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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die ultimative Biographie Augustus's !, 30. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Die Biographie Augustus' von KIENAST gibt dem Leser einen Überblick über definitiv alles, was er über Augustus wissen muss / möchte. Neben der reinen Darstellung der Geschichte bietet das Buch zahlreiche Fußnoten (die Fußnoten machen sicherlich die Hälfte des Buches aus, so dass die grundlegende Darstellung eigentlich recht knapp und schnell zu lesen ist, durch die Fußnoten aber vollkommen wird) mit Verweisen auf Literatur sowie eine sehr umfangreiche Literaturliste, wodurch das Buch äußerst studentenfreundlich ist (die Literatursuche wird erheblich vereinfacht !). Das leicht verständlich geschriebene Buch ist durch logisch aufgebaute Kapitel gegliedert: Das erste Drittel des Buches (ca. 150 Seiten) beschäftigt sich mit der Ereignisgeschichte von "Oktavians Weg zur Alleinherrschaft" bis zur "Regelung der Nachfolge und die letzten Regierungsjahre des Augustus". Auf den folgenden 300 Seiten werden eher strukturelle Kapitel ausgeführt, so "Das Verhältnis des Augustus zu Senat, Ritterschaft und Volk", "Prinzeps und Monarch" (hier geht es vor allem um religiöse Aspekte und den Herrscherkult), "Militärwesen und Außenpolitik", "Wirtschafts- und Baupolitik", sowie "Die Reichspolitik des Augustus" (dabei wird die Politik Augustus' dargestellt, die vor allem auf dem Wunsch nach "Reichseinheit" und "Reichsbefriedung" basiert). Abgerundet wird das Buch mit einem 45seitigem (!) Literaturverzeichnis !
Es ist kaum anzunehmen, dass nach diesem Buch noch jemand Probleme mit Augustus hat !
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Standardwerk zu Augustus - für Leser mit Vorkenntnissen, 13. Mai 2010
Dietmar Kienasts Monographie zu Augustus gilt in Fachkreisen als eines der absoluten Standardwerke zu diesem Prinzeps - und völlig zu Recht. Es ist ein hochgelehrtes Buch, in dem zuerst auf etwa 300 Seiten Augustus' Biographie minutiös und detailreich nachgezeichnet wird, während die folgenden 200 Seiten übergreifend wichtigen Einzelaspekten wie z. B. der Außen- und Baupolitik gewidmet sind. Eine erschöpfende, nach Sachgebieten gegliederte wissenschaftliche Bibliographie von etwa 50 Seiten Umfang sowie ein exzellentes Glossar runden das Buch ab.

Man wird dieses Buch sicher bis zum Niveau eines Doktoranden der Alten Geschichte mit großem Erkenntnisgewinn lesen, und auch darüber hinaus bleibt es dem wissenschaftlich Tätigen ein wertvolles Referenzwerk, zu dem er immer wieder zurückkehren wird. Allerdings ist das Buch eben ein wissenschaftliches Werk, geschrieben von einem Wissenschafter für andere Wissenschafter. Als solches macht es sich nicht nur keine Mühe, die häufigen lateinischen und altgriechischen Zitate zu übersetzen, es setzt zum vollen Verständnis vom Leser auch eine solide Kenntnis politischer und gesellschaftlicher Verhältnisse der ausgehenden römischen Republik voraus. Wer dieses Vorwissen mitbringt und überdies nicht glaubt, dieses Buch beiläufig lesen zu können, sondern sich ernsthaft mit der Gestalt des Augustus auseinandersetzen will, wird aus ihm eine Überfülle an Wissen gewinnen können. Weniger tiefgehend Interessierte und Vorgebildete, für die dieses Buch auch nicht geschrieben ist, werden aus simpler gehaltenen Werken wie etwa Yavetz größeren Gewinn ziehen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der politische Augustus, 15. September 2011
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Augustus: Prinzeps und Monarch (Gebundene Ausgabe)
Augustus Biografien gibt es viele, doch nur wenige genießen das Prädikat "Standardwerk" und noch weniger von diesen sind auch für historisch interessierte Laien (für die im Gegensatz zum akademischen Publikum erzählerische Qualitäten eine Rolle spielen) ein überragender Lesegenuss. Dietmar Kienstas "Augustus: Prinzeps und Monarch" ist eine solche überaus gelungene Augustus-Biografie, die mit ihrem politischen Zugang zu Leben und Taten des ersten römischen Kaisers regelrecht fesseln kann.

Die eigentliche Biografie Augustus macht indessen vor allem die erste Hälfte des Werks aus, während sich die zweite mit Themen um Augustus Herrschaft auseinandersetzt. Während der biografische Anteil sich bemüht vor allem die Transformation des Kriegsherrn zum "Friedensfürsten" und der Republik zur Monarchie nachzuzeichnen, wird im Themen-Anteil schließlich auf konkrete Fragen zur augusteischen Ära eingegangen, die dessen Reichspolitik, die Festigung seiner Herrschaft und das Verhältnis des Prinzeps zu Senat, Rittern und Volk.

Kienast verzichtet auf Verklärung, Verdammung und sonstiges "Zurechtrücken" eines bei seinen Lesern bereits bestehenden Augustus-Bildes, er (und das macht den Standardwerk-Charakter des Buchs aus) zeichnet sein eigenes. Bei ihm steht zunächst einmal die Frage im Vordergrund ob Caesars Testament wirklich dem Zweck diente eine Dynastie zu begründen oder war es doch privater Natur? Viele Fragen wie diese konnten bis heute nie wirklich beantwortet werden und auch der Althistoriker Kienast will sich eine definitive Antwort nicht anmaßen, er hält nur die Fakten fest. Tatsachen wie dass man allein aus Caesars Testament noch nicht schließen kann dass dieser sich in Octavius einen direkten Nachfolger heranziehen wollte. Der junge Oktavian wurde von Caesar zwar gefördert, was Kienast ausgiebig untersucht, doch erst seine Stellung als magister equtium des Diktators hätte ihm während des Partherfeldzugs die Chance und Bühne geboten sich als "der" Erbe Caesars zu etablieren. Ungeachtetdessen war die Förderung Oktavians auch längst nicht so aussagekräftig über die Pläne des Diktators für seinen Großneffen wie sie manch andere Biografen inszeniert haben. Rein technisch war Gaius Octavius sogar ein homo novus, der nur mütterlicherseits mit Pompeius und den Juliern verwandt war. Die Octavii gehörten gerade einmal dem munizipalen Adel Italiens an, doch der junge Oktavian wuchs durchaus in einer halbwegs privilegierten Bankiersfamilie auf, etwas was seine Beziehung zu Geld und Vermögen nach Kienast durchaus prägen sollte.

Oktavians Aufstieg sollte erst mit Caesars Tod seinen Anfang nehmen, entsprechend verbindet Kienast diesen Abschnitt im Leben des späteren Augustus mit einer Darstellung der Probleme vor denen sich der Senat bei Caesars Tod gestellt sah. Von da an gilt Kienast Augenmerk vor allem der Art und Weise wie Oktavian seine ihm durch Caesars Testament und die Anerkennung dessen Veteranen verliehene Macht zu festigen und gegen Antonius Stellung zu beziehen begann. Der "ewige Zweite" hinter den Caesaren entpuppt sich bei Kienast jedoch nicht als verhinderter Heilsbringer und Republikbewahrer, sondern als mit seiner Prunkliebe und dynastischen Planungen für seine Kinder mit der Ptolemäerin Kleopatra an einen hellenistischen König erinnernder Gegenpol.

Und nach etwa 150 Seiten über Aufstieg, Sieg und Tod des Augustus ist man bereits bei der Aufarbeitung der politischen Aspekte der Herrschaft Augustus angelangt. Beginnend mit dessen Verhältnis zum Senat. Dabei stellt Kienast schon früh fest dass zu Augustus Zeiten durch die Bürgerkriege der Republik das Aussterben der alten Geschlechter bereits eine vollendete Tatsache war, so oder so hätten homines novi diese Lücke naturgemäß geschlossen, durch die Klientelpolitik der Triumvirn und die auch von Augustus praktizierte positive Diskriminierung dem Ritterstand angehörender Anhänger fand jedoch eine raschere Erosion der patrizischen Vormachtstellung statt. Ein noch interessanteres Kapitel ist das der Herrschaftssicherung gewidmete, in dem Kienast nicht nur die Propagierung Augustus Prinzipats behandelt, sondern auch Aspekte wie dessen Religionspolitik, mit der er sich eine Aura des Sakralen verleihen konnte. Doch selbst der politische Durchbruch Augustus als Prinzeps gerät bei Kienast zu einem brüchigen Bild des Friedens und der Althistoriker lässt klar zu Tage treten wie unsicher sich Augustus Herrschaft ungeachtet dessen Machtakkumulation gestaltete.

Nach Ausführungen zur Hofhaltung Augustus beschäftigt sich ein ganzes Kapitel samt Unterteilungen schließlich Militärwesen und Außenpolitik Augustus. Dabei gerät schon früh die Frage in den Mittelpunkt, ob das Imperium nicht mit zu wenig Legionen ausgestattet worden war. Kienast stellt diesbezüglich die Möglichkeit in den Raum dass Augustus Militärpolitik Ausdruck eines messerscharfen Kalküls war, hatte der Prinzeps die Truppen doch lange aus eigener Tasche bezahlen müssen. Anlass für die drastisch wirkende Beschränkung der Kampfstärke des Imperiums dürfte aber vorwiegend das Anliegen gewesen zu sein, die Heere als politischen Faktor auszuschalten. Nach Ausführungen zur Wirtschafts- und Baupolitik setzt sich Kapitel VII. schließlich mit einem in anderen Biografien nur angestriffenen Thema auseinander, der Reichspolitik Augustus, die aus einer Republik mit verbündeten Vasallenstaaten ein wahres Imperium formen sollte.

- Resümee -
Eine überragende Biografie, die soviel mehr ist als nur ein Lebensbild Augustus. Dietmar Kienast zeichnet nicht nur Oktavians Aufstieg nach, sondern setzt sich auf diesem Weg und darüber hinaus mit virulenten Fragen zur politischen Geschichte hinter Augustus Triumph auseinander. Detailliert, umfangreich und durch Kienasts angenehm lesbaren Erzählstil, sowie den mehr politisch- als kulturhistorischen Zugang zur Materie ein höchst lesenswertes Werk. Der einzige Makel ist lediglich die Verwendung manch lateinisierter (in lateinischer Schrift abgedruckter) Bezeichnungen.
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Standardwerk, 15. November 2009
... war das Augustus-Buch von Kienast schon seit seiner ersten Auflage 1980, umsomehr ist es das bei dieser Neuauflage. Wie nicht weiter verwunderlich, sind Text, Literaturverzeichnis und (v.a.) Anmerkungsapparat (geht manchmal über die halbe Buchseite hinaus) deutlich angewachsen. Nicht nur (oder wohl besser: zunehmend weniger) der studentische Leser, der sich zu bestimmten Themenbereichen einarbeiten will / muss, als der Althistoriker, der sich auf die Höhe der Forschung bringen will / muss, dürfte somit als Zielgruppe ausgemacht sein. Wie auch immer: um dieses Buch kommt im deutschsprachigen Raum keiner vorbei, der sich mit Augustus wissenschaftlich beschäftigt. - Wobei dieses Buch weniger eine Biographie als eine Gesamtdarstellung seiner Herrschaft ist, zu erkennen an der weiterhin an Sachthemen (Gesellschaftspolitik, Außenpolitik etc.) orientierten Gliederung.
Für den rein biographischen Zugang empfiehlt sich nun als Alternative die Biographie von Bleicken. Für den universitären Gebrauch ist das Buch Kienasts jedoch sicherlich von größerem Nutzwert.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Biographie des politischen Augustus, 13. Februar 2009
Um es vorweg zu nehmen das Buch von Dietmar Kienast ist die deutschsprachige Augustus Biographie schlecht hin. Besonders beeindrucken ist die intensive Beschäftigung mir dem Politiker Augustus, bei der klar wird, dass im alten Rom bei den politischen Entscheidungen nicht um Übersprungshandlungen irgendwelcher Despoten handelte, sondern das jeder Herrscher auch eine Basis (Partei) seiner Macht brauchte. Und die wollte auch befriedigt werden.

Insgesamt zu kurz kommt dabei etwas der Mensch Octavian/Augustus. Dieser Umstand lässt sich allerdings verschmerzen, da jede Biographie nur eine Annäherung sein kann und bei dieser unterschiedliche Prioritäten setzen muss. Hier ist es eben der Politiker Augustus der im Vordergrund steht.
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Augustus: Prinzeps und Monarch
Augustus: Prinzeps und Monarch von Dietmar Kienast (Gebundene Ausgabe - August 2009)
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