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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verständlich und praxisnah, 13. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Praxis der Ego-State-Therapie (Broschiert)
Das Menschen verschiedene „Ich-Zustände“ in sich tragen, ist sicherlich ohne größere Beweisführung offensichtlich. Je nach Situation und innerer Befindlichkeit reagieren Menschen verschieden, schieben sich verschiedene „Ich-Anteile“ in den Vordergrund.

Dieses „Prinzip der Multiplizität der Persönlichkeit“ liegt der Ego-State-Therapie zu Grunde. Eine Zahl an „Ich-Anteilen“, die, folgt man den sehr verständlichen und praxisnah formulierten Darstellungen Fritzsches (und dem Modell der Therapie damit), erkennbar und beschreibbar sind und sich aufteilen in konstruktive Ich-Anteile, aber auch in destruktive, hinderliche Anteile der Persönlichkeit. Anteile, die oftmals nicht bewusst vorhanden sind sondern einfach „stattfinden“. Bis hin zu „Ich-Anteilen“ (Ego-States), die wie „völlig fremd“ in einer Person zum tragen kommen, quasi „Abgespalten“ vom Rest der Person vorliegen. Ein „inneres Team“, dass in seinem inneren Wechselspiel die Gesamtpersönlichkeit ausmacht, das im besten Falle sich ergänzt und kooperiert, das im schlechten Falle gegeneinander steht und den Menschen vor innere Zerreißproben stellt.

Vor allem in der Trauma Therapie entwickelt, stellt sich bei erkennbaren Traumas diese Destruktivität leicht nachvollziehbar dar. Wie eine Abspaltung stehen gerade bei Traumas innere Versuche der „Verarbeitung eines „nicht zu aus sich selbst heraus zu verarbeitenden Erlebnisses“ als Zustände dann im Raum, die zu ungesunden und, vor allem, vom Klienten nicht steuerbaren Automatismen führen.

Ziel der Therapie ist (und das nicht nur bei schweren traumatischen Störungen) die (Wieder-) Herstellung von der „Befähigung von Menschen, mithilfe ihrer Ego-States (des gesamten „inneren Teams“) eine höhere innere Konsistenz im Austausch mit der Umwelt herzustellen und damit Wachstumsprozesse, Entwicklungspotentiale, Beziehungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit zu fördern“.

Sowohl nun das zu Grunde liegende Modell der Ego-State-Therapie mit seinen Grundprinzipien (Multiplizität, Funktionalität, Individualität der Ego-States, das Prinzip der „Bühnen“ und das Prinzip Koexistenz, Verständigung, Kooperation und Integration (mithin schwingen in diesem letzten Prinzip auch die Ziele der Therapie mit), wie (und das vor allem) auch eine sorgfältige und schrittweise Beschreibung der Praxis der therapeutischen Arbeit in und mit diesem Modell erläutert Kai Fritzsche in sehr klarer, treffender und sehr verständlicher Weise.

Vor allem seine mit einfließenden Erfahrungen aus der Praxis, die sich treffenden Fallbeispielen wiederfinden, illustrieren die Grundannahmen und deren methodische Umsetzung sehr gut. Ebenso gelingt es Fritzsch, therapeutischen Druck und Überforderungen auf Seiten von Klienten, aber auch von Therapeuten, zu relativieren. Das es „nicht der Mount Everest“ sein muss, nicht der „höchste Gipfel“ allein erreicht werden muss, um einen erfolgreichen Weg der Therapie und der Selbsterkenntnis zu gehen, damit beginnt seine Darstellung.

Nicht das „Ideal“ der Balance der Ego-States in „idealer“ Therapie wird hier vorausgesetzt, sondern die Bereitschaft, sich auf der „Expedition“ des Lebens, des therapeutischen Weges, sich seiner selbst gewahr zu werden.

„Es geht mir nicht um das Erreichen des Gipfels. E geht mir jedoch um die von vielen Bergsteigern beobachtete Erfahrung, auf einer solchen Expedition sich selbst zu begegnen“. So wagen sich eben auch Klienten im Rahmen der Therapie in Grenzbereiche ihrer Persönlichkeit vor und so wagt der Therapeut die Begleitung einer solchen „Expedition ins Ich“.

Das „Handwerkszeug“, die „Ausrüstung“ für eine solche Expedition stellt Fritzsche sachgerecht und nachvollziehbar im Buch vor. Von der Vorbereitung über die Erstellung eines Behandlungsplanes, von der Arbeit mit „ressourcenreichen Ego-States“ bis hin zur Arbeit mit destruktiven Ego-States wird der Leser sowohl für Kleines als auch im Großen fündig.

Nach verschiedenen Übersetzungen grundlegender Werke zur Therapieform legt Kai Fritzsche nun die erste breite Darstellung von Methode und Umsetzung deutschsprachig äußerst gelungen vor.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen positiv anders als andere Bücher über Ego-State-Therapie, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Praxis der Ego-State-Therapie (Broschiert)
Ich möchte dieses Buch mit einem Reiseführer über ein Land vergleichen. Bei verschiedenen Reiseführern über das gleiche Land ändern sich die Grundaussagen über dieses Land nicht.

So sind auch bei diesem Buch „Ego-State-Therapie“ die Hauptaussagen vergleichbar mit vielen anderen Vorgänger-Büchern auch.
Dennoch hat es mir seit langem erstmals wieder Freude gemacht, ein Buch über Ego-State-Therapie zu lesen.

Und das aus folgenden Gründen:
Die Literaturangaben hinten im Buch sind nicht, wie bei vielen anderen Vorgängerbüchern 10-15 Seiten, sondern nur 2,2 Seiten.
Dieses fällt einem sofort beim Lesen auf, da dieses Buch es nicht nötig hat, zig Buchverweise anzugeben.
Mir ist es als individuelles Buch aufgefallen, mit sehr persönlicher Note.
In dem Buch hat ein Autor Spaß gehabt mit Worten zu spielen und mich als Leser auf Augenhöhe abzuholen. Es wurde vorausgesetzt, dass der Leser sich mit der „Materie“ Ego-State-Therapie auseinandergesetzt hat, obwohl vieles ganz nebenbei noch einmal erklärt wird.

Es werden viele Therapiestationen mit Für-und Wider, Fallstricke und Möglichkeiten in einzelnen Phasen beleuchtet.
Mir hat sehr gefallen, dass dieses Buch, wie viele Bücher, die ich zu dem Thema früher gelesen habe nicht mit dem „wenn…….,dann………“Ausschluss- Prinzip gearbeitet hat.

Vielleicht hat mich dieses Buch auch aus diesem Grunde so angemacht, weil ich selbst Bergsteiger und Kletterer bin. Es ist wirklich gut damit zu vergleichen. So wie es in diesem Buch geschieht.

Der Autor versteht Ego-State-Therapie als Prozess, der immer wieder überdacht werden muss. In dem man sein Handeln und Ergebnisse ständig überdenken muss, mal etwas zurückschwimmen muss.
Es werden in diesem Buch Worthülsen aus anderen Büchern mit Leben gefüllt. Es wird keine Therapierichtung auf-oder abgewertet. Ich habe das Buch als sehr wertschätzend empfunden.
Das Buch ist sehr klein und kompakt geschrieben und hat auf den 320 Seiten unglaublich viel Inhalt.

Ich habe das Buch mit sehr viel Skepsis gekauft, da ich die Tendenzen am Traumabüchermarkt in der letzten Zeit sehr inflationär fand.
Dieses Buch hat mich wirklich als etwas Neues zu einem sehr bekannten büchermässig fast ausgelutschtem Thema überzeugt, mit dem Hintergedanken " Da hätte ich gerne noch mehr von" oder "Den Autor würde ich gerne mal kennenlernen".
Ich beschäftige mich seit 2005 mit der Ego-State-Therapie.
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5.0 von 5 Sternen Verstehen und lieben lernen, wie jemand (oder ich selber) ticke..., 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Praxis der Ego-State-Therapie (Broschiert)
Wenn ich junge Kolleginnen und Kollegen auf Klaus Grawe anspreche, können die wenigsten mit diesem Namen noch etwas anfangen. Das ist sehr bedauerlich, da er aus meiner Sicht für die Integration unterschiedlichster Beratungsschulen und Psychotherapieansätze Fundamentales geleistet hat. Für mich sind seine Überlegungen bis heute Maßstab in der Paartherapie. In dem Sinne freut es mich, dass der Autor das Konzept der Ego-State-Therapie insbesondere auf den konzeptionellen Überlegungen von Klaus Grawe aufbaut. In dessen Ansatz wird der Zusammenhang zwischen Bedürfnisbefriedigung und der psychischen Gesundheit hergestellt. Wenn wir uns die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen anschauen, dann wird deutlich, dass die Evolution dafür gesorgt hat dass, wenn ein Mangelzustand im Organismus eintritt, eine automatische Aktivität (etwas zu essen) darauf ausgerichtet ist, diesen zu beheben.
Für die seelische Gesundheit wird davon ausgegangen, dass die Menschen vier psychische Grundbedürfnisse haben, das Bedürfnis nach Bindung, nach Orientierung und Kontrolle, nach Selbstwerterhöhung und das nach Lust. Wächst jemand in einem förderlichen Umfeld auf, so wird er in der Lage sein, im Laufe seines Lebens im Sinne seiner psychischen Grundbedürfnisse Erfahrungen zu machen. Er ist seelisch gesund. Macht er diese allerdings nicht, muss er sich vielleicht vor Übergriffigkeit im Rahmen seines Bedürfnisses nach Bindung schützen, wird zeitlebens dieses Beziehungsschema zu ihm gehören. Es wird Teil seiner Persönlichkeit sein und so zu einem Ego-State werden. Dieser verursacht dann eine Symptomatik. Statt liebevolle Berührung in einer nahen Beziehung zu genießen, diese eher zu vermeiden. Daran wird deutlich, dass dieser spezielle Ego-State die Symptomatik nicht einfach so aus Spaß macht, sondern einen triftigen Grund dafür hat. Diesem Grund zu verstehen und anschließend neue Lösung-Bewältigungsstrategien zu finden bildet den zentralen Baustein der Ego-State-Therapie. Oder, wie Klaus Grawe es sagen würde: „Klären und Bewältigen!“ In diesem Verstehensprozess wird dieses Ego-State dann gewürdigt: Etwa wird der Frage nachgegangen, wie lange es diesen schon im Leben gibt. Ist es in einer ganz bestimmten Lebenssituation, die sich konkret benennen lässt oder eher schleichend, fast unbemerkt entstanden? Welche Aufgabe nimmt es war, welche Funktion hatte es? So wird mit Unterstützung dieses Ansatzes als Übersetzungshilfe den Patienten ein verbessertes Verständnisses für innere Sprachen, für das eigene psychische Funktionieren geliefert. Oder es kommen auch verschiedene Ego-States miteinander in Kontakt. Letztendlich ist das Ziel “Zu verstehen, wie ich eigentlich ticke oder wie mein Gegenüber tickt.“ (Klaus Grawe 1998).
Der Autor bringt in sehr verständlicher Sprache immer wieder mit plastischen Beispielen aus dem Alltag den Grundgedanken dieser Therapieform nahe. In einem zweiten Teil wird die Praxis vorgestellt und deutlich gemacht, welche Ausrüstung ein Berater oder eine Beraterin haben muss, um etwa mit Verletzten Ego-States oder mit verletzenden, destruktiv wirkenden therapeutisch wirksam arbeiten zu können. Deutlich wird die Begeisterung des Autors für diesen Ansatz, er fasziniert und macht Lust darauf, diese Therapieform näher kennen zu lernen. Da es nach dem Prinzip „Aus der Praxis für die Praxis“ geschrieben ist, lässt sich leicht überprüfen, ob es für einen selber eine mögliche Vorgehensweise sein könnte.
Dr.Rudolf Sanders, partnerschule.de
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr anregend!, 22. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Praxis der Ego-State-Therapie (Broschiert)
Alle meine Egostates haben dieses Buch mit größter Aufmerksamkeit und mit größtem Interesse gelesen... nein verschlungen! Seit dem Lesen sind meine inneren Anteile in bester Kommunikation miteinander und äußerst neugierig darauf, andere Egostates kennen zu lernen! Toll! Glückwunsch und besten Dank an Kai Fritzsche!
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr praxisorientiert, 18. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Praxis der Ego-State-Therapie (Broschiert)
Ein gelungenes Buch für die Praxis des Therapeuten. Praktisch erprobt bezieht es alle Ego-States mit ein und erlaubt es Therapeuten, die mit hypnotherapeutischen Methoden arbeiten, wirkungsvolle
Traumatherapien durchzuführen und ihren Klienten zu helfen! Vielen Dank an Kai Fritzsche.
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Praxis der Ego-State-Therapie
Praxis der Ego-State-Therapie von Kai Fritzsche (Broschiert - 14. März 2013)
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