Kundenrezensionen


8 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ZombiesZombiesZombies YEAH!
Eines vorweg: Dieses Buch ist auf jeden Fall etwas für Zombiefreunde. Vielleicht nicht für welche, die eigentlich wie ich auf klassische Zombie-Geschichten stehen, denn es wird viel experimentiert in dieser Anthologie, aber jeder, der etwas aufgeschlossen ist, wird seine Freude mit diesem Band haben. Dystopische Welten, zombieverseuchte Keller, Zombies im...
Vor 22 Monaten von Voss veröffentlicht

versus
1 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sie können es einfach nicht!!!
Wieder einmal auf die deutschen Autoren reingefallen!Schade um das Geld.Unsere Autoren haben für Zombies einfach keinen Draht.Sie sollen die Finger davon lassen und es denen überlassen die es wirklich können.
Vor 18 Monaten von Flieger 77 veröffentlicht


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ZombiesZombiesZombies YEAH!, 27. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Eines vorweg: Dieses Buch ist auf jeden Fall etwas für Zombiefreunde. Vielleicht nicht für welche, die eigentlich wie ich auf klassische Zombie-Geschichten stehen, denn es wird viel experimentiert in dieser Anthologie, aber jeder, der etwas aufgeschlossen ist, wird seine Freude mit diesem Band haben. Dystopische Welten, zombieverseuchte Keller, Zombies im Mittelalter oder als bezahlte Top-Darsteller der Filmindustrie, hier werden neue Wege beschritten und dennoch kommt das Gruseln nicht zu kurz. Ich lande insgesamt bei 8 von 10 Punkten und somit bei 5 Amazonsternen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zombies Yeah!, 27. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
David Grashoff und Pascal Kamp haben ihre Krallenhände in das fleischliche Dasein der deutschen Autorengemeinde geschlagen, um der Spezies Zombie eine Anthologie zu widmen. NEIN dies ist keine Lobpreisung auf erotische und glitzernde Wesen die in den letzten Jahren über die Kinoleinwände und LCD Schirme der Nation flimmerten, sondern ein Blick auf die harte Wirklichkeit. So werden uns 22 Geschichten und dazu passende Grafiken in broschierter Aufmachung geboten! Das Cover deutet einem den Weg!

Zum Inhalt:

So damit man sich ein besseres Bild machen kann, werde ich hier auf die einzelnen Storys kurz eingehen. Nach dem Vorwort der Herausgeber geht es auch schon mit der ersten Story aus der Tastatur von Boris Koch namens Fleischspenden los. Zwei ungewöhnliche Typen gehen ihren Streifendienst in einer absurden Gesellschaft in der Zombies mit ein paar Auflagen unter uns leben, nach. Während ihres Dienstes kommt es dann zu einer alltäglichen Streifendienstszene die zu lösen ist. Zynismus spielt eine Rolle.

Weiter geht es mit Der letzte Rockstar von Manfred Lill. Hier dürften wir an einem Konzert von Hector dem Superstar schlechthin teilnehmen. Eine besondere Art Lieder zu intonieren hat Hector dabei schon.

JIHAD von Tobias Backmann folgt dem ganzen. Hier werden Zombies als Sklaven, welche das nationale Rauschmittel Jihad ernten, gehalten. Ihr Eigner spielt dabei eine dubiose Rolle und erweist sich als sehr seltsamer Mensch.

Mit einem Gourmet erfreut uns dann André Wiesler. Hier schreibt er sich in SMS Form seine Schuld von der Seele, wobei das wohl nur an seiner ausweglosen Situation liegen dürfte. Aber trotz allen kann Wiesler es nicht lassen und deckt dunkle Seiten vom Grashoff auf.

In Apocalypse Marseille versetzt uns Andreas Gruber in ein endzeitliches Frankreich. Dort lässt er einen Geldeintreiber, der kurz vorm Ableben steht, mal eben etwas auf den Putz hauen.

Wenn Zwölfjährige sich die Nasen an den Kinovorschauvitrinen plattdrücken, dann liegt das wohl daran, dass sie für richtige Filme noch zu jung und für Kinderfilme zu alt sind. Aber welche Phantasien sich in den Köpfen dieser Halbstarken bilden können, bringt uns Christoph Marzi in Die schreckliche Insel der Hungrigen Zombies näher.

Im Stile alter B-Movies geht es in Die Tankstelle der lebenden Zombies von Markus K. Korb weiter. Markus zeigt dabei auf, was passiert wenn eine Gruppe Verlierer an einer Tankstelle ihren Abend verbringen und dabei erfahren das die Toten aus ihren Gräber aufstehen und die Lebenden angreifen.

Bis der Tod uns scheidet aus der Feder von David Grashoff füllt als nächstes die Buchseiten. Hier wird aufgezeigt, welche Opfer jeder Einzelne bringen muss, um nicht zum Zombie zu werden.

Weiter geht es mit einem Blick auf die deutschen Poetry Slam Bühnenkultur. Torsten Sträter bringt uns diese und einen abgewrackten Slammer der auf seltsame Weise sein Publikum gewinnt in All Killers, no Fillers näher.

Was passiert, wenn das Virus ausgebrochen ist und man sich nicht sicher sein kann, wer infiziert ist und wer nicht erfährt man in Die Hungrigen Lebenden. Fabian Mauruschat lässt hier Kerkermeister und Opfer nicht nur aufeinander treffen sondern auch die Grenzen transparent erscheinen.

Was einem Mann passieren kann, wenn sich Ehefrau und Mutter immer zur selben Jahreszeit in die Haare bekommen, schildert Michael Siefener in Zombie. Die Story ist wohl als Hinweis an alle Medikamenteinnehmenden Ehemänner zu verstehen.

Anstalten – Zombies ? Michael Tillmann bringt uns in Das Himmelreich der Autisten genau diese Thematik näher. So erlebt man die direkte Nachinfektionszeit und die damit verbundenen Änderungen aus Sicht eines Autisten.

Arbeiten bis über den Tod hinaus und dass in einer verlorenen und vergessenen Gegend. Das ist noch nicht genug, den dieses auch noch für einen Ausbeuter. Dieses beschreibt Christian von Aster in Für die Statistik.

Wenn man sich in einem Mietshaus zu sehr der Leidenschaft hingibt und nicht genau weiß wer oder was seine Nachbarn sind, sollte man immer das Unmögliche in Betracht ziehen. Was einem sonst blüht erfährt man in Lena Falkenhabens Story Die Spur des Geiers.

Mit Zwei Wochen – Ewigkeit zeigt Torsten Scheib was Autoren alles so auf sich nehmen um ein gutes Stück Lektüre abzuliefern. Selbst die Einsamkeit eins Leuchtturmes kommet da in Betracht. Und ohne es vorher zu wissen welchen Realismus und Fiktionen diese Einsamkeit mit sich bringt beschreitet man hier einen neuen Abschnitt des Lebens.

Wenn Menschen ihre Erinnerung gestohlen bekommen und bei dieser Maßnahme etwas falsch läuft, gerät die Welt aus den Fugen. Wie dieses geschieht zeigt Nina Horvath in Gestohlene Erinnerungen.

Es gibt Tage die sollte man schnell vergessen oder mit viel Alkohol aus dem Gedächtnis tilgen. Was ansonsten alles passieren kann, zeigt uns Michael Schmidt in Der gebrauchte Tag.

Unversicherbar von Wolfgang Hohlbein bringt uns den alltäglichenWahnsinn der bei Versicherungen abläuft näher. Wenn dann aber noch Zombies hinzukommen wird das ganze noch bizarrer.

Die Weltherrschaft liegt in den Händen der Zombies. Wie es dann mit den Menschen weitergeht, erfährt man aus einem Tagebuch in Artgerechte Haltung von Falko Löffler.

Eine Mischung aus bekannten Shows und Filmen schraubt Markus Heitz in Unverhofftes Ende zusammen. Man bekommt einen Blick hinter die Kulissen von Raffgierigen TV Produzenten. Erschreckend wird es dann bei den Fans und deren Hingabe.

Thomas Plischke macht mit seiner Story Der Hunger nach der Schlacht die Sammlung komplett. Hier wird aufgezeigt was Überlebenden nach einer Schlacht so alles für Gefahren begegnen können und das nicht nur aus dem eigenen Lager.

Mein Fazit:

Ich muss gestehen, als ich das erste Mal bei Facebook über HUNGER gestolpert bin, habe ich mir gedacht „oh nee wer braucht sowas?“. Mittlerweile ist HUNGER erschienen und ich habe mir die mehr als 470 Seiten und 22 Storys zu Gemüte geführt. Und was soll ich sagen, HUNGER konnte mich wirklich überzeugen, den man findet ein weites Spektrum an Storys abseits dieser, aus den letzten Jahren bekannten, Kuschelwesen, Kein Klimmbim sondern richtig gute oldschoolige Zombiestorys mit platzenden Schädeln, sabbernden Gebissen, fauligen Gerüchen und abgesägten Schrotfinten. Es fiel mir sehr schwer HUNGER aus den Händen zu legen, den trotz der sehr detailliert beschriebenen „Ekelszenen“ war man auf mehr gespannt. Manche Ideen und deren Umsetzung, sprich den Versatz in eine Zombiewelt, haben mich wirklich überzeugt. Auch die Abrechnung mit einigen Klischees bzw. nervigen Alltagsbeschallungen aus der Glotze kommen echt gut an.

Leider gab es aber auch Lichtstrahlen, die den Zombies zu schaffen machten. So hätte ich mir an manchen Stellen mehr Unvorhersehbarkeit gewünscht.

Ich hoffe das war nicht die letzte Anthologie die den Hirnfressenden Untoten gewidmet worden ist.

Somit komme ich zu folgender Bewertung:

4,25 von 5 Hirnlutschern!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Herz für Zombies, 23. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Eigentlich haben Zombies ja ein leichtes Leben. Sie müssen sich um nichts mehr sorgen. Weder um den Job, Familie, den Aktienkursen oder Krankheiten, alles kein Thema mehr. Nur noch eins zählt, der Hunger! Und genau davon handeln diese Erzählungen.
Hunger ist eine erstklassige Zombie Anthologie aus Deutschland, es bleibt nur zu hoffen das es auch genügend Leser für das Buch gibt. Am Preis Leistungsverhältnis dürfte es jedenfalls nicht scheitern, hier bekommt man was fürs Geld. Für die 22 Geschichten auf 470 Seiten muss man schon ein wenig Zeit investieren. Die Erzählungen sind vielseitig und durchweg gelungen, so das spannende, unterhaltsame Stunden garantiert sind.
Besonders gefallen haben mir -Jihad, wo Untote als Sklaven schuften. -Apocalypse Marseille eine Endzeitstory und irgendwie auch eine Geschichte über Liebe. Und -Die Tankstelle der lebenden Zombies, wo es so richtig kracht, Romero lässt schön grüßen.

Nach dem Lesen dieser Geschichten ist mir aber eins mit Deutlichkeit klar geworden, wir sind nicht gerüstet, weder für eine Zombie Apokalypse noch einer Alien Invasion, es fehlt uns einfach an der nötigen Feuerkraft.
Das können die Amis auf jeden Fall viel besser und mit dem Slogan, Friss Blei Zombie, auf den Lippen, kann man dort so richtig schön losballern. Dafür könnte man sie fast beneiden.
Trotzdem fällt dieses Schusswaffen Defizit in den vorliegenden Geschichten kaum ins Gewicht. Die Autoren lassen sich das ein oder andere einfallen um das auszugleichen. Vielleicht liegt es auch daran, das in vielen Geschichten nicht die Gewaltaction im Vordergrund steht. Doch keine Angst, langweilig wird das Buch an keiner Stelle!
Als Zombie Fan sollte man sich diese Geschichten auf keinen Fall entgehen lassen!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Schocker !!!, 7. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Habe jetzt endlich diesen Ziegel von Buch durch ... versteht mich nicht falsch, das Buch ist super gebunden, hat ein schönes Glanzcover, hat tolle Innenillus, aber es ist nun mal mit seinen 480 Seiten eben keine kleine Lektüre für Zwischendurch.
Und das rechne ich dem Scratch-Verlag hoch an, denn zu diesem Preis erhält man viel Lesestoff.

Es sind viele gute, harte, originelle und manchmal auch humorvolle Stories enthalten.
Zu meinen Lieblingsgeschichten gehörten jene von Boris Koch, Markus Heitz (bekannt als Horror- & Zwergen-Fantasy-Autor), Michael Siefener und Lena Falkenhagen.
Besonders gefiel mir auch jenes Kleinod von Christian von Aster und, weil ich ja v.a. SF-Leser bin, jene Story mit dem klingenden Namen "Apocalypse Marseille" von Andreas Gruber, die eine düstere, originelle und spannende SF-Zukunftsvision eines zerstörten Frankreichs beschreibt, in der sich im Atommüll die Zombies herumtreiben - allerings höchst literarisch.

Toller Band, mit vielen guten und bekannten Autoren.
Lesenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Die Zombie-Anthologie „Hunger“ sticht vor allem durch ihre Verschiedenheit innerhalb der Geschichtenauswahl heraus, 8. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Cover/Innengestaltung
Das Cover und die Innengestaltung passen wie der Zombie auf das Menschenfleisch. Die Bilder, die im Inneren immer nach einer Geschichte folgen, sind eine eigene Interpretation dieses Genres und runden diese Zombie-Anthologie perfekt ab. Soll heißen: hammergeile Zombiebilder! Die müsst ihr gesehen haben!

Inhaltsangabe/ Meinung
Ich liebe Zombies! Kann sein, dass das hier vielleicht schon ein oder zweimal erwähnt wurde, aber ich werde nicht müde, das immer wieder zu betonen. Ich habe schon sehr viele Geschichten aus diesem Genre gelesen, was aber auch bedeutet, dass es immer schwerer wird, (gute) Zombiegeschichten zu finden. „Hunger“ stand schon sehr lange auf meiner Wunschliste und nun habe ich ein Rezensionsexemplar bekommen. Ich hab mich wirklich tierisch (zombiemäßig?) darüber gefreut, konnte die Sammlung mich aber letztendlich überzeugen? Schwingen wir die Keule und finden es heraus…
(Und ja, ich gehe jetzt auf jede der 21 Kurzgeschichten kurz ein! Hoffentlich ohne zu viel zu spoilern.)

1.Boris Koch „FLEISCHSPENDEN“
Interessant, wie aus der Not eine Tugend gemacht wird, oder wie man sich die Existenz der Zombies zu Nutze machen kann. Traurig allerdings, dass selbst damit Geld gemacht wird. Eine sehr realitätsnahe und gesellschaftskritische Geschichte, die mich von erst am Ende komplett überzeugen konnte. Weniger Blut, dafür mehr Vorurteile und Probleme, die keinem Unbekannt sein dürften. Klasse!

2.Manfred Lill „DER LETZTE ROCKSTAR“
Das nenne ich mal eine interessante Umsetzung vom Ende der Welt. Ich habe gerätselt und gegrübelt, was der Autor mir hier sagen will und war am Ende mehr als positiv überrascht! Gekonntes in die Irre führen des Lesers, gepaart mit dem Wahnsinn der Einsamkeit, wenn man als Begleitung nur Tote hat. Ebenfalls eine sehr lesenswerte Geschichte!

3.Tobias Bachmann „JIHAD“
Das Beste an dieser Geschichte ist die Darstellung der Zombies. Ich fragte mich mehrmals, wer hier das blutrünstige Monster ist. „Jihad“ ist eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und die Zombies waren in meinen Augen nur eine Metapher für alle jene, die dieses Szenario wirklich durchmachen müssen! Fantastisch!

4.André Wiesler „GOURMET“
Hannibal lässt grüßen! Anfangs las es sich etwas schwer, aber jeder der SMS schreibt, weiß wohl, wie schwer es ist, viele Informationen in eine SMS zubekommen. Ich finde, dass die SMS Schreibweise der Geschichte einen besseren Grusel-Hintergrund gegeben hat, als wenn sie „nur“ erzählt worden wäre. Der Inhalt ist natürlich eine Sache für sich. Als Leser erfährt man nicht viel, aber genug um sich selbst ein Bild von den Geschehnissen zu machen. Wenig Infos, die aber dafür sorgen, dass die Fantasie des Lesers Achterbahn fährt!

5.Andreas Gruber „APOCALYPSE MARSEILLE“
Die erste „Kurz“geschichte, bei der man als Leser wirklich alles erfährt. Wieso, Weshalb, Warum. Und ein (in meinem Fall) tränenreiches Ende gab's noch obendrauf. Die Figuren zeugen von Tiefe, die Geschichte hat eine Entwicklung hinter sich und dass obwohl es „nur“ eine Kurzgeschichte ist. Der Autor hat innerhalb einer so kurzen Zeit, den Figuren eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gegeben. Ich bin schwer beeindruckt und habe noch lange über das Für und Wider der Handlung nachgedacht.

6.Christoph Marzi „DIE SCHRECKLICHE INSEL DER HUNGRIGEN ZOMBIES“
Diese Geschichte lässt meiner Meinung nach zu viel im Unklaren. Natürlich gibt der Autor hier und da Informationen, mit denen sich der Leser vielleicht etwas zusammen reimen könnte, aber das ist alles dann eher Spekulation. Ohne Frage gut geschrieben, aber mein Geschmack wurde hier leider nicht getroffen.

7.Markus K. Korb „DIE TANKSTELLE DER LEBENDEN TOTEN“
Hier haben wir die typische, klassische Zombiegeschichte. Es bricht aus, alle sterben und die Lebenden machen aus dem, was sie haben, das Beste. Es muss nicht unbedingt immer etwas neu erfunden werden. Hier zeigt der Autor, dass man auch mit dem „Alten“ fantastische Zombiegeschichten erzählen kann, die auf ganzer Länge überzeugen!

8.David Grashoff „BIS DER TOD UNS SCHEIDET“
Das Leben muss weiter gehen. Viele Geschichten handeln von dem Moment, in dem die Welt untergeht und die Zombies sich erheben, vielleicht noch von ein paar Monaten danach. Deswegen finde ich es sehr gut, dass hier ein Blick auf das Leben danach und seine Möglichkeiten geworfen wird. Und wie schnell man alles wieder verlieren kann. Ich fand, die Geschichte hatte einen leichten melancholischen Unterton und ich hatte am Ende tatsächlich Tränen in den Augen, obwohl mir das Ende ziemlich schnell klar war. Es geht um verlorene Hoffnung und dass das Ende einfach das Ende ist. Traurig und erstklassig!

9.Torsten Sträter „ALL KILLERS, NO FILLERS“
Lange Vorrede, kurzer Knall. Oder so ähnlich. Es dauert eine gewisse Zeit bis es zum Höhepunkt kommt. Der Autor baut eine lange Vorbereitung auf, Spannung wird erzeugt, ganz kurzer Auftritt der Zombies, dann ist alles eigentlich schon wieder vorbei. Klingt vollkommen unspektakulär, ist es aber nicht. Denn hier wird eine Möglichkeit des „Ausbruchs“ beleuchtet. Das Ende ist schrecklich, denn meine Fantasie hat buchstäblich Sprünge gemacht. Die Geschichte ist so „normal“ erzählt, dass man als Leser von alleine anfängt, nach dem Ende weiter zu denken. Ganz große klasse!

10.Fabian Mauruschat „DIE HUNGRIGEN LEBENDEN“
Traurig, aber in Anbetracht der Umstände sogar verständlich. Das einzige, was mich Anfangs ein bisschen verwirrt hat, waren die Szenenwechsel, da kam ich aber schnell rein und dann wurde der Spannungsbogen durch den Wechsel ständig weiter aufgebaut. Mir war bis zum Ende hin nicht klar, auf was das alles hinausläuft und dementsprechend war ich tatsächlich richtig überrascht! Der Autor schafft es, wirklich rein gar nichts vom großen Finale zu verraten, arbeitet aber stetig darauf hin. Ich wurde gut unterhalten, auch wenn es nicht übermäßig blutig oder eklig war.

11.Michael Siefener „ZOMBIE“
Klingt vielleicht jetzt blöd, aber ich musste am Ende tatsächlich lachen. Diese Interpretationsmöglichkeit von dem Thema „Zombies“ hab ich in dieser Art und Weise noch nicht gelesen. Herrlich und absolut lesenswert! Soweit hergeholt ist die Handlung innerhalb der Geschichte gar nicht und es gibt mit Sicherheit genug Menschen, die sich manchmal genau das wünschen!

12.Michael Tillmann „DAS HIMMELREICH DER AUTISTEN“
Schlimm. Natürlich sind Zombiegeschichten ausgedacht. Der zu agilen Fantasie eines Autors entsprungen, der dem Leser die ganzen Schrecklichkeiten einer Zombieapokalypse aufzeigt, ohne etwas zu verschönern oder zu vergessen. Oder? Es gibt immer jemand, der Vergessen wird und genau das wird hier gezeigt. Schrecklich, traurig und mehr als Lesenswert, beschäftigt sich diese Geschichte gesellschaftskritisch mit dem Thema des Vergessens. Hier kann man die Zombieapokalypse als Metapher für das vorschreitende Leben als solches sehen. Hervorragend!

13. Christian von Aster „FÜR DIE STATISTIK“
Der Kontext ist in meinen Augen gar nicht mal so weit hergeholt. Diese Geschichte zeichnet sich durch Realitätsnähe und dem menschlichen Versagen aus. Denn genau das sorgt doch am Ende dafür, dass die Welt vor die Zombies geht. Allerdings ist das nicht mehr, als ein Balken in einer Statistik. Absolut empfehlenswert!

14. Lena Falkenhagen „DIE SPUR DES GEIERS“
Zombie ist nicht gleich Zombie. Die erste Geschichte, die von einer Frau verfasst wurde und zeigt, dass auch das weibliche (Autoren)geschlecht durchaus in der Lage ist, die Toten auferstehen zu lassen. Die lebenden Toten verpackt in einen Krimi, den es zu enträtseln gilt. Fantastische Geschichte mit starkem Unterhaltungswert!

15.Torsten Scheib „ZWEI WOCHEN – EWIGKEIT“
Grauenvoll. Das war mein erster Gedanke, als ich am Ende angekommen war. Genauso fühlt man sich wohl, wenn die Toten sich erheben und man als einziger überlebt. Grauenvoll. Einfach nur grauenvoll. Fantastisch umgesetzt, verschafft der Autor dem Leser ein dermaßen beklemmendes Gefühl, dass ich am Ende erst einmal unter Menschen musste.

16.Nina Horvath „GESTOHLENE ERINNERUNGEN“
Sehr gute Geschichte. Stellt sich nur die Frage, ob die gestohlenen Erinnerungen Auslöser oder Reaktion auf die Zombies waren. Gleichzeitig ist es ein schrecklicher Gedanke, dass die Erinnerungen verloren gehen sollen. Da fragt man sich, was besser ist. Keine Erinnerungen oder gestohlene. Wieder eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt und die noch lange im Gedächtnis bleibt. In Erinnerung sozusagen.

17.Michael Schmidt „DER GEBRAUCHTE TAG“
Die Geschichte fängt gut an. Typische Zombieerzählung mit allen Klischees. Aber dann driftet sie in eine Richtung, die nicht unbedingt meinen Geschmack getroffen hat. Schreibtechnisch top, aber der Inhalt konnte mich nicht überzeugen.

18. Wolfgang Hohlbein „UNVERSICHERBAR“
Das finde ich mal eine wirklich interessante Idee, was man so als Untoter alles treiben kann. Sonst sind es ja doch eher die gefräßigen Mördermaschinen, die ohne Sinn und Verstand rumtorkeln und alles beißen, was ihnen zwischen die verfaulten Zähne kommt. Aber das? Grandios umgesetzt und in der Tat sehr nah am wahren Leben. Wer weiß, was sie Zombies da draußen so alles treiben, während wir denken, es gibt sie gar nicht. Man weiß es nicht … ;-)

19.Falko Löffler „ARTGERECHTE HALTUNG“
Hat es was zu bedeuten, dass diese Geschichte an meinem Geburtstag beginnt? Ich hoffe mal nicht! Nichts desto trotz ist es ein schrecklicher Gedanke und so wurde die Zombieapokalypse wohl auch noch nie betrachtet. Aber es ist doch am Ende immer so, dass die Schwachen von den Starken überrannt werden und das die Überlebenden sich dann an die Starken hängen, um nicht vollends unterzugehen. Die Frage ist doch nur, ob man damit leben kann, oder ob das Gewissen einen innerlich auffrisst. Denkende und rational handelnde Zombies sind noch schrecklicher als die blutrünstigen Monster. Fantastische Geschichten, hervorragend umgesetzt und mehr als lesenswert!

20.Markus Heitz „UNVERHOFFTES ENDE“
Hiervon hätte ich gerne mehr gelesen. Viel mehr, denn diese Idee ist einfach nur der Hammer! Umsetzung, Charaktertiefe und Handlung sind erste Klasse und überzeugen auf ganzer Linie. Mein persönlicher Favorit, von dem ich gar nicht mehr erzählen will! Diese Geschichte MUSS man gelesen haben!

21.Thomas Plischke „DER HUNGER NACH DER SCHLACHT“
Das Ende könnte der Anfang sein, das zeigt diese Geschichte sehr gut. Interessant, wie am Ende alles zusammenkommt, ohne das die Beteiligten es selbst wissen. Ich fand es gut, dass die Zombies mal in ein anderes Zeitalter versetzt werden und nicht immer im 21. Jahrhundert rumgeistern. Die Geschichte überzeugt auf ganzer Länge. Klassisch gut!

Ich bekam das Rezensionsexemplar als eBook. Anthologien lese ich sehr, sehr gerne und auch diese hat mich überzeugt. Allerdings ist Kurzgeschichte nicht gleich Kurzgeschichte und die Längen der einzelnen Geschichten variieren hier sehr stark. Mehrere Geschichten am Stück zu lesen viel mir schwer, denn dadurch, dass die Geschichten eben stellenweise sehr lang sind, ist man als Leser auch sehr tief in der Geschichte drin und braucht manchmal einen Moment, bis man wieder in der Realität angekommen ist. Wenn man immer mal eine Geschichte liest, hat man an dem ganzen Buch aber eine ganze Weile seine Freude.

Eine Sache möchte ich gerne noch erwähnen, die nichts mit den Geschichten, deren Inhalt oder Umsetzung zu tun hat. Wir haben hier 21 Geschichten und davon sind genau 2 von Frauen geschrieben wurden. Wo sind die Zombiegeschichten schreibenden Mädels? Oder ist dieses Genre eine „Männerwirtschaft“? Das beschäftigt mich jetzt …

Fazit
Die Zombie-Anthologie „Hunger“ sticht vor allem durch ihre Verschiedenheit innerhalb der Geschichtenauswahl heraus. Jede Interpretationsmöglichkeit wurde hier genutzt und sorgt damit für ein wirklich interessantes Lesevergnügen. Meine Wenigkeit wurde bestens Unterhalten und ich werde sicherlich immer wieder gerne auf diese Anthologie zurückgreifen.

Bewertung
Die Zombie-Anthologie „Hunger“ bekommt von mir aufgrund seiner Vielschichtigkeit, Tiefe und gesellschaftskritischer Hinterfragungen 5 von 5 Marken.

Es grüßt
~ Tilly Jones
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Viele kleine Zombie-Kunstwerke, 6. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Ich fand dieses Buch richtig gut. 22 Stories: manche brillant, manche gut. Keine einzige bei der mir langweilig wurde.

Vielleicht 3 von den Geschichten waren mir persönlich zu drastisch. Also einem 16-jährigen würde ich daher das Buch nicht schenken und auch nicht unbedingt der Erbtante.
Die erstaunliche Kreativität, die in den vielen kleinen Werken steckt, macht dieses Manko für mich aber mehr als wett.

Ja, es gibt noch ganz, ganz "andere" Zombies, als die in den Zombie-Filmen. Und die sind hier zu haben – in diesem Buch. Und ein paar nette Zeichungen gibt's obendrein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sher unterhaltsam, 10. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Ich habe das Buch einem Freund geschenkt und es leider nicht ganz gelesen. Allerdings habe ich mir ein paar Seiten durchgelesen und die machten einen guten Eindruck.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Sie können es einfach nicht!!!, 6. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie (Broschiert)
Wieder einmal auf die deutschen Autoren reingefallen!Schade um das Geld.Unsere Autoren haben für Zombies einfach keinen Draht.Sie sollen die Finger davon lassen und es denen überlassen die es wirklich können.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Hunger: Die Zombie-Horror-Anthologie
Hunger: Die Zombie-Horror-Antholog
ie
von David Grashoff (Broschiert - 20. Dezember 2012)
EUR 16,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen