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am 4. Oktober 2013
Wieder ein sehr gelungenes "arte"- Künstlerporträt, das dieses Mal den Maler Otto Dix (1891 - 1969) zum Gegenstand hat, einen der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts, der seine Zeitgenossen damals durch die Konfrontation mit der Realität in seinen BIldern schockierte, weil er die Realität so darstellte, wie sie war, bzw. wie er sie erlebt hatte.
Und in einer Zeit aufgewachsen, in der es viel Not und Grausamkeiten gab, musste das Werk des Realisten zwangsläufig - auch - grausame Szenen zum Gegenstand haben: aus einfachen Verhältnissen stammend, wird Dix zum Dekorationsmaler ausgebildet. Kaum erwachsen, meldet er sich dann als Soldat zum 1. Weltkrieg, wo er die furchtbaren Kämpfe an der Westfront hautnah miterlebt. Die furchtbaren Erlebnisse (zerfetzte Soldaten; Zerstörungen; Todeskampf; ...) dort bleiben lange Zeit eines der hauptthemen des Malers.
In der Weimarer Republik beobachtet er die Gesellschaft (Revue-, Caberet- und andere damalige Unterhaltung, Alltag, Kriegsversehrte, Bordelle, Krüppel, usw.), der er mit seinen Bildern den Spiegel vorhält, weil er sie so malt, wie sie ist; auffallend ist dabei, dass er seine Dargestellten oft grotesk überzeichnet oder sogar eine aggressive Haltung gegenüber der damaligen Gesellschaft/ den Menschen offenbart. Die Gesellschaft mag ihn damals daher oft nicht; seine Werke wirken oft zu verstörend.
Er studiert weiter die Kunst, heiratet, und beteiligt sich an den vielen verschiedenen Kunstrichtungen, die damals in Deutschland bestanden, um letztendlich dann seinen eigenen, stark am Realismus orientierten Stil zu finden.
Im Nationalsozialismus gelten seine Werke als "entartet", und Otto Dix wird jahrelang schikaniert und beobachtet. Er zieht sich in die "Innere Emigration" zurück, indem er vor allem in dieser Zeit nur Landschaften malt, und von Freunden unterstützt wird. Am Ende des Krieges wird er gar noch - mit 55 Jahren - zum "VOlkssturm" in den 2. Weltkrieg eingezogen; für 1 Jahr gerät er dann noch in französische Kriegsgefangenschaft.
Wieder in Deutschland kann Otto Dix die Begeisterung für die "moderne" (abstrakte) Kunst nicht teilen.
Erst langsam wird Otto Dix dann wieder von der Öffentlichkeit wiederentdeckt. Einige Jahre vor seinem Tod (1969) werden ihm noch zahlreiche Ehrungen zuteil.

Im Film kommen Kunsthistoriker, Museums- Konservatore, Galeristen, Angehörige des Malers, und der Maler selbst zu Wort.
Sehr viele Bilder und Zeichnungen werden im jeweiligen thematischen Zusammenhang gezeigt.
Immer wieder kommt der Meister selber hier noch "zu WOrt" - z.B. durch Briefe, Erinnerungen von Zeitgenossen, (teils aber auch recht verwirrende und umstrittene) Aussagen. - Oder auch direkt, durch alte Filmszenen. - Der Maler war zur Zeit des Drehs des Films (2011) natürlich längst gestorben. Leider kann man die Szenen, in denen der Maler selbst spricht, kaum verstehen; er spricht etwas undeutlich udn mit Dialekt (sächsisch). - Ich jedenfalls konnte das nicht verstehen. Leider wurden diese Szenen auch nicht - zum besseren Verständnis - untertitelt.
Das und die relativ geringe Länge des FIlms (nur 52 Min.) waren im wesentlichen die einzigen Aspekte, die mich an diesem Film gestört haben (und vielleicht auch noch der Preis).

Ansonsten ist der Film aber wirklich ausgezeichnet; mit vielen (seltenen) (Film-) Aufnahmen, die den Film nicht zu langweilig, sondern - trotz des dokumenatrischen Charakters - manchmal doch recht lebhaft machen.
Privates aus Otto Dix' Leben kommt hier genau so zur Sprache (auch zur Erleichterung der ERschließung seiner Bedeutung und seines Werkes), wie natürlich seine Kunst oder auch sein Kunstbegriff (was findet der Maler "Ästhetisch", usw.).

Der Film versucht Spekulation u.Ä. weitgehend zu vermeiden, sondern versucht Kunst, Kunstbegriff, Charakter und Leben des Malers weitgehend durch "ihn selber" (alte Filmaufzeichnungen, Briefe, ...) zu erklären. Dieser Ansatz muss hier als gelungen betrachtet werden.

Der Film heißt "10 Mal Dix", weil er in 10 KAPITEL untergliedert ist, denen jeweils ein Zitat vorangestellt wurde. DIese Kapitel sind im Einzelnen:

- Dix und die Gesellschaft;

- Dix und der 1. Weltkrieg;

- Dix und die Schönheit;

- Dix und seine Frau Martha;

- Dix und seine "2. Familie";

- Dix und das 20. Jahrhundert;

- Dix und das Portrait;

- Dix und die "Nazi- Schweine";

- Dix und die Innere Emigration;

- Dix und das "Malenswerte".

Länge: 52 Minuten.

Bild: 16:9 (PAL)

Ton: Stereo

Verfügbare Sprachen: Deutsch,

FAZIT: Gute, moderne - wenn auch recht kurze - ("arte"-) Dokumentation über den wirklich bedeutenden, äußerst talentierten Zeichner und Maler, mit der man sich gut einen Zugang zum Künstler und seinem Werk erschließen kann.
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am 10. April 2014
Great DVD on Otto Dix. I bought it to help me with my German and my study of his work.
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