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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erstaunliches nachdenkliches Debüt
Nachdem ich einiges über dieses Buch gelesen hatte, bin ich neugierig darauf geworden. Mensch Engel ist die Geschichte von Leonard Engel, der plötzlich in Teenagerjahren von einer inneren Leere getroffen wird. Er findet sich im Leben nicht mehr zu Recht, schlittert durchs Leben, hat Sex mit den verschiedensten Männern, wird von Depressionen geplagt und...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2008 von Peter Goebel

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprachsalat
Der Roman ist mit Sicherheit nur für eine Minderheit geschrieben, aber dagegen ist auch nichts einzuwenden. Doch der Leser wird durch einen Sätzedschungel geführt, der wirklich eine Zumutung ist. In einer völlig verkorksten Sprache wird dieser triste Roman für den Leser eine echte Herausforderung und wohl nur von Menschen gemocht, die eben diese...
Veröffentlicht am 11. Juni 2009 von Uwe Ditzen


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen erstaunliches nachdenkliches Debüt, 17. Dezember 2008
Von 
Peter Goebel (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich einiges über dieses Buch gelesen hatte, bin ich neugierig darauf geworden. Mensch Engel ist die Geschichte von Leonard Engel, der plötzlich in Teenagerjahren von einer inneren Leere getroffen wird. Er findet sich im Leben nicht mehr zu Recht, schlittert durchs Leben, hat Sex mit den verschiedensten Männern, wird von Depressionen geplagt und schreibt seine Geschichte auf. Erst in Boris findet er einen Partner, der ihm hilft und wo Engel sich zumindest etwas angekommen fühlt. Ob das was Engel erzählt wahr ist oder nicht, ist eigentlich nebensächlich, denn die Geschichte ist packend erzählt und sehr eindrucksvoll und bildhaft erzählt. Die Sätze sind oft sehr lang, aber Gunter Geltinger hat eine tolle Sprache, so dass man bei manchen Sätzen innehalten muss, um sie noch mal zu lesen, weil sie so toll geschrieben sind.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwer verdauliche Geschichte, phänomenales Sprachreichtum, 1. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
Ich sage es vorneweg: Manches im Buch "Mensch Engel" trifft nicht meinen Geschmack. Die Erzählung hat mir zu wenige lichte Momente; wann immer ein Hoffnungsschimmer aufleuchtet, folgt die Katastrophe. Folglich ist die Lektüre schwer verdaulich und zwischenzeitlich hätte ich mir gewünscht, der Autor wäre ein wenig mehr auf seinen Leser zugegangen.
Faszinierend finde ich hingegen Gunther Geltingers Sprache. Sein Debütroman öffnet die Tür in eine Welt der Sprachvielfalt, wie sie in der Literatur schon ausgestorben schien. Kraftvoll, poetisch, ehrlich, unverblümt, leidenschaftlich und schön. Die Erzählweise ist in meinen Augen der eigentliche Kaufanreiz für das Buch. Und sie macht große Lust aufs weitere, die sich sicher genauso schwer aus der Hand legen lassen werden wie dieses.
Vier Sterne darum für diesen ambitionierten Jungautor, der hoffentlich seinem Erstling sehr bald einen zweiten, möglicherweise dann etwas weniger bedrückenden Roman folgen lässt. Ich drücke ihm die Daumen für eine vielversprechende Karriere!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf der Suche nach dem ICH, 18. Juni 2011
Leo Engels Welt beginnt mit dem Abschluss des Abiturs zu zerbrechen. In dieser Zeit schläft er zum ersten Mal mit einem Jungen, Marius, seinem Klassenkameraden. Ab da kennt sein Leben nur einen Weg - abwärts. Unfähig, Bindungen einzugehen, verletzt er jeden, mit denen er zu tun hat - Freunde, Liebhaber, Familie, sich selbst. In einem Buch will er sich all das von der Seele schreiben - und kommt sich dabei selbst näher, als ihm lieb ist.

Der Debütroman von Gunther Geltinger ist ein nicht leicht verdauliches Werk. Sprachgewaltig ist es, philosophisch, psychologisch und stellenweise sehr bedrückend. Es ist ein Roman über die Suche nach sich selbst und den Sinn des Lebens.

Leos Leben ist geprägt von Schuldgefühlen. Seine Mutter leidet seit seiner Geburt an heftigen Kopfschmerzattacken und scheint in ihrem Leben nicht glücklich zu sein. Leo würde sie manches Mal gerne trösten, steht sich dann aber selbst im Weg, nur um sich später Vorwürfe zu machen. Nach dem ersten Mal mit Marius fängt er an, sich zu ritzen, sich selbst zu verletzten. Und er verprellt alle seine Liebhaber, die eine engere Beziehung wollen. Bis er selbst verletzt wird. Ab da sind Aufenthalte in psychatrischen Kliniken eher die Regel als die Ausnahme. Und immer sind da die Schuldgefühle und die Frage: Was soll ich bloß mit mir, meinem Leben anstellen?

Der Protagonist begibt sich auf die Suche, die ihn durch halb Europa führt. Letztendlich jedoch versucht er die Antwort auf die Frage im Niederschreiben seiner Geschichte zu finden. Als Kind hatte er immer eine blühende Fantasie, die auch hier immer wieder mit ihm durchgeht. Er lässt uns in sein Leben blicken, nur um ein paar Seiten später klarzustellen, dass alles doch ganz anders war. Bald weiß man nicht mehr, was ist wahr, was erfunden.

Die Erzählperspektive wechselt ständig. Es ist zwar immer Engel, der die Geschichte erzählt, aber eben aus verschiedenen Blickwinkeln. Vergangenheit wechselt mit Gegenwart. Mal erzählt der Autor Engel von seinem früheren Leben, dann wieder Engel, manchmal halten die beiden auch Zwiesprache während des Schreibens.

Gunther Geltingers Schreibstil ist nicht immer einfach. Oft sind es aneinandergereihte, detailhafte, teils sehr poetisch-philosophische Schachtelsätze, denen zu folgen schon einiges an Konzentration kostet. Trotzdem bremst das wider Erwarten nicht den Lesefluss, im Gegenteil. Geltinger schafft es, den Leser bei der Stange zu halten, wünscht man Leo doch nach manch bedrückendem Moment ein Happy-End.

Ob es das gibt, muss der potenzielle Leser allerdings selbst herausfnden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geltinger ist ein furioser Auftakt gelungen, doch man hat erhebliche Zweifel, ob er noch einmal diese Kraft aufbringen wird, 5. Mai 2009
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
"Mensch ENGEL" ist die erste Buchveröffentlichung des 1974 im mainfränkischen Erlenbach geborenen und mittlerweile in Köln lebenden Schriftstellers Gunther Geltinger. Von dort in Mainfranken lässt er sein Alter Ego Leonard Engel auch nach dem Abitur auf eine Lebensreise aufbrechen, die er in diesem Roman auf eine leidenschaftliche Weise beschreibt. Ein Teil der den Leser mitreißenden, oft aber auch erschütterten Leidenschaft resultiert aus der offensichtlichen autobiographischen Anlage des Buches. Alle Stationen von Leonard Engel tauchen in der Vita des Autors auf. Doch bald schon ist das beim Lesen nicht mehr von großem Interesse, denn der Leser reist und quält sich mit dem Protagonisten durch ein Leben, wie man es nicht gerne führen würde, ein Leben, das geprägt ist von erotischen Abenteuern, die nur Schalheit und manches Mal auch Ekel zurücklassen, inszenierten Katastrophen und fürchterlichen Exzessen, vor allen Dingen durch unglaubliche Menge von Tabletten, vor allem Tavor, die Leonard Engel während der beschriebenen Jahre einwirft.

Während einer Abiturfeier hat Engel sein Coming Out und schläft zum ersten Mal mit seinem Mitschüler Marius. Für Marius ist es große Liebe, an der er später auch zerbrechen wird, für Engel ist es - ja was eigentlich ? Reiner Sex, Machtspiel, der verzweifelte Versuch, mit seiner sexuellen Identität klar zu kommen und mit seiner unklaren Zukunft - von allem ist es ein wenig und noch vieles mehr, was den Leser mit jeder Seite mehr in einen Strudel der Erschütterung zieht darüber, wie ein Mensch sein Leben und seine Talente so wegwerfen kann. Denn Engel hat großes Talent. Er studiert Drehbuch in Wien und danach in Köln. Nur von Liebe ist nicht die Rede. Nur von der Suche danach.

Dort, nach Jahren der Wanderschaft und der Sucht mit langen Aufenthalten in psychiatrischen Kliniken in Frankreich, Deutschland und Österreich beginnt Engel mit dem konsequenten Schreiben seiner Geschichte. Schon in den Jahren vorher war ihm das Schreiben oft als einzige Möglichkeiten des Überlebens erschienen, ohne die er verrückt geworden wäre oder sich umgebracht hätte. Nach vielen wechselnden Partnern ist er nun mit einem Lehrer zusammen, der ihn versteht und ihm einen Ort gibt, wo er, mühsam zwar, zu sich selbst finden kann. Doch dazu muss er alles aufschreiben und erzählen, die ganze Scheiße" seiner permanenten Selbstverletzungen (
er ist ein "Schnippler", der sich nur durch regelmäßiges Aufschneiden von Adern psychische Erleichterung verschaffen kann) und seiner Tablettensucht. Er erzählt in Rückblicken und so entfaltet sich vor dem Leser ein Leben, von dem man am Ende nicht weiß, wie es weiter gehen wird.

Gunther Geltinger ist ein furioser Auftakt gelungen, doch man hat erhebliche Zweifel, ob er noch einmal diese Kraft aufbringen wird für ein Buch, vielleicht auch mal eines außerhalb seiner ghettoartigen Existenz. Er hat viel in Schwulenzeitschriften veröffentlicht, doch ich wünschte mir ein Buch, in dem diese Thematik einmal nicht endlos variiert wird.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein leidenschaftliches Selbstproträt, 16. Dezember 2008
Von 
P. Kuenzer "peter" (im Waldhaus) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
Die Schilderungen, Erinnerungen und Impressionen in 'Mensch Engel' sind in einer unvergleichlichen, phantastischen und für meine Begriffe einmalig genialen Sprache geschrieben die mich tief beeindruckt hat. Obwohl bei vielen Sätzen kein Ende abzusehen ist und es in ihnen keine 'Einheit der Handlung, des Ortes oder Zeit' gibt, lassen sie sich ohne Verständnisschwierigkeiten - aber auch ohne Ungeduld - lesen. 'Alle diese Geschichten stimmen, doch keine ist wahr': das leidenschaftliche Selbstporträt des jungen Mannes Engel wird sehr beeindruckend, sehr leidvoll aber eben mit großer Sprachgewalt geschildert. Dabei ist aber wohl das Problem des Außenseiters oder des 'Anders - Seins' mehr als das 'des anderen Ufers' die eigentliche Ursache der Zerrissenheit. Die Sexualität ' ob so oder anders- ist ein integrierter und angenommener Bestandteil in diesen Leben, das aber in kein Schema passt und nach Halt sucht. Sehr schön und einfühlsam das fast letzte Kapitel über Elsa, die Mutter, und der Rückblick auf die Familie.
Gunther Geltinger ist mit seiner ersten Buchveröffentlichung 'Mensch Engel' ein ganz großer Wurf gelungen. Für mich ein Leseerlebnis das nachwirkt und nach Wiederholung strebt.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sprachsalat, 11. Juni 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
Der Roman ist mit Sicherheit nur für eine Minderheit geschrieben, aber dagegen ist auch nichts einzuwenden. Doch der Leser wird durch einen Sätzedschungel geführt, der wirklich eine Zumutung ist. In einer völlig verkorksten Sprache wird dieser triste Roman für den Leser eine echte Herausforderung und wohl nur von Menschen gemocht, die eben diese Sprache der ellenlangen Sätze geradezu lieben. Viele wird es davon nicht geben.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer der außergewöhnlichsten Romane in der modernen deutschen Literatur., 11. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mir persönlich hat dieses Buch unheimlich gut gefallen, ich konnte es kaum aus der Hand legen! Zum Teil lag das auch daran, dass ich mich erstaunlich gut mit dem Protagonisten identifizieren konnte (was wahrscheinlich auf die wenigsten Leser zutreffen wird) und gerade diese Art mochte, in der Gunther Geltinger mit Worten umgeht. Dass die Handlung dabei lückenhaft bleibt und beizeiten fast schon halluzinatorisch wirkt, hat meinen Reiz an diesem Werk nur noch verstärkt.
Ich würde außerdem vermuten, dass der Autor hier seine eigene Erfahrungen verarbeitet hat und das dem Ganzen eine sehr ehrliche, aber auch sehr verstörende Atmosphäre gibt, die die gesamte Geschichte unheimlich authentisch wirken lässt.
Dieser Roman wühlt auf, er berührt einen, wenn man sich denn darauf einlässt, unglaublich tief und beschreibt eindringlich und sensibel die Suche eines jungen Menschen nach Liebe, Sinn und einer Welt, in der er leben kann und nicht am Leben selbst erstickt, das Gefühl der inneren Leere und die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.
Keine Einheitsliteratur und auch kein Buch, das jeder mögen muss, aber wer sich zu denen zählt, die selbst tief in sich hineingeschaut und da nicht nur Erfreuliches entdeckt haben, wer sich mit psychischen Problemen beschäftigt, die in der modernen Zivilisation fast schon gewöhnlich geworden sind, mit inneren Spaltungen und mit fast schon pholosophischen Fragen nach Leben, Tod und der Rolle des Menschen in dieser Welt, für den ist "Mensch Engel" geschrieben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unglaubllich gut geschrieben ein highlight der deutschen literatur, 20. September 2012
.....ein buch das man gelesen haben muss....unbeschreiblich mitreissend und was soll ich sagen eine wirkliche perle der deutschen literatur.... ich kann ja ich muss dieses buch allerwärmstens empfehlen....es hat tiefe - es hat still !
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mensch Engel, 19. Dezember 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Mensch Engel (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte beeindruckt insbesondere durch den sprachlichen Reichtum. Bei aller Tragik muss man siuzidal-automutilatorische Szenen bis hin zu ödipalen Psychosen hinnehmen. Wer's mag.
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Mensch Engel
Mensch Engel von Gunther Geltinger (Gebundene Ausgabe - 12. August 2008)
EUR 19,90
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