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Kundenrezensionen

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am 27. September 2007
Von den knapp 290 Seiten sind nur ungefähr 220 Seiten tatsächlich Lesetext. Den Rest bildet der Anhang, der aus einem Abkürzungs- und Personenregister sowie einem Anmerkungen-Teil besteht.

Hier stößt man schon auf die ersten Schwachpunkte des Buches: es gibt weder ein gesondertes Literaturverzeichnis noch ein Sachregister. Vor allem das fehlende Sachregister vermisst man schmerzlich. Wenn man z.B. bestimmte Textstellen über die "Weiße Rose" oder einfach nur Mitgliederzahlen der HJ nachlesen will, bleibt einem nichts anderes übrig, alls das ganze Buch danach abzusuchen. Das senkt den Informationswert des Buches ungemein.

Michael H. Katers HJ-Studie ist zwar relativ informativ, doch in meinen Augen zu oberflächlich und abstrakt. Es wird zwar lang und breit dokumentiert, wie sich die HJ im Verlauf der Geschichte entwickelte und welche Position sie neben anderen NS- und Jugendorganisationen einnahm, doch fehlt es hier sehr an atmosphärischer, erzählerischer Tiefe und Detailverliebtheit (mir ist nach Lektüre des Buches immer noch nicht richtig klar, wie so ein Tag in der Hitlerjugend ausgesehen hat).

Ein paar Fotografien (z.B von Persönlichkeiten und dem HJ-Alltag) oder Illustrationen von HJ-Uniformen hätten dem Buch auch nicht geschadet. Genausowenig wäre eine Karte des Dritten Reichs ein Beinbruch gewesen.

Ach, und übrigens: Im Buch heisst es noch, dass Nobelpreisträger Günter Grass Flakhelfer und danach Soldat war.
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am 2. Juni 2009
Die Organisation, von der sein Buch dem Titel zufolge handelt, scheint den Autor wenig zu interessieren. Über den Aufbau der Hitlerjugend, ihre Rolle im System, ihre Aktivitäten usw. erfährt der Leser wenig. Katers Hauptinteresse gilt der Frage, ob die damaligen Jugendlichen "schuldig" waren. Er beantwortet diese Frage mit Ja; seine Belege bestehen dabei wesentlich aus Anekdoten. Hier herrscht ein Schuldbegriff vor, der von philosophischer wie auch von historischer Seite doch sehr zu hinterfragen wäre.
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am 18. Mai 2015
Katers Buch ist für Einsteiger sehr gut geeignet. Dem nordamerikanischen Stil entsprechend, ist der Inhalt sehr gut verständlich und auch unterhaltsam gestaltet.
Was wirklich fehlt ist ein Gesamt-Literaturverzeichnis, da die Fußnoten nur für Abschnitte geschrieben werden und Kurztitel ohne Verweis auf eine vollständige Titelangabe vorherrschen. Insofern eignet sich das Buch nur in geringen Maße zur weiteren Recherche nach Literatur.
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am 14. März 2010
In den ersten Jahren nach der Machtergreifung Hitlers wurde die Hitler-Jugend geschaffen, um Jungen zwischen dem 10. und 18. Lebensjahr auf den Krieg vorzubereiten. Dabei ging man mit ihnen wandern, um sie auf noch längere Märsche als spätere Soldaten vorzubereiten. Sie wurden an der Waffe ausgebildet. Es wurden Lieder gesungen. Den Jungen wurde beigebracht, Sinti und Roma, Juden und Slawen als Untermenschen anzusehen. Man brachte sie sogar nach Polen und Tschechien, damit sie fühlten, was es bedeutet, als Deutscher verhasst zu sein. Damit sollte ihnen eingeimpft werden, solche Menschen selbst zu hassen und später leichter zu unterjochen und zu ermorden. Ab 1939 konnte man kein Abitur machen, wenn man nicht in der HJ gewesen war. Ihnen wurde eine Gehirnwäsche verpasst, die sie später nur schwer loswurden. Einige Eltern waren dagegen, dass ihre Söhne der HJ angehörten. Manche wurden von ihren Söhnen sogar bei der Gestapo denunziert, wenn die Eltern sich negativ über das Dritte Reich äußerten. Die Mädchen im BDM wurden dazu erzogen, Gebärmaschinen für deutsche Männer zu werden, sich ihnen sexuell hinzugeben. Sie mussten ein einjähriges Praktikum auf dem Land oder in einem Haushalt machen. Eine BDM-Frau war so manipuliert, dass sie Gefangene im KZ folterte und, wenn diese schon auf dem Boden lagen, noch mit den Füßen trat. Sie wurde nach dem Krieg hingerichtet. Die Jungs wurden zu brutalen Mördern ausgebildet, die keine Skrupel hatten, den vermeintlichen Feind zu foltern und zu töten.
Es gab auch Widerstand auf Seiten der deutschen Jugend. Da waren zum Beispiel die Scholl-Geschwister und die Edelweiß-Piraten, die bestimmte Kleidung trugen, britische und amerikanische Musik hörten und demonstrativ mit Juden und anderen Nicht-Deutschen Kontakt hatten. Oft schlugen sie sich mit der HJ. Viele wurden von der Gestapo verhaftet und ermordet.
Als die HJ-Jungen erwachsen wurden, freuten sich viele auf den Krieg mit dem Feind, wurden aber enttäuscht, als sie sahen, wie ihre Kameraden starben oder in Russland im Winter erfroren. Die Russen waren auch sehr hart zu den deutschen Soldaten. Russische Soldaten schnitten Deutschen die Nase und die Ohren ab und erhängten sie. Deutsche Soldaten erschossen Russen, Polen und Juden. Viele Soldaten verletzten sich selbst, um nach Hause geschickt zu werden. Zuletzt wurden sogar Frauen in den Krieg geschickt. Sie schossen auf Flugzeuge. Als die meisten erwachsenen Deutschen schon im Krieg oder tot waren, wurden sogar 15-jährige männliche Jugendliche eingezogen, damit sie das Land verteidigten.
Nach dem Krieg versuchten die Amerikaner und Briten, bei den Deutschen eine Umorientierung in Richtung Demokratie zu bewirken, was bei manchen Deutschen klappte, bei anderen aber abprallte. Noch heute beeinflussen ältere Deutsche die jüngere Generation und bringen sie dazu, Juden, Ausländer und Schwarze wie die Pest zu hassen. Diese ältere Generation wird hoffentlich bald aussterben, so dass weniger Deutsche ausländerfeindlich sind. Das Buch liest sich sehr gut. Es ist verständlich geschrieben und teilweise extrem spannend.
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