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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Alter ist keine Sackgasse...
Frank Schirrmacher ist bekannt als Mitherausgeber der FAZ und selbst als Jahrgang 1959 Teil der sogenannten "Baby-Boomer", jener Jahrgänge also, die zahlenmäßig enorm anwuchsen und jetzt langsam in die Rentnerjahre hineinrutschen werden.

In diesem 2004 veröffentlichten Bestseller dekliniert der Autor die weiter zunehmende Überalterung...
Vor 18 Monaten von Shaun veröffentlicht

versus
176 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Baby-Boomer rüstet zur Machtübernahme
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In Eurem Kopf liegt Wissenschaft und Irrtum
geknetet, innig wie ein Teig zusammen:
Mit jedem Schnitte (jeder Seite) gebt Ihr mir von beidem.
(Kleist, Der zerbrochene Krug)
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Frank Schirrmachen, 45, Mitherausgeber der FAZ (der Zeitung mit dem klugen Kopf irgendwo im Hintergrund), hat ein Buch über das Alter...
Veröffentlicht am 5. Juli 2004 von Rolf Staufenbiel


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176 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein Baby-Boomer rüstet zur Machtübernahme, 5. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
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In Eurem Kopf liegt Wissenschaft und Irrtum
geknetet, innig wie ein Teig zusammen:
Mit jedem Schnitte (jeder Seite) gebt Ihr mir von beidem.
(Kleist, Der zerbrochene Krug)
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Frank Schirrmachen, 45, Mitherausgeber der FAZ (der Zeitung mit dem klugen Kopf irgendwo im Hintergrund), hat ein Buch über das Alter geschrieben, Er hat zu diesem Thema viel gelesen. Mit stolzen, aber nutzlosen 142 Literaturhinweisen, die wir in den Anmerkungen zu seinem Buch finden, will er die Leser wohl beeindrucken und einen wissenschaftlicher Anspruch erheben.
Die Zielsetzung des Buches ist im Klappentext folgendermaßen zusammen gefasst:
"Dieses Buch will anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu einem Komplott gegen den biologischen und sozialen Terror der Altersangst überreden, weil nur so die Jungen eine Chance bekommen".
Meine Frau (70) und ich (75) haben uns das Buch wechselseitig vorgelesen und wurden von Seite zu Seite ärgerlicher. Welches waren die Gründe?
1) Schirrmacher hat ein "journalistisches" Buch geschrieben; er mischt Tatsachen und Theorien, Wissen und Meinung so innig zusammen, dass der Leser bald den Überblick verliert. Das Buch liebt Provokation und Zuspitzung, es ist alles andere als ausgewogen und präzise (wie J. Vaupel im Klappentext behauptet).
2) Die Schwierigkeiten, mit denen die Gesellschaft durch steigende Lebenserwartung und eine geringe Geburtenrate konfrontiert wird, will Sch. durch ein Komplott (eine Revolution) der Alten beseitigen. Er will dadurch das Selbstbewußtsein der Alten stärken und die "Diskriminierung der Alten" abbauen.
3) In einer mehrfach von Sch. zitierten "Berliner Altersstudie" haben die Teilnehmer - zwischen 70 und 100(!) - übereinstimmend angegeben, sich um 12 Jahre jünger als ihr wirkliches Alter zu fühlen. Will Schirrmacher das Selbstbewußtsein der Alten noch weiter steigern (auf 15 oder 20 Jahre?).
4) Wenn Schirrmachers recht hätte mit den Stereotypen über ältere Menschen: "vergesslich, krank, schwach, egoistisch, phantasielos, langweilig, hässlich, müde, faul, verbraucht, hartherzig, böse" , wie ist dann zu erklären, daß 50% unserer Bundestagsabgeordneten über 55 Jahre alt sind und 25% bereits das 60. Lebensjahr erreicht haben. Zyniker könnten behaupten, daß die genannten Stereotypen gar keine sind, sondern die Wirklichkeit darstellen. Wie wäre es dann mit einem Komplott der unter 50-jährigen zum Wohle unseres Staates?
5) Die Altersverteilung in der Politik wird mit dem Eintritt der Baby-Boomern (also auch von Sch.) in den Ruhestand weiter zugunsten der Alten verschoben (mit Sch. natürlich auch in den Parlamenten). Wozu dann aber ein Komplott. Wann und wo hätten Machtinhaber je eine Revolution angezettelt?
6) Gott erhalte Sch. die Hoffnung, daß Körper und Geist mindestens bis zum 80. Lebensjahr unvermindert funktionieren. Glaube soll angeblich Berge versetzen.
7) Schirrmachers Buch muß Alten wie Jungen Angst machen. Plant er schon heute eine Partei der "grauen Panther", die - basierend auf ihrer Überzahl und ihren erheblichen finanziellen Ressourcen - ihre Interessen selbstbewußt und rücksichtslos durchsetzen wird (mehr Geld für Renten, Pflege und Vergnügen der Alten mit dem Ziel, bald die Altersgrenze Methusalems überschreiten zu können).
8) Nachdem die Väter in den letzten 40 Jahren sich auf den Wege zu mehr Partnerschaft mit ihren Kindern gemacht haben - wie auch die Großväter mit ihren Enkeln -, will Sch. die Zeit zurückdrehen. Er lese Kafkas "Brief an meinen Vater" (bei Reclam für 3€ zu bekommen). um Leid und Verzweiflung einer Jugend unter selbstbewusster Autorität kennenzulernen.

9) Ich habe vergeblich nach einem Abschnitt gesucht, der die "Chancen der Jugend" als Nebenwirkung des Methusalem-Komplotts aufzeigt. Auch habe ich das Wort Solidarität nirgends gefunden. Wie wäre es, wenn die geistig und körperlich so fitten Alten ihren Kindern und Enkeln helfen (Leihgroßmütter und -großväter), wenn sie mit "warmer Hand" geben, anstatt nur ihr Alter zu pflegen.
10) Natürlich kann ein "gesundes" Selbstbewusstsein helfen, die Leiden des Alters zu bewältigen. Selbstbewußtsein kann aber nicht durch ein Komplott eingeführt werden, es hängt ab von der Persönlichkeit, die man Zeit seines Lebens entwickelt hat.
11) Unerträglich ist der Zynismus, mit dem Sch. den "politische Slogan", dass wir an unsere Enkel denken müssen, mit Gottfried Benns "Enkel .. die große Ablenkung der Ahnen von ihrem eigenen Tun" abtut. Natürlich beantwortet Sch. die Frage von Max Frisch "Sind sie sicher, dass Sie die Erhaltung des Menschengeschlechts ... wirklich interessiert?" mit einem klaren NEIN.
Dieses Buch kann mit allen Vorbehalten vier Gruppen empfohlen werden:
- denjenigen, die die Ausführungen des Buches ironisch interpretieren,
- den Kindern der Babyboomer; sie ahnen nun, was ihnen blüht,
- der Gruppe, die insbesondere ein schlechtes Buch zum Anlaß nehmen will, über ein ernsthaftes Thema ernsthaft nachzudenken,
- denjenigen, denen es Spaß macht, mit Hilfe eines Satzes von Rotstiften aus einem schlechten Buch ein Schlachtfeld zu machen (Fehler geordnet nach sachlichen, stilistischen und logischen Fehler - Geld zurück bei mehr als 3 Fehler pro Seite)
Tief enttäuscht bin ich über Elke Heidenreichs Beurteilung in der ZDF-Sendung "Lesen!"
"Das Buch ist wunderbar zu lesen ... es ist polemisch, witzig, gescheit, und ohne großen statistischen Quatsch."
Hat sie das Buch wirklich gelesen. Bitte nochmals lesen!
Schirrmacher hat ein dummes, unreifes, überflüssiges und ärgerliches Buch geschrieben.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Alter ist keine Sackgasse..., 4. März 2013
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Frank Schirrmacher ist bekannt als Mitherausgeber der FAZ und selbst als Jahrgang 1959 Teil der sogenannten "Baby-Boomer", jener Jahrgänge also, die zahlenmäßig enorm anwuchsen und jetzt langsam in die Rentnerjahre hineinrutschen werden.

In diesem 2004 veröffentlichten Bestseller dekliniert der Autor die weiter zunehmende Überalterung unserer bundesrepublikanischen Gesellschaft durch, wie sie etwa von James Vaupel, dem Direktor des Leipziger Max-Planck-Institutes für demografische Forschung beschrieben wurde. Mit vielen Beispielen deckt er dabei auf, dass unser Jugendlichkeitswahn zu einer Diskriminierung der Betagten geführt hat und weiter führen wird, wenn "wir" als die künftigen Alten dem nicht mit Selbstbewusstsein trotzen. Das Alter führt nämlich nicht notwendigerweise in eine Sackgasse aus Demenz oder chronischen Gebrechen, wenn es das sicherlich auch gibt. Die Berliner Altenstudie hat beispielsweise an einer städtischen Altenbevölkerung zwischen 70 bis 100 Jahren mit vielen landläufigen Vorurteilen, sogenannten "Ageisms" aufgeräumt: die meisten in diesem Alter schätzen sich ein und fühlen sich um 15 Jahre jünger, und sie äußern den Wunsch, noch mindestens 10 Jahre älter zu werden. Diese Studie deckte eindrucksvoll auf, dass solches Alter eben nicht die soziale Hölle ist, für die sie von den Jüngeren gemeinhin gehalten wird.

Es gelte also, sich als alt werdender Mensch einem Komplott gegen die biologischen oder sozialen Vorurteile dem Alter gegenüber anzuschließen. Wer Angst vor dem Alter hat, der blockiert sich sogar selbst nach Art einer Sich-Selbst-erfüllenden-Prophezeiung. Man ist eben so alt, wie man sich fühlt, das ist die wichtige Positiv-Botschaft dieses leidenschaftlichen Plädoyers. Für Geriater und Gerontologen Pflichtlektüre, anregend und gut formuliert für uns alle, die wir "erfolgreich" altern möchten. (4.03.13)
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nacheilender Prophet, 20. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Frank Schirrmacher beherrscht nach meinem Eindruck und Beobachtungen anscheinend die Kunst, eigene Ängste und Abneigungen bei nächst bester Gelegenheit auf Zeitgenossen zu projizieren - und sich dann moralisierend auf diese zu stürzen.In diesem Werk unterstellt er der jüngeren Generation einen "Hass" - auf die ältere Generation, die er obendrein auch noch ins Verhältnis zum islamistischen Terror setzt bis hin zu Referenzen an Samuel Huntingtons "Clash of Civilisations". Düster brütend malt er das Szenario wehrloser alter europäischer Pensionäre an die Wand, die sich gegen hereinstömende junge Moslems ("Einwanderungsdruck") erwehren müssen. Dem halbwegs aufmerksamen Leser erschließt sich sofort das Strickmuster dieses Werkes: Es ist eine Aneinanderreihung von Quellen und Zitaten, die in dem Zeitgeist nacheilenden Prophetie apokalypitsch ausgelegt werden. Die permanente Beschwörung des Lesers, wie er sich denn bitte auf sein eigenes Altern vorzubereiten hätte, macht die Lektüre zur Qual. Unterm Strich ist der Lärm um dieses vieldisktutiert Werk letztenendes um Nichts veranstaltet worden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Eine fesselnde Adaption eines Stoffes, der keinen unberührt lassen wird und eine der großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit darstellt. Klasse geschrieben.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ...Endzeitstimmung.....?, 13. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Irgendwie ist es erstaunlich (und zu bewundern) wie Leute wie Herr Schirrmacher, aktuell Fr. Eva Herman und selbst ein Dieter Bohlen es schaffen, Millionen-Bestseller zu schreiben, nur weil sie (oder ihr Management) das richtige Gespür für zeitgeistige Strömungen haben.

Natürlich weist das Buch viele Fakten auf - diese sind aber seit Jahren bekannt und nicht überraschend. Was Hr. Schirrmacher aber daraus gemacht hat, ist ein Zerrbild der Gesellschaft, eine Horror-Vision.

Ich kann keinen KRIEG der Generationen erkennen, auch nicht, dass Jüngere abschätzig auf Ältere herabschauen und ich weiss auch nicht, welche Alten der Autor kennt, die sich für ihr Altsein SCHÄMEN. So etwas mag es vereinzelt geben, wie es eben alles gibt, so etwas aber als allgemein gültige These zu verbreiten ist schlichtweg Unfug und ist realitätsfremd.

Das Buch zeichnet ein Zerrbild der aktuellen Gesellschaft, mit düsteren + depressiven Zukunftsprognosen - Lösungswege hingegen werden nicht aufgezeigt.

Ich nehme an, dass der in Talkshows durchaus witzig + sympathisch wirkende Autor, der wohl deutlich die 40 überschritten hat, sich um seine Zukunft keine Sorgen mehr machen muss - Millionen Käufer seiner Bücher sei Dank!
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spärliche Aussagen über ein ganzes Buch gestreckt, 2. Oktober 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Schirrmacher setzt darauf auf, was schon seit Langem bekannt ist: durch Pillenknick und steigende Lebenserwartung wird die Bevölkerungspyramide umgedreht. Etwa ab 2030 werden die "Alten", also wir selbst, einen Anteil so hoch wie nie zuvor an der Bevölkerung haben, und das führt zunehmend zu ökonomischen und sozialen Problemen. Konsequent sagt Schirrmacher voraus, dass sich die gesamte Gesellschaft viel mehr auf Alte und das Älterwerden ausrichten muss. Er fordert, den "Komplott" gegen das Alter anzugehen, d.h. vom derzeitigen Jugendwahn der Medien wegzukommen und das Alter mehr zu akzeptieren. Dabei dürfen die Älteren - und damit ist immer die Generation vor dem Pillenknick 1970 gemeint - "nicht verstummen", sondern sie müssen diese Wandlungen auch aktiv herbeiführen.

Um es kurz zu machen: mir hat das Buch nicht gefallen. Das demographische Grundproblem ist völlig klar, wo eine Grafik gereicht hätte, wirbelt Schirrmacher mehrere Kapitel lang mit statistischen Zahlen herum. Später dann, wenn es um die Auswirkungen geht, hält er sich bedeckt. Das Rentenproblem wird kaum angesprochen, Schlagwörter wie "Sozial-Terror" und "Krieg der Generationen" werden nicht richtig erklärt. Auswege und Lösungen schließlich werden kaum, und wenn nur verstreut, präsentiert, und da gehören auch Gedankenspielereien wie Euthanasie dazu. Es ist ein relativ unstrukturiertes, teilweise polemisches Buch, das allgemein Bekanntes mit diversen Fakten verrührt, dramatische Appelle in den Raum wirft und einen am Ende unschlüssig mit der Situation stehen lässt.

Buchtipps: die gleiche Thematik wird besser behandelt in Elisabeth Niejahr, "Alt sind nur die anderen" zu der notwendigen Ausrichtung der Gesellschaft auf Ältere, und Herwig Birg, "Die demographische Zeitenwende" zu den wirtschaftlichen Auswirkungen.
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Weitesgehend sinnlos, 25. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Schirrmacher schreibt auf 200 Seiten, was man problemlos auf 30 hätte unterbringen können. Das Thema an sich verspricht eine spannende Lektüre, durch einen qualvollen Mangel an klaren Thesen und Argumentationen ruiniert der Autor aber das Lesevergnügen schnellstens. Anstatt das Problem mit wissenschaftlicher Gründlichkeit auszuleuchten, reiht er Phrase an Phrase, wechselt scheinbar zwischendurch seinen eigenen Standpunkt, lässt wesentliche Gesichtspunkte völlig außer acht und - das erschien mir am schlimmsten - setzt allzusehr auf Panikmache.
So stellt er das Problem der Überalterung als hochdramatisch und "katastrophal" dar, geht aber nicht mal am Rande auf die sozialen Auswirkungen anderer, paralleler Umbruchsphänomene wie etwa der Kommunikationsrevolution durch das Internet oder der Globalisierung überhaupt ein. Auch bleibt er dem Leser handfeste Ratschläge schuldig, ja, nachdem man gegen Ende des Buches endlich auf eine konkrete Stellungnahme des Autors hofft, verliert sich auch das dramatisch mit "das Komplott" betitelte letzte Kapitel in Feuilleton-typischen Formulierungswursterleien und endet ohne einen klaren Schluss.
Man kann Schirrmacher immerhin zugute halten, dass seine - wohl auch recht umfangreichen - Recherchen die eine oder andere brisante Information hervorgebracht haben, diese wenigen Highlights wären aber in einer kurzen, bündigen "Kampfschrift" (und nach seinen eigenen Worten versteht der Autor das Buch als solche) besser aufgehoben.
Wenn sich das Buch tatsächlich so gut verkauft hat, wie man hört (und wie es der reißerische Titel impliziert), dann ist das in erster Linie ein Indiz für die schwindende Lust an der Bildung in der bücherkaufenden Bevölkerung.
Prädikat: Papierverschwendung.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Eintopf, 29. Juni 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Herr Schirrmacher kocht einen Eintopf und rührt in jedem Kapitel darin umher. Sein Lieblingswort ist "babyboomer" und hier führt er stets auf, was diese später an Masse aufbringen werden. Es kommen einige interessante Punkte zur Ausführung, jedoch haben mir die bahnbrechenden Erkenntnisse gefehl. Das was ich erwartet hatte, wurde nicht erfüllt.
Keine Gliederung, kein durchgehender roter Faden, die Ausführungen zu den positiven Sichtweisen werden in 2 kleinen Kapiteln am Schluss abgehandelt. Statistiken allenthalben als Gewürz in jedem Abschnitt - nicht gestützte Aussagen, ein Eintopf für mich.
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29 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Krieg der Generationen ???, 2. August 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Was will uns der Autor mit seinem Buch sagen? Ich habe es nicht herausgefunden, obwohl ich das annähernd 220 Seiten starke Werk aufmerksam und bewußt gelesen habe! Der sogenannte rote Faden hat sich mir nicht erschlossen. Ich befürchte, so wie mir, wird es vielen Lesern ergehen.
Vielmehr hat sich mir beim Lesen immer wieder die Frage aufgedrängt, aus welchen Gründen sich der Autor prädestiniert fühlt, das Thema "Generationenkonflikt" (so es denn überhaupt einen gibt) aufzugreifen. Auch hier tappe ich nach wie vor im Dunkeln.
Dem Autor werfe ich vor, daß die Argumentation im Buch zu flach ist, zu häufig wirft er mit unbewiesenen Behauptungen um sich, zu intensiv stellt er abgegriffene Schlagwörter in den Raum - und läßt sie stehen! Es genügt nicht 144 Literaturstellen anzuführen, um ein gutes Buch zu schreiben. Da müssen die Argumente schon erläutert und diskutiert werden.
Übrigens Herr Doktor Schirrmacher, bitte in Zukunft alle Literaturstellen immer mit Datum zitieren. Das macht die Sache seriöser - und so haben wir es doch alle einmal auf der Universität gelernt!
Es ist mir unklar, warum der Autor einen Krieg der Generationen, so eine Kapitelüberschrift, befürchtet oder erwartet, aus menschlichen Gründen, aus wirtschaftlichen Gründen, aus medizinischen Gründen, oder warum?
Ich bin von dem Buch sehr enttäuscht. In dieser Form ist es keine Offenbarung.
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44 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Er hat ja Recht, aber..., 11. Mai 2004
Rezension bezieht sich auf: Das Methusalem-Komplott: Die Menschheit altert in unvorstellbarem Ausmaß, Wir müssen das Problem unseres eigenen Alterns lösen, um das Problem der Welt zu lösen (Gebundene Ausgabe)
Das Wichtigste vorweg: Ich gehöre der Baybyboomer-Generation an. An der Grenze zur "50" beschäftige ich mich naturgemäß auch mit dem Phänomen des Alterns und aus meinem Beruf heraus auch mit gesellschaftlichen Mustern. Oft genug habe ich bereits als "junger 30er" gegen die Vorurteile gegenüber älteren Menschen argumentieren müssen. Der Autor hat die Zahlen ganz gut recherchiert. Ich bein jedoch überhaupt nicht mit der martialischen Ausdrucksweise einverstanden, die einen "Krieg der Generationen" heraufbeschwört. Mir fehlen auch erkennbare Lösungsansätze. Weil das Buch bewußt macht und aufrüttelt erhält es von mir drei Sterne. Weil es zu martialisch ist und fast keine Lösungen aufzeigt werden es nicht mehr.
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