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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man staunt, 24. Januar 2010
Von 
B. Stemmer (Lübeck) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Der Dokumentarfilm dreht sich - wie der Titel schon sagt - rund um das Thema Atommüll: Wie ging man früher und wie geht man heute noch in Europa, den USA und Russland mit hochradioaktiven Abfällen um? Was steht eigentlich hinter dem Begriff "Entsorgung"? Die Antworten des Films lassen einen in starrem Staunen und mit einem sehr unguten Gefühl zurück: strahlende Fässer, die von Hochseeschiffen aus schlichtweg in den Atlantik gewofen werden; radioaktive Flüssigabfälle, die in der ehemaligen Sowjetunion in gigantischen Freilandseen gesammelt wurden; wie trotz der übereilten Verfüllung des Sees der gesamte Flusslauf verstrahlt wurde und noch heute eine vergleichbare Radioaktivität aufweist wie das Gebiet um Tschernobyl (die Arbeiter, die den See mit schwerem Gerät zuschütteten, konnten das Geröll nur in bleigepanzerten LKW heranfahren und mussten das Ufer angesichts der extremen Strahlendosis innerhalb von drei Minuten wieder verlassen haben).

Aber der Blick geht auch nach Europa: weshalb die "Wiederaufbereitung" von abgebrannten Brennstäben mitnichten diesen Namen verdient; dass in der Aufarbeitungsanlage La Hague flüssiger radioaktiver Abfall legal in den Atlantik geleitet wird und dass die Anlage (aufgrund fehlender, weil zu teurer Filteranlagen) große Mengen radioaktiv verseuchter Abgase in die Luft leitet - ebenfalls völlig legal - während sich die radioaktiven Wolken je nach Windrichtung auf ganz Europa legen.

Insgesamt ein sehr sehenswerter Film, der die Augen öffnet über unseren Umgang mit Atommüll. Wie der Titel vermuten lässt, hat der Film jedoch eine klare Tendenz. Dennoch sehr zu empfehlen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besser wegschauen - Schockerlebnis !, 10. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Potentiell muss die Lagerung von Atommüll so beschaffen sein, dass die Sicherheit für mindestens 200000-300000 Jahre gewährleistet wird, da die atomaren Stoffe, welche wir verwenden um Energie zu gewinnen, mindestens für diese Zeiträume hoch gefährlich sind. Im Film wird die Zahl von 6000 Menschengenerationen genannt für die wir Verantwortung zu übernehmen haben (von Flora und Fauna mal abgesehen!).
Der Ursprung der westlichen Kultur wird mit der griechischen Kultur vor 2500 Jahren grob angegeben. Dieser Zeitraum entspricht als gerade mal einem Bruchteil der Zeitspanne für den unsere Vorsorge gelten müsste. Betrachtet man also die 2500 Jahre als den Zeitraum in dem wir unsere wesentlichen kulturellen Erfahrungen generiert haben, dann ist unser Vorhaben den Atommüll zu kontrollieren ein Witz. In dem vergangenen Zeitraum sind Reiche, Kulturen, Gesellschaften untergegangen und aufgestiegen. Politische Modelle wurden erprobt und für schlecht oder gut befunden. Kurz: Die Menschheit entwickelte sich technisch, kulturell, politisch.
Die zeitlichen Größenordnungen machen überaus deutlich mit welcher Hybris der moderne Mensch die Natur zum Untertan gemacht hat und sich nun einbildet, er hätte die Atomenergie unter Kontrolle. Man kann erahnen, wie unschlüssig unsere Logik ist, denn dermaßen große Zeiträume sicherheitstechnisch zu erschließen, scheint nahezu unwahrscheinlich. Noch geht aber alles irgendwie gut, was nun aber nichts beweist.

Normalerweise ist die mediale Aufmerksamkeit bezüglich der Problematik von atomaren Gefahren auf Katastrophen gerichtet. Man nennt Tschernobyl/Hiroshima/Nagasaki und wähnt sich im hoffenden Glück, dass so etwas nicht wieder geschehe, um im gleichen Atemzug die kontaminierten Gebiete als tot zu erklären, als auch die betroffenen Menschen zu bedauern. Es ist scheinbar okay ein bisschen Erde zu opfern, um einseitigen Fortschritt zu realisieren. Dass sich die Krise aber lautlos und unsichtbar normalisiert hat und dabei in eine Art Dauerzustand übergangen ist, werden wir wohl kaum wahrhaben wollen. Die Tragik zeigt sich schon durch den Umgang mit den atomaren Abfällen am Beginn des atomindustriellen Zeitalters, da unser Selbstverständnis, die Meere einfach als unendlich große Mülleimer zu begreifen viel über unseren Wahrnehmungshorizont aussagt. Man schüttete die Nordsee, den Atlantik usw. einfach mit 100000 Tonnen in Fässern verpackten Atommüll zu, die überall verteilt auf dem Meeresgrund lagern und nun munter das Material diffundieren lassen und mit aller Wahrscheinlichkeit in die Nahrungskette gelangen. Als man diese Entsorgungspraxis verbot, wurde radioaktiver Flüssigabfall einfach in die Flüsse und Meere eingeleitet, ganz legal (so zeigt der Film dies zumindest in Frankreich, aber ich denke in der BRD wird das nicht anders sein?).

Meines Erachtens gibt es nicht einmal ein Bewusstsein in der Bevölkerung über diese lebensgefährlichen Alltagspraxen in der Atomindustrie. Die italienische Mafia lasse ich mal unerwähnt, denn so viel ich weiß, entsorgt diese auch für wenig Geld bestimmtes fragwürdiges Material irgendwo im Mittelmeer, darunter sicherlich auch Atommüll (siehe das sehr empfehlenswerte Buch von Roberto Saviano).

Die Franzosen haben Wiederaufbereitungsanlagen z.B. in Le Hague. Diese Anlagen suggerieren, dass sich der Atomenergiekreislauf sinnvoll schließen lässt. Abgesehen davon, dass durch die Belastung mit gasförmigen Atommaterial, welches durch die Schornsteine solcher Anlagen entweicht, eine permanente europaweite Kontamination verursacht wird, landet das in diesen Anlagen wiederaufbereitete materielle Plutonium zu ca.80% in Sibirien, wo es einfach in Fässern gelagert wird, die unter freiem Himmel stehen und ungeschützt sind. Eine praktische aber nicht ungefährliche Entsorgungstechnik. In Deutschland kennen wir ja die Debatten über Gorleben und Asse II, jedoch ohne die Aussicht, dass sich hier eine vernünftige Lösung der Endlagerung durchgesetzt hätte. Man scheint auf Glück und Zufall zu vertrauen. Letztendlich überall.

Fassungslos machen einen die Bilder aus Russland, Sibirien, die im Film gezeigt werden. Riesige Gebiete werden für Ewigkeiten verseucht. Hochradioaktiver, flüssiger Müll wird zum Teil einfach in riesige Seen verfrachtet, die zugeschüttet werden müssen, damit der Kontakt mit der Umwelt verhindert wird. Die Radioaktivität entspricht der von Tschernobyl. Die Bevölkerung wird trotzdem dort wohnen gelassen und fungiert als eine Art unfreiwillige Versuchstruppe mit hoher Krebsrate und aussichtsloser Zukunft. Hinterfragt wird das einfach nicht. So lebt man halt.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassige Dokumentation!, 22. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Lange war die Dokumentation nur über den ARTE Webshop zu beziehen. Habe damals das Abenteuer auf mich genommen (ohne Franzöisch-Kenntnisse!) den Bestellvorgang zu wagen. Seit damals ein absoluter Pflichtfilm, den ich immer Atomkraftfans in meinem Bekanntenkreis schenke um ihnen aufzuzeigen, welchen Nonsens Sie erzählen. Absoluter Wahnsinn ist, dass es noch immer legal ist Atommüll ins Meer zu pumpen. Im Film wird dies am Beispiel Frankreich dokumentiert, aber leider wird es in anderen Ländern wie z.B. Italien genauso gemacht. Wäre dieser Umstand bekannter, würden vielleicht mal die Touristen ausbleiben und die Verantwortlichen endlich mal zum Handeln zwingen. Wie stark die Atomlobby noch immer ist hat die Verlängerung der Laufzeiten der AKWs in Deutschland vor wenigen Monaten eindrucksvoll gezeigt. Eine Zahl zum Abschluß: Eine Atomkraftwerk bringt ihren Betreibern einen täglichen(!) Gewinn von 1,5 Mio. Euro!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Dokumentation, 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Es ist schon haarsträubend, wie der Mensch mit seiner Umwelt und Zukunft umgeht. Dies wird in dieser Dokumentation ganz klar deutlich. Wussten Sie zum Beispiel das es verboten ist, Atommüllfässer von Schiffen aus ins Meer zu werfen (nachdem man es jahrelang praktiziert hatte)? Dafür wird aber der Atomlobby erlaubt, radioaktive Abfälle in langen Rohrleitungen ins Meer zu pumpen (wird seit dem Verbot der Fässer praktiziert)! Über diese und andere furchtbare Tatsachen klärt dieser Film auf. Einen Stern habe ich abgezogen, weil einige Probleme (z.B. wie werden Atom-Unterseeboote entsorgt?) nicht angesprochen werden. Mein Fazit: Eine gute und aufschlussreiche Dokumentation zum Thema Atommüll.
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5.0 von 5 Sternen Denkt mal drüber nach, 8. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Ein fundiert recherchierter Film über ein Problem, welches in der Öffentlichkeit kaum thematisiert wrd.
Das anschauen lohnt sich.
Wenn man anfängt darüber nachzudenken, glaubt man, dass es überall auf der Welt täglich ein bißchen Tschernobyl gibt.
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5.0 von 5 Sternen Tolle Doku, 15. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Alptraum Atommüll (DVD)
Gehört meiner Meinung nach in jede Schule als Bildungsmaterial, sehr informativ, DVD funktioniert einmalig, super Abwicklung der Bestellung, vielen lieben Dank und glg Margit
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Alptraum Atommüll
Alptraum Atommüll von Laure Noualhat (DVD - 2010)
EUR 15,99
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