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14
4,4 von 5 Sternen
Sprechen wir über Eulen - und Diabetes
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Insgesamt 26 kurze Geschichten, Betrachtungen und Texte beinhaltet "Sprechen wir über Eulen - und Diabetes". Im Vergleich zu anderen Werken von Sedaris, etwa "Ich ein Tag sprechen hübsch" oder "Nackt", wirkt dieses etwas zahmer, etwas weniger böse und schräg, dafür aber tiefgründiger und reifer. Wie immer ist es ein großes Vergnügen, die Welt durch David Sedaris' Augen zu sehen. Der 1956 geborene Schriftsteller in schafft es, die perfekte Mischung zu finden aus Erlebnissen, die so ungewöhnlich sind, dass wohl kaum ein anderer sie bisher gemacht hat, und dem A-ha-Effekt, den der Leser fühlt, wenn Sedaris ihm aus der Seele spricht - oder besser gesagt das ausspricht, was er selbst denkt, aber sich nicht zu sagen traut. Er erlaubt sich als Erzähler, seine egoistischen, kindischen und kleinlichen Seiten zu zeigen und wahlweise mit leichter Verachtung auf andere Menschen zu blicken oder sich für sich selbst und seine Unzulänglichkeiten zu schämen.
Schonungslos entblättern die humorvollen, aber oft auch nachdenklichen Episoden schlechte Eigenschaften, Macken, Schrullen und Oberflächlichkeiten, dies aber auf eine vergnügliche, sympathische Art, die einen für den Schriftsteller einnimmt. So begleiten wir ihn beim selbstgerechten Müllaufsammeln in England, bei Anbiederungsversuchen an seinen französischen Zahnarzt und bei einer Chinareise voller kulinarischer Ekelmomente. Für sich genommen sind diese Begebenheiten unspektakulär - verpackt in eine von Sedaris' Kurzgeschichten machen sie völlig neue Seiten sichtbar und sind voller Situationskomik, Zynismus und ja, auch Bosheit.
Auch sprachlich ist "Sprechen wir über Eulen - und Diabetes" ein Vergnügen voll brillantem Wortwitz. Viele Sätze sind so geschliffen, so schön und manche witzigen Abschnitte so gelungen, dass man sie gleich mehrfach hintereinander lesen muss. Auch hier findet sich eine größere Reife als in den ersten Geschichtensammlungen, so dass es nicht ins Gewicht fällt, dass der Ton einen Tick leiser geworden ist.

Fans von David Sedaris, die sich mit dem (zweifellos gelungenen) Ausflug in die Fabelwelt nicht recht anfreunden konnten, können aufatmen: In 26 originellen, komischen, seltsamen und bisweilen traurigen Häppchen zeigt der Autor wieder (vermeintlich) sein Innerstes, teilweise sogar buchstäblich - und lässt den Leser ein ums andere Mal begeistert, ertappt oder erleichtert denken "Genau so ist es!".
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
David Sedaris (*1956), der vorwiegend in England lebt, ist ein meisterhafter Beobachter des alltäglichen Wahnsinns. Und er lässt den Leser in teils unglaublichen sprachlichen Bildern daran teilhaben.

SPRECHEN WIR ÜBER EULEN UND DIABETES vereint 26 kurzweilige Betrachtungen und Erzählungen, die der modernen Zivilisation kongenial den Spiegel vorhalten, ohne dabei wirklich verletzend zu sein. Sedaris führt uns in den australischen Busch, zu seinem Zahnarzt und zu den Bürokraten der britischen Einwanderungsbehörde. Der Leser kann teilhaben an frühkindlichen Experimenten mit Wildtieren und dem Anruf eines Callcenter-Verkäufers. Und wir erfahren, aus welchem Grund SEDARIS seit beinahe 30 Jahren ununterbrochen Tagebücher führt. In sechs kurzen Monologen schlüpft der Autor in eine fremde Haut, wovon "Nur eine kurze E-Mail" wohl am amüsantesten ist.

Die deutsche Übersetzung des 2013 erstmals veröffentlichten Bandes besorgte Georg Deggerich, der dafür seine eigenen 5 Sterne verdient, da die funktionierende Übersetzung dieser sprachlichen Fein- und Gemeinheiten mit Sicherheit nicht einfach ist. Ein Dank an den Blessing-Verlag für die schnelle Veröffentlichung dieses amüsanten Bandes.
Sehr empfehlenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wer behaupten wollte, David Sedaris schreibe und veröffentliche Tagebücher, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, müsste Michelangelo einen Anstreicher nennen. Niemand versteht es besser als Sedaris, Erlebtes in Lesbares zu verwandeln – seit seinem Debüt mit »Nackt« lässt er seine weltumspannende Fangemeinde daran teilhaben, wie er die schmerzlichste Erinnerung in subtile Komik und die banalste Begebenheit in zeitlose Weisheit kleidet. Er ist sein eigener Inquisitor und Hofnarr zugleich – „der herausragende Vertreter des Mein-Leben-als-David-Sedaris-Genres“ (BRIGITTE).

In seinem neuesten Band mit absurden Alltagsgeschichten entführt uns Sedaris unter anderem in den australischen Busch, wo allerlei Getier verborgene Ängste und längst verdrängte Erfahrungen in ihm aufleben lässt; er erzählt von einer durchzechten Nacht mit wildfremden Alkoholikern im Zug von Chicago nach New York, weiht uns ein in die Geheimnisse der französischen Kieferchirurgie und in die Abgründe des britischen Handwerkertums, verrät uns und seinem präpotenten Patenkind, wie Tagebuchschreiben funktioniert und wozu es gut ist, und lehrt uns, Eulen zu verstehen.

Es gibt kaum ein besseres Mittel gegen schlechte Laune als die Komik von David Sedaris – in 26 Geschichten und einem Gedicht macht er voller Scharfsinn aus den kleinen und großen Dramen des Lebens einen guten Witz. (Amazon)

Man kann einfach keine kurze Zusammenfassung über die Bücher von David Sedaris schreiben, darum habe ich mir die Zusammenfassung von Amazon geliehen. Mittlerweile habe ich alle Bücher des Autors gelesen, außer "Das Leben ist kein Streichelzoo" und das wird sicherlich auch noch hier einziehen.

Wie auch in fast allen seiner anderen Bücher, plaudert Sedaris wieder aus dem Nähkästchen. Über seinen Freund Hugh, seine Familie, seine Kindheit, seine Reisen, seine Schwächen und Peinlichkeiten und lässt wirklich nichts aus. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert, wenn David in seiner gewohnt schnoddrigen Art von seiner Darmspieglung erzählt. Dass man über ein ernstes Thema so lachen kann, schaffen nicht viele und Sedaris ist der Meister.

Es fällt ihm auch nicht schwer, seine Liebe zu einem eben erst kennengelernten Libanesen mit einem Instand-Haferbrei zu vergleichen. "Binnen Minuten fertig aber genauso nahrhaft wie das Original." (Seite 143)

Außerdem gibt es in diesem Buch auch noch 6 Kurzgeschichten und ein Gedicht, die mir auch sehr gut gefallen haben. Der Knaller war die Geschichte eines Mannes, der komplett ausrastete, weil in seinem Bundesstaat die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt wurde. Das muss man einfach gelesen haben.

Ich bin wieder total begeistert und vergebe für "Sprechen wir über Eulen und Diabetes" 5 von 5 Punkte, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung an alle Menschen mit schwarzem Humor. Hoffentlich lässt uns der Autor nicht so lange warten, bis er ein neues Buch veröffentlicht.

© Beate Senft
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26 mal wird hier über verschiedenen Dinge und Alltagssituation gesprochen. Mit einem Zwinkern redet Sedaris über den lästigen Diabetes, erzählt von seinem Zahnarzt und erwähnt nebenbei, dass er auch Gedichte schreiben könnte.

Ich erwartete kurze Geschichten, die mich erheitern sollten, wird doch damit geworben, dass Sedaris alles zu einem Witz verkommen lassen kann. Und wenn ich seine Geschichte über das Ärztewesen in Frankreich lese, muss ich tatsächlich schmunzeln, denn seine Reaktionen sind Gold wert. Da will man einfach nur krank sein und wird fast gesund nach Hause geschickt.

Auch alle anderen Geschichten sind von einer sprachlichen Dichte, die mich fasziniert. Nicht ein Wort ist wirklich überflüssig, alles gut durchdacht und auf den Punkt geschrieben. Selbst das Gedicht, geht bei Sedaris nicht in die Hose und verspricht folglich einen Mehrwert für den Leser.

Warum ich dann nur drei Bücherpunkte vergebe? Ich erwartete mehr Witz, Komik, die ich unterschwellig spüre und auf die ich nicht gesessen werde, als wäre ich ein dummer Leser. Bekomme habe ich ein paar Seite Wortspielereien, die nicht neu waren und Themen, die nur oberflächlich angekratzt werden. Bei Kurzgeschichten soll der Leser auch nicht mehr erwarten, aber es gab Stellen, da hatte ich das Gefühl: “Da muss noch was kommen.” Und dann hing ich in der Luft und wollte auch nicht mehr denken: “Schön geschrieben.”

Vielleicht sind seine ersten Bücher besser und somit auch der Übersetzer. Auf mich wartet noch “Naked”, dies wurde von Harry Rowohlt übersetzt und irgendwie treibt mich die Hoffnung an, dass der Wortwitz und der Humor dort besser getroffen werden.

Die Gestaltung
Ich kannte David Sedaris vorher nicht. Angesprochen hat mich hier allerdings das Cover, welches ich zuerst als englisches Original gesehen habe. Auch wenn ich das Buch nicht zu meinen Favoriten zählen würde, bleibt es dennoch im Regal. Schließlich ist eine Eule auf dem Cover.

Die Bewertung
Seine Essays bzw. manchmal Kurzgeschichten haben mich manchmal zum Schmunzeln gebracht und das ein oder andere Mal zum Nachdenken. Sein Schreibstil ist prägnant und auf den Punkt, aber letztendlich konnte ich mich nicht mit dem Buch anfreunden. Meine Erwartungen an Satire und schwarzem Humor waren höher als der tatsächliche Wert.
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am 18. März 2015
In seinem neuesten Band mit 26 zum Teil absurden Alltagsgeschichten entführt Sedaris die Leser unter anderem in den australischen Busch, wo allerlei Getier verborgene Ängste und längst verdrängte Erfahrungen in ihm aufleben lässt; er erzählt von einer durchzechten Nacht mit wildfremden Alkoholikern im Zug von Chicago nach New York, weiht ein in die Geheimnisse der französischen Kieferchirurgie und in die Abgründe des britischen Handwerkertums, verrät seinem präpotenten Patenkind, wie Tagebuchschreiben funktioniert und wozu es gut ist.

Sedaris' Stil ist tagebuchähnlich, und tatsächlich ist er auch ein passionierter Tagebuchschreiber, der seine und die Erlebnisse seiner Umwelt akribisch festhält, gleichsam seziert. Ich mag seine Schreibe, die sich selbst wichtig nimmt und gleichzeitig auch wieder nicht. Sedaris hat selten Scham, sich und seine Umwelt in Geschichten der Lächerlichkeit preiszugeben. Gleichzeitig ist ihm bewusst, welchen Stellenwert seine Geschichten (und seine Tagebücher) für die Nachwelt haben: Sie sind belangloses Zeug. Das ist etwas, das wohl jeder Tagebuchschreiber, jede Tagebuchschreiberin nachvollziehen kann.

Wie in den Büchern zuvor, schildert Sedaris in kurzen Geschichten aus unterschiedlichen Perspektiven seine Beobachtungen des amerikanischen oder europäischen Alltags und Erlebnisse seiner zahlreichen Reisen. Ob er seine Kindheit aufarbeitet – die Hölle eines amerikanischen Vorortes –, seiner Jugend nachspürt – der Versuch, der Hölle durch haarsträubende Jobs und persönlichkeitsverändernde Drogen zu entkommen – oder sich über sein Leben im englischen Wahlexil wundert: Sedaris’ Beobachtungen und Erinnerungen sind immer präzise, gelegentlich überraschend und komisch.

Oft bleibt mensch aber auch das Lachen im Halse stecken, nimmt eine Geschichte eine tragikomische Wendung. Teilweise gehen die Geschichten abrupt zuende, so, als wenn der Autor nun auch nicht mehr weiß, was er eigentlich sagen möchte, oder die erforderliche Wortzahl erreicht hat und einfach aufhört zu schreiben. Das finde ich verstörend. Und als Dichter ("Sprechen wir über Eulen und Diabetes" endet mit einem Gedicht) gefällt Sedaris mir auch nicht, aber ich denke, damit können wir beide leben.

Fazit: Auch wer bislang Sedaris' Kosmos noch nicht kennt, findet in "Sprechen wir über Eulen und Diabetes" schnell einen Zugang zu seiner Welt, selbst in der deutschen Übersetzung von Georg Deggerich (wenngleich ich die Übersetzungen von Harry Rowohlt noch immer am Liebsten habe).
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Zugegeben, ich habe es nicht so mit Essays. Auch nicht mit Kurzgeschichten. Ich mag lange Geschichten.
Aber mal so zwischendurch, warum nicht?
Und obwohl ich anfangs irritiert war, fand ich diese Sammlung kleiner Geschichtchen - die sowohl autobiographisch wie auch fiktiv sind, doch sehr unterhaltsam, wenn auch nicht gerade amüsant. Ist wahrscheinlich einfach nicht mein Humor, muss er aber auch nicht.
Denn auch ohne Lachen habe ich einige Dinge aus dem Buch für mich herausgezogen. Sollte auch nur noch ein winziger Teil von mir der Ansicht gewesen sein, China wäre ein Land, das eine Reise lohnen würde, ist es damit nun endgültig vorbei. Und eine Darmspiegelung, nun, könnte ich ja mal probieren.

Sehr schön fand ich den Blickwinkel eines weitgereisten Amerikaners, der mal nicht so richtig in eine Schublade passen will, andere aber gerne in solchen verstaut.

David Sedaris versteht es sehr gut, sich selbst und auch seine Mitmenschen gekonnt und bildlich darzustellen, mit wenigen Sätzen, die noch nicht einmal sehr kunstvoll sind, Szene zu skizzieren, die man sofort vor Augen hat. Schon deshalb, weil sie wunderbar alltäglich und menschlich sind.

Fazit?
So ganz überzeugt hat mich das Buch zwar nicht, auch, wem es einfach nicht mein Genre ist, aber dennoch war es keine Zeitverschwendung, sondern durchaus eine gute Gelegenheit, den Horizont zu erweitern.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 14. November 2013
Von David Sedaris kann man eigentlich nicht genug bekommen - er ist ein Meister der spitzzüngigen Alltagsbeobachtung, der seinen Lesern auch dann noch zuverlässig ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert, wenn er eigentlich über zutiefst traurige Dinge schreibt (wozu ich nun unschöne Familienbeziehungen, diverse Fallstricke des täglichen Lebens und Eltern, die ihren Kindern fragwürdige Vornamen geben, zählen möchte).

Er unterhält auf höchstem Niveau und ist für mit der Gottkönig des Du, hör mal, ich muss dir etwas vorlesen, du schmeißt dich weg"-Buchs. Soweit, so gut. Aber obwohl ich auch Sprechen wir über Eulen und Diabetes" wieder mit Vergnügen gelesen habe, kam ich diesmal nicht umhin, zwischendurch zu denken: eigentlich bietet Sedaris hier - wenn auch auf höchstem Niveau - more of the same". Deswegen dreieinhalb bis dreidreiviertel Sterne für ein Buch, das Sedaris-Neulinge begeistern wird, Sedaris-Kennern aber nicht viel Neues bietet.
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am 18. Mai 2015
Mit Humor ist es ja so eine andere Sache, weil die Auffassungen davon recht unterschiedlich sind. Deshalb hatte ich mich bisher noch an kein Buch von David Sedaris gewagt. Ich dachte, so viel kann über ein einziges Leben eigentlich nicht berichtet werden - und immer noch lustig sein. Aber mit diesen kleinen Geschichten und Berichten wollte ich es dann doch einmal versuchen. Der Titel des Buches war mir völlig unverständlich. Nach dem Lesen bin ich nun etwas schlauer.

Anfangs war ich noch etwas kritisch und unsicher, aber mit jeder Geschichte gefiel mir das Buch dann besser. Wie aus jeder noch so belanglosen Begebenheit ein Stückchen Literatur entstehen kann, ist faszinierend. Dabei ist es durchaus nicht nur leiser, feiner Humor, sondern auch immer wieder etwas respektlos, egal ob Sedaris nun über seinen Vater spricht oder politische Zustände. Alles kommt unter die Lupe und wird haarklein beschrieben. Da anscheinend alles auf realen Erlebnissen fusst (was zwischendurch auch mal verwundert), ist noch das Seltsamste nicht weit hergeholt. Das Leben und die Menschen bekommen hier außerdem einen Spiegel vor die Nase. Vielleicht werde ich mich dann doch mal an die autobiographischen Romane wagen.
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am 7. Februar 2015
Die Kunst, Humor zwischen den Zeilen zu verstecken, beherrschen nicht wirklich viele Autoren. Sedaris geht noch weiter: Er versteckt den Humor sogar hinter den Zeilen. Und dennoch findet man ihn, so man denn will.
Bisher hielt ich seine "Erlebnisse" als Weihnachtsmann bei Macy's für sein stärkstes Stück. Die Schilderung seiner Darmspiegelung in diesem Erzählband jedoch ist noch ein Quentchen stärker. Eine Darmspiegelung als vergnügliche Literatur zu schildern, kann sich kaum jemand vorstellen. Bis er Sedaris gelesen hat und ungläubig konstatiert, dass man wohl über schlicht alles hochintelligent und lustig schreiben kann. Wenn man es kann.
Sedaris kann es. Definitiv.
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am 13. November 2014
Immer wieder gerne. Macht Spaß, diesmal auch gereift im Alter ( und beim Schreiben der Inhalte) bin ich die letzten 15 Jahre mit Sedaris gealtert. Aber ist geil und lustig, wie man sich bei bestimmten Dingen selbst wiederfinden kann.
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