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Kundenrezensionen

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Wer nach einem Stückchen Sahnetorte oder einem Fläschchen Rotwein denkt: „Da habe ich aber wieder mal ganz schön über die Stränge geschlagen“, der ist genau in die Denkfalle getappt, die Manfred Lütz in diesem Buch anprangert: die Denkfalle des übersteigerten Gesundheitsbewusstseins, die Verwechslung körperlicher Heilung mit seelischem Heil. In Zeiten stark gelockerter religiöser Bindungen wird der Gesundheit ein überragender Stellenwert eingeräumt, behauptet Lütz, seines Zeichens Psychiater und Theologe. Und dummerweise gilt die Gleichung: Je höher der Stellenwert der Gesundheit, umso höher auch die Kosten des Gesundheitswesens. Manchmal etwas polemisch, meist aber sehr treffend und witzig, sodass man beinah jeden Satz mit dem Textmarker hervorheben möchte, zeigt der Autor viele Ähnlichkeiten zwischen dem Gesundheitsbetrieb und der Religion auf. Die Parallelen reichen vom Fitness- und Joggingwahn, der modernen Form der Askese, bis zur Seelenklempnerei, dem Ersatz für die Beichte. Sein Gegenrezept, „genussvoll leben“, versteht Lütz im Sinne von „bewusst leben“: nicht einfach dumpf die Zeit verplempern. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die lieber unverkrampft ein genussvolles Leben führen wollen, statt der Schimäre ewiger Gesundheit hinterherzujagen.
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am 5. September 2010
Gesund, schlank, fit, sportlich, so sieht das herrschende Bild unserer modernen Zeit im Blick auf uns selbst und die anderen von außen aus.
Dynamisch, selbstbewusst, souverän, belastbar, so korrespondiert das innere Bild, dass wir an uns und die anderen anlegen, der äußeren Erscheinung.

Und viel wird für beides getan. Fitnesscenter hatten und haben regen Zulauf, die Meldelisten für die Städtemarathons platzen aus allen Nähten, Berater und Psychologen haben gut zu tun und vertrösten den Ratsuchenden oft mit langen Wartelisten.

Manfred Lütz greift diese beiden Phänomene in gewohnt ironischer, teils zynischer, leicht überspitzender Art und Weise auf und unternimmt den Versuch, uns moderne, innerlich und äußerlich Gesundheitsgetrieben ein Stückweit doch wachzurütteln auf unseren fast zwanghaften Irrwegen.

In den ersten beiden Teilen entzaubert er in hoch humorvoller Art und Weise die Verabsolutierung von idealer äußerer und innerer Gesundheit und verweist zu recht mit vielen, aus dem prallen Leben gegriffenen, Beispielen zum einen darauf, dass der Ertrag der hektischen Gesundheitssucht den Preis oft nicht lohnt. Mehr noch, selbst manch wirklich Kranker kann, mit der rechten inneren Haltung, mehr an Lebenslust und Glück erfahren also viele der Gesundheitsanbeter.
Wie er allein schon die Verbindung zwischen katholischer Prozession und moderner Chefarztvisite zieht, unterhält zunächst in bester Weise und lässt auch hintergründig im Blick auf die letztlich unrealistischen Heilserwartungen, die sich, seiner Ansicht nach, vom Priester auf den Arzt übertragen haben, nicht los.

Ebenso entlarvt er, neben der medizinischen Überhöhungen, auch den Reigen von Therapie und Psychopharmaka. Seiner Grundthese nach beruhen all diese Übertreibungen (er selbst wendet nichts gegen ein gesundes, aber eben auch maßvolles, Verhältnis zur eigenen äußeren und inneren Gesundheit ein) auf einer letztlich inneren, persönlichen Leere des Menschen, der sich an nichts anderem mehr fest zuhalten weiß als an einfachsten Äußerlichkeiten und diese in religiöser Manier dann überhöht.

Manfred Lütz wäre nicht Manfred Lütz, wenn er bei dieser teils satirischen und dennoch mit ernstem Hintergrund versehen Betrachtung stehen bleiben würde. Am Beispiel innerlich erweiternder und berührender Musik und anderweitiger Kunst führt er im letzten Teil seines Buches, nun auch in ganz anderem, empathischem und nicht karikierendem Sprachstil zurück auf das Eigentliche, was seit Menschengedenken den Menschen letztlich ausmacht. Gut, dass hier auch der sprachliche Stil wechselt, denn auf Dauer ist die lockere, ironische und manchmal auch bemüht humorvolle Art des Schreibens doch ein wenig ermattend.

Innere Entwicklung selbst bei äußerer Hinfälligkeit, die Gelegenheit zu echter Muße, die weit entfernt von moderner Langeweile ist und, letztlich, die Möglichkeit des Menschen, über sich hinaus zu gehen und einen Hauch der Ewigkeit zu erfahren, diese Elemente möglicher Lebenslust treten nun in den Mittelpunkt..
Muße, Kultur, innere Entwicklung und menschliches Wachstum führen zu einem wesentlich höheren Erleben von Sinn, Wohlbefinden und Lebenslust als die zwanghafte Fixierung auf Postulate physischer und psychischer Gesundheit, die in der idealisierten Form von Ärzten und Therapeuten letztlich gar nicht "hergestellt" werden kann.

Ein durchaus zum Nachdenken anregendes Plädoyer für altbekannte Werte und Lebenshaltungen, die in der modernen Welt mit ihrer Fixierung auf das rein Äußerliche sehr ins Hintertreffen geraten sind und die dennoch mehr an Lebenslust und Glücksmöglichkeiten in sich tragen, als jede geglückte Generaluntersuchung beim Chefarzt.
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am 11. Oktober 2008
Grundsätzlich auch hier gut herausgestellt hat Herr Dr. Lütz sein zentrales Anliegen, der Verwechselung von Heilung mit Heil entgegenzutreten. Unklar bleibt jedoch: Führt hier der Theologe den Arzt an der Leine spazieren oder geht der Mediziner mit dem Gottesmann Gassi? Oft begegnen uns auch komplette Sätze, Abschnitte und Storys aus "Lebenslust" wieder, was mich zu der Überschrift veranlaßte!
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am 5. März 2013
Habe das Buch als Geschenk gekauft und zuvor selber reingelesen. Es ist auf jeden Fall sein Geld wert und ich würde es mir auch nochmal für mich selber holen.
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am 14. Januar 2013
Mir gefällt dieses Buch sehr gut, da es normal katholische Ansichten vertritt und für Jung und Alt gut lesbar ist.
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Die Grundthese von Lütz ist eindeutig: "Lustfeindlicher Gesundheitswahn: Auch wer gesund stirbt, ist definitiv tot" (12). Sein Grundtenor: Gesundheit als neue Religion. Dies illustriert er über 100 Seiten umfangreich. Z.B.:

- Normal ist ... leichter Schwachsinn
- Autobahnen als Pilgerwege
- Chefarztvisite als moderne Prozession.

Im letzten Drittel seines Buches kommt er zum Blick nach vorne: "Lust am Leben und die Quellen des Glücks". Hier geht es um Zeit haben, um Nichts tun, um Müßiggang - um Lebenslust. Auch diese These wird eindrucksvoll illustriert. Sei es mit Ernst Bloch im Gespräch mit Gabriel Marcel oder Teresa von Avila.
Bei der Frage: "wie geht das jetzt, Lebenslust zu leben?" verweigert Lütz die Antwort. "Weil es Lebenslust nicht anders gibt als höchspersönlich, habe ich auf Rezepte verzichtet" (133). Er gibt uns immerhin noch den Hinweis, dass es außerhalb der Trampelpfade des Lebens zu finden sei, sich eher beiläufig einstellt.
Schade, für mich hat Lütz sozusagen den Speichelfluss auf die These, dass das Leben leicht sein könnte, angeregt - aber nicht einmal Amuse-Gueule dazu serviert. Da wäre mehr möglich. Empfehlen kann man ihn als leichte, sprachlich versierte und mit viel Hintergrund versehene Einführung in die Fragestellung.
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am 17. Oktober 2010
Es ist sicher natürlich, dass ich, da ich mit einem atheistischen Weltbild aufgezogen wurde, manche Gesichtspunkte des Autors unvollkommen erfasse.
Die Frage, welche mich während der Lektüre und danach hartnäckig verfolgt, ist:
"Wie lebenslustig ist Herr Lütz in seinem Alltag?"
Humor - vielfach sind es wohl Ironie und Sarkasmus, die seinen Stil prägen.
Er leidet mit denen, die sich - aus seiner Sicht - quälen.
Humor, das ist für mich z.B., was Wilhelm Busch mit "Max und Moritz" bietet: Heitere Betrachtung von Alltagsbegebenheiten in ihren liebenswerten Details; Porträts, die Menschen in ihrer Einzigartigkeit erfassen; eine Augen zwinkernde abrundende Bemerkung im Stil von "Mit der Zeit wird alles heil, nur die Pfeife hat ihr Teil.", die das, worüber Herr Lütz lang und breit - und, wie in einer anderen Rezension bereits angesführt, sich selbst wiederholend - theoretisiert, auf den Punkt bringt.
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am 15. Oktober 2015
Ein Buch das die Menschheit nicht braucht. Selten so einen Mist gelesen. Gott sei dank nur geliehen und nicht gekauft
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am 27. November 2010
Ich konnte mit diesem Buch nicht viel anfangen, ich habe mich sogar sehr geärgert darüber.
Der letzte Satz seines Buches "Um gesund zu sein, muss man der Welt im Ganzen zustimmen" soll wohl die Kernaussage sein, aber leider wird das durch das Buch nicht wirklich vermittelt.
Zu zusammengestückelt aus seinen anderen Büchern (was er sogar im Vorwort schreibt), viel zu polemisch um es ernst zu nehmen, zu religiös für nicht religiöse Menschen.
2 Sterne trotzdem wegen dieser Kernaussage, aber auf die kam ich auch ohne dieses Buch und ohne Gott, auch wenn der Autor das vielleicht nicht für möglich hält.

(Achja: humorvoll fand ich das Buch nicht, obwohl ich nicht aus Westfalen stamme).
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am 11. Februar 2013
Wenn man Manfred Lütz heißt und vom Privatchaufeur zur Buchmesse gefahren wird, von den Verlegern umgarnt, sich um den Umsatz keine Sorgen machen muss, na ja, dann kann das Leben nicht nur leicht sein, sondern es ist es offensichtlich auch.
Wieder mal ein Illussionsreicher unrealistischer "Lütz", der uns wenigstens in diesem Buch vor den vielen Moralpredigen bewahrt, für die Er inwzischen so bekannt geworden ist.
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