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am 17. Februar 2014
Man ist gewohnt, beim Thema Schneiden im Garten über Techniken besonders des Schnittes von Obstgehölzen informiert zu werden. Dieses Buch aber ist nicht einfach eine Anleitung, wie im eigenen Garten geschnitten wird, es vermittelt einen einfühlsamen Umgang mit den Pflanzen, ein umfassendes Verständnis ihrer Lebens- und Überlebensformeln. Nicht nur die Erkenntnis, dass der Garten nicht alleine der Freude für uns Menschen dient, sondern dass es darum geht, hier wie auf dem ganzen Planeten ein möglichst harmonisches Zusammenleben von Pflanzen, Tieren und Menschen zu ermöglichen und zu zu lassen - die beglückende Grundidee des naturnahen Gärtnerns : "Lebensraumqualität für alle Bewohner des Gartens". -
Und neben der horizontalen Übersicht des ganzheitlichen Zusammenlebens der verschiedenen Akteure im Garten erhalten wir auch eine vertikale Schau : die spannende Entwicklungsgeschichte der Pflanzen über die Jahrtausende und Jahrmillionen : wie die Pflanzen damals ohne die Eingriffe des Menschen nicht etwa ungestört wachsen konnten, sondern schon damals grob zerstörerischen Angriffen ausgesetzt waren, durch Großtiere wie Elefanten, Auerochsen und Wildpferden, und wie die Pflanzenwelt sich zur Sicherung des eigenen Überlebens darauf eingestellt hat. Auch wenn die Autorin immer wieder den "sanften Schnitt" oder auch das Vermeiden des Schnittes propagiert - was ein achtsamer Umgang mit den lebendigen Pflanzen ja nahe legt - so greift sie bei Bedarf auch zielsicher zu "brutalen" Methoden, wie sie von Auerochse und Co. vormals exerziert wurden : Rückschnitt ganzer Heckenteile bis auf den Grundstock, oder systematisches Knicken (traditionelle Technik, die lange Zeit für die Anlage der Feldhecken in Norddeutschland angewandt wurde).
Und dann wird sehr genau die optimale Schnitt-technik bei den verschiedensten Pflanzen im Garten beschrieben. Und auf die Folgen für die Pflanzen und die mit und von ihnen lebenden Tiere. Und sehr angenehm - weil man als Laie nicht zu jeder Zeit alles im Kopf haben kann - ist dann das Kapitel : Schnittarbeiten im Jahresverlauf.
Sehr instruktiv und liebenswürdig auch die illustrierenden einfachen Bleistiftzeichnungen von Margret Schneevoigt.
Erfrischend und erfreuend sind die Vorschläge, was man alles mit dem Schnittgut machen kann. Als Wildbiene oder anderes Gartentier, Singvogel oder Eidechse, würde man jedenfalls die Partei mit diesem Programm per Wahl zu einer absoluten Mehrheit führen !
Man könnte noch so viel mehr aufführen, das Buch ist voller reicher Informationen, für Gärtner und Naturliebhaber. Lesen ! Unbedingt lesen ! 5 Sterne !

Henry Wetterkamp
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am 28. Juni 2013
Es ist ein großer Unterschied, ob ein Gärtner, Obstbauer oder Forstwirt über Pflanzenschnitt schreibt, oder, wie hier, ein/e Biologe/in. Es gibt zwar klare Regeln für den richtigen Schnitt, doch wenn das Verständnis für die Grundlagen fehlt, nutzen auch die nichts. Die meisten Bücher zeigen zwar mehr oder weniger gut, was der Unterschied zwischen Pflanzschnitt, Erziehungsschnitt, Erhaltungsschnitt, Verjüngungsschnitt etc. ist, doch sie erklären oft nicht ausreichend die biologischen Voraussetzungen.
Ulrike Aufderheide geht noch einen Schritt weiter und klärt auch über ökologische Zusammenhänge auf. Denn manche Pflanzen sind an das Abgefressenwerden von Tieren angepasst und brauchen einen Radikalschnitt! Ob das "sanft" ist, sei dahingestellt, es ist jedenfalls für diese Arten genaus richtig. Andere werden überhaupt nicht geschnitten, auch nicht gekappt, wenn zu groß geworden (es sei denn, man will den Baum gezielt und in Raten umbringen).
Der richtige Schnitt fängt bei der Pflanzenauswahl an: Pflanzen sind keine Möbel im Garten, sondern Lebewesen, die wachsen und dabei ihre Gestalt verändern. Wer nicht gerne schneidet und Pflanzen mit natürlich schöner Wuchsform bevorzugt, muss das bedenken! (Durch falsche Pflanzenwahl in den letzten Jahrzehnten ist ein ganz neuer Berufszweig entstanden: der Forstwirt bzw. Treaworker im Garten). Die Autorin geht auf Schnitthecken, Ziergehölze aller Größen, Obstgehölze und sogar Stauden ein. Sie macht gute Vorschläge zur Verwendung des Schnittguts. Tabellen und Grafiken machen das scheinbar trockene Thema übersichtlich. Es sei jedem empfohlen, es vor (!) dem Kauf von Gehölzen zu lesen!
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am 21. Mai 2015
Mir hat das Buch von Frau Aufderheide sehr gut gefallen. Es werden nicht nur Schnitttechniken vermittelt, sondern vor allem ein Verständnis für die Pflanzen und ihre Bedürfnisse. Man versteht anschließend sehr gut, wann man was warum machen kann oder sollte. Für mich hat das Buch den passenden Tiefgang. Man kann Zusammenhänge gut verstehen ohne naturwissenschaftliche Vorkenntnisse haben zu müssen. Es ist leicht und unterhaltsam zu lesen.
Besonders gut gefällt mir auch der Tonfall. Man spürt die echte Liebe zu den Pflanzen. Frau Aufderheide bezieht durchaus Position und lässt durchblicken, was sie für gut und angemessen hält. Dennoch hört man keinen erhobenen Zeigefinger. Es werden mit der notwendigen Toleranz verschiedenen Herangehensweisen erläutert. Insgesamt (wie auch die anderen Bücher von Frau Aufderheide) sehr empfehlenswert!
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am 10. Juni 2015
Ein sehr gutes Buch, um sich in die nicht ganz einfache Material Gehölze schneiden einzuarbeiten. Leicht verständlich, jedoch nicht seicht sondern sehr differenziert wird genau beschrieben, welche Schnittmassnahmen welche Reaktion bei den Gehölzen auslösen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mich die Kenntnisse der Autorin beeindrucken.
Sicher gibt es die Hauruck-Schneider - aber was die im Garten anrichten, sieht man ja dann auch eindrucksvoll - Wasserschosser ohne Ende und verschnittene, verstümmelte Gehölzer. Das muss nicht nein und hier ist der Weg zum pflanzengerechten Schnitt verständlich erläutert.
Eine absolute Kaufempfehlung daher von mir.
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am 11. April 2015
Dieses ist ein sehr gutes Buch einer fachkundigen Autorin mit praktischen Anleitungen und interessanten neuen Infos zur schonenden Baumpflege. Sehr empfehlenswert.
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am 16. April 2016
Mir gefällt dieses Buch sehr gut und ich habe viel daraus gelernt und nehme es auch immer wieder in die Hand, um Dinge nachzuschauen. Es wird z.B. auf den Zeitpunkt von Schnittmaßnahmen eingegangen. Aus Sicht der Pflanzen ist es aus Erfahrung der Autorin nämlich gar nicht gut, wenn diese im Winter geschnitten werden, da sie sich dann schlechter von den Schnittmaßnahmen erholen. Auch wird beschrieben, welche Bäume Schnittmaßnahmen gut, weniger gut und schlecht vertragen. Praktische Erfahrungen zu den Schnittmaßnahmen kann ich allerdings noch nicht beisteuern. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die die Pflegemaßnahmen zum Wohle der Pflanzen durchführen möchten und nicht, um z.B. gutes Brenn- oder Bauholz zu gewinnen.
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am 16. Februar 2016
Eigentlich ein nicht so spannendes Thema. Dachte ich zumindest, bis ich das Buch gelesen habe. Es liest sich einfach total entspannt runter und ist wirklich gut und sehr verständlich geschrieben. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Endgrößen der Bäume und Sträucher anggegeben sind. So kann man durch eine gute Garten- und Pflanzplanung ganz viel Arbeit sparen, weil gar nicht erst viel Schnitt erforderlich ist. Dadurch haben wir jede Menge Planungsfehler veremeiden können. Die Schnitttechniken werden in anschaulichen Bildern erklärt. Das Buch ist uneingeschränkt empfehlenswert.
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am 31. Dezember 2013
Das Buch ist für Anfänger sicherlich lesenswert. Aber als Handbuch für die Praxis nur eingeschränkt zu gebrauchen. Dazu geht die Autorin zu wenig ins Detail. Trotzdem empfehle ich es weiter.
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