin verwickelt) entstanden ist.
Und dass Heydrich als Unterdrücker und skrupelloser Tyrann dargestellt wird, ist selbst aus nüchtern-objektiver Sicht so tragbar, finde ich. Überhaupt ist es gelungen, die besetzte Tschechoslowakei durch gut gewählte Charakterdarsteller als beklemmenden Ort der Bespitzelung und der Unterdrückung zu veranschaulichen, ohne jedoch unnötige Verteufelung oder Heroisierung irgendwelcher historischer Personen vornehmen zu müssen. Erzählt wird ja meist ohnehin aus Sicht einer bürgerlichen Prager Familie, die durch einen unverhofften Besuch ins Visier der GESTAPO gerät.
Dass HANGMEN ALSO DIE trotzdem ein Produkt der Traumfabrik ist, darf man halt nie aus dem Hinterkopf streichen. Ich denke da beispielsweise an die englische Beschriftung sämtlicher Geschäfte in Prag - sehr authentisch ist das nicht gerade, aber will man anhand solcher Ungereimtheiten den Film als Ganzes verunglimpfen?

Ich für meinen Teil war im Vorfeld sehr gespannt was ich von diesem Schwarzweißstreifen erwaten durfte. Immerhin haben sich zwei Personen, die ich persönlich sehr bewundere, daran zu schaffen gemacht: Und zwar keine Geringeren als der Exil-Wiener Fritz Lang und der Exil-Deutsche Bert Brecht.
Liest man im üppig bestückten Booklet nach, so findet man heraus, dass Lang und Brecht recht uneinig darüber waren, wie man denn den niedergeschriebenen Stoff so darbieten könne, dass Fiktion, Tiefgang und Realität einander einigermaßen im Gleichgewicht stünden. Brecht, der auf jedenfall wieder in seine Heimat zurückkehren wollte, falls denn der Krieg und das Regime (was ja damals noch nicht so ganz gewiss war) endlich überstanden wären, stand der Traumfabrik Hollywood durchaus kritisch gegenüber. Wohl erkannte er die Tücken des kapitalistischen Künstlertums. Gleichzeitig war Brecht (lesen Sie bei Gelegenheit einmal seine Gedichte, die er vor allem in den 40ern geschrieben hatte) überzeugter Kommunist und fühlte sich im Ganzen offenbar nicht so recht behaglich im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten". Lang hingegen, der sich seit seiner Ankunft recht gut eingelebt hatte, wusste, was die Amerikaner haben wollten und was nötig war, um HANGMEN ALSO DIE die richtige "Fassung" zu verpassen, um auch von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden...
Jedenfalls dürften die beiden Ausnahmekünstler sich schon während des Drehs zerstritten haben, was Brechts Distanzierung vom Film (auch später noch) zur Folge hatte. Auch über Lang verlor Brecht später noch das eine oder andere schlechte Wort.
Fritz Lang hingegen dürfte das nicht so dramatisch gesehen haben und zeigte sich in späteren Interviews Brecht gegenüber durchwegs versöhnlich. Vielleicht war er in dieser Hinsicht etwas "professioneller", weil kompromissbereiter... Wurscht.

Ich denke schon anhand dieser Spannung, die zwischen Lang und Brecht lag, musste der Film in gewisser Hinsicht etwas Besonderes werden.
Und tatsächlich: Der Plot des Streifens fesselt durchaus! Es wird gezeigt, dass Zivilcourage über allem anderen steht, dass nur, wenn man zusammenhält, ein scheinbar übermächtiger Gegener verwundbar ist. Dass am Ende der Gegner gar mit seinen eigenen Waffen geschlagen wird, mag etwas gewagt dargestellt sein. Hier zollte man wahrlich Hollywood Tribut - gut und schön. Dennoch ist die Grundintention des Films schadlos und "unverdorben" an den nachdenklichen Konsumenten gelangt, wie ich finde. Dass man, wenn man das Schwert in die Hand nimmt, selbst durch eben dieses umkommen wird, wurde selten eindringlicher via Leinwandspektakel dargeboten. Hinzu kommt noch, dass beispielsweise Szenen, die die geheimen Treffen der tschechischen Widerstandsbewegung zeigen, durchaus zwiespältig und mehrschichtig interpretierbar sind. Jedenfalls werden - wie hier meiner Meinung nach teils fälschlicherweise behauptet wird - keine makellosen Helden gezeigt, die die bösen Nazis am Ende besiegen. HANGMEN ALSO DIE ist durchaus eine kritische, wenngleich freilich stellenwiese pro-amerikanische Auseinandersetzung mit Terror, Unterdrückung und Mittäterschaft durch Wegschauen.
Ehrlich gesagt finde ich es ja verblüffend, dass solch ein brisanter Stoff inmitten der heftigst umkämpften Kriegsjahre in den Kinos gezeigt wurde (nur im Westen freilich).
Vor allem die Darstellung des perfekt organisierten Spitzelwesens und des NS-Überwachungsapparates ist großartig gelungen. Verzweifelte Menschen, die aus Angst um die eigene Familie andere Gleichgesinnte verraten, sind glaubwürdig - oder nicht?
Menschen, die mitmachen, weil sie die eigene Machtposition erweitern oder wenigstens nicht verlieren wollen, sind doch auch Menschen - oder nicht?
Dass quasi rund um diese Kernaussagen des Films ein unverkennbarer Hollywoodcharakter erhalten bleibt, ist erstens der Entstehungszeit und zweitens dem Entstehungsland zuzuschreiben. Und verglichen mit späteren Nachkriegsproduktionen ist HANGMEN ALSO DIE weitaus kritischer - weil eben sehr vielschichtig - konstruiert worden als so manch anderes Leinwandspektakel, das sich mit ähnlichen Themen befasst.

Obwohl der Film zu Beginn eine gewisse "Anlaufphase" benötigt, um halbwegs in die Gänge zu kommen, war ich mir am Ende des Streifens sicher, ein echtes Meisterwerk gesehen zu haben. Trotz einer nicht unkomplizierten Story ist es durchwegs gelungen, die Zusammenhänge allesamt "logisch" (also nachvollziehbar) darzustellen.
Dass das Ende des Abspanns mit den Worten "(NOT) The End" betitelt wurde, machte mich gar wehmütig, weil es aus heutiger Sicht auch (unterschwellig) offenbart, wie viel Leid, Entbehrungen und Katastrophen bis zum tatsächlichen Ende des Krieges noch "nötig" waren. Ob dies (abgesehen vom patriotisch-aufrüttelnden Effekt auf die damaligen Zuseher) vielleicht gar so gedacht war?
Bei zwei Kalibern wie Fritz Lang und Bert Brecht würde ich das nicht einmal ausschließen...

Zusätzliche Pluspunkte kann diese DVD erstens durch das dicke und schön gestaltete Booklet erwerben, das auch sehr lesenswert ist und zweitens durch das Bonusmaterial. Vor allem ein Interview mit Fritz Lang (das allerdings von einem späteren Zeitpunkt stammt) ist ein cineastischer Leckerbissen. Abgesehen davon, wie er über einzelne Filme spricht, erzählt er davon, wie ihm vor seiner Immigration in die USA von Propagandaminister Joseph Goebbels eine Stelle als NS-Filmchef angeboten wurde. Langs Schilderungen sind hierbei so authentisch und lebendig, dass einem das Herz bis zum Halse schlägt (wenn man sich darauf auch einlässt freilich).
Übrigens: Wie schon von anderen Rezensenten erwähnt, ist dies eine ungekürzte Fassung des Films, wobei im Deutschen fehlende Teile eingefügt und mit Untertiteln belegt wurden.

In Summe ist HANGMEN ALSO DIE ein eindeutiger 5-STERNE-FILMKLASSIKER für mich!

P.S. Ich wundere mich ehrlich gestanden ein wenig darüber, dass dieser Film nicht ähnlich viel Beachtung findet wie vergleichsweise andere Leinwandwerke aus dieser Zeit. Meines Erachtens ist dies neben Langs noch in Deutschland geschaffener Produktionen (z.B. "Metropolis", "Frau im Mond", "Das Testament des Dr. Mabuse") eines seiner Meisterstücke!
Dazu möchte ich noch sagen, dass ich z.B. auch das oftmals und gern übersehene "The Secret Beyond The Door", das ich mal zufällig um Mitternacht beim Zappen irgendwo erwischt habe, für weit unterschätzt halte. Schade jedenfalls, dass es diesen Streifen noch nicht auf DVD oder Bluray gibt. Hier wäre Handlungsbedarf vonnöten, liebe Produzenten!!

Fazit: Wer Fritz Lang schätzt und akzeptiert, dass HANGMEN ALSO DIE halt ganz einfach ein Kind der Traumfabrik ist, der wird fast zwangsläufig nicht daran vorbeikommen!
Mir persönlich hat dieser Streifen auch mehr zugesagt als z.B. Langs "Ministerium der Angst", das ebenfalls in den frühen 40ern entstanden ist. Aber gut, Geschmäcker sind nun einmal verschieden...

Gehört meines Erachtens in jede ordentlich geführte Filmklassiker-Cinethek. GROSSES KINO, dem der vielberüchtigte Zahn der Zeit nicht so sehr zugesetzt hat, wie das viele Gegner des Films gerne behaupten möchten...
Aber machen Sie sich selbst ein Bild!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessanter Film, 29. Februar 2012
Von 
Swissangel "Toni" (Schaffhausen, CH Switzerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Auch Henker sterben (DVD)
Interessanter Film von Fritz Lang (der Filmgeschichte geschrieben hatte mite "Metropolis") welcher in den Kriegsjahren entstand und das Grauen in Europa eindrücklich beschreibt, nach einem Drehbuch von Brecht, einem der bedeutesten Autoren.

Der vorliegende DVD-Hülle enthält ein 44seitiges Booklet mit Auszüge von Kritiken, FBI-Akten etc., Stab-Angabe.

Der Film selbst ist in vollständiger Fassung enthalten, jene Szenen die in der deutschen Fassung einst geschnitten wurden, sind hier im englischen Original wieder eingefügt und mit englischen Untertitel versehen!!!!

Die Bildqualität ist recht gut, natürlich an einige Stellen etwas körnig aber in Ordnung.

Fazit: mag zwar nicht der spannendeste Film sein gibt aber einen interessanten Einblick wie es damals gewesen war.

Trivia: für Film und Serien Fans könnte "Hangmen also die" (engl. orig.Titel) auch interessant sein, denn wenn man ganz genau hinschaut, erblickt man in kleinen Rollen bekannte Gesichter wie etwa der Taxifahrer, der vor dem Laden wartet. Es ist nämlich Lionel Stander, der später, 1979-84 vor allem als Butler Max in "Hart aber herzlich" Berühmtheit erlangen sollte! Als Geisel im Camp ist unter anderem Drwight Frye zu sehen, der im 1931er "Dracula" den Renfield spielte. Also Gestapo Mann ist unter anderem Kurt Kreuger zu sehen. Ebenso mitdabei ist Charles Middleton, den man als MING aus den Flash Gordon Serials bestens in Erinnerung hat.
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5.0 von 5 Sternen Alles bestens, 4. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alles bestens, gerne wieder! Ihr Service war schnell und präziese. Das Produkt entspricht meinen Erwartungen.Ich empfehle sie gerne weiter. Danke.
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5.0 von 5 Sternen dvd, 28. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch Henker sterben ist ein guter film aber ach der US Sicht die Wirklichkeit war brutal und furchtbar man kann nur
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hangmen also die!, 11. Dezember 2010
Auch Henker sterben (Collector's Edition)This edition is the complete version with a scene deleted in USA replaced. This is noted on the disc as the Uncensored version. The title defaults to the Deutsche audio track but the original English audio is accessible. There are no English subtitles. The print is good but a little distant from the camera negative than I would have expected. The audio is good with very low level background noise. I have been advised that there are a couple visible production errors in the film so I must look again & try & spot them. This was one of Fritz Lang's 1940s films where he had moved when he decided would be better for him than Europe. His wife, writer Thea von Harbou, remained in Germany.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verdacht umgelenkt, 10. Juli 2011
Von 
Matthias Haas (Sumiswald Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Auch Henker sterben (DVD)
Die von den Nazis besetzte Tschechoslowakei: Reichsinspektor Heydrich verritt die mehr als verachtenswerten Interessen des Nazis-Regimes in Prag. Hinrichtungen gibt es andauernd. Deshalb hat er bald den Übernamen "Henker". Aus der tschechischen Widerstandsbewegung gelingt es jemandem, Heydrich bei einem Attentat zu ermorden. Die Nazis suchen fieberhaft nach dem Täter, nehmen Tschechen fest, und lassen von diesen täglich einen umbringen, bis der Täter gefasst ist oder sich stellt. Die Einheimischen sind gespalten ob der Frage, ob sie auf diese Erpressung hin klein beigeben sollten oder nicht. Die Mehrheit ist nicht dazu bereit. Die Familie von Natascha Novotna (Anna Lee) versucht den wirklichen Attentäter zu decken, gerät aber auch selbst in Verdacht. Die Nazis rücken ihnen immer näher auf die Pelle. Doch dank der Unterstützung ihrer Landsleute können die Novotnys und ihre Mitstreiter schliesslich den Verdacht auf einen tschechischen Nazi-Kollaborateur lenken. Ob die Nazis diesen Köder wohl schlucken werden? Wenn nicht, sieht es für Natascha sehr düster aus.
Als HANGMEN ALSO DIE (United Artists, 1943) entstand, tobte der 2. Weltkrieg mit voller Wucht. Im Kino hatte das mit mehr oder weniger stark propagandistisch gefärbten Filmen seine Auswirkung. Doch der im Hollywood-Exil lebende Wiener Regisseur Fritz Lang hatte bestimmt auch persönliche Motive für den Film, der die damals bekannten Nazis-Gräuel relativ plausibel darstellt. Damit ist die teils stereotype Darstellung der Figuren weitgehend erklärt und gerechtfertigt. Die Geschichte ist spannend, hat aber stellenweise Längen. Trotzdem ist es insgesamt lohnend, sich den Film anzuschauen. Ein sehr eindrückliches Zeitdokument!
Man merkt dem Film auch in technischer Hinsicht an, dass der Zahn der Zeit daran genagt hat, denn die Qualität des Bildes (4:3, schwarz-weiss) könnte noch um einiges verbessert werden, besonders hinsichtlich Schärfe und Kontraste. Immerhin wurde der Film um einige nicht synchronisierte Szenen ergänzt, sodass er es auf der DVD zu 130 Minuten Laufzeit bringt (leider ohne UA-Logo). Es gibt eine deutsche und eine englische Tonspur, dazu deutsche Untertitel durchgehend oder nur für die englischsprachigen Sequenzen. Der Ton ist relativ gut. Das Bonusmaterial ist bescheiden: eine Bildergalerie und ein paar wenige Infotafeln zu Regisseur Fritz Lang. Mehr hat die Einzel-DVD-Neuauflage von 2009 leider nicht mehr zu bieten.
Die Aufarbeitung des Films ist leider nur teilweise gelungen. Deshalb gibt es für die DVD nur drei von fünf Widerstandsflugblättern und ein grosses Glas einheimischen Bieres.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heyrich, 22. Oktober 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr gut gemachter Spielfilm, der Original Film über die Ermordung von Heydrich zeigt mehr Tatsachen.
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14 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Handwerklich sehr guter Film, aber..., 10. April 2007
Keine Frage, der Film ist handwerklich, sowohl was das Buch als auch was die Regie anbelangt sehr gut in Szene gesetzt. ABER: Die Grundaussage des Films ist totalitär. Nur weil es gegen den Nationalsozialismus geht heißt noch lange nicht, dass die Grundbotschaft des Filmes "gut" ist. Vielmehr erkenne ich in der Grundaussage des Films ganz klar eine totalitäre Botschaft im Sinne des Kommunismus. Die Prager Bevölkerung agiert gewissermaßen beispielhaft wie ein revolutionäres kommunistisches Kollektiv. Dabei kommen aber die wesentlichen Elemente einer totalitären Diktatur zum Vorschein, wenn auch eher indirekt und positiv idealisiert:

1. Die Prager Bevölkerung handelt "wie ein Mann". Dass der große Plan, einen Verräter in den eigenen Reihen (der natürlich ein Kapitalist ist) den Nazis ans Messer zu liefern tatsächlich gelingt ist nur dadurch möglich, dass eine Vielzahl von Menschen gewissermaßen "einen Willen" hat und dementsprechend planvoll handelt. Wie der Plan und der Beschluss zu deren Umsetzung zustande kommt bleibt im Unklaren, und das nicht ohne Grund. Denn in der Praxis wäre so etwas nur auf diktatorischem Wege möglich. Und so transportiert der Film auch die Botschaft: ein Abweichen von der "richtigen Linie" ist auf keinem Falle möglich.

2. Im Namen der "richtigen Sache" erscheint es im Film legitim, von Dingen wie Lüge und sogar Mord gebrauch zu machen. Damit steht das "revolutionäre Kollektiv" jenseits von Gut un Böse, ist also selbst jeder Moral enthoben. Wohin das in der Praxis oft geführt hat, zeigt der Film natürlich wiederum nicht.

Aus diesen Gründen ist der Film für mich ein Beispiel, wie verführerisch totalitäres Denken auftreten kann. Denn niemals wirbt ja der Totalitarismus mit dem Terror, den er produziert. Unter diesen Vorbehalten ist der Film durchaus sehenswert.

Zum Schluss muss ich jedoch Fritz Land in Schutz nehmen. Er schwächt die totalitäre Botschaft des Filmes, die wohl auf Berthold Brecht zurückzuführen ist, durch seine Regiefürhung deutlich ab.
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