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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Science-Thriller
Stellen Sie sich eine Welt vor, bevölkert von gigantischen, giftigen und riesigen Tieren. Alles was dort regiert ist Hunger. Fressen und Gefressen werden. Aktion und Reaktion. Sogar die Pflanzen setzen Gifte und Pheromone ein um sich gegen jede Art von Angriff zu verteidigen und untereinander zu kommunizieren. Ein ewiger tödlicher Kreislauf, in dem nur die...
Vor 20 Monaten von Jack McPhee veröffentlicht

versus
26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blockbuster-Action im Gummibärchenformat
Eine geheimnisvolle Firma auf Hawaii mit Namen "Nanigen" rekrutiert Studenten aus dem naturwissenschaftlichen Sektor. Ihr Job: Im Miniformat eine völlig neue Welt erkunden, um Heilmittel zu finden. Sieben Studenten aus Cambridge folgen dieser Einladung des charismatischen Unternehmers Vin Drake auf die Insel. Peter Jansen, einer der Studenten, bekommt kurz vor der...
Veröffentlicht am 14. April 2012 von SA.M.T


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26 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Blockbuster-Action im Gummibärchenformat, 14. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Eine geheimnisvolle Firma auf Hawaii mit Namen "Nanigen" rekrutiert Studenten aus dem naturwissenschaftlichen Sektor. Ihr Job: Im Miniformat eine völlig neue Welt erkunden, um Heilmittel zu finden. Sieben Studenten aus Cambridge folgen dieser Einladung des charismatischen Unternehmers Vin Drake auf die Insel. Peter Jansen, einer der Studenten, bekommt kurz vor der Abreise jedoch ein SMS von seinem Bruder Eric, der in Drakes Firma arbeitet. Die Botschaft: "Komm nicht". Kurz darauf wird Eric vermisst. Peter und seine 6 Kollegen kommen bald den kriminellen Machenschaften von Drake auf die Spur. Dieser sieht nur eine Lösung für sein Problem. Er muss die Studenten verschwinden lassen. Und was wäre da idealer, als sie einfach mit der Nanigen-Technologie auf eine Größe von 1,3 cm zu schrumpfen und in der Wildnis auszusetzen?

Michael Crichtons letzter Thriller ist wohl für die Leinwand geschrieben. Man hat eigentlich die ganze Zeit den Film dazu im Kopf, der ganz sicher als Blockbuster bald in die Kinos kommen wird. Die Geschichte selbst ist von der Idee her recht spannend, die Umsetzung ist dann doch etwas klischeehaft, wenn auch mit manchen Überraschungen. Die Kämpfe der Miniaturmenschen gegen Naturgewalten wie z.B. einen Platzregen oder gegen Untiere wie etwa eine Wespe oder Fledermäusen sind recht fantasievoll - eine Mischung aus "Jurassic Park" und "Reise zum Mittelpunkt der Erde". Aber gerade weil man sehr stark das Gefühl hat, dass hier immer an die Umsetzung im Kino gedacht wurde, ist die Geschichte eben nicht das spannendste, was ich jemals gelesen habe. Die Personengruppe bestehend aus 3 Frauen und 4 Männern ist so gewählt, dass es natürlich Konflikte gibt, dass natürlich ein Liebespaar darunter ist und natürlich ist einer der Gruppe das schwächste Glied. Klischee eben.

Das Buch ist ein typischer Crichton, wenn auch nicht der beste. Es ist Lesestoff für Regentage, ohne allzu großen Anspruch. Lesbar, aber kein "must-have".
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Science-Thriller, 5. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Stellen Sie sich eine Welt vor, bevölkert von gigantischen, giftigen und riesigen Tieren. Alles was dort regiert ist Hunger. Fressen und Gefressen werden. Aktion und Reaktion. Sogar die Pflanzen setzen Gifte und Pheromone ein um sich gegen jede Art von Angriff zu verteidigen und untereinander zu kommunizieren. Ein ewiger tödlicher Kreislauf, in dem nur die skrupellosesten überleben können.
Willkommen auf unserer Erde! Genaugenommen: Sehr nah dran... Auf und in der Fläche von 30 mal 30 Zentimetern befindet sich mehr Leben als in einer Großstadt. Nur wie kann man diese winzige Welt untersuchen und die Erkenntnisse für die Welt gewinnbringend nutzen? Die auf Hawaii ansässige Firme "Naningen" hat eine Technik entwickelt mit deren Hilfe genau das möglich ist. Durch starke magnetische Impulse ist es möglich Materie zu schrumpfen. Damit kann "Naningen" Maschinen und Menschen zur direkten Erforschung er Welt zu unseren Füßen einsetzen.
Auf der Suche nach hervorragenden und beeinflussbaren jungen Naturwissenschaftlern wirbt "Nanignen" an verschiedenen Universitäten in den USA Studenten an und lädt diese zu einer Besichtigung mit Aussicht auf einen gut bezahlten Job auf Hawaii ein. Der Tod eines Firmengründers, welcher auch der Bruder eines der eingeladenen Studenten war, rückt den Ausflug in ein zweifelhaftes Licht. Als der junge Student dem verbliebenen Firmenchef auf die Schliche kommt, lässt dieser die Gruppe kurzerhand schrumpfen. Die Studenten finden sich plötzlich in einer Welt wieder, die Teil ihrer eigenen Forschung ist. Nur sind sie jetzt Teil des Systems. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt...

Michael Crichton hinterließ große Fußspuren, in die niemand so schnell treten wird. Dass das vorliegende Werk lediglich als unvollendetes Fragment vorlag, welches Richard Preston vollendet hat, merkt man zwar beim Lesen, doch Preston gelingt es den Ton Crichtons hervorragend zu treffen.
Crichton kann man als Meister der Science-Thriller bezeichnen. Da er selbst Wissenschaftler war, legte er stets großen Wert auf Authentizität und den aktuellen Forschungsstand. Dabei liegen seinen Werken immer umfangreiche Bibliografien bei. Was Crichton dann tat, war lediglich das Weiterspinnen vorhandener Ideen und Theorien. Auch diese, so unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen diese klingen mögen, bauen meist auf bewiesenen Untersuchungen auf.
Crichtons Werke handeln oft von privatwirtschaftlichen Unternehmen, die die Relationen verlieren, von einem Skrupellosen Menschen geführt werden und letztlich kommt es zu einer Katastrophe. Das Schema ist meist gleich, doch hat er das ganze Prinzip so perfektioniert, dass man ihm diese Masche verzeiht. Intererssanterweise spielen in seinen Werken die Fragen nach der Ausbeutung um größtmöglichen finanziellen Nutzen und die nach der selbstlosen Forschung zum Wohle der Menschheit große Rollen. Doch zuletzt hat er es derart gut in "Jurassic Park" auf den Punkt gebracht. Und das ist schon über 20 Jahre her.
Die Charaktere sind dem Zweck entsprechend gezeichnet. Auf ihre Eigenschaften beschränkt dienen sie vor allem einem: dem Voranbringen der Story und der Darstellung der Wissenschaft. Dass in einem solchen Werk keinen tieferen menschlichen Dramen zu erwarten sind, dessen sollte man sich bewusst sein bevor man es beginnt zu lesen. Doch im Gegensatz zu Autoren die Schwierigkeiten bei den Dialogen haben, hat Crichton schon immer ein Händchen für diese gehabt. Mögen seine Figuren flach sein, doch seine Dialoge sind absolute Spitze.

Aus dem Nachlass eines stilprägenden Schriftstellers wurde ein ausgezeichneter Technik-Thriller veröffentlicht, der wie seine Vorgänger die Fragen und Vorstellungen des aktuellen Stands der Wissenschaft kritisch hinterfragt. Dabei erhebt Crichton zwar auch hin und wieder den oberlehrerhaften Finger, doch gelingt ihm auf diese Art etwas enorm wichtiges: Er regt den Leser zum Nachdenken und zur Selbstrecherche an.

Ein hervorragender Science-Thriller! Leider der wahrscheinlich letzte Roman aus Crichtons Nachlass.
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchen für Erwachsene, 28. März 2012
Von 
Bienchen (das schönste Bundesland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Michael Crichton ist/war einer meiner Lieblingsautoren. Deshalb sah ich diesem Buch mit Spannung ,aber auch Skepsis entgegen. Leider ließ sich beim Lesen der Gedanke," hat das nun Crichton oder Preston geschrieben ?", nicht verbannen. Etliche Male kam mir der Schreibstil seltsam vor und ich dachte " so hätte Crichton nicht geschrieben". Ich glaube, es ist keine gute Sache, wenn ein Autor ein Buch beginnt, und ein anderer das Buch zu Ende bringt und versucht, den Stil zu kopieren. Abzug 1 Stern.
Zum Inhalt: Crichton hatte ja Super-Ideen und mir gefiel immer diese Mischung Fakt / Fiktion / Wissenschaft /Spannung. Ist auch in diesem Buch enthalten. Aber es ist halt nicht wirklich etwas Neues. Menschen kämpfen mit "großen" Tieren (Dino - Park ), werden verändert /gebeamt (was auch immer) (siehe Timeline), habe Abenteuer zu bestehen (Dino-Park, Timeline)Nanoroboter (Prey). Spannend ist die Geschichte aber auf jeden Fall und mir gefiel auch, wie die verschiedenen Tiere ziemlich detailliert dargestellt werden (hier kommt wieder der Wissenschaftler durch).
Aber ist es ein echter Crichton?
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz in Ordnung., 8. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Micro (Kindle Edition)
Der Beginn ist das Beste vom ganzen Buch. Da gibt es noch Überraschungsmomente und da wird der Leser in den Bann gezogen. Dann aber, in der Mikrowelt, wird der Storyablauf vorhersehbar. Und ist auch nicht wirklich interessant. Woran das liegt ist mir nicht klar, denn der Hintergrund scheint gut recherchiert zu sein. Am Ende wird es dann wieder knackiger, aber traurigen Auges habe ich das Buch nach dem Fertiglesen nicht weggelegt.
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2.0 von 5 Sternen Microergebnis bei Makroanspruch, 6. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Micro (Kindle Edition)
"Liebling ich habe die Kinder geschrumpft" stand wohl Pate bei der Buchidee, Menschen in eine Welt des großen Krabbelns zu schicken und mit mörderischen Miniwaffen zu konfrontieren. Der Plot ist recht einfach gestrickt. Technologiefirma arbeitet an neuen Waffen mit grenzenloser Gefährlichkeit wegen der Möglichkeit ihres heimlichen Einsatzes, verbrämt mit wissenschaftlichen Forschungen zur Bekämpfung von Krankheiten durch natürliche Stoffe, die von Insekten und/oder Pflanzen zur Abwehr von Fressfeinden entwickelt wurden und für Medikamentenentwicklungen interessant sein könnten. Dazu nutzt man eine Maschine, den Tensorgenerator, mit dem alles was hineingerät geschrumpft oder vergrößert werden kann. Vin Drake, der Chef der Firma beseitigt alle, die seinen Plänen zum Verkauf der Technologie an den Meistbietenden im Wege stehen, so dass das große Krabbeln immer begleitet wird vom großen Sterben. Am Ende siegt das Gute und der Bösewicht wird von seinen eigenen Killermaschinen zerhackt und zerschnitten. Das Labor wird dabei zerstört und damit ja die Spannung nicht ganz verloren geht, fliegt als letzte Aktion ein kleines silberglänzenden Etwas von den zwei verbliebenen der 7 Studenten weg, die von Vin Drake in die Mikrowelt verbannt wurden. Einige gute Ideen stecken zwar in dem Geschehen im Buch, die Mikrowelt wird jedoch mit so vielen Widersprüchen aufgebaut, dass es einem das Lesen verleidet. Obwohl z.B. die Oberflächenspannung des Wasser so groß ist, dass es schwerfällt hindurchzudringen, gehen die Protagonisten baden. Der Gang im Bau einer Solitärwespe ist so eng, dass er für die geschrumpften Studenten kaum passierbar ist, trotzdem kommt das noch größere Insekt dort durch und liefert den letzten verbliebenen Studenten bei seinen Larven als Futter ab und sich einen mörderischen Kampf mit der letzten noch kampffähigen Studentin in diesem engen Tunnel, die ihren da noch vermeintlich ungeliebten Leidensgenossen rettet und sich dank gegenseitiger Lebensrettung in ihn verliebt... Elektrisch betriebene Fortbewegungsmittel schaffen dutzende Kilometer in unwegsamem Gelände, obwohl heutige Elektroautos schon mit 300 bis 400 km ihre Probleme haben, so dass schon die Frage erlaubt ist, wieso sich das Energiepotential nicht proportional verkleinert, was zu einer ähnlich kleinen Reichweite von 3 - 4 km führen würde. Wie dieses Energieproblem gelöst wurde, dazu verhält sich das Buch nicht. Obwohl schon Kraft erforderlich war, die Wasseroberfläche zu teilen, scheitern die Helden nicht an der stattlichen Panzerung von Hundertfüßern und überleben zwar nicht als Jonas im Bauch des Wales, aber wenigstens im Kropf eines Vogels. Es ist so vieles an den Haaren herbeigezogen, selbst das Stolpern über ein Haar in der finalen Auseinandersetzung. Das 0,12 mm starke Haar eines Menschen verhält sich zu einem auf ein hundertstel seiner Größe geschrumpften Menschen wie ein 1.2 cm hohes Hindernis, nichts, was wirklich zum Stolpern geeignet erscheint. So stolpert die Geschichte von einem tödlichen Ereignis zum nächsten, richtig spannend wird es jedoch nicht, so dass tödliche Langeweile nur deshalb nicht aufkommt, weil der Text sehr schnell zu lesen ist. Das verdankt er seiner wenig anspruchsvollen Sprache. Alles zusammen also ein Buch zur Unterhaltung ohne großen Anspruch, das aber sicher die Chance hat, verfilmt zu werden, um ein bischen Horror mit amerikanischem Heldentum verbrämt über die Leinwand flimmern zu lassen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der letzte Thriller - eher micro, 16. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Die Grundidee ist alles andere als neu und war schon Bestandteil einiger seiner Romane, wie "Timeline" (mittels neuer Technik in die Vergangenheit reisen), "Jurassic Park" (Wiedererschaffung der Dinosaurier") und vor allem "Prey - Beute" (Minicomputer auf Basis von Nano-Technologie). Es ist ein zentrales Thema im Gesamtwerk von Michael Crichton: die Möglichkeiten der Technik und wie Menschen fahrlässig die Kontrolle drüber verlieren oder sie gar vorsätzlich mißbrauchen.

Das Kernproblem seines neuen und letzten Werkes "Micro" ist in meinen Augen nicht, dass es aufgrund des leider viel zu frühen Todes des Autors von Richard Preston fortgeführt wurde, sondern dass es schlichtweg zu einfach und konstruiert vom Plot her ist und zudem keine wirklich interessante Variantion seines Lieblingsthemas ist. Zu oft habe ich mich vor allem an den Nanotechnologiethriller "Beute" erinnert gefühlt - incl. des mehr angedeutet als wirklich offenen Endes.

Worum es geht, ist schnell erzählt:

Eine Gruppe von Studenten mit unterschiedlichen Spezialgebieten im Fachbereich Biologie werden von einem extrem erfolgreichen jungen Microbiologie-Unternehmen auf Hawaii angeworben, das von dem gleichsam charismatischen wie durch und durch bösen Vin Drake geführt wird. Als dieser sich von einem Studenten mit Mordvorwürfen zu dessen Bruder konfrontiert wird, versucht Drake die gesamte Gruppe umzubringen, in dem er sie - wie eben als innovative Technik in seinem Unternehmen entwickelt - auf microskopisch Größe verkleinert und einer Schlange zu Fraß vorwerfen will. Doch die Studenten können entkommen und versuchen im Urwald nicht nur ihr Leben zu retten (was natürlich einigen nicht gelingt) bzw. wieder Originalgröße zu erlangen, sondern auch Drake das Handwerk zu legen. Und die Zeit läuft gegen sie, weil der Verkleinerungsprozess (natürlich) noch nicht ausgereift genug ist und daher tödliche Nebenwirkungen hat, sofern man sich nicht schnell genug wieder vergrössern lässt.

Natürlich ist auch "Micro" ein typischer Crichton-Mischmasch aus Thriller und wissenschaftlichem Lehrbuch. Die Studenten haben immer wieder Zeit genug, sich gegenseitig alles Wissenswertes aus ihrem jeweiligen Fachgebiet vorzudozieren. Das ist zwar durchaus interessant und auch gut verständlich geschrieben, aber leider nicht wirklich realistisch in die Handlung eingebettet. Zudem hatte ich immer wieder das Gefühl, dass die von den studenten zurückgelegten Entfernungen nicht wirklich zu dem dafür dargestellten Zeitfenster gepasst haben... es wirkte für mich teilweise sehr unrealistisch. Und das ist zumindest für den früheren Crichton, aber auch für Preston eher ungewöhnlich, denn beider Romane zeichneten sich vor allem durch exzellent recherchierte wissenschaftliche Fakten aus.

Hier ist schlichtweg ein unausgegorener und zudem auch nur leidlich spannender Mix entstanden, der nicht wirklich begeistert, sondern vielmehr irritiert. das ist schade, denn Crichton hätte sicherlich einen besseren, seinem Gesamtlebenswerk entsprechenden letzten Roman verdient gehabt. Von mir gibt es auch nur 2 Sterne!
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1.0 von 5 Sternen Ne ganz kleine Nummer., 11. Dezember 2014
Von 
F. C. Rouhou (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Micro: Thriller (Taschenbuch)
Ich habe die gebundene Version preiswert erstanden. Jetzt nach dem Lesen stelle ich fest, der Kauf war nicht nur preiswert sondern auch umsonst. Zwar ist das Buch schon gebunden und aufgemacht, die Karte Im Einband macht Hoffnung auf die im Klappentext versprochene, spannungsgeladene Hatz über die Insel Honolulu, das Vorwort über den verstorbenen Autor lässt auf ein monumentales Machwerk schließen, aber: Fehlanzeige auf ganzer Linie.
Spannender Thriller mit Science Fiction Elementen? Das geht besser. Die Handlung ist flach und ereignisärmer als das Drehbuch von "Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft", die Schience-Fiction Elemente sind so oberflächlich erklärt, das man sich nur wundern kann. Ach so, man wird durch ein Magnetfeld geschrumpft? Toll! Die gefährliche Tensorkrankheit wird mit einem Küchenmagneten geheilt, wenn man Glück hat? Super!
Und für einen Thriller müsste da auch mal Spannung aufkommen. Von Anfang bis Ende geht es nur um das Überleben einiger Studenten. Der Protagonist ist nicht auszumachen, die parallel laufende "Story" über die Ermittlungsarbeiten eines Polizisten sind für die Handlung fast unerheblich.
Einzig gut geraten sind die bestialischen Szenen, wenn Mikromenschen auf Insekten stoßen. Da wird einem tatsächlich ganz anders und es krabbelt einem alles. Gut geschrieben! Tröstet aber leider kaum über die vielen Defizite hinweg.
Alles in allem bereue ich den Kauf und die Zeit, die ich mit diesem Buch bereits vertan habe.

Macht es mir nicht nach, meidet dieses Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen im Stil von "Die unglaubliche Reise des Mister C", 29. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Micro (Audio CD)
Menschen, geschrumpft auf die Größe eines Käfers oder Insekts - hatten wir das nicht schon mal?

Genau: in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts hat Richard Matheson seinen Roman "Die seltsame Geschichte des Mr. C" (The incredible shrinking man) veröffentlicht, in der ein Mann durch Strahlung auf Insektengröße geschrumpft wird. Diesmal sind es keine radioaktiven Strahlen, sondern Magnetfelder, aber ansonsten liest sich das Ganze so ähnlich, aber keinesfalls schlechter und weniger spannend.

Crichton, bzw. Preston, der das Buch vollendet hat, baut hier eine atmosphärisch dichte Spannung auf, die es erlaubt, das Buch schnell zu lesen bzw. das Hörbuch mit Faszination anzuhören. Es gibt alles, was man von einem Thriller erwartet: Spannung, Technik, gute und böse Menschen und ein, wenn auch kleines, Happy End.

Gordon Piedesack als Sprecher macht seine Sache gut, auch wenn ich mir als Zuhörer, eine etwas deutlichere Aussprache gewünscht hätte. Immerhin schafft er es, den Charakteren unterschiedliche Stimmlagen zu geben, was das Zuhören auf langen Autofahrten zum Vergnügen macht, zumal die Handlung keine allzu große Konzentration erfordert.

Insgesamt ein empfehlenswertes Hörbuch!
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1.0 von 5 Sternen Loch an Loch, und hält? nein...., 1. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Micro: Thriller (Taschenbuch)
Science Fiction kann ja unterhaltsam sein, wenn wenigstens die Story einen Hauch an Glaubwürdigkeit besitzt, die Figuren interessant und die Handlung spannend ist. Aber sooooo geht das nicht: Platte Figuren, deren Start-Anzahl nur dadurch berechnet wurde, weil alle paar Seiten jemand sterben muss. Unlogik in den Handlungen ohne Ende (Wenn mit einem geheimnisvollen Tensor"-Gerät Organismen verkleinert werden, gut und schön. Aber das gleiche funktioniert mit Einweg-Fresspaketen und Laptops?). Zyklisch immer die gleichen Spannungsbögen (ein Getier nach dem anderen trachtet den Lilliputs nach dem Leben), der Oberböse ist in jeder Szene gleich böse, dabei aber unlogisch. Eigentlich will er ja als Manager sein Firmengeheimnis wahren, um Milliarden zu verdienen, aber so tumb wie er sind noch nicht mal die Mainzelmännchen.
Zugegebenermaßen hab ich nach der Hälfte abgeschaltet, weil es einfach unerträglich wurde.
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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Warum ich von diesem Crichton enttäuscht bin, 15. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Micro (Gebundene Ausgabe)
Crichton ist ja einer der "großen Namen" im Thrillergenre. Auch wenn das hier nur ein halber Crichton ist, vervollständigt durch Preston, kaum weniger bekannt. Daher war meine Erwartungshaltung entsprechend hoch, wurde aber deutlich enttäuscht. Einem No-Name-Autor hätte ich vielleicht drei Sterne für dieses Buch gegeben, von Profis erwarte ich mehr.

Die Gründe dafür:

1) Die Geschichte ist weder besonders originell, noch besonders spannend, noch besonders gut aufgebaut. Die Dinge plätschern ein wenig vor sich hin, das hat man alles schon mal besser gelesen. Die wechselnden Personen und Schauplätze bringen zwar Abwechslung, aber keine zusätzliche Spannung.
Den Plot, also böser böser Psychopathen-Kapitalist missbraucht Spitzenforscher und alles geht den Bach runter, hat Crichton schon mehrfach so verwendet. Preston übrigens auch (z.B. bei "Ice Ship").

2) Die Personen bleiben schablonenhaft und werden von den Autoren für die Absonderung von Wissenschaftstext als Hintergrundinfo missbraucht. Bei den Studenten ist das am deutlichsten - welche jungen Leute würden je so reden?!? Bei den früheren Büchern war das teilweise ähnlich (man denke an den Mathematiker in "Jurassic Park"), aber lange nicht so penetrant wie hier.
Ein weiteres Manko: Die Personen sterben falsch! Mitten im Buch wird die bisherige Hauptfigur einfach erschossen, andere Leute aufgefressen. Ich vermute mal, damit wollte der Autor die Brutalität der Mikrowelt illustrieren - es kann jederzeit jeden erwischen. Doch Geschichten funktionieren anders als die Realität, und darauf wird hier zu wenig Rücksicht genommen.

3) Die Technologie wirkt lachhaft. Von der Konstruktion her ist es ein Abklatsch aus "Timeline", aber während dort so viel hinreichend intelligentes Wissenschafts-Gelaber drum herum gemacht wurde, was das Ganze zumindest im Rahmen des Romans "glaubhaft" machte, ist die Tensor-Technologie ein deus-ex-machina-Zeugs, um die Geschichte überhaupt in Gang zu setzen. Da wünscht man sich doch die Simplizität aus "Die unglaubliche Geschichte des Mr. C." zurück, da reicht eine mysteriöse radioaktive Wolke, um den Held zu schrumpfen. Bei einem Wissenschafts-Thriller ist gerade dieser Punkt unverzeihlich!

4) Der Schauplatz Hawaii wurde wohl wegen der hübsch garstigen Fauna gewählt. Dabei wäre das für diese Geschichte gar nicht notwendig gewesen. Ich vermute sogar, dass der heimische Garten besser funktioniert hätte, wenn Ameisen oder Heuschrecken, die man jeden Tag zertritt, plötzlich zu Monstern werden.

5) Stil und Wortwahl entsprechen ebenfalls keinen höheren Ansprüchen. Irgendwo ist eine Seite, auf der mindestens jeder zweite Satz mit "hat" oder "ist" als Verb operiert. Bei Thrillern erwartet man ja kein literaturpreisverdächtiges Niveau, aber ein bisschen eleganter als hier darf es schon sein.

6) Das Finale ist richtig klischeehaft. Der Bösewicht stirbt natürlich durch die eigene Schöpfung, und gleichzeitig wird die ganze Technologie rein zufällig vernichtet. In einem Film lasse ich mir das noch gefallen, weil da wenigstens die Explosionen hübsch aussehen. Im Buch ist das so dünn, dass hier die Stahlträger der Konstruktion durchscheinen, und das sieht weniger gut aus.

Das Buch hat durchaus gute Passagen. Insbesondere, wenn die Mini-Menschen von Tieren oder Maschinen gejagt oder bedroht werden, dann kommt Stimmung auf, dann ist es spannend und faszinierend, wie Crichton eben auch sein kann. Aber das sind nur einzelne Inseln. Schade, dass das letzte Werk eines großen Autors so schwach ausfällt. Ich denke, man wird sich eher an seine anderen Werke erinnern.

K.S.
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Micro
Micro von Richard Preston (Gebundene Ausgabe - 26. März 2012)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,85
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