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53 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das unter die Haut geht, 23. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Ich habe "Flüsterkind" gestern nachmittag bekommen und wollte es "kurz anlesen". Ich habe es erst spätabends wieder aus der Hand gelegt, als ich es zu Ende gelesen hatte, so hat es mich gefesselt.

In aufwühlenden Worten beschreibt Frau Michaelsen auf den ersten 220 Seiten den grausamen Verlauf ihrer Kindheit. Als sie sich endlich traut, ihr Schweigen zu brechen und sich einem "Kindertelefon" anzuvertrauen, kommt es zur Konfrontation mit der Mutter. Sie wehrt sich zum ersten Mal gegen die Schläge und sagt der Mutter, wie sie sich in all den Jahren gefühlt hat. "Was ich gesagt habe, hat Dich nicht bewegt. Es ist gar nicht zu Dir vorgedrungen. Du warst einfach nur entsetzt über meine Frechheit, Dir solche Dinge an den Kopf zu werfen. Es war der Moment, in dem ich aufhörte, Dich zu lieben und als meine Mutter zu betrachten." Es war der Moment, der mir Tränen in die Augen getrieben hat. Nach diesem Erlebnis beschreibt Frau Michaelsen, wie sie es Schritt für Schritt schafft, aus ihrer Hölle zu fliehen.

Nun bin ich hin- und hergerissen. Auf der einen Seite möchte ich das 5-jährige Mädchen in Mona Michaelsen in den Arm nehmen, auf der anderen Seite dem Stiefvater und v.a. der Mutter eine gerechte Strafe zukommen lassen. Aber wie soll man solche Verbrechen bestrafen, die die Vorstellungskraft jedes "normalen" Menschen übersteigen?

Ich bewundere Frau Michaelsen für ihren Mut und ihre Kraft, dieses Buch zu schreiben, und hoffe, dass es ihr zumindest ein wenig hilft, sich von ihrer Vergangenheit zu befreien.
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert!, 7. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Mona Michaelsen schildert in Flüsterkind" ihre Kindheit, die nie eine war. Als ältestes Kind wird sie in Familienverhältnisse hineingeboren, die für sich allein genommen schon eine einzige Katastrophe sind. Mit einem trinkenden, gewalttätigen Stiefvater und einer sich selbst bemitleidenden, lethargischen Mutter lernt Mona schon früh, sich um Haushalt und Geschwister zu kümmern. Die halbe Kindheit verbringt sie in einer Kammer, wird meist nur zur Verrichtung ihrer umfassenden Pflichten und zum Essen herausgelassen. Sie bemüht sich, der ständig klagenden Mutter möglichst alle Arbeit abzunehmen, in der Hoffnung auf ein wenig Zuneigung. Vergeblich.

Im Armenhaus lebend erfahren sie und ihre Geschwister nur Verachtung, Unterdrückung und körperliche Gewalt. Im zarten Alter von fünf Jahren beginnen die sexuellen Übergriffe des Stiefvaters. Nicht heimlich nachts im Dunkel, nein! Am Abend darf Mona sich auf Papas Schoß setzen, um der Familie ein Ständchen zu singen. Und während Mona singt, beginnt der Stiefvater, lediglich durch den Tisch vor den Blicken der anderen geschützt, die Fünfjährige unsittlich zu berühren. Und das ist erst der Anfang.

Unvorstellbar ist, was Mona Michaelsen da beschreibt. Man spürt die Hilflosigkeit, die Unsicherheit des Kindes, das instinktiv spürt, dass Unrechtes mit ihm geschieht, dem aber weißgemacht wird, alles sei in Ordnung. Nicht zuletzt, da die Mutter wegsieht. Als Mona den Mut aufbringt und sich der Mutter endlich anvertraut, erntet sie nichts als Schläge für ihre unverschämten Lügen. Doch selbst das ist nicht das Schlimmste, was der Heranwachsenden widerfährt. Auch ihre Schwester Ulla ist vor dem pädophilen Stiefvater nicht sicher.

Das Buch macht betroffen, man möchte die Kinder in den Arm nehmen, ihnen sagen, wie wertvoll sie sind, dem Treiben ein Ende bereiten.

Bleibt die Frage, warum dieses Buch jedem Leser zu empfehlen ist? Es gibt viele Spielarten von Missbrauch, beginnend mit abschätzigen Bemerkungen, Schlägen, Einfordern von Mitleid, die die Kinderseele schädigen.

In Mona Michaelsens Buch wird deutlich, welch umfassenden Einfluss Mutter und Vater ausüben. Kinder vertrauen dem Urteil der Eltern mehr als sich selbst auf der Suche nach Zuneigung und einem Platz in der Welt. Umso wichtiger ist es, Eltern zu sensibilisieren, im Umgang mit ihren Kindern achtsam zu sein.

Mona Michaelsen hat mit diesem Buch einen Befreiungsschlag vollzogen. Ihr ist es als einziges Kind der Familie gelungen, ein relativ normales Leben zu führen. Und dennoch kann keiner die Kindheit ganz hinter sich lassen.

(m)

Der Lesetipp von Lady`s Lit
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37 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Puuuh!, 2. April 2010
Von 
Talani (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Dieses Buch ist unglaublich mutig.

Ich war nur bedingt geschockt, da ich zum nicht unerheblichen Teil, meine eigene Geschichte darin las. Ich war aber darüber geschockt, dass es tatsächlich noch mehr Familien gibt, wo es ähnlich zuging, wie bei uns. Ich dachte wir wären schon sehr "Spezial". Jedes Gefühl von Mona, jeder Gedanke und jede Handlung konnte ich zu 100% nachfühlen. Da hat wirklich jemand ausgepackt, da ist nichts gestellt, geheuchelt oder beschönt. Sogar ihr (heutiger) Sarkasmus ist auch der meine.

Das Buch ist hart, sehr hart und gerade deshalb hoffe ich, lesen es viele Menschen, gerade auch die Feinfühligen. Damit die Menschen nicht mehr wegschauen, damit den vielen, kleinen Mona`s auf der Erde geholfen wird. Es ist schwer auszuhalten - ja, keine Frage, aber wir mußten das mal life aushalten und waren noch Kinder....! Es bleibt jedem selbst überlassen, ganz klar, aber ich hoffe hier vergibt niemand unter 5 Sterne, denn der Mut allein ist mindests 100 Sterne wert und niemand hat das Recht, an einem solchen Bericht Kritik zu üben, wenngleich ich denke, der Autorin geht es am allerwertesten vorbei. Sie hat erheblich Schlimmeres überlebt.
Danke, liebe "Mona" für Deine Ehrlichkeit und Deinem Mut und ich wünsche Dir ein sehr, sehr schönes, weiteres Leben - ohne Albträume....!
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39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wichtiges, ein zentrales Buch für unsere Gesellschaft., 9. März 2010
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Noch lange nicht haben wir alle uns von der kleinbäuerlichen Herkunft, wunderbar beschrieben hier: Das Schloss im Wald, gelöst, die Mädchen, aber auch Buben einer Gewalt aussetzte, die unmennschlich war.

Mona Michaelsen beschreibt die konsequente Zerstörung Ihres Urvertrauens durch einen nahestehenden Menschen, den Stiefvater. Ebenso schlimm ist die Tatsache, dass die Mutter nichts sehen, nichts hören, nichts wissen wollte.

Es startet in diesem Fall ganz harmlos, mit Hoppe Hoppe Reiter Spielchen und ist uns allen bekannt. Die kindliche Entdeckung des Körpers, der emotionalen Gefühle beginnt und muss von Erwachsenen behutsam begleitet werden.

Ein Kind sexuell zu mißbrauchen und die dadurch entstehenden Folgen eines zerstörten Lebens werden in diesem Buch schockierend direkt und ehrlich geschildert.

Es sollte uns allen vorgelesen werden wie wir damals in die befreiten Lager gehen mussten, es ist eines der letzten Tabus unserer Gesellschaft, das aktuell zurecht an den Pranger gestellt wird.

Wenn man sich den Täter-Opfer-Kreislauf ansieht, dann wird klar, dass zerstörte Kinder oft auch selbst zerstören (müssen), um darüber wegzukommen, leben zu können. Oder ein solches Buch schreiben, das Betroffenen hilft und aufzeigt, dass man nicht allein ist.

Mona Michaelsen gelingt es dramatisch gut, die entstehende Einsamkeit eines Kindes bei sexuellen Übergriffen, die Zerstörung seines Lebenswillens zu schildern. Nichts bleibt ausgespart, alles muss und will sie verdeutlichen, um es anschauen, teilen und vergessen zu können.

Niemand von uns kann sich vorstellen, was es heißt, immer und immer wieder mißbraucht zu werden. Die Nähe des Familienmitgliedes wirkt wie ein Hammer ins Nichts. Nichts bleibt von Respekt, Zuneigung oder Liebe. Die Welt wird leer und kalt.

Ich habe sehr großen Respekt vor der Tatsache, dass Frau Michaelsen ihr Leben mit-teilt.

Meine unbedingte Leseempfehlung.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Widerlich, grausam und wehrlos!, 23. Mai 2011
Von 
k. und k. privilegierter Bücherwurm (Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Manchen Frauen und Männern sollte es verboten werden Kinder in die Welt zu setzen. Außer Gewalt, Mißbrauch und Erniedrigungen kennen manche "Familien" nichts. Öffentliche Auspeitschungen sind noch das geringere Ausmaß was mir einfällt, wenn ich solche Bücher lese. Es geht auch nicht oft und wenn dann auch nur in einen Schwung; nur nicht allzulange daran lesen, sonst dreht es einen den Magen um...
Was Mona und ihre Geschwister mit ihrem "Stiefvater" und ihrer "Mutter" mitgemacht haben, ist unvorstellbar. In einer stinkenden Kammer ohne Licht und eingesperrt mussten die Kinder ihre Nächte und teile des Tages verbringen, weil die faule Frau schlafen und ihre Ruhe wollte. Auf die Toilette durften die Kinder nicht und mussten einen "Eimer" verwenden, der tagelang nicht ausgeleert wurde. Nächtliches "Groß" war verboten, Toilettenpapier daher nicht vorhanden. Mona musste sich einiges einfallen lassen, um ihre Geschwister ruhig zu stellen oder die nächtlichen Attacken vor den anderen Geheim zu halten. Der "Stiefvater" war berüchtigt für seine "lustigen Scherze" z.B. halb gegessenes breiiges Brot auf die Brust der Kinder zu verschmieren, in den Tee spucken, Eier über den Kopf zerschlagen oder seinen Rotz über das Gesicht der Kinder verteilen. Kommentar von Mama: "Der Papa macht ja nur Spaß, stellt euch nicht so an." Ja, er ist sehr lustig, der Papa!
Mona musste jedwede Hausarbeit und Kinder"erziehung" übernehmen, weil diese Frau mit den "Blagen" überfordert war. Als der versoffene Stiefvater auch noch über die Kinder herfällt schaut die Frau weg. Ein jahrelanges Martyrium beginnt. Die Großeltern liebevoll, aber von mir gibt es kein Verständnis, haben sie es aus "Angst" nicht nur nicht geschafft, die Kinder aus dem Loch herauszuholen, sondern auch nicht, das Ganze zu beenden; obwohl sie nur einen Stock höher gewohnt haben! Menschen ohne Rückgrat; wer zu schaut wird selbst zum Täter!
Wie es solche Kinder schaffen in ein normales fried- und liebevolles Familienleben zurückzufinden, ist mir immer wieder ein Rätsel und freut mich ungemein. Ebenso ein Rätsel ist es wieso das Jugendamt, die Großeltern und die Lehrer es nicht schaffen, Kinder aus solchen Verhältnissen zu holen!
Fazit: Eine Biografie wie sie widerlicher, grausamer, ekelhafter und wehrloser kaum sein kann. Ein Mädchen das unvorstellbare Qualen erleiden muss, weil sie einen versoffenen brutalen mißbrauchenden Stiefvater ertragen muss, weil die dumme "Mutter" schweigt und wegsieht. Das Jugendamt hat mal wieder durch Abwesenheit geglänzt und alle anderen haben ebenso weggesehen. Manche Leute verdienen es einfach nicht Kinder bekommen zu dürfen. Ich hoffe, dass Mona Michaelsen nur noch Sonnenschein in ihrem Leben hat.
Lesenswert!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bewegend, 5. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Eigentlich gibt es nicht viel was ich den vorangegangenen Rezesionen hinzufügen kann. Doch ich bewundere all diejenigen, die angegeben haben das Buch in einem Rutsch durchgelesen haben. Das konnte ich nicht. Immer wieder musste ich das Buch aus der Hand legen um zu verdauen was ich grade gelesen hatte. Ich hatte immer wieder eine große Wut in mir - auf Monas Stiefvater und vor allen Dingen auf die Erzeugerin. Wie kann sowas nur passieren? Was geht in einem Menschen vor seinen eigenen Kindern so unaussprechliches Leid zuzufügen - körperlich und psychisch?
Ja, die Wortwahl ist hart in dem Buch - aber soll man die Vergewaltigungen blumig umschreiben? Soll man auf die empfindlichen Lesergemüter Rücksicht nehmen wo auf die zarten Kinderseelen gar keine Rücksicht genommen wurde?
Ich habe mich beim Lesen auch oft gefragt warum niemand anderes sich mehr hinter das Schicksal der Kinder geklemmt hat - aber es war auch eine andere Zeit - und doch hört man leider auch heute immer wieder davon - wir haben 2011...

Ich habe jede Seite mitgelitten, ich habe Hass empfunden und auch immer wieder drüber nachgedacht wie erschreckend aktuell die Zeilen auch heute noch sind. Ich hoffe für die Autorin das ihr das Schreiben geholfen hat. Mehr hab ich glaub ich derzeit nicht zu sagen...
Danke für dieses offene Buch
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Monas Aufschrei, 23. Juli 2010
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Ich finde es immer gut, wenn persönliche Geschichten in Literatur verfasst werden, sozusagen für die Ewigkeit festgehalten werden. Dieses Buch ist ein weiterer Beweis meiner Meinung, da diese Ausführung, die die Autorin im Buch aufschreibt und widergibt, so haarsträubend und schrecklich sind, dass man sie fast nicht glauben kann. Man hört so viel, vieles ist sooo weit weg, aber wie oft ist es auch ganz nah an einem dran und so schreibt Mona Michaelsen über ihre Erfahrungen ...

Untertitel des Buches: Dein Mann hat mich missbraucht - Ein Brief an meine Mutter

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in 7 Kapitel untergliedert.

Zeitreise
Es geht weiter
Nicht nur ich
Gesellschaft
Neues "Zuhause"
Fluchten
Danach

Dieses Buch ist ein Brief in Romanform. Ein Brief an die Mutter von Mona, eine Mutter, die zugesehen hat, wie ihre Tochter mißbraucht wurde.

Mona rechnet in diesem Buch, reist zurück in ihre Kindheit und Jugend und arbeitet auch auf. Es ist ein Aufschrei nachl anger Zeit, endlich herauszuschreien, was man ihr angetan hat, nachzuforschen, warum alles so gekommen ist und vorallem - warum ihre Mutter Irma so gehandelt hat - nicht gehandelt hat !!

Im zarten Alter von 5 Jahren wurde Mona zum ersten mal von ihrem Stiefvater mißbraucht. Viele Jahre redete sie nicht und ließ einfach alles über sich ergehen, fraß das Leid in sich hinein...

Es ist sicher ein befreiendes Aufschreien, welches aus diesem Buch hervorgeht. Klar, es kann nicht wieder rückgängig gemacht werden, aber einneues Leben kann vielleicht begonnen werden.

kurze Leseprobe an dieser Stelle:
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Irgendwann, es kam mir wie viele Stunden vor, hast du mich leicht am Arm geschüttelt und mir bedeutet, das Antje und ich jetzt ins Bett gehen sollten. Ich schloss daraus, dass gleich der letzte Bus kommen müsste, um Deinen Mann an der Haltestelle bei der Arztpraxis auszuspucken. Wir gingen in die Kammer, legten uns aber nicht ins Bett. Wir blieben hinter der Tür stehen und schauten abwechselnd durch den Schlit, um ja nichts zu verpassen. Lange mussten wir nicht warten, da hörten wir ihn grölen, Er wankte in die Wohnküche, eine Sektflasche in der Hand, und ließ sich damit plump auf einen Stuhl fallen. Er versuchte, Dich auf seinen Schoß zu ziehen, ignorierte Deine Eismiene und steckte sich eine Zigarette an. "Was denn los, mein Schatz? ...

Schon aus diesen Wort geht hervor, wie genau sich Mona erinnert, wie viele Details im Buch zum Tragen kommen, wie sie ihren Stiefvater als grölenden und tyrranisierenden Menschen kennengelernt hat, vor dem jeder einfach nur Angst hatte.

Niemand mocht ihn, man ertrug ihn einfach und hielt den Mund zu all den schrecklichen Greueltaten, die er tagtäglich in der gesamten Familie und vorallem an Mona tat.

Und was ist mit ihrer Schwester???

meine Meinung:
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Ich finde, dass dieses Buch sehr aus dem Bauch und Herzen heraus geschrieben ist, man spürt die Sehnsucht, alles von der Seele zu schreiben, der Mutter zu sagen, was man von dem ganzen hält und was man über die vielen Jahre erdulden musste und den Mund gehalten hatte um des lieben Friedens willen und weil es halt zu schrecklich war, um es zu erzählen.

Man kann sich nicht vorstellen, was ein 5jähriges Mädchen durchmachen muss. Die Autorin - nun um einige Jährchen älter - erzählt von ihrer Kindheit, die eigentlich keine Kindheit war und von ihrer Jugendzeit in einer Familie, die auch keine Familie war, sondern für alle einfach nur die Hölle.

Sehr zu Herzen gehend und äußerst detailliert schildert sie alles, was ihr widerfahren ist. Bis ins kleinste Detail erinnert sie sich an einzelne Szenen, die ihr besonders im Gedächtnis geblieben sind und ich finde es sehr gut zu lesen, dass sie dieses Buch, diesen Brief, diese Zeilen, an ihre Mutter richtet, mit der sie so lange nicht über dieses Schreckliche hatte reden können.

Mit diesem Buch ist das Schweigen beendet, Mona rechnet ab und erzählt was ihr widerfahren ist. Warum hat ihre Mutter zu all dem geschwiegen. Man kann sich das nicht vorstellen, dass eine Mutter zuschauen kann, wie ihrem Kind so etwas angetan werden kann. Kann man mit einem solchen Mann zusammenleben, der die Familie und seine ihm anvertrauten Kinder, auch wenn es "NUR" Stiefkinder sind, so schändlich mißbraucht?

Ich finde, dieses Buch ist ein perfektes Zeugnis eines mißbrauchten Menschen. Man sollte es gelesen haben, nicht nur wegen der Gefühlswelt der Mona, die hier sehr gut zum Ausdruck kommt, sondern auch wegen der Mutter und ihrer Reaktion.

Weiterhin finde ich es sehr mutig, dieses Buch zu schreiben, sicher war es nicht leicht, noch einmal alles wieder aufleben zu lassen, aber ich glaube, es hat der Autorin geholfen aufzuarbeiten.

Möge sie ein Leben in Frieden führen können.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es kann nicht sein was nicht sein darf!?, 6. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Wie kann man sowas überleben?
Ich habe das Buch in Etappen gelesen, da es mich an meine Kinderzeit erinnert hat.
Habe oft selbst angefangen zu schreiben.... wie sie und wieder alles verworfen.
Es ist unglaublich was in Familien geschieht. Sexueller Mißbrauch, emotionaler Mißbrauch,
emotionale und körperliche Verwahrlosung.
Ich danke der Schreiberin sowie dem Verlag für den Mut diese Biographie zu veröffentlichen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen läßt einen so schnell nicht wieder los!!!, 27. September 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
An dem Buch"Flüsterkind" bin ich im Geschäft mehrfach vorbeigeschlichen, um es mir dann doch zu kaufen.Ich habe es nicht bereut...Ein Buch was mich lange nicht mehr so bewegt hat wie dieses!!!!
Ich hatte vor, an Die Schriftstellerin einen Eintrag zu schreiben, doch verständlicher Weise kann man mit ihr keinen Kontakt aufnehmen. Das Postfach würde vor lauter Wut auf ihre Mutter und den Stiefvater überquellen. Ich hatte eine schöne Kindheit mit meiner alleinerziehenden Mutti und meinem Bruder..deshalb ist es nicht nachzuvollziehen, dass es solche Ungetüme an " Menschen" überhaupt gibt!!!Ich hatte beim Lesen einen unendlichen Hass und eine noch viel größere Wut dass Mona niemand geholfen hat.Sie bringt den Leser dazu, dass er am liebsten aggresiv auf diese "Eltern"losgehen möchte....Ich wünsche allen Flüsterkindern und vorallem der Schriftstellerin alles Glück dieser Welt und vielen Dank an ihren Mann der sie dazu bewegt hat den Mund aufzumachen und das von ihr erlebte aufzuschreiben!!!
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einfach nur erschütternd, 27. April 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch mit ungläubigem Entsetzen gelesen, wollte es eigentlich, wie ein Vorschreiberin hier, am Nachmittag auch nur kurz anlesen, konnte es dann aber erst nachts um drei wieder aus der Hand legen - als es ausgelesen war.

Es gab Phasen im Buch, da musste ich weinen, weinen aus Mitgefühl für "Mona", denn ihre beschriebenen entsetzlichen Erlebnisse waren so spürbar, dass es kaum auszuhalten war.

Aber was mich fast ebenso berührt, ist die Tatsache, dass ich hier bei den Rezensionen lese, dass es so viele weitere Menschen gibt, die in Monas Geschichte ihre eigene grausame Geschichte wiederfinden.

Unglaublich erschütternd und unendlich traurig. Ich wünsche allen Opfern, dass sie es schaffen "irgendwie" damit fertig zu werden, um damit weiter leben zu können.

Was ich den Tätern und auch den Mitwissern wünsche, schreib ich hier lieber nicht...
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Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter
Flüsterkind - Dein Mann hat mich missbraucht. Ein Brief an meine Mutter von Mona Michaelsen (Taschenbuch - 15. März 2010)
EUR 9,90
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