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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das am besten zu verstehende Buch Luhmanns
Dieses Buch (basierend auf einer Vorlesung) ist meines Erachtens der beste Einstieg in die Theorie Sozialer Systeme von Luhmann. Das Gedankengebäude Luhmanns wird hier sehr klar dargelegt. Nach dem Lesen dieses Buches wird man sehr viele andere Arbeiten von Luhmann (besser) verstehen!
Veröffentlicht am 5. September 2005 von Peter Steinkellner

versus
30 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Formale Probleme mit der Luhmannschen Systemtheorie
Als Naturwissenschaftler und Ingenieur mit interdisziplinären Interessen machte mich natürlich ein Titel wie 'Einführung in die Systemtheorie', geschrieben von einem Soziologen, neugierig.
Es wäre vermessen von mir, das ganze Buch zu würdigen. Ich will mich nur auf die formalen Aspekte der Theorie beschränken. Es muss erwähnt...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von Dr. Mathias Huefner


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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das am besten zu verstehende Buch Luhmanns, 5. September 2005
Rezension bezieht sich auf: Einführung in die Systemtheorie (Taschenbuch)
Dieses Buch (basierend auf einer Vorlesung) ist meines Erachtens der beste Einstieg in die Theorie Sozialer Systeme von Luhmann. Das Gedankengebäude Luhmanns wird hier sehr klar dargelegt. Nach dem Lesen dieses Buches wird man sehr viele andere Arbeiten von Luhmann (besser) verstehen!
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30 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Formale Probleme mit der Luhmannschen Systemtheorie, 9. April 2008
Von 
Dr. Mathias Huefner (Kahla, Thüringen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einführung in die Systemtheorie (Taschenbuch)
Als Naturwissenschaftler und Ingenieur mit interdisziplinären Interessen machte mich natürlich ein Titel wie 'Einführung in die Systemtheorie', geschrieben von einem Soziologen, neugierig.
Es wäre vermessen von mir, das ganze Buch zu würdigen. Ich will mich nur auf die formalen Aspekte der Theorie beschränken. Es muss erwähnt werden, dass es sich bei dem Buch um eine Niederschrift eines Tonbandprotokolls einer vor Studenten gehaltenen Vorlesung handelt.
Beim Lesen stößt man sich immer wieder an den Begriffen, weil sie entweder als bekannt vorausgesetzt oder irreführend verwendet werden.
Verwendet man eine so fachübergreifende Theorie, wie sie die Systemtheorie darstellt, kann man erwarten, dass die Begriff insbesondere mathematische auch mathematisch exakt verwendet werden.

Nach einer soziologischen Einführung beginnt er seine Ausführungen zur Allgemeinen Systemtheorie mit dem Kapitel zur Theorie offener Systeme: Der 2.Hauptsatz der Thermodynamik sagt aus, dass die Unordnung in geschlossenen Systemen nur zunehmen kann. Das gelte aber nur für die Welt im Ganzen, in lebenden Systemen träfe dieser Satz nicht zu, weshalb diese System als offen zu bezeichnen wären. Das hat aber Konsequenzen, die Luhmann nicht diskutiert. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist nicht aufgehoben, nur sind Ordnung und Unordnung in einem temporären Phasengleichgewicht, solange das Leben des betrachteten Systems andauert. Offenheit bedeutet Austausch mit der Umwelt. Die Selbstorganisation im System wird durch die größere Unordnung in seiner Umgebung erkauft.
Ihn interessiert hier die Frage, wie man das System von seiner Umwelt unterscheiden kann. Als Antwort gibt er die Differenz. Was bedeutet das aber?
Fasst man ein System mengentheoretisch, so stellt ein offenes System eine offene Menge dar. Eine Menge ist durch ihre Elemente so definiert, dass der Beobachter entscheidet, ob ein bestimmtes Element zu der Menge gehört oder nicht. Eine offene Menge muss dann eine Menge sein, bei der es Elemente gibt, für die es nicht entscheidbar ist, ob sie zur Menge gehören oder nicht. Jetzt hat Luhmann aber ein Problem, denn für offene Mengen gelten die Gesetze der Mengenlehre nicht mehr. Es kann weder eine Differenz noch eine Relation gebildet werden. Wie kann man das Problem lösen?
Man macht ein Gedankenexperiment: Der einfachste Weg ist, man schließt die offene Menge, indem man nur die Elemente verwendet, deren Zugehörigkeit entscheidbar ist. Was bedeutet das aber für das System, wenn das System S in das geschlossene System S' übergeht? Damit gilt wieder der 2.Hauptsatz der Thermodynamik in seiner vollen Tragweite. Das System geht vom labilen Gleichgewicht in das stabile über. Anders gesagt, das System stirbt.

Was ist nun aber Umwelt und wie kann sie bestimmt werden? Umwelt ist vom Wesen her offen und unbestimmt. Sie ist alles, was nicht zum System gehört, aber auch alles was völlig irrelevant für das System ist. Letztlich ist für das System aber nur relevant, was es zum Überleben braucht.
Nun kann man die offene Menge S auch in eine größere Menge E, die echte Teilmenge von U ist, so einbetten, dass entscheidbar wird, ob die Elemente der Menge S alle in der Einbettung E enthalten sind. Innerhalb der Umwelt U können aber beliebige Einbettungen erfolgen. Daraus ergeben sich 2 Mengen von Einbettungen. Die erstere enthält die Einbettungen, in denen S überleben kann und die zweite, die Einbettungen, in denen S nach kurzer Zeit in den stabilen Zustand S' übergeht. Von den ersteren Einbettungen gibt es eine kleinste, die man als das lebensnotwendigste Minimum an Umwelt für S bezeichnen kann.
Mengentheoretisch ist das mit dem Rand der Menge identisch. Wenn man die Mengendifferenz E(min)-S bildet, erhält man genau die Elemente, die zwar in E aber nicht in S enthalten sind. Das ist zu Beginn des Experiments aber genau die InputMenge, die für das Überleben des Systems S notwendig ist. Im Laufe seines Lebens verstoffwechselt das System dann die Inputmenge in die Outputmenge. Die allgemeine Systemtheorie bildet nun eine Relation zwischen Input- und Outputmenge und beschreibt das System einerseits mittels einer Funktion über die Zustandsänderungen vom Input zum Output und andererseits durch die Beschreibung des Outputs. In der Archeologie schließt man so sehr erfolgreich auf Gesellschaften, über die es keine Aufzeichnungen gibt.
Die Frage nach der Differenz zwischen System und Umwelt bringt also nicht wirklich etwas Neues.
Die Bedeutung der Beschreibungsmöglichkeiten eines Systems als Prozess mittels seiner Zustandsbeschreibung und der Ergebnisbeschreibung bleiben bei Luhmann völlig unbeachtet. Offene System haben aber nun einmal Prozesscharakter, da sie sich mit der Zeit verändern.

Im nächsten Kapitel wird seine Absicht etwas klarer, wenn auch die Kombination von Differenz und Formanalyse im Zusammenhang mit Allgemeiner Systemtheorie doch etwas merkwürdig erscheint. So sind die Ausführungen auf den folgenden 13 Seiten auch recht mystisch und müssen vom Leser nicht verstanden werden. Sie dienen nur dazu, dass der Leser folgende Aussagen schluckt:
" - Das System ist eine Differenz.
- Das System braucht nur eine einzige Operation, einen einzigen Operationstypus, um, wenn es weitergeht, die Differenz zwischen System und Umwelt zu reproduzieren, Kommunikation durch Kommunikation."
Er beruft sich hier auf die Mathematik von Spencer Brown. Zum Glück findet man im Internet einen Aufsatz von Boris Henning, der den zitierten Kalkül und das, was Luhmann daraus für sich herausgelesen hat, unter dem Titel 'Luhmann und die formale Mathematik' referiert.
Nach dem Verständnis von Henning handelt laws of form vom Unterscheiden von Räumen bezüglich Geteiltsein und Ungeteiltsein. Über die Räume selbst wird nichts vorausgesetzt. Dazu werden Räume auf die Ebene projeziert.
Ein Satz der laws of forms besagt: "Ist ein Raum S1 von zwei weiteren Räumen S2 und S3 verschieden, so müssen S2 und S3 identisch sein."
Es fällt schwer, der Beweisführung zu folgen, da die Überlegungen in der Ebene angestellt werden, also die Eigenschaften der Dimensionen außer Acht gelassen werden.
Im 3-dimensionalen Raum (x,y,z) kann man die Unterräume(Ebenen) (x,y) (x,z) und (y,z) unterscheiden, die alle aufeinander senkrecht stehen. Ohne eine entsprechende Transformation kann daher keine Identität hergestellt werden. Je mehr Dimensionen der betrachtete Raum hat, desto vielfältiger werden auch die Konstruktionsmöglichkeiten von Unterräumen.
Die "primary arithmetik" bringt eigentlich gegenüber der Forderung der Mengenlehre, dass es entscheidbar sein muss, ob ein Element zu einer Menge im Merkmalsraum gehört oder nicht, nichts neues.
Quintessenz des Artikels von Boris Henning ist: "Spencer Browns laws of Forms können niemand wirklich weiterhelfen, so dass Luhmann-Lesern die Notwendigkeit erspart bleibt, einen so dunklen und sparsamen Kalkül wirklich verstehen zu müssen. Das meiste, was Luhmann dem entnimmt, steht gar nicht darin.
Begriffe wie Wiedereintritt, Selbstreferenz und Paradoxie sind Erfindungen von Luhmann und werden durch Spencer Browns Ausführungen nicht gestützt. So auch nicht die Aussage: 'Das System ist eine Differenz.'"
Nach Analyse von Hennig verwendet Luhman den Differenzbegriff allein auf 3 verschiedene Weisen als Komplexitätsgefälle, als Art des Unterscheidens und als Negation.

Rein formal ist Kommunikation eine Relation zwischen Kommunikationspartnern und keine Operation. Kommunikation kann man auch nicht mit Information nach Shannon gleichsetzen, wenn Luhmann hier auf die andere Form des 2. Hauptsatzes der Thermodynamik angespielen sollte, wo Information auf einer statistischen Ebene und Strukturordnung einander entsprechen. Auch die Frage nach der Einzigartigkeit der Luhmannschen Kommunikation ist aus den laws of forms nicht ableitbar.
Wenn es Luhmann aber um Formen und Strukturen geht, bleibt unverständlich, warum er nicht die grundsätzliche Idee der Betrachtung von allgemeinen Räumen aufgreift. Warum stellt er das System nicht in einen topologischen Raum und grenzt die Mengen durch Unterräume aufgrund der Merkmale, der zu den einzelnen Systemen gehörigen Mengen ab? Dadurch werden Systeme unterscheidbar und Strukturen beschreibbar.
Systeme, die sich mit der Zeit entwickeln, werden mittels Zustandsfunktion und Ergebnisfunktion in der Technik beschrieben. Wiedereintritt und Selbstreferenz sind nur eine sehr unscharfe Umschreibung dieser Werkzeuge. Mit welchen Mitteln die Komplexität von lebenden und sozialen Systemen behandelt werden muß, bleibt eine offene Frage.

Diese Ausführungen mögen genügen, um zu zeigen, dass es sich bei der Luhmannschen Einführung in die Systemtheorie nicht um die Anwendung und Erweiterung der in der Naturwissenschaft und Technik so erfolgreichen Theorie auf den Gegenstand der Soziologie handelt. Das Buch wirft mehr Fragen auf als es beantwortet.
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5.0 von 5 Sternen Sehr guter Zustand, 3. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Einführung in die Systemtheorie (Taschenbuch)
Schnelle Zusandung und ist einem sehr guten Zutstand. Unproblematische Zahlungsabwicklung per Überweisung. Gutes Qualitiatives Forschungsbuch, das so erhalten war, wie in der Anzeige angegeben.
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Einführung in die Systemtheorie
Einführung in die Systemtheorie von Niklas Luhmann (Taschenbuch - April 2009)
Gebraucht & neu ab: EUR 23,42
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