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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kommentar zu Ulrike Aufderheides neuem Buch "der sanfte Schnitt", 17. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der sanfte Schnitt: Schonend schneiden im Naturgarten. Obstbäume, Rosen, Wildgehölze und mehr (Gebundene Ausgabe)
Man ist gewohnt, beim Thema Schneiden im Garten über Techniken besonders des Schnittes von Obstgehölzen informiert zu werden. Dieses Buch aber ist nicht einfach eine Anleitung, wie im eigenen Garten geschnitten wird, es vermittelt einen einfühlsamen Umgang mit den Pflanzen, ein umfassendes Verständnis ihrer Lebens- und Überlebensformeln. Nicht nur die Erkenntnis, dass der Garten nicht alleine der Freude für uns Menschen dient, sondern dass es darum geht, hier wie auf dem ganzen Planeten ein möglichst harmonisches Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen zu ermöglichen und zu zu lassen - die beglückende Grundidee des naturnahen Gärtnerns : "Lebensraumqualität für alle Bewohner des Gartens". -
Und neben der horizontalen Übersicht des ganzheitlichen Zusammenlebens der verschiedenen Akteure im Garten erhalten wir auch eine vertikale Schau : die spannende Entwicklungsgeschichte der Pflanzen über die Jahrtausende und Jahrmillionen : wie die Pflanzen damals ohne die Eingriffe des Menschen nicht etwa ungestört wachsen konnten, sondern schon damals grob zerstörerischen Angriffen ausgesetzt waren, durch Großtiere wie Elefanten, Auerochsen und Wildpferden, und wie die Pflanzenwelt sich zur Sicherung des eigenen Überlebens darauf eingestellt hat. Auch wenn die Autorin immer wieder den "sanften Schnitt" oder auch das Vermeiden des Schnittes propagiert - was ein achtsamer Umgang mit den lebendigen Pflanzen ja nahe legt - so greift sie bei Bedarf auch zielsicher zu "brutalen" Methoden, wie sie von Auerochse und Co. vormals exerziert wurden : Rückschnitt ganzer Heckenteile bis auf den Grundstock, oder systematisches Knicken (traditionelle Technik, die lange Zeit für die Anlage der Feldhecken in Norddeutschland angewandt wurde).
Und dann wird sehr genau die optimale Schnitt-technik bei den verschiedensten Pflanzen im Garten beschrieben. Und auf die Folgen für die Pflanzen und die mit und von ihnen lebenden Tiere. Und sehr angenehm - weil man als Laie nicht zu jeder Zeit alles im Kopf haben kann - ist dann das Kapitel : Schnittarbeiten im Jahresverlauf.
Sehr instruktiv und liebenswürdig auch die illustrierenden einfachen Bleistiftzeichnungen von Margret Schneevoigt.
Erfrischend und erfreuend sind die Vorschläge, was man alles mit dem Schnittgut machen kann. Als Wildbiene oder anderes Gartentier, Singvogel oder Eidechse, würde man jedenfalls die Partei mit diesem Programm per Wahl zu einer absoluten Mehrheit führen !
Man könnte noch so viel mehr aufführen, das Buch ist voller reicher Informationen, für Gärtner und Naturliebhaber. Lesen ! Unbedingt lesen ! 5 Sterne !

Henry Wetterkamp
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Naturgemäße Schnittmaßnahmen, 28. Juni 2013
Von 
Bijou - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der sanfte Schnitt: Schonend schneiden im Naturgarten. Obstbäume, Rosen, Wildgehölze und mehr (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein großer Unterschied, ob ein Gärtner, Obstbauer oder Forstwirt über Pflanzenschnitt schreibt, oder, wie hier, ein/e Biologe/in. Es gibt zwar klare Regeln für den richtigen Schnitt, doch wenn das Verständnis für die Grundlagen fehlt, nutzen auch die nichts. Die meisten Bücher zeigen zwar mehr oder weniger gut, was der Unterschied zwischen Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt, Verjüngungsschnitt etc. ist, doch sie erklären oft nicht ausreichend die biologischen Voraussetzungen.
Ulrike Aufderheide geht noch einen Schritt weiter und klärt auch über ökologische Zusammenhänge auf. Denn manche Pflanzen sind an das Abgefressenwerden von Tieren angepasst und brauchen einen Radikalschnitt! Ob das "sanft" ist, sei dahingestellt, es ist jedenfalls für diese Arten genaus richtig. Andere werden überhaupt nicht geschnitten, auch nicht gekappt, wenn zu groß geworden (es sei denn, man will den Baum gezielt und in Raten umbringen).
Der richtige Schnitt fängt bei der Pflanzenauswahl an: Pflanzen sind keine Möbel im Garten, sondern Lebewesen, die wachsen und dabei ihre Gestalt verändern. Wer nicht gerne schneidet und Pflanzen mit natürlich schöner Wuchsform bevorzugt, muss das bedenken! (Durch falsche Pflanzenwahl in den letzten Jahrzehnten ist ein ganz neuer Berufszweig entstanden: der Forstwirt bzw. Treaworker im Garten). Die Autorin geht auf Schnitthecken, Ziergehölze aller Größen, Obstgehölze und sogar Stauden ein. Sie macht gute Vorschläge zur Verwendung des Schnittguts. Tabellen und Grafiken machen das scheinbar trockene Thema übersichtlich. Es sei jedem empfohlen, es vor (!) dem Kauf von Gehölzen zu lesen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz gut jedoch etwas wenig Details., 31. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der sanfte Schnitt: Schonend schneiden im Naturgarten. Obstbäume, Rosen, Wildgehölze und mehr (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist für Anfänger sicherlich lesenswert. Aber als Handbuch für die Praxis nur eingeschränkt zu gebrauchen. Dazu geht die Autorin zu wenig ins Detail. Trotzdem empfehle ich es weiter.
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Der sanfte Schnitt: Schonend schneiden im Naturgarten. Obstbäume, Rosen, Wildgehölze und mehr
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