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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heilsame Beziehungsgestaltung, 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Nicht in erster Linie um den Tod und die abgrundtiefe Trauer betroffener Angehöriger geht es dem Buch, in erster Linie richtet Kachler seine Aufmerksamkeit, wie es Günther Schmidt im Vorwort treffend ausdrückt, auf ein 'in Beziehung treten', eine 'Gestaltung von Beziehung' gerade auch im Blick auf den oder die Verstorbene, auf die Entdeckung der eigenen, neuen Lebenskraft, die durch den Prozess der Trauer auch freigesetzt werden kann. Wohlgemerkt 'in Beziehung' zu dem oder der Verstorbenen.

Trauer wird hier Verstanden als eine Emotion, einen Wunsch, 'in Verbindung' zu bleiben. Dieses 'in Verbindung bleiben wollen' der Emotion in die eigene Person, das eigene Selbst mit zu integrieren, ohne dass diese Trauer das Leben umfassend lähmt ist das Ansinnen des hypnosystemischen Ansatzes der Trauerbegleitung.
Das Annehmen tiefer, oft unbewusster, emotionaler Vorgänge ist dabei der Schlüssel zur Integration statt des eher üblichen 'dagegen Ankämpfens' und die hypnosystemische Methode bietet für dieses 'Annehmen' eine Reihe von erwiesen wirksamen Techniken, Methoden und Haltungen. Im Rahmen des Ansatzes werden die Trauer selbst, die Bindungen zum Verstorbenen, der Wunsch, 'in Verbindung zu bleiben' zu machtvollen therapeutischen Ressourcen auf dem Weg, in sich einen 'sicheren Ort' für den Verstorbenen zu finden, ihn quasi in diesen Ort 'freizulassen, ohne ihn zu verlieren'.

Im rahmen dieser Überlegungen bietet Kachler zunächst im Buch die theoretischen Grundlagen des hypnosystemischen Ansatzes unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse der Hinforschung und der Neurobiologie. Darauf folgend stellt Kachler, ebenfalls unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse (hier aus der empirischen Trauerforschung), den Trauerprozess als 'aktiven und kreativen Beziehungsprozess' vor Augen. In diesem Bereich des Buches stellt er zudem eine Vielzahl von Interventionsmöglichkeiten, Ritualen und Übungen vor, die diesen Prozess der Beziehungsklärung zutiefst fördern können.

Bei all seinen Einlassungen legt Kachler im Übrigen hohen Wert darauf, dass nicht nur der Klient im Mittelpunkt des Interesses und der begleitenden Beratungsarbeit steht, sondern der Berater, Therapeut, Trauerbegleiter selbst, am Besten natürlich bereits im Vorfeld, eine eigene, innere Klärung zu leisten hat. Auch in Fragen des eigenen Umgangs mit persönlicher Trauer, vor allem in Fragen der inneren Stabilität massiven Verlusterfahrungen anderer Menschen gegenüber.

Im Kern geht es Kachler grundlegend und als roter Faden im Buch um das bereits angesprochene Finden eines inneren Ortes, an dem der Verstorbene im Rahmen der Gesamtpersönlichkeit des Trauernden einen Platz finden kann ('Dortlassen' statt 'Fortlassen'). Im Rahmen des klassischen Umganges mit Trauer im Umfeld, aber auch im Rahmen professioneller Beratungen ist dies ein anderer, neuer, interessanter Ansatz.
Nicht ein 'Das wird schon wieder' oder ein 'Loslassen, seinen Frieden damit machen, hinter sich lassen' steht und bleibt im Raum, also eine Art 'Kampf gegen die Trauer', sondern ein dauerhaftes 'Mit sich tragen', 'In Beziehung bleiben' zum Verstorbenen und somit ein konstruktives 'In Beziehung bleiben'. Wobei diese Fortsetzung der Beziehung eben nicht bedeutet, dauerhaft nun wie gelähmt 'in (aktiver) Trauer' zu verbleiben.

Diese Haltung entspricht durchaus übrigens auch realen Erfahrungen, denn alle Beziehungen, die den Menschen auf seinem Weg prägen, verbleiben ihm letztlich in der ein oder andern Form. Dieses Verbleiben nun nicht ohnmächtig als niederschmetternd erleben zu müssen, sondern in guter Weise als Teil der eigenen Geschichte und des eigenen Selbst annehmen zu können, dazu bietet die Methode der hypnosystemischen Trauerbegleitung eine adäquate eigene Haltung und eine Vielzahl von methodischen Möglichkeiten der Hilfe zur Integration der Trauer und des Verlustes.
Ein Ansatz, der zumindest grundlegend bedacht werden sollte und sowohl den Prozess der Trauer als auch den Trauernden selbst aus einem anderen Blickwinkel heraus zu begleiten versteht.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "Leitfaden für die Praxis", auch für Seelsorger und freie Trauerbegleiter ohne therapeutische Ausbildung geeignet, 17. November 2010
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Nach dem Tod seines Sohnes Simon sah sich vor Jahren der Psychotherapeut Roland Kachler gezwungen, sich als trauernder Vater und als Therapeut ganz neu mit dem Phänomen der Trauer auseinanderzusetzen. Er merkte, dass die psychoanalytisch geprägte Theorie der Trauer mit ihrem zentralen Pfeiler des "Loslassens" ihn nicht mehr überzeugte und weiter führte.

In der Folge schrieb er zahlreiche Bücher für Trauernde, die unendlich vielen Menschen seither in ihrer konkreten Trauer geholfen und vielen Seelsorgern und Therapeuten ganz neue Wege aufzeigten, wie sie trauernde Menschen begelten können. Es seien hier genannt:

Meine Trauer geht - du bleibst, Kreuz 2009
Wie ist das mit der Trauer, Gabriel 2007
Damit aus meiner Trauer Liebe wird, Kreuz 2007
Meine Trauer wird dich finden, Kreuz 2009
In meiner Trauer wohnt die Liebe, Kreuz 2010
Für immer in meiner Liebe, Schwabenverlag 2010

Alle diese Bücher sind ausnahmslos zu empfehlen, auch für Trauernde, die sonst selten lesen. Sie sind verständlich und betonen alle, dass die Liebe zu dem Verstorbenen eben nicht losgelassen werde braucht, denn sie ist das tragende Element, das aus der Trauer heraus führt und eine dauernde Verbindung zu dem Verstorbenen aufrecht erhält, ohne dass die das weitere Leben des Trauernden behindern, einschränken oder verunmöglichen würde.

Das nun hier vorliegende Buch zeigt mit vielen Beispielen aus der therapeutischen Theorien und Praxis den hypnosystemischen Theorie- Hintergrund der Arbeit Kachlers auf. Fußend auf der Arbeit und der Werken von Gunter Schmidt, der zu diesem Buch auch ein begeistertes Vorwort geschrieben hat, zeigt Roland Kachler hauptsächlich seinen KollegInnen in den verschiedenen Therapeutenschulen, wie sie bei den Trauernden unter ihren Klienten ( und das sind mehr als man denkt, denn die Trauer, kann sie nicht bearbeitet werden, macht die Seele krank) mit seinen Methoden und den von ihm entwickelten Ritualen und Therapieschritten erfolgreich arbeiten können.

Es ist ein "Leitfaden für die Praxis", der auch für Seelsorger und freie Trauerbegleiter ohne therapeutische Ausbildung in weiten Teilen geeignet ist und ihre Arbeit mit trauernden Menschen mit Sicherheit befruchten kann. Zum Einstieg in die nicht immer leichte Lektüre seien die oben erwähnten Bücher empfohlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trauerbegleitung endlich mal anders, 18. Oktober 2013
Von 
S. Kreitz (Maintal) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Roland Kachler beschreibt in seinem Buch auf einfache Art und Weise wie Trauerbegleitung wirklich gut geleistet werden und eine neue Beziehung installiert werden kann. Empfehlenswert für Trauerbegleiter und Trauernde zugleich.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es darf eine Verbindung bleiben, 19. November 2013
Von 
Manfred Sandau (Hespe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Roland Kachler hat bereits mehrere Bücher über die Trauerarbeit geschrieben, dieses ist eines für Therapeuten, die selber Trauerbegleitung anbieten wollen. Ich weiß nicht, ob der Autor Ausbildungskurse anbietet, für diesen Fall wäre es eine ideale Begleitung und Zusammenfassung alles dessen, was man über systemische Trauerbegleitung wissen könnte.
Jeder verliert irgendwann seine Eltern, Geschwister, oder ein Kind. Der Autor hat das selbst erlebt und durchlitten. Es ist kein autobiografisches Buch, aber manche dieser Schritte hat er sicher in seiner Trauerarbeit auch selbst vollzogen und möglicherweise auch professionelle, oder freundschaftliche Hilfe dazu in Anspruch genommen. Sigmund Freud vertrat die Ansicht, man müsse das geliebte Objekt „loslassen“ und seine Liebe von ihm abziehen und wieder auf einen anderen Menschen richten. Das scheint ihm aber selbst, wie man aus Zitaten, die Kachler anführt, nicht so recht gelungen zu sein.
Seit einiger Zeit, ich kannte es aus einem Buch von Pauline Boss über den „uneindeutigen Verlust“, das ich sehr schätze, gibt es hinsichtlich des „Loslassens“, einen Paradigmenwechsel. Ich würde ihn so umschreiben: Der geliebte Mensch, darf einen Platz im Herzen des anderen behalten. Im Grunde genommen ist das die natürlichste Reaktion, die jeder ganz automatisch vollzieht.
Von meiner Mutter die vor 25 Jahren gestorben ist, habe ich ein Fotoalbum, das ich hin und wieder anschaue. Von meinem Bruder, der vor 3 Jahren nach einer schweren Krankheit gestorben ist, habe ich längere Zeit ein Foto an einen bestimmten Platz gestellt. Ich freue mich, dass er mir ein Schachspiel geschenkt hat, weil das seine große Leidenschaft war.
Nun gibt es aber auch „problematische“ Trauer, das ist kein Begriff, den Roland Kachler verwendet. Diese kommt zum Beispiel durch traumatische Umstände des Trauerfalles zustande. Den Verlust eines Kindes durch einen Unfall, oder durch eine schwere Krankheit, die man im Allgemeinen durch die ärztliche Kunst, heilen kann, aber in diesem Fall kam die Hilfe vielleicht zu spät, oder sie hat nicht gegriffen. Dann gibt es neben der Trauer, die schon schmerzlich genug ist, Aspekte der Wut, der Vorwürfe gegen den vermeintlich „Schuldigen“. Man hatte doch noch so viel vor und dies Kind hatte doch noch ein ganzes Leben vor sich. In solchen Fällen ist es umso wichtiger, kompetente Helfer an seiner Seite zu haben.
Etwas, das mir erst suspekt erschien, das mir im Gedanken an die Gestalttherapie, eigentlich ganz logisch und selbstverständlich zu werden beginnt, hat Allan Botkin beschrieben und "Induced After Death Communication" genannt. Das könnte man angeleitete Begegnung mit dem Verstorbenen, auf eine imaginativen Ebene nennen. Ich möchte nicht in die Kontroverse einstimmen, die diese Idee provozieren könnte. Ob sich Seelen begegnen, ob es überhaupt eine Weiterexistenz auf irgendeiner Ebene gibt. Für die meisten Menschen ist dieser Gedanke immerhin tröstlich. Irgendetwas, von dem anderen ist noch vorhanden. Manche finden es ganz selbstverständlich, ihn bei Tisch anwesend zu „denken“, oder die Frage zu verfolgen, was würde der andere zu dieser Frage sagen. Wie würde er sich verhalten. Was würde er raten?
Wenn man etwas aus den Büchern Kachlers lernen kann, so ist es vielleicht dies: Es gibt ganz unterschiedliche Arten mit Trauer umzugehen. Auch die Verleugnung. Auch das Wegschieben. Diese Reaktionsweisen haben zu einer bestimmten Zeit auch einen Sinn, und deswegen gilt es sie auch zu würdigen. Viele Elemente der Trauerarbeit finden sich auch in der Traumatherapie und ähnlich wie bei dieser, kann man bestimmte Abläufe bei vielen Menschen so wiedererkennen, es gibt aber auch ganz persönliche Arten mit einem Trauma umzugehen und so ist es auch mit der Trauer. Kürzlich gab es eine Sendung in der der frühere Brauch, 3 Jahre eine Trauertracht zu tragen vorgestellt wurde. Das machen heute nur noch sehr wenige Menschen so, die Einheimischen konnten genau erkennen, diese Frau hat gerade einen Menschen verloren, diese trägt eine Tracht in der sich bereits Muster befinden, sie ist im zweiten Jahr. Wenn der Rock wieder eine Spitze hat, dann ist es das dritte Jahr. Ich fand diese „äußerliche“ Gestaltung von Trauer sehr schön.
Das Buch von Roland Kachler würde ich als Lehrbuch einstufen, aber es hilft selbstverständlich dem Trauernden auch, sich selbst besser zu verstehen und seinen individuellen Umgang mit seiner Trauer anzunehmen.
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4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Fachbuch im Umgang mit trauernden Patienten, 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Ein sehr gutes Fachbuch mit einem gut dargestellten Ansatz zur Trauerarbeit, der hilfreich ist, auch wenn man nicht hypnosystemisch arbeitet. Die Güte des Buches ist bedingt durch den großen Erfahrungsschatz des Autors im Umgang mit trauernden Patienten und eigenen Erfahrungen.
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5.0 von 5 Sternen Hypnosystemische Trauerbegleitung, 21. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis (Broschiert)
Neuer Ansatz in der Trauerbegleitung,
Sehr informativ mit vielen Praxisbeispielen
Gute Alternative zur herkömmlichen Trauerbegleitung
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Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis
Hypnosystemische Trauerbegleitung: Ein Leitfaden für die Praxis von Roland Kachler (Broschiert - April 2014)
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