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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaufen Sie dieses Buch um zu verstehen...!
Ein wirklich lesenswertes Buch das ich jedem empfehlen möchte. Das Buch ist extrem fesselnd geschrieben - wenn auch teilweise leider etwas durcheinander. In einem Kapitel erzählt Lon ihre Geschichte, im nächsten Kapitel erzählt sie über allgemeine Bräuche in Thailand, im übernächsten Kapitel wird dann wieder an das vorletzte...
Veröffentlicht am 30. Juni 2010 von Frank Bauer

versus
55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein wirklich ärgerliches Buch!
Arme Lon: Zuerst wird sie von ihrer Familie missbraucht, dann von den Sex suchenden Männern und schließlich von den Autoren Julia Manzanares und Derek Kent für deren merkwürdige Missionsarbeit!
"Die wahre Geschichte von Lon" dürfte eine Geschichte sein, die möglicherweise auf einem Interview der Protagonistin aufbaut, autobiographisch...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2007 von Khun Daeng


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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ein wirklich ärgerliches Buch!, 27. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Arme Lon: Zuerst wird sie von ihrer Familie missbraucht, dann von den Sex suchenden Männern und schließlich von den Autoren Julia Manzanares und Derek Kent für deren merkwürdige Missionsarbeit!
"Die wahre Geschichte von Lon" dürfte eine Geschichte sein, die möglicherweise auf einem Interview der Protagonistin aufbaut, autobiographisch ist dieses Werk jedoch höchstens in Fragmenten. Den größten Teil des Buches nehmen weltanschauliche Phrasen der Autoren ein, deren ständige Wiederholungen in keiner Weise einer objektiven und ausgewogenen Sichtweise Vorschub leisten. Die Autoren haben mit diesem Buch eine missionarische Arbeit abgeliefert, die einem bei Amerikanern verbreiteten Weltbild entspricht, welche aber der tatsächlichen Situation in Thailand in keiner Weise gerecht wird.
Es gibt Ausbeutung unterschiedlichster Form in Thailand; es gibt Kinderarbeit und Kinderprostitution und Korruption - das steht völlig außer Frage. Dies alles gibt es leider auch in nahezu allen Ländern dieser Erde. Wahr ist aber auch, dass die Dimensionen in diesem Buch völlig überzogen und verzerrt dargestellt werden! Das nütz gerade den Betroffenen am wenigsten, wird doch deren Lebenssituation durch eine derartige Sichtweise stigmatisiert und das ganze Land pauschal kriminalisiert.
Die immer wieder herangezogenen Zahlen und Quellenverweise sollen dem Buch den Anschein einer seriösen Studie geben. Diesem Anspruch werden sie aber in keiner Weise gerecht, da sie zum einen fast immer aus dem Zusammenhang gerissen werden, und da sie zum Anderen schlecht recherchiert sind.
Ganz eindeutig ist auch die Intension der Autoren zu erkenne, die religiöse Haltung der Thailänder, die konfuzianistischen Traditionen und nicht zuletzt den Buddhismus in Misskredit zu bringen. Das ist offenkundig und das ist schäbig!
Zu den Ansichten und Zitaten der Protagonistin Lon möchte ich mich hier gar nicht erst äußern, da ich diese weitestgehend für manipuliert halte. Ein thailändisches Mädchen aus einem Dorf im Isaan, welches nur wenige Schuljahre hinter sich gebracht hat und anschließend in die Prostitution gekommen ist, hat einfach nicht den Intellekt, der ihr hier in den Mund gelegt wird! Das ist völlig unglaubwürdig!

Dieses Buch wird möglicherweise vielen Amerikanern aus der Seele sprechen, es aber ins Deutsche zu übersetzen war ein überflüssiges Unterfangen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Enttäuschend....schlecht geschrieben, oberflächlich, wenig informativ., 24. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Habe dieses Buch auf dem Flughafen von Thailand gekauft.
Ich hatte von dem Buch ein Porträit der Hauptfigur Lon erwartet, sowie mehr über den Charakter sowie die Lebensumstände dieser Sextouristen und ihre Beweggründe herauszufinden, bzw. die Sicht von Lon anhand Ihrer Erfahrungen auf die Sex-Industrie. Ich wurde bitter enttäuscht.
Das Buch ist sowohl inhaltlich als auch stilistisch unglaublich schlecht!
Zum Formalen: Das Buch ist in einfachster Sprache geschrieben, durchzogen von endlosen Wiederholungen. Die ständigen Sprünge in der Handlung und die großen Lücken machen das Lesen anstrengend und verwirrend. Personen (und Hunde) die erwähnt werden, verschwinden plötzlich....Hinzu kommt, dass sowohl Charaktere als auch die Handlung sehr oberflächlich beschrieben sind. In-depth view darf man nicht erwarten.
Beim Lesen enstehen viele Fragen, die unbeantwortet bleiben.
Warum heißt Boontah plötzlich Lon? Was sind die Freier für ein Typ Mann und welche Motivation haben sie?
Selbst für Lon wichtige Personen werden kaum beschrieben. Ihr bester Freund Dave, der sie jahrelang begleitet: Woher kommt er? Wie alt ist er? Hat er Familie, Freunde? Was ist seine Motivation dieser Lon immer wieder zu helfen? Bekommt er dafür etwas? Keine Antwort!
Ihre große Liebe Johann mit der sie nach Schweden geht: wie alt ist er? Wie lebt er? Wie sieht die Beziehung aus? Weiß er, dass sie nebenbei in einer Bar tanzt? Haben sie überhaupt noch eine Beziehung? Das alles wird nicht erklärt. Johann verschwindet Kapitellang in der Versenkung sobald Lon in Schweden ist, um dann kurz wieder aufzutauchen...nun erfährt der interessierte Leser endlich, dass er als Computerexperte sein Geld verdient hat...ach, die Beziehung ist vorbei, trotz großer Liebe...hatten sie also doch noch eine Beziehung....das wurde überhaupt nicht erwähnt ....alles was (für mich) interessant gewesen wäre, lässt Lon (bzw. die Autoren) aus.
Dafür besteht der Inhalt des Buches aus ständigen Wiederholungen, die sich auf zwei Seiten hätten zusammenfassen lassen:
Lon wird in eine arme Familie im Nordosten Thailands geboren, mit 13 haut sie nach Bangkok ab und beginnt dort, sich zu prostituieren um Geld zu verdienen, das meiste Geld sendet sie zu ihren faulen und gierigen Verwandten in den ländlichen Nordosten....vor allem ihre Mutter will ständig Geld. Wofür die "arme" Dame das ganze Geld ausgibt in einem Landstrich wo es noch nicht mal Air Condition geben soll, bleibt...na was wohl?... natürlich unbeantwortet!
Das Geld von Lon wird von der Familie verwendet um deren "Gesicht zu bewahren". Denn ein Gesichtsverlust ("loose face") scheint das Schlimmste für die thailändische (Land-)bevölkerung zu sein....Dass man dafür seine Tochter anschaffen lässt, wird nicht hinterfragt! Eine Einstellung die für uns Europäer absolut nicht nachvollziehbar ist...im Gegenteil, hier würde es einen totalen Gesichtsverlust bedeuten, seine Tochter zum Anschaffen zu schicken, während man daheim auf der faulen Haut liegt und ihr Geld verprasst!
Das Buch ergeht sich in x Wiederholungen wieviel Lon verdient und wieviel sie nach Hause sendet und dass ihre Mutter ständig mehr Geld will...blablabla...
Lon geht weiter anschaffen. Geht dann mit einem Freier nach Europa (Wie sie in Deutschland oder in Schweden, einem Land mit extrem restriktiver Einwanderungspolitik, an ein Visum kommt wird trotz ihrer Erklärungen nicht klar???)....sie kehrt zurück nach Thailand, geht wieder nach Europa, heiratet, wird psychisch krank, bekommt dann von irgendeinem anderen Typen ein Kind, für das sie nicht sorgen kann, ist weiterhin psychisch krank....und das war die Geschichte!
Lon wächst einem dabei überhaupt nichts ans Herz, wahrscheinlich, da ihre einzige Motivation das Streben nach Geld zu sein scheint, aber auch, weil sie sich nicht artikulieren kann. Sie wiederholt sich ständig, wieviel Geld sie nach Hause sendet und wie wenig Dankbarkeit sie dafür von Ihrer Familie erfährt.
Sie erwähnt zwar mehrfach, wie schrecklich der Verkauf ihres Körpers für sie ist und das sie nicht möchte, dass ihren Schwestern diesbezüglich das gleiche Schicksal widerfährt, ...allerdings empfindet der Leser dies als leere Phrasen, da sie nichts unternimmt um sich von dieser Arbeit zu lösen. Im Gegenteil....sie wiederholt ständig wieviel sie verdient und wie sie die Freier übers Ohr haut....und lässt das Leben als Prostituierte nicht gerade im negativen Licht erscheinen.
Das es drei Autoren tatsächlich schaffen (auf dem Cover des Buches stehen 2 Namen) ein so oberflächlich und schlecht geschriebens Buch zu erstellen bleibt mir ein Rätsel! Die Art des Schreibens ist auf dem Niveau eines 4.Klässlers.
Mir tut Lon leid, da ihre Familie sich überhaupt nicht um sie zu kümmern scheint (und dass, wo sie ausführlich erwähnt, wie wichtig Familie für die Thais ist...und wie unwichtig für die Europäer und Amerikaner!)....und da sie absolut nicht in der Lage zu sein scheint, enge Verbindungen zu anderen Menschen aufzubauen...und aus x anderen Gründen.
Sympathisch ist mir Lon (leider) nicht.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich war erst 13, 8. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Das Buch " Ich war erst dreizehn " ist sicher eine Lektüre wert für den der auch fähig ist die Klischees und Verzerrungen, die hier leider recht gehäuft erscheinen, zu durchschauen. Für jemanden, der Thailand nur oberflächlich oder gar nicht kennt, ist dies allerdings schwierig.
Wenn wir beispielsweise die Armut betrachten, von der hier sehr viel die Rede ist, dann darf nicht vergessen werden, dass sie in vielen Ländern Südostasiens existiert
und zwar oft in einem sehr viel krasseren Masse als in Thailand selbst. Die Lebensumstände der Kindheit Lon's , wie sie hier beschrieben werden, finden sich in ebenso in abgelegenen Dörfern der Türkei, in Osteuropa oder Russlands, wo es zudem auch einen harten Winter geben kann. Thailand ist eines der wohlhabenderen Länder
Südostasiens und viele Menschen leben hier auf einem Niveau von dem Millionen andere in Myanmar, Kambodscha oder den Philippinen nur träumen können !
Wir müssen hier also einmal die Relationen sehen und sollten uns nicht erzählen lassen, Thailand sei ein Ort des Elends und der Chancenlosigkeit.
Was in dieses Buch wiederum recht gut illustriert ist die beispiellose materielle Habsucht, wie sie in Thailand das Verhalten der Menschen prägen kann und häufig alle moralischen Bedenken hinwegfegt. Lon wird das Opfer der Ausbeutung durch ihre eigene Familie, ihre eigenen Schwestern, ihres Bruders und sogar ihrer eigenen Mutter - ein Phänomen, dass in diesem Land zu immer neuen Tragödien führt. Aber sie wird nicht nur Opfer der Geldgier ihrer Familie, sie gerät auch selbst in den Sog des Strebens nach immer höheren Summen und der Dämon der Sucht nach dem schnellen Geld steckt auch in ihr : wie in so vielen Thais,
deren Grundmotivation darin besteht ohne anstrengende Arbeit an den grossen, fast heiligen Geldsegen zu kommen. Dies ist der Grund dafür, dass in Thailand riesige Summen für Fussballwetten ausgegeben werden, dass die Korruption ein unauslöschbarer Bestandteil der Machtpolitik bleibt und auch dafür, dass junge Frauen sich in Vergnügungslokalen und anderswo in kurzer Zeit die Summe für ein Haus verdienen wollen . Dies hat kulturgeschichtlichen Ursachen, die nur eine grossangelegte Analyse ans Licht bringen könnte. An dieser Stelle sollte man wiederum nicht vergessen, dass in anderen Ländern Südostasiens ähnliches Verhalten weit weniger beobachtet wird, weil hedonistischen Werten weniger gehuldigt wird.
Lon, d.h. ihr Autor beschreibt mit freizügiger, ja naiver Offenheit wie sie ihre eigenen Strategien mit Erfolg nutzte, um ans Ziel zu gelangen, die einer gehörigen Portion an Cleverness und Skrupellosigkeit nicht entbehren. Sehr geschickt und mit berechnendem Kalkül weckt sie Mitgefühl, Beschützerinstinkt und erotische Begierden, um an finanzielle Mittel und vielleicht auch an einen Weg in ein besseres Leben zu gelangen. Dass sie dabei auch an Männer von der hartgesottenen oder pervers durchtriebenen Sorte gerät, ist absehbar und bleibt nicht aus. Solche, die weniger gut vorbereitet und romantischer veranlagt sind, sehen sich bald in einer Situation, die für beide Seiten ausschliesslich Enttäuschungen zu bieten hat - das Abenteur entwickelt sich zum Albtraum, bei dem die Ansprüche beider Seiten weit auseinanderklaffen. Besonders Lon, die sich mehr dem Nehmen, denn dem Geben verpflichtet fühlt, reagiert schnell und unbarmherzig.
Bei ihr intensivieren die Erfahrungen schliesslich die frühen Symptome von Trauma
und Paranoia - sie ist gezwungen akute Depressionen und Zeichen von Schizophrenie
oberflächlich mit Medikamenten zu behandeln.
Was bleibt ist das Porträt von einer Lon voller Widersprüche - stolz auf ihre
zweifelhafte Fähigkeit menschliche Schwächen eiskalt auszunutzen, schwelgt sie dann wieder in hemmungslosem Selbstmitleid oder berichtet von der bösen Familie, von deren Mentalität sie sich selbst kaum abhebt.
Ernsthafte Versuche sich durch Schule und einen normalen Lebenswandel aus den Kreis der Versuchungen zu befreien, unternimmt sie nur sporadisch, um sie dann wieder abzubrechen - trotz vieler ihr gebotener Möglichkeiten . Wir sehen hier eine Egozentrik, die darauf abzielt stets im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen und ständig neue Bestätigung zu verschlingen ( eine Art Josephine Baker Syndrom ).
Wo man sich liebenswerte Bescheidenheit wünschen würde, sehen wir groteske Unzufriedenheit, eine eskalierende Neigung zu oberflächlichem Materialismus
und Hass bis hin zur Beissreaktion. Man könnte meinen, sie wolle sich an allen Männern für das rächen, was thailändische und andere Männer ihr angetan haben, was sehr anstregend ist.
All das könnte man verzeihen, wenn man bedenkt, wie jung sie war und wie aussergewönlich die Umstände waren ( in die sie sich - nicht zu vergessen -grösstenteils selbst gebracht hat ).
Dennoch lässt dies ihre Pläne für ihr zukünftiges, ehrenwertes Engagement zwielichtig erscheinen.
Wird sie sich jemals wirklich ändern ?
Die Tatsache, dass es mittlerweile viel "Literatur" um dies Thema gibt und sich
die Geschichten meist so sehr ähneln, dass man sie teilweise austauschen kann,
ein interessantes Buch über den Wahn des materiellen Hedonismus in einem anderen
Kulturbereich.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kaufen Sie dieses Buch um zu verstehen...!, 30. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Ein wirklich lesenswertes Buch das ich jedem empfehlen möchte. Das Buch ist extrem fesselnd geschrieben - wenn auch teilweise leider etwas durcheinander. In einem Kapitel erzählt Lon ihre Geschichte, im nächsten Kapitel erzählt sie über allgemeine Bräuche in Thailand, im übernächsten Kapitel wird dann wieder an das vorletzte angeschlossen. Hierbei bleiben teilweise Dinge offen, zeitliche Reihenfolgen scheinen nicht immer zu stimmen. So will sie plötzlich in ihren Erzählungen irgendwo gearbeitet haben, wovon vorher - zum entsprechenden Zeitpunkt - nie die Rede war. Auch der Wechsel, wann sie als angestelltes Bargirl und wann mal wieder als "Freischaffende" arbeitet - wird häufig nicht erwähnt - sie erzählt einfach munter drauf los. Auch werden manche Dinge nicht zu Ende erzählt - teilweise bleibt man über manche Details bis zum Ende des Buches im Unklaren - manche werden in späteren Absätzen oder Kapiteln wieder einmal erwähnt, so daß man einen Schluß daraus ziehen kann.

Insgesamt stellt Lon Thailand und die Touristen natürlich aus ihrer persönlichen Sichtweise dar. Das beinhaltet eine teilweise etwas einseitige Darstellung von Thailands westlichen, männlichen Touristen. So ist sie beispielsweise der Ansicht, alle Männer aus westlichen Ländern, die nach Thailand kommen, tun dies ausschließlich, um mit jungen - oft minderjährigen - Thaimädchen Sex haben zu können. Auch ist sie der Ansicht, für Männer aus dem Westen gibt es kein schöneres Urlaubsparadies als Thailand - sie haben dort alles, was sich westliche Männer ihrer Meinung nach wünschen: billige Unterkünfte, billiges Essen, ein paar Touristenattraktionen und: - hauptsächlich eben Sex.

Das war's aber dann auch mit der Kritik an dem Buch, für die ich einen Stern abziehe.

Lon erzählt von Ihrem Leben, das in einer der ärmsten Gegenden von Thailand - dem Isan - beginnt. Dort hat sie auch Ihre Familie. Durch den Tod ihres Vaters - der einzige Mensch, der sie je geliebt hat und an dessen Tod sie sich mitschuldig fühlt - und ihre Mutter, die sie aus niederen Beweggründen quasi aus dem Haus wirft, wird sie gezwungen sich ihr eigenes Leben zu finanzieren. Nach einigen minderbezahlten Jobs verkauft sie schließlich Ihre Junfräulichkeit für "gutes Geld" und bleibt danach in diesem "Gewerbe" weiter tätig. Ihrem Job geht sie zwischen Haß und "Feuer und Flamme" nach: Auf der einen Seite verabschäut sie die Sextouristen und ekelt sich vor vielen von ihnen. Andererseits kann sie keine zwei Tage aushalten, ohne sich wieder auf die Suche nach einem Freier zu machen - selbst wenn sie das finanziell aktuell gar nicht nötig hätte. Außerdem möchte sie auf die finanziellen Annehmlichkeiten, die ihr die Sextouristen ermöglichen, nicht mehr verzichten. Sie entwickelt sich hierbei zum geldgierigen Miststück, der kein Weg zu schäbig ist, Männer bis auf's letzte Hemd auszuziehen.
Wahre Liebe sucht sie - zumindest später - zwar auch und schließt auch mehrere Ehen mit europäischen Männern, die sie mit in ihre Heimat nehmen. Allerdings alles immer und stets unter der wichtigsten Vorraussetzung, daß sie finanziell ausgesorgt hat. Das geht sogar so weit, daß sie für ehelichen Sex eine Bezahlung von ihrem Ehemann verlangt. - Für sie ist das ganz normal: "Sex ist nicht umsonst" betont sie immer wieder - sie hat es nicht anders gelernt. Auch heißt eine Ehe für Lon nicht zwangsläufig (zumindest so lange sie noch in Thailand lebt), nicht hinter dem Rücken des Ehemanns weiter der Prostitution nachzugehen. So zerbricht logischerweise Ehe um Ehe - die für Lon ohnehin nicht viel mehr als einen Arbeitsvertrag darstellt. Aber auch wenn sie einen Ehemann wirklich liebt, kommt wegen ihrer finanziellen Vorstellungen immer mehr oder weniger schnell das "Aus" für die Beziehung. So kann es passieren, daß sie einen Mann, den sie heute noch für ihr ganzes Leben behalten will, schon einige Tage später verlässt. Selbst wenn sie selbst einen gutbezahlten Job hat, möchte sie sich in keinster Weise finanziell am Haushalt beteiligen. Sie lässt das allerhöchstens für kurze Zeit über sich ergehen um ihr europäisches Visum nicht zu gefährden. - Für sie hat das Geld immer nur in eine Richtung zu fliesen: in ihre!
Das Geld hingegen, braucht sie nicht nur für sich, sondern vor allem für Ihre Schwestern, denen sie eine Ausbildung ermöglichen und einen Weg in die Sexindustrie ersparen will und noch viel mehr für ihre habgierige und undankbare Mutter, die ihre Tochter nur als wandelnden Geldautomaten betrachtet und mit dem Geld ihrer ungeliebten Tochter "Gesicht" machen möchte, wie Lon immer wieder schreibt.

Im Endeffekt ist Lon's größtes Problem, keinen zu haben, von dem sie langfristig wirklich geliebt wird - selbst ein Hund, den sie eines Tages am Straßenrand findet und dem sie ihre ganze Liebe entgegenbringt, stirbt wenig später mitten in ihren Armen. Ein Ausweg mit ihrer Einstellung ist kaum möglich: Männer, die sie wirklich lieben möchten, nimmt sie nur aus - ehrlich ist sie nur zu ganz wenigen Freunden - umgekehrt, die einzigen Menschen, die sie wirklich liebt und für die sie sich aufgrund der thailändischen Kultur verantwortlich sieht - nämlich ihre Familie - liebt Lon nicht und behandelt sie wie Abschaum.

Auch wenn man oft aufgebracht über Lon's Abgebrühtheit - von der sie vielleicht, um nicht in zu schlechtem Licht zu erscheinen, auch noch manches verschweigt - ist, letztlich empfindet man doch vorwiegend Mitleid für die arme Lon und kann ihr Verhalten teilweise sogar nachvollziehen - ist sie doch von ihrem langen und schrecklichen Weg ihrer Kindheit und der Sexindustrie - und nicht durch ihre eigene Schuld - so geworden. Daher Respekt zu dieser aufrichtigen, ehrlichen Selbstdarstellung. Sie wird wohl noch lange brauchen um diese Verhaltensmuster endgültig ablegen zu können. Schwere Depressionen und Halluzinationen, von denen sie immer wieder heimgesucht wird, machen ihr das Leben zusätzlich schwer. Man kann mitfühlen mit ihr und ihr nur alles Gute für die Zukunft wünschen - sie hatte es schwer in ihrer Kindheit und ihrem frühen Einstieg in die Sexindustrie. Sie musste, um sich und ihre Familie über Wasser zu halten und die Geldgier ihrer Mutter zu befriedigen, ein Leben führen, das sich bei uns kaum einer vorstellen kann. Um es doch ein bißchen nachempfinden zu können - dafür ist dieses Buch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Bewertung, 2. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Inhaltlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Da ich Thailand ein bißchen kenne, konnte ich gut nachvollziehen, von was diese junge Frau geschrieben hat. Die thailändische Mentalität wird sehr gut wiedergegeben.
Allerdings war ich von der Qualität des Buches (Verarbeitung) sehr enttäuscht. Nachdem ich etwa die Hälfte gelesen hatte, fiel das Buch in etliche Einzelteile auseinander.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen traurig, 4. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Thais denken/handeln einfach nicht so wie "wir".
jemand der noch nichts über thailand gelesen hat und noch nicht hier war, oder am besten eine thai kennengelernt hat die hier "arbeitet", wird vieles nicht verstehen. auch wenn das buch versucht etwas über diese "kultur" zu erklären.
völlig unverstehbar wird sei:
- ihr erstes mal mit einem freier, mit 14, obwohl sie einen job hat
- bangkok john und der andere perverse, die sie schlagen und anpinkeln, und trotsdem geht sie wieder hin... weils mehr geld gibt als bei "normalen"
- die ständige unterstützung ihrer mutter obwohl sie weiß das sie sie nicht liebt

die geschichte von lon ist sehr traurig und mich würde sehr interessieren wie es ihr jetzt geht. was aus ihr geworden ist. habe leider nichts im internet finden können.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Übersetzung eines "alten " Buches, 30. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Ich war überrascht, als ich dieses Buch hier bei Amazon gesehen habe. Überrascht, weil es (erst) jetzt in deutscher Sprache erschienen ist. Die Ausgabe in englischer Sprache ist bereits vor vielen Jahren als " My Name Lon ... You like me ? " -- hier übrigends von Derek Sharron und Areerut Sudha -- bei Bangkok Book House erschienen.

Der Leser muss also wissen : die erzählte Lebensgeschichte liegt schon längere Zeit zurück . Thailand hat sich seitdem sehr verändert. Die Lebensumstände, die Lon beschreibt treffen in dieser Form dort heute nicht mehr zu.

Trotzdem ist die Geschichte, die sich sicherlich immer noch in anderen Ländern dieser Erde ähnlich wiederholt, interessant geschrieben. Zeigt sie doch die Bedeutung von Geld und das ständige Verlangen nach mehr.
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4.0 von 5 Sternen Recht gut!, 4. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Das Buch ist leicht zu lesen und erzählt, was auch noch heute in Thailand "Gang und Gebe" ist - also Alltag in Bangkok, Pattaya u.s.w. Es ist auch ein gutes Informationswerk: Welche verhängnisvolle Rolle kann die traditionelle, thailändische Familie für ein junges Mädchen spielen? Wer mehr als nur einen Roman über ein Mädchenschicksal in Thailand lesen möchte, Kann z.B. im Buch "Rotlichtfalle Thailand"
oder auch in den Lektüren "Pattaya reloaded" oder "Paradies der Lüste" mehr erfahren als die Informationen, die man aus diesem Buch findet.
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5.0 von 5 Sternen Gefällt, 1. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Da ich dieses Buch nicht gelesen habe,ich es aber meiner Freundin geschenkt habe und Sie mir dann davon berichtet
wie gut und spannend es war,bin ich happy !!!
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3.0 von 5 Sternen Es gibt einen guten Einblick in die thailändische Kultur - macht traurig!, 4. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon (Broschiert)
Wer sich für Thailand und die Sexindustrie interessiert, sicher ein empfehlenswertes Buch! Es zeigt die Hintergründe auf, warum schon sehr junge Mädchen ins Sexbuisness geraten! Eine trostlose Situation!
Es ist der einzige Ausweg aus der Armut und man merkt schnell: praktisch auf jeder Seite geht es ums Geld. Menschen und Schicksale interessieren nicht, es geht nur ums Geld! Lons Persönlichkeit und ihre Beziehungsfähigkeit werden durch die Jahre als Prostituierte total kaputt und psychisch krank gemacht.
Die Kapitel sind kurz gehalten und trotz allem eher oberflächlich geschrieben.
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Ich war erst 13: Die wahre Geschichte von Lon von Derek Kent (Broschiert - 1. Juni 2007)
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