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4.0 von 5 Sternen Stachelmanns erster Fall
Der vierzigjährige Josef Maria Stachelmann ist ein typischer Akademiker. Historiker und Habilitand auf Zeitvertrag und den damit einhergehenden Selbstzweifeln und Zukunftsängsten. Zudem plagt ihn seine Arthritis, die Habil türmt sich unüberwindbar vor ihm auf, sein Chef sitzt ihm im Nacken, endlich fertig zu werden und eine Nachfolgerin scheint es auch...
Veröffentlicht am 30. Mai 2012 von callisto

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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dramaturgische Mängel
Das Hörspiel ist gefällig produziert: gute Sprecher und Sprecherinnen, wohldosierter Einsatz von Musik und Geräuschen. Aber: mir sind es viel zu viele Rollen. Es kommen zum Beispiel viele alte Männerstimmen vor, die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die Figuren können sich für den Hörer kaum profilieren, sie bleiben akustisch...
Veröffentlicht am 4. September 2006 von Hans-gerd Martens


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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dramaturgische Mängel, 4. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Mann ohne Makel: Kriminalhörspiel (Audio CD)
Das Hörspiel ist gefällig produziert: gute Sprecher und Sprecherinnen, wohldosierter Einsatz von Musik und Geräuschen. Aber: mir sind es viel zu viele Rollen. Es kommen zum Beispiel viele alte Männerstimmen vor, die kaum voneinander zu unterscheiden sind. Die Figuren können sich für den Hörer kaum profilieren, sie bleiben akustisch merkwürdig blass, sie entwickeln einfach keine Tiefe. Der Mord an einer Kommissarin wird vom Hauptermittler kühl weggesteckt. Er verliert eine Kollegin, geht aber fast ohne Gemütsbewegung wieder zur Tagesordung über. Was wird aus der Doktorandin? Warum ist sie für die Dramaturgie des Hörspiels wichtig? Warum klebt das Hörspiel so stark an der Buchvorlage? Ihm hätte eine Konzentration auf weniger Personen mit Sicherheit gut getan.

Auch mit der Auflösung hatte ich erhebliche Probleme. Trotz sehr konzentrierten Zuhörens hat sich mir das Ende nicht auf Anhieb erschlossen. Ich musste es mir mehrfach anhören. Welche Stimme war eigentlich wer? Es ging alles ziemlich schnell. Das gilt auch für die Entwirrung der Erzählfäden. Einiges bleibt einfach unbefriedigend unbeantwortet. Welches Spiel hat die Hamburger Finanzdirektion genau mit den Akten aus dem Berliner Archiv gespielt? Was passiert mit einem der vormals Hauptverdächtigen, Maximilian Holler? Dem Mann ist fast seine gesamte Familie weggemordet worden. Nach außen spielt er den Obercoolen. Wie hält jemand so etwas durch? Zum Schluss geht er völlig unter. Was war jetzt genau mit Stachelmanns Vater? Ist er für die Geschichte wirklich notwendig? Mein Fazit: Das Hörspiel lässt viele Fragen offen. Ich hätte mir eine Umsetzung als ganz normales Hörbuch besser vorstellen können.
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4.0 von 5 Sternen Stachelmanns erster Fall, 30. Mai 2012
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Mann ohne Makel: Kriminalhörspiel (Audio CD)
Der vierzigjährige Josef Maria Stachelmann ist ein typischer Akademiker. Historiker und Habilitand auf Zeitvertrag und den damit einhergehenden Selbstzweifeln und Zukunftsängsten. Zudem plagt ihn seine Arthritis, die Habil türmt sich unüberwindbar vor ihm auf, sein Chef sitzt ihm im Nacken, endlich fertig zu werden und eine Nachfolgerin scheint es auch schon zu geben. Sein alter Kumpel aus Studienzeiten Ossi Winter, hat den Absprung rechtzeitig geschafft und nun einen vernünftigen Job, er ist Kommissar bei der Mordkommission.
Bei seinem aktuellen Fall jedoch beißt Winter sich die Zähne aus. Die Ehefrau und zwei Kinder des bekannten Hamburger Maklers Maximilian Holler wurden ermordet. Es gibt keine wirkliche Spur, kein Motiv, jedoch die vage Möglichkeit, dass der alte Hollermann, der Vater von Maximilian in seiner NS-Vergangenheit etwas getan hat, wofür sich jemand rächen will. Um dem nachzugehen bittet Winter Stachelmann ein zu recherchieren, denn die Nazi-Zeit ist Stachelmanns Habil Thema und Ossi Winters Anfrage überschneidet sich gerade ohnehin mit anstehenden und angemeldeten Archivbesuchen. Schon bald findet Stachelmann Hinweise, dass die braunen Seilschaften von damals noch immer funktionieren und teils noch aktiv sind. Jemand will nicht, dass gewissen Vorgänge ans Licht kommen und versucht Stachelmann aus dem Weg zu räumen. Will Stachelmann sein Leben und vor allem die kostbaren Akten und Informationen retten, muss er sich was einfallen lassen.

Das Hörspiel des Deutschlandradio Kultur in Kooperation mit dem NDR aus dem Jahr 2006 mit 109 Minuten Laufzeit unter der Regie von Norbert Schaeffer basiert auf dem gleichnamigen Roman von Christian von Ditfurth Mann ohne Makel. Der Autor ist selber Historiker und lebt in Berlin, er schreibt also über das, was er selber kennt, daher wirkt die Geschichte wohl auch so authentisch. Inwieweit die Vorkommnisse, die der Autor in diesem Roman für seinen Fall verwendet der Wahrheit entsprechen kann ich nicht beurteilen. Wenn das tatsächlich so stimmen würde und es diese Art von Verstrickungen so tatsächlich gab, dann ist das durchaus ein valides Mordmotiv, für alle Seiten.
Die Sprecherriege ist für ein Radiohörspiele sehr groß und teilweise mit bekannten Schauspielern, wie Nina Hoger besetzt, was für Radiohörspiele eher ungewöhnlich ist. Die Geräuschkulisse ist stimmig, aber sparsam, es kommt hier auf die Dialoge und die Handlung an, nicht auf die Effekte.
Zu Anfang ist es jedoch etwas schwer, die verschiedenen Rollen zuzuordnen, besonders, wenn man das Buch nicht kennt, da die Stimme des Täters und die der Hauptfigur Stachelmann recht ähnlich sind und auch die Stimmen von zwei der weiblichen Rollen sehr ähnlich sind. Ein generelles Problem deutscher Hörspiele, die auf angenehme Stimmen setzen und weniger auf Charakterstimmen wie der BBC. Vor allem bei so einer großen Sprecherriege sollte man jedoch auch Charakterstimmen besetzen, um dem Hörer die Orientierung zu erleichtern. Man muss erst mal einen Überblick über die drei Handlungsstränge gewinnen, als da wären, die Sichtweise des Täters, die Sichtweise der ermittelnden Polizisten und die Erlebnisse von Stachelmann. Ist einem dies erst einmal gelungen, ist dieses Hörspiel ein wirklich intelligenter Krimi mit sehr sauberer Ermittlung und einer Menge historischer und politischer Verwicklungen.

Fazit: Sehr gute, anspruchsvolle Geschichte und hervorragende Sprecherriege mit leider teils zu ähnlichen Stimmen. Intelligente Krimiunterhaltung für den anspruchsvollen Hörspielefan.
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Mann ohne Makel: Kriminalhörspiel
Mann ohne Makel: Kriminalhörspiel von Norbert Schaeffer (Audio CD - April 2006)
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