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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen brilliantes Geselschaftsportrait, 3. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Grayday (Gebundene Ausgabe)
Grayday - ein Roman über vier Personen, deren Schicksale auf fatale Weise mit einem Computervirus verbunden sind. Da ist Arjun, der indische IT-Experte. Wie viele Andere wurde er durch fadenscheinige Versprechungen in die USA, in das "gelobte Land" gelockt. Und es gibt Guy, den überheblichen Senkrechtstarter der New Economy, der seine Liebe zu seiner öffentlichkeitssüchtigen Freundin Gaby nur durch materielle Dinge zeigen kann. Die vierte Person im Bunde der Unglücklichen ist die Bollywood-Prinzessin Leela, deren Name herhalten muss für die Apokalypse der Neuzeit, den Totalausfall aller Computer weltweit.
Grayday ist ein richtiger 21. Jahrhundert-Roman. Es gibt hier alles, was es in der heutigen Zeit auch gibt. Verkannte Genies, Geschäftsmänner, die ausser viel Getöße nichts vorzuweisen haben, von allen verehrte Stars, die sich nach nichts mehr sehnen als nach Normalität und kamerageile Luder, die sich immer an den Mann im größten Blitzlichtgewitter hängen. Dabei wird schön gezeigt, wie labil die schöne, neue Welt doch ist. Statt näher zusammen bringt uns das Internet weiter auseinander. Statt weltweiter Kommunikation gibt es weltweite Einsamkeit. Und das alles nur durch einen einzigen Computervirus.
Mir hat dieses Buch wirklich sehr gut gefallen. Der Stil ist schön, aber nicht verschnörkelt und der technische Hintergrund ist gut recherchiert. Lediglich die ab und zu eingestreuten indischen Wörter fand ich anfangs etwas irritierend. Trotzdem ist Grayday wirklich jedem zu empfehlen, der sich auch nur ein bischen für Bücher aus der heutigen Zeit interessiert; Also 5 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Hari Kunzru: grayday, 25. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Grayday (Gebundene Ausgabe)
Ein Virus, dass analoge wie digitale Welt befällt und sie in einem Chaos an Gefühlen, Matrizen aber auch Möglichkeiten zurücklassen. Hari Kunzru verschafft dem Leser mit "grayday" einen lehrreichen, unterhaltsamen Einblick in mehrere Gesellschaftsschichten.

Der junge Software-Experte Arjun Mehta versucht verzweifelt, an seinem Lebenstraum in den USA festzuhalten, doch ihm droht in Folge seiner Kündigung die Rückkehr nach Indien. Als er ein Virus ins Netz speist, welches er in der Rolle des strahlenden Ritters vor seinen Abteilungsleitern bekämpfen will, gerät die Welt, wie die Menschheit sie kennt, aus den Fugen.

Der Grundtenor des Romans ist ebenso geteilt wie die Handlungsstränge und Motive der Charaktere. Einserseits durchleuchtet Kunzru das verzweifelte Gefangensein eines Emigranten zwischen den Stuhlbeinen einer kapitalorientieren, werteverachtenden Gesellschaft, andererseits blitzt zwischen den Zeilen Spott und Hohn über sklavische Tradition und dogmatischen Gehorsam auf. Ein Virus hat die Fähigkeit, die Daten des infizierten Rechners durcheinander zu bringen. Auch das Leben der vier Protagonisten wird am Ende des Romans auf dem Kopf gestellt sein.

Neben der ausführlichen Beschreibung verschiedener Gesellschaftstrukturen in ihren Höhen und Tiefen besticht "grayday" mit einprägsamen Methaphern. Der Leser wird zu Beginn der Handlung vertraulich in der Du-Perspektive angeredet und fühlt sich sofort von den Ereignissen betroffen.

Eine Schwäche des Romans ist das langatmige Aufrollen der Handlungsstränge, die bis auf den Virenbefall und dessen Folgen keine Berührungspunkte besitzen. Warum wurde die Geschichte des Geschäftsmannes Guy Swift und die seiner Freundin erzählt? Warum diese und nicht das Schicksal der Bürokauffrau in der Firma gegenüber? Obwohl die Handlungen logisch aufgerollt werden, fehlt ihnen der zwingende Funken Notwendigkeit, der die Stränge zu einem Gesamtwerk verbindet. Das Ende enttäuscht in seiner Schlichtheit. Mit schwarz-weißen Fakten und ungeklärten Grauzonen wirkt es zu konstruiert, um die digitale Pandemie würdig abschließen zu können.
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4.0 von 5 Sternen Eine gute Mischung!, 6. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Grayday (Gebundene Ausgabe)
Rauschen. Das ist alles, was am Ende übrig bleibt. Im Buch und im Kopf des Lesers.

Geschildert werden die Lebensgeschichten vierer Charaktere, die durch den Grayday erst im Rauschen untergehen und dann verwandelt wieder auftauchen.

Arjun Metha, hoffnungsvolles, aber nicht so erfolgreiches Informatik-Genie, wird von einer Zeitarbeitsfirma in die USA gelockt und landet schließlich bei der Anti-Viren-Firma Virugenix. Mehr schlecht als recht bewältigt er seinen Arbeitsalltag und den Kulturschock. Als er erfährt, dass er entlassen werden soll, entwickelt er einen Computervirus, der seinen Arbeitsplatz retten soll.

Guy Swift, überarbeiteter Chef der Marketingfirma Tomorrow, versucht seine Firma vor dem Ruin zu retten und seine Freundin Gabriella an sich zu binden. Gaby, vom scheinheiligen Jet-Set-Leben angewidert und immer auf der Flucht davor, arbeitet für eine PR-Firma und soll die Presse über die Dreharbeiten zu Leela Zahirs Film lenken.

Leela ist der von ihrer Mutter zum Ruhm getriebene Filmstar und Gabys Parallelfigur; genau wie sie möchte sie ausbrechen und unverhoffter Wiese ermöglicht ihr der Virus' Arjuns dies.

Denn als Leela01 - 09 die ganze Welt lahm legt, geraten die drei in einen Strudel aus Informationen, Daten und Chaos, in dem Arjun flieht, Guy nach einer Verwechslung als Einsiedler lebt, Gaby sich umbringt und Leela untertaucht.

Der Autor schafft es dabei, verschiedene Genres zusammenzubringen, ohne eines überzustrapazieren: die unterschiedlichen Kulturen in Indien und Amerika, Kritik an der Welt der Reichen & Schönen, die Utopie der totalen Technisierung. Manchmal gerät er dabei in sehr abstrakte Gedankengebilde, doch die Grundbotschaft ist so eindringlich, dass man sie auch so versteht. Während man in anderen Büchern versucht, die Textfragmente zusammenzusetzen und am Ende ratlos dasteht, fühlt man sich nach diesem Buch zwar wirr, aber klar und deutlich: traurig.

Bei den indischen Wörtern hat mich persönlich nicht ihre Existenz gestört, sondern die kursive Formatierung, die mich schon sehr rausgerissen hat; eine Fußnote wäre besser gewesen, gerade weil sich viele Begriffe aus dem Zusammenhang erklären.

Alles in allem: klein, aber krass.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll!, 12. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Grayday (Gebundene Ausgabe)
Moderner Roman über einen verträumten indischen IT-Experten, der einen Job im "gelobten Land", Amerika ergattert hat. Alle sind happy, nur, dass es dort ganz anders ist, als erwartet. Als sich für Arjun Metha nach einem Jahr endlich doch einzuleben scheint, soll seine Stelle gestrichen werden, d.h. er muss zurück nach Indien. Das geht auf gar keinen Fall. Arjun Methas Rache löst eine globale Katastrophe aus und verändert das Leben von einigen Menschen, z.B. das eines smarten Marketingmenschen und das von Leela, einer bewunderten Bollywood Schauspielerin. Hari Kunzru beobachtet gut und erzählt fantastisch. Ein sehr spannender, gut geschriebener Roman. Witzig und geistig. Mit einem Wort: toll!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fabelhaft!, 8. Juli 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Grayday (Gebundene Ausgabe)
Arjun Metha, ein junger Software-Experte liebt Bollywoodfilme und ganz besonders den weiblichen Star Leela Zahir. Als er die Chance bekommt, nach Amerika zu gehen, sieht es so aus, als habe er geschafft, wovon so viele träumen. Er braucht ein Jahr, um in den USA Fuß zu fassen und dann soll plötzlich seine Stelle gestrichen werden. Arjun Metha ist verzweifelt. Er versucht alles, um diesen Job zu behalten. Vergeblich. Dann legt er das Datennetz der Firma lahm. Doch der Virus verbreitet sich rascher und weiter, als er gedacht hätte. Das hat auch Auswirkungen auf andere Menschen. Nachher ist nichts mehr, wie es war. Superspannend, sehr witzig, hochaktuell und toll erzählt. Einmal angefangen, kann man den Roman so schnell nicht mehr aus der Hand legen. Richtig gut.
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Grayday
Grayday von Hari Kunzru (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2005)
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