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13 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unscheinbare Revolution........, 28. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Vom Navigieren beim Driften: "Post aus der Werkstatt" der systemischen Therapie (Taschenbuch)
Es kommt so unscheinbar daher, dieses Büchlein, geschrieben von zwei Autoren, die - sie beschreiben den Teminus im Inhalt - eine sympathisch gut bewältigte "symmetrische Beziehung" zeigen, zum Wohle aller Beteiligten. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: Die "Anhänger" dieser beiden Protagonisten systemischen Therapierens, so mag ich sie mal nennen, habe sich bis vor kurzem wahre Verbalschlachten bzw. Diskriminierungskampagnen geliefert, die weit in die deutsche Presselandschaft echoten. Da soll es sogar "Kritische Psychologen" gegeben haben, die in deutschen Jugendämtern dafür Sorge zu tragen versuchten, dass die "Anhänger von B" schriftlich bezeugten, nicht zu der einen von den beiden "systemisch-phänomenologischen" Linie zu gehören.
Dieses Büchlein ist von daher ein Wunderwerk der Versöhnlichkeit und ein schönes Beispiel dafür, welche Lehren man aus der Beschäftigung mit systemischer - oder eben "systemisch-phänomenologischer" Arbeit ziehen kann. Der Humor ist tiefgründig und man hat bisweilen den Eindruck, man hätte die -zig Bücher aus der systemischen Zauberwerkstatt getrost übersehen können, jetzt, wo dieses knappe, aber von guten Beispielen und erhellenden Grundweisheiten strotzende Büchlein auf dem Markt ist.

Ganz auf der Schlussseite sieht man die augenzwinkernde "symmetrische Haltung", wenn man liest, das Fritz Simons Bücher in 10 Sprachen übersetzt (dafür aber 200 Schriften) , während Gunthard Webers "Bestseller" in 13 Sprachen übersetzt wurde.
(sein Bestseller, "Zweierlei Glück", beschreibt erstmalig Bert Hellingers Arbeit, damals eine unglaublich mutige Übersetzungsarbeit aus einer scheinbar "archaischen" Psychowelt in die Moderne, in der sie nun auch mehr und mehr verstanden wird).
Draussen haben sich, wie gesagt, die Anhänger gekloppt - drinnen sitzen die beiden gemütlich beim Bierchen und finden eine gemeinsame Sprache, die noch dazu viel Neues aufblitzen lässt.
Übersetzt in die Welt der Politik kann man sich das, was hier im Feld der Psychotherapie, ähm des Systemischen Denkens, stattfand, etwa so vorstellen, als würden Putin und Bush ihre "symmetrische Beziehung" dahingehend transzendieren, dass sie ein gemeinsames Büchlein (ganz unscheinbar) verfassten "vom Lenken und Sichlenkenlassen beim Provozieren". Während draußen die G8-Gegner noch wütend gegen die "Bullen" ihre Bierflaschen schleuderten, würde Angela Merkel verkünden, dass Putin "ganz nebenbei" seine Aussetzung des Atomwaffensperrvertrag vergessen hätte, und Bush statt Atomschilden gegen noch zu provozierende Gegner würde sich mit Klimaschützern auf die Life-Aid-Konzerte begeben....naja, man darf ja angesichts der angedeuten Möglichkeiten bei Smon und Weber mal träumen.
In ganz normalen Ehen gibt es solche erstaunlichen Entwicklungen ja schließlich auch.

Ich hoffe, eines wird deutlich: wenn "die da oben", die manchmal gar nicht wussten, was das "Volk da unten" so mit ihren Theorien und Verlautbarungen macht, sich zusammenfinden, kann das ganz erstaunliche Wirkungen haben.
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