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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede Veränderung beginnt im Kopf
"Wir können Probleme nicht mit den gleichen Denkmustern lösen, die zu ihnen geführt haben".

Mit diesem Zitat von Albert Einstein beginnt dieses sehr lesenswerte kleine Buch von Gerald Hüther. Daring legt er anschaulich dar, dass das Zusammenleben und Zusammenwirken der in einer Kommune oder Gemeinde lebenden Menschen nicht durch (noch mehr)...
Vor 21 Monaten von Yvo Wueest veröffentlicht

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommunale Intelligenz
Die Ideen sind sehr idealistisch, wünschenswert und nachvollziehbar. Nur zweifelte ich beim Lesen daran, dass "Mensch" genügend bewusst und damit bereit ist, sich auf neue Konzepte einzulassen.
Vor 19 Monaten von Barbara Hennig veröffentlicht


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jede Veränderung beginnt im Kopf, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
"Wir können Probleme nicht mit den gleichen Denkmustern lösen, die zu ihnen geführt haben".

Mit diesem Zitat von Albert Einstein beginnt dieses sehr lesenswerte kleine Buch von Gerald Hüther. Daring legt er anschaulich dar, dass das Zusammenleben und Zusammenwirken der in einer Kommune oder Gemeinde lebenden Menschen nicht durch (noch mehr) Vorschriften und Verwaltungsmassnahmen organisiert oder gar verbessert werden kann.

Die verantwortlichen Personen können allenfalls geeignete Voraussetzungen und Rahmenbedingungen schaffen, damit die betroffenen Menschen ihre Beziehungen so gestalten, dass sie ihr Zusammenleben als bereichernd erleben, dass sie aufeinander zugehen statt sich in das eigene Wohnidyll zurückzuziehen und dass es ihnen Freude macht, an der Weiterentwicklung des kommunalen Lebens mitzuwirken.

Es geht darum, für möglichst günstige, oder wie es bereits Habermas formulierte: "Entgegenkommende Verhältnisse" zu sorgen, damit sich Kinder, Jugendlichen, aber auch Erwachsene all das Wissen, die Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen möchten, mit denen sie ihr Leben möglichst eigenständig gestalten können.

Für Bildungsfachleute besonders empfehlenswert finde ich das vierte und letzte Kapitel "Community Education als Konzept"ab S. 89.

Dort tauchen praktische Ansätze und Möglichkeiten auf, wie das Lernen mit für die Gemeinde relevanten Themen verknüpft werden könnte und wie neuartige, vernetzte Lernorte geschaffen werden können:

-Welche spezifischen Lernziele (...) könnten über ein gewähltes kommunales Thema erreicht werden?
-Welcher schulischer Lernstoff liesse sich ohne Weiteres mit einem kommunalen Thema oder einer kommunalen Aufgabe verbinden?
-An welchen Feldstudien, Untersuchungen oder anderen Aktivitäten könnten sich die Lernenden in ihrer Kommune oder Region beteiligen?
-Welche kommunalen Bedürfnisse und Aufgaben lassen sich über Schulprojekte in der Kommune erfüllen?
-Auf welche Art und Weise könnte die Kommune die Leistungen der Schüler würdigen?

Fazit: Ich empfehle das Buch allen an der Entwicklung von Kommunen und Städten interessierten Menschen, die gemeinschaftlich an einer neuen Beziehungskultur bauen möchten.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Potenzialentwicklung - das neue Paradigma auch für Kommunen!?, 29. Mai 2013
Von 
B. Röpke-Stieghorst "Lust auf Zukunft" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Gerald Hüther habe ich vor einigen Jahren einmal live erleben dürfen und seither bin ich Fan, habe etliche Publikationen, Interviews und Bücher genießen können. Der engagierte Hirnforscher plädiert für eine neue Kultur des Miteinanders, des Lernen und letztendlich des Lebens: Lasst uns Bedingungen schaffen dafür, dass Menschen sich selbst und Andere mit ihren innewohnenden Potenzialen überraschen können, mit Begeisterung sich einbringen, die Welt und ganz nebenbei sich selbst weiterentwickeln können. Vorbei also die Zeiten des militärisch anmutenden Drills und Einbläuens vorgegebener Infos. und jener der dissozierten Verwaltens. Und willkommen die Zeit, wo wir mutig und freudig die Potenziale der Menschen für eine lebenswerte Zukunft, inspirierende Schulen und Unternehmen nutzen. Für tragfähige Lösungen und Lebensmodelle also.

Kein Wunder nun, dass Hüther seinen Appell für eine Potenzialentfaltungskultur auch auf die Gestaltung des Miteinanders in Gemeinden und Städten überträgt. Wie steht es auf der Rückseite des Buches geschrieben? Kommunale Intelligenz bedeutet, den wahren Schatz der Kommune zu heben. Genau! Damit ähnlich wie im Gehirn, kreative Impulse durch Vernetzung und gegenseitiger Befruchtung Antworten auf kommende und auch aktuelle Fragen zu Tage fördern können.

Leichtfüßig kommt das Buch daher und überträgt neueste Erkenntnisse der Hirnforschung auf das System Mensch und seine gesellschaftlichen Organisationsformen. Inspirierend Hüthers für neue Leser sicherlich provokanten Thesen. Natürlich sind hier keine detaillierten Antworten zu finden, WIE genau so ein Wandel geschehen kann. Die Botschaft der Neurophysiologie an dieser Stelle ist eher folgende: schaffen wir gelingfreundliche Bedingungen für Engagement und Identifikation, für Gemeinwesen und Zusammenspiel. Damit wir uns nicht verlieren in individueller Isolation und Überforderung, in Ausgrenzung und vorenthaltener Teilhabe, in Verlust der kreativen Potenziale der Menschen unserer sozialen Systeme. Oder haben wir das schon längst, zumindest in größeren und wirtschaftlich verarmten Städten?

Fazit: Der Dienst dieses Büchleins steckt in seinem Appellcharakter und dem Brückenschlag zwischen den neuesten Erkenntnissen der sogennannten Life Sciences, zu denen die Hirnforschung auch gehört, und jenen Herausforderungen unseres 21. Jahrhunderts. Argumentatives Futter light also für Weltverbesserer.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfühlsam und nachvollziehbar geschrieben., 16. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Dieses Buch ist ein muss für all diejenigen, denen klar geworden ist, das es nur über den bewusstseinswandel eines jeden Einzelnen, wirkliche gesellschaftliche Veränderungen und somit auch einen veränderter Umgang mit der uns umgebenden und uns am Leben erhaltenden Natur geben wird.
Der Ansatz in diesem Buch ist hierfür ein Idealer Weg mit den Erkenntnissen von heuten die Potenziale der Neubürger so zu entfalten und die Neubürger so ins Leben zu begleiten, das nach und nach, mehr und mehr destruktive Verhaltensweisen aufgrund, vor allem, von nicht gelebter Liebe, wegfallen werden.Der Gedanke der Gemeinsamkeit der gegenseitigen Unterstützung zum Wohle der Gemeinschaft/Kommune wird hier in den Fokus gestellt.
Dies ist meiner Meinung nach der wirsamste Weg, der auf Dauer so etwas wie eine positive Entwickelung der Menschen mir der Sie umgebenden Natur ermöglicht.
Also Bitte, dieses Buch kaufen, lesen und vor allem weiterempfehlen und die Inhalte innerhalb Ihres Bekanntenkreises thematisieren und diskutieren.
Derlei Wissen sollte wirklich weitergegebn werden!
Vielen Dank
Ludger
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungener Transfer, 3. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Das Buch war mir aus einer Rundfunksendung bekannt und so waren Interesse und Erwartungen bereits auf hohem Niveau bevor ich die ersten Seiten las.

Gerald Hüther hat alles eingelöst.

Obwohl mit solider Forschung durchtränkt hat er mit nur vereinzelten Referenzen auf einzelne Hirnstrukturen und -Areale einen greifbaren und lebendigen Intelligenzbegriff erschaffen und diesen sehr überzeigend in den sozialen Kontext menschlicher Gemeinschaften transferiert.

Diese ca. 120 Seiten sind mehr Vortragsmanuskript als Buchtext. Jede einzelne Seite hat es also in sich und es ist absolut empfehlenswert, sie mehrfach zu lesen, und das gesamte Buch nach zwei Wochen "Sacken lassen" gleich nochmals von vorne zu beginnen.

Sehr empfehlenswert!

Sicher werde ich bald eine ausführliche Würdigung nach PhenixXenia stellen.
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5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch, 30. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Dieses Buch fesselt, gibt neue Impulse für fachliche Auseinandersetzungen in der Gesellschaft, im Beruf und hat sehr überzeugt: Beziehungskulturen mögen sich entwickeln!!!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kommunale Intelligenz, 5. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Die Ideen sind sehr idealistisch, wünschenswert und nachvollziehbar. Nur zweifelte ich beim Lesen daran, dass "Mensch" genügend bewusst und damit bereit ist, sich auf neue Konzepte einzulassen.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Um ein Kind zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf (afrikanische Weisheit), 29. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Schönes Buch, entspricht dem Zeitgeist der Individuation. Das schöne Abbild einer Gesellschaft in der Einzelgängertum und Narzismus zur Tagesordnung zählen. Gleichzeitig eine Erinnerung daran, dass eben genau das nicht die optimale oder besser, gesündeste Entwicklung einer Gesellschaft ist. Außerdem leicht zu lesen auch wenn man kein Hirnforscher ist werden Zusammenhänge anschaulich dargestellt. Mein persönliches Fazit: Hängt mehr mit euren Omas rum. ;)
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kommunale Intelligenz - Ein falscher Titel?, 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Prof. Dr. Gerald Hüther:
„Kommunale Intelligenz“, Edition Körber – Stiftung I

Der Untertitel, „Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden“ muss genau gelesen werden, denn hier heißt es nicht „der“ Städte…sondern „in“ den Städten…,was vornehmlich Aktivitäten von deren Einwohnern bzw. Bürgern betrifft und nicht etwa einen Appell an die deutsche Verwaltungen zum Ziel hat.

Das Büchlein im Druckerspiegel eines Taschenbuchs mit Durchschuss gedruckt, umfasst 125 Seiten und entspricht damit als Manuskript einer längeren Vorlesung des Neurobiologen, der als Hirnforscher in Göttingen arbeitet. Er schreibt erfreulich fremdwortfrei, wendet sich an den Laienleser, was zu seiner lockeren Schreibarbeitsweise führte. Eine seiner Hypothesen, die er übergangslos einführt, lautet z. B., früher sei die Generationen übergreifende „Großfamilie“ mitteleuropäischer Standard gewesen.

Paläoanthropologen, Archäologen, Familienforscher, Sozialhistoriker und Soziologen mit dem Spezialgebiet „Familie“ scheinen da zumindest zum Teil ganz andere Ansichten zu vertreten. Es gibt anderenorts Bemerkungen und wissenschaftliche begründete Erkenntnisse, die etwa so lauten, dass ein Weißhaariger in früheren Zeiten eine seltene Ausnahme bildete, während heute fast jeder Vierte der deutschen Population, scherzhaft sein würdiges Haupthaar widerspruchsfrei „friedhofsblond“ benennen dürfte. Darum stellte auch der mit ihm nicht blutsverwandte, allwissende „Weise“ eine seltene Altersminderheit dar…

Die von Gerald Hüther unterstellte Annahme, das Fehlen der Großfamilie heute käme einer Aufwertung und Pflichtenzuschreibung für die Menschen in der Kommune gleich, ist allein deshalb nicht haltbar.

Gleichwohl darf man ihm folgen, geht es um die „Potenzialentfaltung“ in den Gemeinwesen jenseits der Verwaltungen, die sich teilweise in den Netzen aus Gesetzen, Vorschriften, Verordnungen, obrigkeitlichen Anmaßungen und das in einer unbeschreiblichen Regelungswut in diesem Staat, der auf weiten Gebieten erstarrt ist, in seiner föderalen Verwaltungs- Gliederung in Länder, Regionen, Land- und Stadtkreise, Städten, Gemeinden und Stadtteilen und deren obrigkeitliche Strukturen. Passender Exkurs: Prof. Lammers, neu wiedergewählter Bundestagspräsident, sprach in seiner Rede vom 22.10.2013 von 15.000 Papieren, die in einem Jahr allein dem Bundestag vorgelegt wurden, was eindeutig zu viel sei…Es sind überwiegend Nachweise für Pseudoaktivitäten, Rechtfertigungspapiere etc. In der Realität des Lebens geschieht aber überall zu wenig.
Daneben gibt es formelle Wohnungs- und Hausgemeinschaften, Straßenanwohner, Vereine, Verbände, Körperschaften, Kirchen, Arbeitgeberverbände und diverse Gewerkschaften mit allerdings schwindenden Mitgliederzahlen und zahllose informelle Gemeinschaften, die sich aber oftmals nicht als handelnde Kollektive begreifen.

Für fast alles ist in den Nachfolgern des preußischen „Deutschen Reiches“ mit seinen unzähligen meistens gut situierten Juristen, Wirtschaftsprüfern und Steuerexperten wenigstens eine regelnde Vorschrift, häufig eine Institution, zumindest eine Verordnung vorhanden und wenn einmal nicht, wird die Lücke schnellstens durch die ermächtigten Legislativen geschlossen. Wer hier außerhalb des bewährten streams etwas bewegen will, sollte tunlichst zunächst nach den formellen Anordnungen fragen, die vielleicht tangiert werden, oder auch nicht, was genau so verhängnisvoll sein kann.
Nach Eigeninitiative in diesem Land zu fahnden und die Wohner aufzufordern, in ihrer Kommune zu gestalten, ist fast so absurd, wie es wäre, die Gäste auf einem Luxusdampfer zu motivieren, sich während der bequemlichen Kreuzfahrt zur Förderung sozialer Bindungen und für die baldige Gruppennutzung Boote zu bauen. Das wäre nur eine peinliche Idee…
Unsere Gemeinwesen unterbinden – vielleicht ungewollt – Initiativen. Die Individuen erwarten als geübte Konsumenten Nachweise des über die Zeit schon erwiesenen Funktionierens von gestern und vorgestern, misstrauen allem Neuen. Innovativ ist das Land auf ausgedehnten Sektoren lange nicht mehr.
Hüther beklagt im Grunde genommen die Entwicklung der Lenker der Kommunen, die vorwiegend verwalten, sich nicht als Dienstleister an den Menschen sondern als Funktionäre einer sich selbst betreuenden Rechthaber-, Zähl- und Rechenverwaltung definieren. Er sagt es u. a. so: “Ihr guter Geist ist ihnen weitgehend abhanden gekommen“. Das stimmt.

Wer in dem Buch einen Leitfaden zu entdecken versucht, wird enttäuscht, denn außer den Appellen, verknüpft mit Konjunktiv – Verben, die Menschen müssten, sollten oder könnten dieses oder jenes tun, ist da vermutlich wegen der nicht förderlichen Rahmenbedingungen wenig Operationales zu finden, das man in der Praxis umzusetzen in der Lage wäre. Überall sind die hinderlichen Vernetzungen angelegt, um Besitzstände zu wahren und nicht einmal im Kopf Veränderungen zuzulassen.
Selbst das Grundgesetz wurde in Deutschland zur heiligen Kuh. Es wird ausgelegt, wie ein von Gott geschaffenes Hypergesetz über welches ein Extra - Gerichtshof wacht. Der kluge, historische Background ist längst verkommen zu einer Hürde, damit sich ja nichts verändere…
Diese Realitäten führten unmerklich aber sukzessiv zur Einfalt statt zur Vielfalt. Wirkliche Neuerungen bleiben Volk und staatlicher Verwaltung erspart, wenn sich nur nicht die Realverhältnisse schnell und permanent veränderten. Wir verharren heute im Spagat zwischen vorgestern und übermorgen. Unsere Potenziale entfalten sich nicht notwendig. Denn der Mensch ist, das zeigen die Erfahrungen, zu Veränderungen nur in bzw. nach erlebter Not bereit…Und davor bewahre uns der erreichte Wohlstand.

Der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther wendet sich mehrheitlich Kindern und Jugendlichen zu. Doch warum sollten diese Gruppen von der Grundeinstellung und der vorgelebten Haltung der Erwachsenen abweichen, wenn sich der Weg bis dato weitgehend bewährt hat? Lehrer sind keine Leuchttürme. Wir, das Volk, sind mehrheitlich konservativ. Und das bleibt wohl so.
Nur keine Experimente…lautet eine alte politische (Halb-) Wahrheit…
Die bewegende, wahrhafte These:
Die räumliche Summe der kollektiven Intelligenz bildet das Potenzial für die kommunale Intelligenz. Die kann nur dann eingesetzt werden, wenn sie freigelegt wird. Das aber geschieht leider viel zu selten, ja, man könnte sogar versucht sein zu sagen: nirgends.
Leider werden im Buch keine konkreten Wege aufgezeigt, auf denen diesem Dilemma zu entkommen ist. Schulen vermögen sich in Deutschland nicht in toto zu verändern, weil die Zuständigkeit unklug auf die Länder verteilt ist. Ein Anachronismus in heutiger Zeit, der zur Grundgesetzänderung zwingen müsste, zumal Deutschland insgesamt nur noch weniger als 1,5 % der Weltbevölkerung repräsentiert. Wir sind ein Zwergstaat an Menschen. Und werden bald noch relativ weniger. Einzig unser know – how – Vorsprung von vorgestern auf bestimmten Sektoren sichert uns noch den sog. Wohlstand.
Deutschlands kuschelige Kommunen waren noch nie und sind auch künftig nicht die Gärhefe für die schlummernden Potenziale in dieser Welt. Im Gegenteil. Die zu den Kommunen relativ spät gefundene sehr treffende Charakterisierung ist die der „Schlafgemeinde“, zu finden überall dort, wo in Autopendlerentfernung Arbeitsplätze und guter Lohn locken. Armut und Wegzüge greifen um sich, wenn weniger bezahlte Arbeit anfällt und nicht etwa, weil die Jugendlichen sich im „Hotel Mama“ nicht mehr wohl fühlen. .

Erfahrungswissen für Veränderungswillige
Nur wo die Not bedrückend herrscht, gibt es bald einen Wandel…Also voraussichtlich nicht in Mitteleuropa.
.
© Karl Wilhelm Goebel

Quellen mit Anmerkungen zu der Frage der „Großfamilie früher“...:
I.
1. Die geläufige Meinung von der heilen, früheren „Großfamilie“ ist eine Fiktion. „Großeltern ... gehörten für die meisten Kinder nicht zum Alltag...“.
2. Aus dem Steuerregister von Münster ergab sich z. B. für 1685, von den 280 Familien hatten nur zwei noch einen lebenden Großelternteil im Haushalt. Eine der Ursachen war die frühe Sterblichkeit, so dass der Zwei – Generationen - Haushalt (Eltern mit kleinen Kindern) die Regel bildete. Silberhaarige waren Ausnahmen.
3. Heute erleben viele Frauen a) das Aufwachsen ihrer Kinder, b) das Heranwachsen der Enkel und manche lernen sogar c) noch Urenkel kennen. Eine Reihe von Großmüttern übernehmen, aus welchen Motiven auch immer, Ersatz – „Mütter“ – Rollen.
Viele Kinder sind überversorgt.

________________________________________
II.

Noch 1969 beklagte der Soziologie - Prof. Rene König, Uni Köln, dass es immer noch keine zuverlässige Darstellung der Familie von den archaischen Zeiten bis zu damaligen Gegenwart gab...

Bereits 1974 legte Ingeborg Weber - Kellermann unter dem Titel „Die deutsche Familie“ den „Versuch einer Sozialgeschichte“ (272 Seiten) vor, die auch prompt in einer ganzen Reihe von Auflagen erschien.

Auf Seite 148 ff. beschreibt sie die bäuerliche Wirtschaft und vor allem die Situation nach traditioneller Art und Weise des älter werdenden Menschen im Hause. „Doch bedeutet das keineswegs, dass hier im Zusammenleben und – wirtschaften der Generationen die Harmonie eines „Gemeinschaftslebens“ herrschte, wie sie von Familienwochenschriften, Lesebüchern und den Schriftstellern der Agrarromantik gern geschildert wurde.“
Es gab Altenteilerzimmer mit einer genau beschriebenen Möblierung, pedantische Beschreibungen von den zu liefernden Lebensmitteln (Ausbehalte) z. B. in Liter Milch und Stückzahl an Eiern, Genaues zur Reinhaltung, Beheizung, Instandsetzung usf. und das alles war weit von einer Idylle entfernt, wenn auch in wohlhabenden Kreisen eine etwas großzügigere Bemessung der inhaltlichen Fürsorge Platz hatten.
Das glückselige Großfamilienhaus ist hochwahrscheinlich ein um die Darstellung von Idylle bemühtes Ammenmärchen.
________________________________________
III.

Als dritten Beleg für die These, dass die Großfamilie ein Gespinst romantisierender Autoren ist, berufe ich mich auf die Autorin Herrad Schenk, die 1987 in ihrem Buch, 274 Seiten, „Freie Liebe – wilde Ehe, über die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe“ ein Sachbuch veröffentlicht hatte.
„...Die Dreigenerationenfamilie war selten; sie existierte hier und da im Adel und im Großbauerntum. Die nur aus Eltern und ihren nicht erwachsenen Kindern bestehende Kernfamilie war wahrscheinlich bei ärmeren Leuten relativ häufig...“

Sonntag, 17. November 2013
© Karl Wilhelm Goebel
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Gewinn für die Menschheit- danke Herr Pfr Hüther, 1. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
ein Top Buch dieses Buch müsste unbedingt Pflichtlektüre für jeden Bürgermeister, Gemeinderatmitglied, Ministerpräsident/in usw, vieles was Gemeindestrukturen bedeutet wurde mir beim Lesen klar- einfach, leicht verständlich, schnell lesbar und von Inhalt sehr groß- was ich aus diesem Wissen alles mitnehmen kann ist unglaublich und wird mein weiteres Leben beeinflussen- ich werde noch einige kaufen und diese Exemplare weitergeben- meines brauche ich, eingiges habe ich unterstrichen und ich werde immer wieder darin lesen- vom Pfr Hüther kenne ich alle Werke- aber kommunale Intelligenz ist ein Buch für den Hausgebrauch hoffentlich bald in allen Kommunen
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Anregung, 7. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden (Broschiert)
Gut verständlich geschrieben und sehr informativ! Ich würde mir wünschen, dass die Gedanken von Prof. Dr. Gerald Hüther viel Anklang finden. Das Land braucht neue Strukturen!
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Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden
Kommunale Intelligenz: Potenzialentfaltung in Städten und Gemeinden von Gerald Hüther (Broschiert - 6. März 2013)
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