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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Also ich hab geweint...
Ich hab das Buch schon vor einigen Tagen beendet und mußte erstmal wieder Luft holen.
Gerade wenn man Wiebke kennt und mag, weiß man wie viel Herzblut in diesem Buch stecken muß. Gerade deshalb hatte ich schreckliche Angst, daß es kitschig oder pathetisch werden wird und mir somit gar nicht gefällt.
Meine Angst war komplett grundlos...
Veröffentlicht am 15. April 2010 von Janie

versus
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade...
Eva hat Ihre Zwillingsschwester bei einem tragischen Unfall verloren. Seitdem hat sie Schuldgefühle, weil sie nicht ans Telefon gegangen ist, an dem Abend, an dem Marlene gestorben ist.
Sie hat den Ex-Mann Ihrer Schwester geheiratet. Freunde & Verwandte sind entsetzt über diese Beziehung. Dann stirbt auch noch das neugeborene Baby und Eva scheint nun...
Veröffentlicht am 23. September 2012 von Candy


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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schade..., 23. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester: Roman (Taschenbuch)
Eva hat Ihre Zwillingsschwester bei einem tragischen Unfall verloren. Seitdem hat sie Schuldgefühle, weil sie nicht ans Telefon gegangen ist, an dem Abend, an dem Marlene gestorben ist.
Sie hat den Ex-Mann Ihrer Schwester geheiratet. Freunde & Verwandte sind entsetzt über diese Beziehung. Dann stirbt auch noch das neugeborene Baby und Eva scheint nun endgültig den Verstand zu verlieren…
Leider bin ich enttäuscht. Unter Psychodrama habe ich mir etwas anderes vorgestellt.
Der Schreibstil ist mir zu flach. Auch die einzelnen Charaktere sind mir unsympathisch.
Die Geschichte plätschert vor sich hin. Es fehlt an Spannung.- Es gibt keinen einzigen Höhepunkt. -Daher würde ich dieses Buch nicht empfehlen.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Also ich hab geweint..., 15. April 2010
Von 
Janie (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Ich hab das Buch schon vor einigen Tagen beendet und mußte erstmal wieder Luft holen.
Gerade wenn man Wiebke kennt und mag, weiß man wie viel Herzblut in diesem Buch stecken muß. Gerade deshalb hatte ich schreckliche Angst, daß es kitschig oder pathetisch werden wird und mir somit gar nicht gefällt.
Meine Angst war komplett grundlos. Zart und doch unheimlich bedrückend schildert Wiebke das Drama der Zwillingsschwestern Eva und Marlene. Sie erzählt eine Geschichte von falschen Entscheidungen, von Vertrauen und mangelndem eben solchem, von Hass, Tod, Trauer und Familienbanden. Eine bewegende Geschichte, die einen stellenweise auch wegen der unheimlich guten Szenen und gewählten Sprache zu Tränen rührt. (Und das obwohl ich mich sonst als total harte Sau bezeichnen würde.)
Wie auch schon bei Was Wäre Wenn, bei dem es ja eine Songlist gab, spielt auch hier die Musik eine sehr große Rolle und hilft sich in die Situationen genau einzufühlen.
Auf Seite 101 singt Eva, das Beerdigungslied für ihre Schwester am Flügel im Wohnzimmer und mit mir war es vorbei. Hemmungslos flennend saß ich in der S-Bahn und erntete irritierte Blicke, während ich nur schniefen konnte: "Buch is soooo traurig!" Die Leute haben bestimmt gedacht, ich ticke nicht sauber.
Trotz der Kürze des Buches habe ich immer wieder Pausen einlegen müssen, eben weil es so tiefgehend war, daß man das nicht einfach so runterlesen konnte, ohne darüber nachzudenken, sich einzufühlen und mit zu leiden.
Einziges Minus, das Ende war für mich ein wenig vorhersehbar, tat aber dem Lesegenuß an sich keinen Abbruch, da es hier weniger auf die Auflösung, als mehr auf die Begleitung der Protagonisten und dem nachfühlen ihrer Emotionen und Gedanken ankam.
Wiebke hat, indem sie geschrieben hat "was raus muß", einen ganz neuen Weg, weg von Anne Hertz und Was Wäre Wenn, eingeschlagen und hat mich voll und ganz überzeugt, daß dies der richtige Weg ist.

Die Aufmachung des Buches hat mir außerdem ebenfalls mehr als gut gefallen für wenig Geld hat man hier tatsächlich noch mal ein richtiges echtes Hardcover in den Fingern, mit einem Umschlag der sich in den Händen ausgesprochen gut anfühlt.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen beklemmend..., 27. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
ganz anders als die bisherigen Bücher der Autorin ist nun dieses. Das hat mich anfangs etwas verstört, genauso verstört wie Eva war und ist, als ihre Zwillingsschwester Marlene sich das Leben nimmt. Und keiner so recht weiss warum und wieso, und ob Eva sie hätte retten können, wäre sie denn in dieser Nacht ans Telefon gegangen...

Dass Eva nun Tobias heiratet, die Arbeitsstelle ihrer Schwester einnimmt- ihr Leben lebt? - scheint gutzugehen, bis - ja, bis Evas Sohn tot geboren wird. Damit bricht alles auf.....
Plötzlich ist die tote Marlene präsent, erscheint in Evas Leben, um mit ihr zu reden - und Eva erinnert sich....was weh tut, was aber auch "wach" macht und sie aufrüttelt. Wird sie es denn schaffen und sich befreien können und was war wirklich mit Marlene?

Das konnte ich - wohl im Gegensatz zu vielen anderen Lesern.... nicht voraussehen und darum blieb das Buch von der ersten bis zur letzten Seite spannend für mich.

Es hat mich "mitgezogen" von Anfang bis zum Schluss; es ist mir nahe gegangen und hat mich sehr berührt. Ich hätte nicht gedacht, dass Wiebke Lorenz, die ich bisher nur "leicht, locker,flockig, frech" kannte, auch Bücher mit solchem Tiefgang schreiben kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thrill, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Kindle Edition)
Ich hatte ein leicht ungutes Gefühl beim Lesen dieses Thrillers: so, als stimmte etwas nicht ganz ... spannend bis zum Schluss und für Liebhaber des Psycho-Thrills sehr zu empfehlen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch von beeindruckender emotionaler Tiefe, 21. März 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Gleich zu Beginn dieses Buches sagt ein Pastor auf einer Trauerfeier, 'dass das Leben weitergehen müsse', nur muss das Leben nicht weitergehen ' es geht weiter. Das Leben lässt sich keine Befehle erteilen und es ist ihm (dem Leben) auch völlig egal welche Trümmer und Ruinen es auf seinem Weg hinterlässt. Und so war es dem Leben eben auch gleichgültig was mit den beiden Zwillingsschwestern Marlene und Eva passiert und passieren würde.

Erzählt wird vordergründig die Geschichte von Eva, verheiratet mit Tobias, dem Mann ihrer verstorbenen Schwester Marlene. Aber Eva muss nicht nur den Verlust der Schwester verkraften, auch ihre Schwangerschaft endet tragisch. Das Baby, Eva hatte sich bereits für den Namen Lukas entschieden, kam tot zur Welt. Fast zerbricht Eva an diesen Schicksalsschlägen; zudem muss sie sich auch noch mit der Gefühlskälte und dem Unverständnis ihrer Umwelt auseinandersetzen. Ihr Mann Tobias bevormundet sie, sieht in ihr offenbar nur eine 'neue' Marlene. Doch Eva und Marlene sind/waren unterschiedliche Menschen und Eva leidet sehr darunter, dass ihre Individualität offenbar nicht zur Kenntnis genommen wird, dass man sich schlichtweg nicht sehr für sie mit all ihren Gefühlen und Empfindungen interessiert. Auch ihre selbstgerechten Eltern und Schwiegereltern nehmen Eva nicht als Mensch zur Kenntnis, sie hat einfach nur so zu funktionieren, dass sie Eltern, Schwiegereltern und Ehemann keine Schande macht. Ihr Job ist der des Anhängsel von Tobias.

Doch dann passiert es dass Eva immer wieder von ihrer toten Schwester Marlene aufgesucht wird. Zwischen den Schwestern existieren sehr viele unausgesprochene Dinge, die dafür sorgten, dass die Distanz zwischen ihnen immer größer wurde. Doch es ist letztendlich die tote Marlene die Eva hilft, endlich den Weg ins eigene Leben zu finden.

Dieses Buch lässt wohl keinen Leser unberührt zurück. Wiebke Lorenz findet immer zu jeder Zeit die richtigen Worte. Manchmal ist ihre Sicht distanziert, manche Passagen dagegen sind voller Gefühl und nehmen auch den Leser voll in ihren Bann. Die Autorin schafft es stets den richtigen Ton zur richtigen Zeit zu treffen. Etwas, das nicht unbedingt selbstverständlich ist. Wo andere Bücher vielleicht in peinlichen Sentimentalitäten abdriften, wo sie 'gefühlsduselig' werden, da geht dieses Buch einen ganz anderen Weg. Es ist der Weg des 'gefühlten Realismus'. Statt weinerlich zu werden, wird die Traurigkeit vielmehr so realistisch beschrieben, dass man sie als Leser wirklich deutlich fühlen kann. Gerade aus diesen realistischen Beschreibungen bezieht dieses Buch seine erzählerische Kraft. Die Geschichte die erzählt wird, kann sich überall genauso zugetragen haben, sie ist erschreckend und bedrückend realistisch. Aber sie (die Geschichte) ist eben auch ' alltäglich. Denn auch der Alltag hält immer wieder neue Beklemmungen, Schmerz und Traurigkeiten für uns bereit.

'Allerliebste Schwester' ist ein Buch, welches man nach dem Lesen sicher nicht einfach so weglegt um sich dem nächsten Buch zu widmen. Es ist ein Buch, das den Leser einfordert sich mit ihm zu beschäftigen, dass Fragen stellt und sich zusammen mit dem Leser auf die Suche nach den Antworten begibt. Antworten die auf der Hand liegen, die aber trotzdem nicht offensichtlich sind.

Der Epilog dieses Buches macht die emotionale Tiefe dieser Geschichte mehr als deutlich, ist wohl auch der emotionale Höhepunkt eines mehr als beeindruckenden Leseerlebnisses. Ein sicher nicht unbedingt übliches Leseerlebnis, aber ohne dieses Leseerlebnis würde man unter Garantie etwas verpassen.

Mit diesem Buch lernen wir eine andere Wiebke Lorenz kennen. Hier schreibt nicht die wortgewandte Journalistin, die Journalistin die immer schlagfertig, humorvoll und auf den Punkt kommend schreibt; nein, hier schreibt eine Frau, die sich dem Leser zu öffnen scheint, die selbst tastend auf der Suche ist. Hier schreibt eben auch eine Frau, die den Leser emotional fordert, die es dem Leser wahrlich nicht leicht macht, die es ihm aber auch nicht leicht machen will.

Über eines sollte sich jeder potentielle Leser im Klaren sein: Eine Vergnügungsreise macht man mit diesem Buch sicher nicht. Vielmehr ist es eine Reise zu den Wurzeln, zu den gelebten emotionalen Wurzeln eines sicher nicht leichten Lebens.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen fesselnd, spannend, berührend, 7. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester: Roman (Taschenbuch)
Ich finde das Buch von Wiebke Lorenz klasse.
Ich habe es gestern Abend angefangen und auch beendet. Ich konnte nicht mehr aufhören, darin zu lesen.
Ich finde es sehr spannend geschrieben, man muss einfach dran bleiben.
Es passieren viele Handlungen nacheinander, die Spannungskurve bleibt immer erhalten.
Die Geschichte an sich ist merkwürdig aber dennoch kreativ.
Man fühlt total mit und kann sich hinein versetzen.
Absolut empfehlenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Leben der Anderen, 13. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Allerliebste Schwester" ist ein verstörendes Psychogramm einer unüblichen Schwesternbeziehung.
Eva heiratet den Mann ihrer Zwillingsschwester Marlene, die angeblich Selbstmord verübt hat. Vier Jahre ist der Todesfall her und Eva hat zwischenzeitlich in jeder Beziehung das Leben" ihrer Schwester übernommen. Nach einer Fehlgeburt verliert sie komplett den Boden unter den Füßen. Ihre Schwester erscheint" ihr und redet mit ihr. Wiebke Lorenz schreibt in einer klaren und niveauvollen Sprache und vermag es mit dieser den Leser in das Buch zu ziehen und auch fest zu halten. Allerdings erscheinen mir manche Dinge unglaubwürdig bzw. zu zufällig, wie das Aufeinandertreffen mit Marlenes Geliebten, mit dem Eva auch ins Bett geht. Da war mir fast schon zu viel. Auch findet Eva zu schnell aus ihrer Krankheit. Schizophrenie ist ein komplexes Krankheitsbild mit einem langen Leidensweg für die Betroffenen. Für mich ist es somit nicht glaubhaft , dass Eva so schnell gesund wird. Der Schluß (Epilog) ist aus meiner Sicht nicht notwendig, besser wäre es gewesen, Erkenntnisse, die der Leser durch den Epilog erhält (die zudem vorhersehbar waren) mit dem Romangeschehen zu verweben. Cover und Aufmachung des Buches sind sehr gelungen. Fazit: Gute, solide Krimikost für Fans des düsteren Psychodramas.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert, jedoch habe ich mit einer anderen Story gerechnet..., 4. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester: Roman (Taschenbuch)
Inhaltsangabe:

Zwillingsschwestern über den Tod hinaus Drei Jahre ist es her, dass Eva unter rätselhaften Umständen ihre Zwillingsschwester verlor. Danach nahm Evas Leben eine von vielen als ungeheuerlich empfundene Wendung: Sie heiratete den Witwer, den Ehemann der verstorbenen Marlene. Allmählich haben sich die Menschen in ihrer Umgebung an dieses Arrangement gewöhnt, doch ihr selbst kommt es wie ein Frevel vor. Immer öfter erscheint ihr Marlene in verstörend realen Tag träumen. Eva droht allen Halt zu verlieren, bis eines Tages in der Buchhandlung, in der sie als Aushilfe arbeitet, ein Mann auftaucht, der ihre Schwester gekannt hat. Auf sonderbare Weise fühlt sie sich zu diesem Unbekannten hingezogen. Kann er ihr helfen, das Rätsel um Marlenes Tod zu lösen?

Meine Meinung:

Mein erstes Buch was ich von Wiebke Lorenz gelesen hatte, war "Alles muss versteckt sein" - irgendwie habe ich daher wieder mit einem blutigen Psychothriller gerechnet...hier wurde ich jedoch enttäuscht...blutig war es ganz und gar nicht...

Trotz der kleinen Enttäuschung hat mir das Buch gefallen. Der Schreibstil von Wiebke Lorenz hat etwas fesselndes. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen...Das Buch war, auch wenn unerwarteter Weise unblutig, sehr spannend...bis zum Schluss wird man auf die Folter gespannt warum Marlene sterben musste, erst im Epilog wird das Ganze aufgelöst...

Das Cover passt nur nicht zur Geschichte, die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was dieser Apfel mit dem Blut mit der Geschichte zu tun haben könnte...gar nichts, rein gar nichts...hier hätte man wohl eher ein anderes Cover wählen können...

Von mir gibt es 4 Sterne für Allerliebste Schwester!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von einer, die sich alles nimmt, 30. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Man findet schnell und leicht ins Buch rein - da gibt es keinen verquasten Beginn, der es einem erstmal erschwert, überhaupt zu den Personen vorzudringen. Und zunächst ist man ganz auf der Seite jener Eva, die zwei schwere Verluste innerhalb weniger Jahre verkraften muss: Den Tod ihrer Zwillingsschwester, der bis heute nicht ganz geklärt ist und an dem sie sich eine Mitschuld gibt - und den Tod ihres Kindes, das sie - Trauma schlechthin - gebären muss, als es bereits tot ist.
Ja, zunächst ist man ganz "für" Eva, man versteht ihre Depressivität, man versteht sogar, dass sie Tobias heiraten "musste", den Mann ihrer toten Schwester - man kann es nachvollziehen, dass sie das Leben ihrer Schwester stellvertretend nachlebt und möglichst viel Authentizität hineinbringen möchte, indem sie Mann und Haus und Beruf und die soziale Erwünschtheit von Marlene übernimmt. Und letztlich übernimmt sie sogar noch Marlenes Liebhaber mit dazu.
Nach und nach kristallisiert sich jedoch in Eva das Bild einer Frau heraus, die sich relativ skrupellos nimmt, was sie will - und die das bereits immer schon tat. Anders als Marlene war Eva immer die "Unangepasste", die "schwierige" Schwester, die ihren Willen mit Wut und Aggression durchsetzte; Eva war die, die vordergründig den "schweren Weg" zu gehen hatte und nicht das "liebe Kind" war, die sich aber immer durchzusetzen wusste und auch vor einer gewissen moralischen Erpressung ihrer Umwelt und insbesondere Marlenes nicht zurückschreckte. Wenn Eva ihren Willen nicht bekam, dann stampfte sie trotzig mit dem Fuß auf und brach zur Strafe alle Brücken hinter sich ab.
Und plötzlich erkennt man: Eva mag traumatisiert sein, aber Eva ist ein ziemlich ausgekochtes Luder, die sich den Mann von Marlene schon zu deren Lebzeiten noch als Liebhaber hielt, um ihrer Schwester eins auszuwischen und deren scheinbar "heile" Welt ad absurdum zu führen. Eva ist - unabhängig von ihren Traumata- hochgradig psychotisch, sie ist der Meinung, ihr stehe alles zu, was sie für ihr Seelenheil braucht, sie fackelt auch nicht lang, um es zu bekommen, sie schlägt alles kurz und klein und dreht letztlich nur um eine Person: Sich selbst! Eva ist eine egozentrische Narzisstin, die ihrer Umwelt und sich selbst nicht gut tut, die immer am Rande des Abgrundes balanciert und eine geradezu anarchische Lust an der Zerstörung hat. Und zum Schluss hinterlässt sie eine Wüste, eine Seelenleere bei allen, die mit ihr zu tun hatten und macht sich wieder aus dem Staub. Sie hat ja jetzt wieder ein neues Ziel: Ein Kind, das erneut in ihr heranwächst - was braucht sie da noch ihr altes Leben?
Das Buch liest sich gut und flüssig, es ist auch in gewisser Weise spannend - allerdings nicht herausragend. Vieles wird auch zu abrupt und unrealistisch geschildert - Evas Gewaltausbrüche z. B. und die darauf wieder einkehrende Routine - das ist nicht glaubwürdig erzählt. Ich schätze an sich Bücher ,die kurz und knackig erzählen, um was es geht - und die Autorin hält sich - in Anbetracht der vielschichtigen Thematik - wirklich auf 236 Seiten sehr kurz. Wie gesagt, normalerweise schätze ich die Kunst, wenn jemand Wesentliches knapp erzählt. Aber in diesem Fall hätten ein paar mehr Seiten gut getan, um die Geschichte in sich stimmiger zu machen - wer ein Psychodrama erzählen will, muss auch den Mut haben, dies zu tun und darf nicht im Halbfertigen stecken bleiben.
Das ist etwas schade an diesem Buch, das mir vom sprachlichen Niveau und vom Thema an sich gut gefallen hat, und das ein richtig "großes" Buch hätte werden können. Leider bleibt die Autorin an den entscheidenden Stellen aber zu flach und zu hektisch, sie lässt eventuell auch zu viele Zufälle und generell zuviel passieren in ihrer Geschichte, als dass es zu einem großen Wurf gereicht hätte. Aber ich werde auf jeden Fall noch mehr Bücher von ihr lesen, denn Schreibtalent hat sie!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiebke Lorenz braucht kein Happy End um zu beeindrucken, 17. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Allerliebste Schwester (Gebundene Ausgabe)
Vor drei Jahren verlor Eva ihre Zwillingsschwester. War es Mord? Oder Selbstmord? Die Umstände sind bis heute nicht ganz geklärt und aus gegenseitigem Trost wurde Liebe: Eva heiratete den Mann ihrer verstorbenen Schwester. Eine praktische Lösung. Für alle?
Denn nach und nach zerbricht Eva an ihren eigenen Regeln. Sie, die immer "das schwarze Schaf" der Familie war, möchte nun plötzlich die brave Ehefrau sein. Perfekt in Szene gesetzt in einem Leben voller Rituale, Tradition und Regeln.
Die Totgeburt ihres kleines Lukas empfindet Eva als erneute Strafe und während Evas Mann Tobias nach vorne schaut und einen "neuen Versuch" startet, versinkt Eva immer mehr in Tagträumen und Erinnerungen an die vermeintlich glückliche Kindheit.
Immer wieder taucht Marlene darin auf, öffnet Eva die Augen und plötzlich bröckelt die Fassade der heilen Familienwelt. Eva bricht die Regeln, lässt sich tätowieren, rastet aus und droht allen Halt zu verlieren. Doch dann taucht plötzlich Simon auf. Auch er kannte Marlene...

Wiebke Lorenz erzählt in "Allerliebste Schwester" die Geschichte zweier Frauen die unterschiedlicher nicht sein können.
Während Marlene die perfekte Tochter verkörpert, begehrt Eva auf und muss dafür Schläge und die Missachtung der Eltern ertragen. Die heile Familienwelt ' nur eine Farce. Sie ist die Aufmüpfige, immer wieder getadelt, bestraft und mit der Schwester verglichen.
Als dann auch noch Marlene das Elternhaus verlässt, um zu studieren und kurze Zeit später verliebt ist, haut Eva nach Hamburg ab. Zu groß ist der Groll darüber verlassen worden zu sein, von dem einzigen Menschen, der ihr bis dato etwas bedeutet hat.
Nach Marlenes Tod nimmt sie zunehmend ihren Platz ein. Sie heiratet ihren Schwager, übernimmt Marlenes Anstellung in einem Buchladen und verliert dabei mehr und mehr ihre eigene Identität. Wieder einmal ist sie eben nicht die brave Tochter. War sie jemals die brave Schwester? Hat Eva sich nicht schon lange an Marlene gerächt?

Perfekt!!, dachte ich als ich das Buch zuschlug. Wiebke Lorenz' packende Familiengeschichte um die Rivalität zweier Schwestern braucht kein Happy End, um zu beeindrucken. Ein unmissverständlicher Schreibstil, unvorhersehbare Wendungen, überzeugende Figuren und viel Tiefgang sind dagegen unentbehrlich, und hier hervorragend gelungen.
Die Charaktere sind atemraubend antipathisch und überzeugen durch Aufdringlichkeit, Besserwisserei und Emotionslosigkeit. Solche Leute möchte ich nicht näher kennen!
Die beklemmende Atmosphäre trägt sich von der ersten bis zur letzten Seite. Dort endet sie in einem grandiosen Finale, welches auch weitsichtige Leser überraschen wird.
Während andere Autoren es mit vielen Worten nicht schaffen, Dinge zu erklären, Szenen zu beschreiben oder Charaktere zu formen gelingt dies Wiebke Lorenz tadellos - in einer klaren, fesselnden Art und Weise, die es unmöglich macht, sich diesem Buch zu entziehen.
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Allerliebste Schwester
Allerliebste Schwester von Wiebke Lorenz (Gebundene Ausgabe - 15. März 2010)
EUR 16,95
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