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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das sollte man lesen. und genießen.
insgesamt 1185 km wandern, 40 mal von morgens bis abends, also im schnitt knapp 30 km täglich, und nur drei mal einen tag lang ausruhen, und das nicht auf dem überlaufenen jakobsweg ("da könnte ich ja gleich mit der u-bahn fahren, wo genauso viele leute unterwegs sind!" sagt dazu schauspieler rober stadlober), sondern in aller einsamkeit, quer durch...
Veröffentlicht am 8. Juni 2011 von kracht

versus
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3.0 von 5 Sternen 1.200 km zu Fuß von Lüneburg nach Füssen
Der Titel klingt etwas eigenartig. Am 30. April 2008 macht sich der 59-jährige Sozialpädagoge Wolfgang Lührs mit dem 12 Jahre jüngeren Martin auf den Weg von Lüneburg nach Füssen. Beide sind natürlich unterschiedlich veranlagt. Der jüngere Martin ist in besserer Kondition, ihm fällt die Wanderung leichter als dem Autor, der...
Vor 11 Monaten von Walther veröffentlicht


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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen das sollte man lesen. und genießen., 8. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
insgesamt 1185 km wandern, 40 mal von morgens bis abends, also im schnitt knapp 30 km täglich, und nur drei mal einen tag lang ausruhen, und das nicht auf dem überlaufenen jakobsweg ("da könnte ich ja gleich mit der u-bahn fahren, wo genauso viele leute unterwegs sind!" sagt dazu schauspieler rober stadlober), sondern in aller einsamkeit, quer durch deutschland, von norden nach süden, von lüneburg nach füssen. na, denke ich, dass muss ja ein verbissener typ sein, der sich das antut. lese dann aber im vorwort, wolfgang lührs will den wanderweg ja gar nicht beschreiben, mehr den weg, den er dabei innerlich zurück gelegt hat, "was er mit mir gemacht hat". und dann kommt eine überraschung nach der anderen, mit jeden neuen tag. bis zum letzten tag keine langeweile, eine reiche flüssige sprache, die mich immer wieder zum wanderbruder macht, als wäre ich selbst dabei. ich freue mich mit dem autor über die poetischen momente, wenn ihm das herz aufgeht, leide mit ihm, als er wegen der blasen fast auf blankem fleisch laufen muss, schimpfe mit ihm, wenn die leute stur und unfreundlich sind, lasse mich mit ihm ein, über gott und die welt zu sinnieren, und bin immer wieder begeistert, wie er jeden tag anders erzählt, neue fragen aufwirft, andere schwerpunkte setzt. und wie er sich gewitzt hin und wieder gedanklich absetzt von seinem ihn begleitenden wanderbruder martin rohlfing. das hilft der selbsteinschätzung. ja, nichts von verbissenheit. ein lockerer, nachdenklicher, humorvoller, gut beobachtender, ideenreicher, sprachgenauer wanderer, dieser lührs. man folgt ihm seite für seite und macht dabei selbst ein paar wanderschritte mit. ja, das sollte man lesen. und genießen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zauberhaftes Abenteuer, 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Ich bin zwar keine große Wanderin, aber allein der Titel hat mich schon verzaubert. Auch vom Inhalt wurde ich keineswegs enttäuscht, ganz im Gegenteil! Man muss kein Wanderfreund sein um sich in diesem Buch zu verlieren!
Der Autor schreibt mit einer unglaublichen Feinheit und Leidenschaft, dass man sich alles so wunderbar vorstellen kann, als wäre man selbst dabei gewesen. Und manchmal wäre ich das auch gern, z.B. wenn er von den wunderschönen Landschaften und märchenhaften Wäldern erzählt, in denen die Trolle und Elfen ihr zu Hause haben oder aber auch, wenn es wieder um die Suche des perfekten Schlafplatzes in der freien Natur geht - um dann diese Glücksmomente, wenn man ihn gefunden hat, bei Sonnenuntergang, einer schönen Flasche Rotwein und tollen Gesprächen zu teilen - vielleicht sich auch einfach eine von den herrlichen Geschichten, die Lührs beim Wandern eingefallen sind, von ihm persönlich erzählen zu lassen.
Auf der anderen Seite macht dieses Buch aber auch unglaublichen Spaß. Es gab Momente, in denen ich herzhaft gelacht habe. Der Autor hat ein wunderbares Gefühl für Situationskomik und kann diese auch auf eine entzückend ehrliche und detaillierte Art beschreiben. Das mag vielleicht manchmal etwas derb rüberkommen, aber anders wäre es auch nicht so herrlich komisch.
Genau diese Mischung aus Leidenschaft, Melancholie, Witz und Gefühl macht dieses Buch so lesenswert! Man geht mit den beiden Wanderbrüdern durch alle Höhen und Tiefen und ist immer wieder beeindruckt von der unglaublichen Willenskraft und Stärke, wenn es mal nicht so gut "läuft", trotzdem nicht aufzugeben.
Toll, dass es Leute gibt, die sich einen Traum erfüllen und uns dann an ihrem zauberhaften Abenteuer auf so schöne Weise teilhaben lassen. Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch zu lesen, es lohnt sich.. und am Ende werden sie es schade finden, dass es schon vorbei ist.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mann mit der Sonnenbrille..., 3. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns
1200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland. Ein Buch von Wolfgang Lührs.

Ja, weit ist er gewandert, der Wolfgang Lührs mit seinem Wanderbruder Martin. Vom Titelbild des hochwertig gestalteten Hardcover Buches aus dem Verlag die Werkstatt schaut der den Leser an. Sitzend im Gras, den Kopf auf die Hände gestützt. Sonnenbrille, Schnauzer, die Augen nicht zu erkennen, der Mund ausdruckslos. Nackte gebräunt Beine die Füße in Wanderschuhen. Richtig Sympathisch wirkt das nicht. Da mustert jemand kritisch seine Leser, da denkt jemand nach, da ist jemand skeptisch schauend, irgendwie undurchdringbar. Seltsamerweise bleibt dieser erste optische Eindruck über das ganze dicke Buch hinweg bestehen. Auf über 300 Seiten wird sein langer Marsch beschrieben. Tag für Tag. Wanderstrecke für Wanderstrecke. Manchmal lässt er den Leser ein wenig in sein Inneres blicken. Manchmal denkt man: Was für ein selbstgefälliger, überheblicher Mensch, dann wieder, nein stimmt ja doch nicht, er kann sich ja auch richtig freuen, er kann ja auch dankbar sein. Der Autor ist sich seines 'speziellen' Charakters, der so ganz anders als der seines Wanderbruders ist, auch bewusst. Er geht auf die 60 zu und hatte einfach das Gefühl: 'Das kann doch jetzt nicht alles gewesen sein, da muss doch noch was kommen und ich darf doch jetzt nicht mehr alles aufschieben' Ein Gefühl das gut nachvollziehbar ist. Es lässt sich zusammen mit seinem Freund Martin auf das Abenteuer ein. Als erfahrener Wanderer passieren kaum Anfängerfehler, aber dennoch gibt es reichlich Probleme mit Scheuerstellen zwischen den Beinen (die sehr ausgiebig beschrieben werden) mit den Füßen, mit den Wanderstöcken. Sein nicht sehr sportlich aussehender Wanderbruder ist einiges jünger und steckt die Strapazen der Tour etwas besser weg als der Autor. Die Beiden steigen oft in Pensionen und Hotels ab, haben sich aber selbst das Reisegeld relativ knapp bemessen und nächtigen so auch manche Nacht unter freiem Himmel und ohne Zelt. Allabendlich wird entweder im Gasthaus oder eben in der Natur was gegessen und immer wird Alkohol getrunken. Es fällt etwas auf, dass dies auch sehr ausführlich und immer wieder beschrieben und betont wird. Aber es sei den Beiden ja gegönnt. Aber an dieser Stelle, oder auch bei so machen etwas langatmigen Beschreibungen hätte man das Buch vielleicht auch etwas straffen können. So liest es sich ein wenig wie ein Reiseblog, oder ein Reisetagebuch.

Dennoch ist es ein interessantes Buch für Menschen die sich mit dem Gedanken tragen eine längere Deutschlandwanderung zu machen. Positiv hervorheben möchte ich noch den praktischen Anhang zu den Themen: Ausrüstung, Checkliste und Tipps sowie die Übersichtskarte und die Bilder von der Tour im Mittelteil des Buches. Postitiv ist auch wie die Stimmungen beim Wandern beschrieben werden, wie über die Gefühle des Autors gesprochen. Trotz der Einblicke in das Leben des Autors blieb er für mich "Der Mann mit der Sonnenbrille" den man nicht gleich ganz einordnen kann. Aber dass muss man ja auch nicht. Also: Wer ähnliches einmal vor hat, oder einfach mal wissen möchte wie es so ist durch Deutschland zu wandern der sollte ruhig dieses Buch einmal lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen (Ent)-Spannend, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Eigentlich sind alle Tage gleich: Der Tagesrhythmus ist sehr präzise und streng, dennoch freute ich mich als Leser auf jeden neuen Wandertag. Vielfältig und intensiv geschildert sind die Eindrücke des Autors. Ehrlich, tiefgründig, manchmal etwas abgedreht. Ich bin in Gedanken mitgewandert, habe abends in Gedanken zugeprostet (Muss man ja nicht, wenns stört!). Schlichtweg: Ein lesenswertes Buch!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen vom wispern der wälder und wesen des wanderns, 7. Juni 2011
Von 
Hans-otto Trapp "agala" (Lüneburg,Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Leider war dieses buch nach 1200 km zu ende...gerne wäre ich noch viele seiten mit
diesem autor in gedanken weitergewandert..die phantasievollen beschreibungen der seele, wenn für den leser elfen, kobolte und feen in diesen seiten sichtbar werden,wenn trotz aller mühen und anstrengungen dem wanderer lührs,die welt und das universum immer wieder das herz aufgehen lassen,dann möchte man dabei gewesen sein.
Ein schöner,gefühlvoller und phantasiereicher reiseroman.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ich muß los..., 13. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Genauso wie Hape Kerkelings Buch "Ich bin dann mal weg" fand ich dieses Buch von der ersten Seite an faszinierend. Der Erzählstil ist flüssig und läßt sich gut lesen. Auch die philosophischen Gedanken sind spannend und anregend. Ein guter Wechsel zwischen Wegerklärung und Gedanken ist auch gegeben.
Allerdings habe ich mich von der ersten Seite an gewundert, wie man sich so unglaublich viele Blasen laufen kann! Auch der "Wolf" am ersten Tag hat mich verblüfft. Da kam bei mir spontan der Gedanke: "Ist der Autor vorher noch NIE gewandert??? Hat er seine Ausrüstung nicht getestet???" Und das das Leiden auf dem Weg nicht aufhört hat mich erneut verwundert.
Der Anhang ist auch interessant. Insbesondere die Äußerung des Autors bezüglich der Schuhe "Ich habe mich für den *** Schuh entschieden und bin bestens damit zurechtgekommen." ließ mich doch aufzucken. Wenn die geschilderten Probleme mit den Füßen "bestens gut zurechtkommen" entsprechen, was habe ich dann? Seit Jahr und Tag hatte ich, bis auf geschenkte Schuhe, keine Blase mehr an den Füßen. Bevor jemand solch eine Tour startet sollte er dann doch eher in entsprechenden Foren im Internet Informationen einholen.
Aber dies konnte meinen Lesegenuß nicht schmälern. Jeden Tag mußte ich mehrere Kapitel lesen, auch wenn es reichlich spät und längst Zeit fürs Bett war. Leseempfehlung!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Wispern der Wälder und vom Wesen den Wanderns, 2. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch DeutschlandEinfach ein gelungenes Werk! Nicht nur für Wanderfreunde empfehlenswert, wie man vielleicht aus dem Titel zunächst erwartet. Der Autor schafft es durch Wortwitz, Situationsbeschreibungen und auch durch selbstkritische Betrachtungen, den Leser/die Leserin in seinen Bann zu ziehen. Das Buch ist gefühlvoll und komisch, Natur und Menschen werden auf wunderbare Weise beschrieben und es ist schade, wenn das Buch zu Ende gelesen ist.
Im Anhang findet der Wanderfreund/die Wanderfreundin wertvolle Informationen zur Ausrüstung.
Viel Freude beim Lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 1.200 km zu Fuß von Lüneburg nach Füssen, 3. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
Der Titel klingt etwas eigenartig. Am 30. April 2008 macht sich der 59-jährige Sozialpädagoge Wolfgang Lührs mit dem 12 Jahre jüngeren Martin auf den Weg von Lüneburg nach Füssen. Beide sind natürlich unterschiedlich veranlagt. Der jüngere Martin ist in besserer Kondition, ihm fällt die Wanderung leichter als dem Autor, der langsam das nahende Alter spürt. Er ist recht dominant und übernimmt die Führung. An seinem "Wanderbruder" läßt er kaum ein gutes Haar und schildert ihn als verfressenen Schnarcher und Frühaufsteher. Was er beruflich macht wird auch nicht verraten. Dass kleinere Reibereien bei einer langen Wanderung nicht ausbleiben ist nur natürlich. Im Buch wird jede Etappe genaustens aufgelistet, wobei der Autor viel über Blasen und andere Beschwernisse klagt. Dabei hat er sich die seiner Meinung nach besten Wanderschuhe ausgesucht. Vielleicht hat er vorher nicht genug trainiert und die Schuhe nicht ordentlich eingelaufen. Auch ist zu fragen, ob für gelegentliche Übernachtungen im Freien nicht ein leichtes Zelt besser gewesen wäre. Die abendlichen Mahlzeiten nach des Tages Last und Müh sind der Sex jeden Wanderers. Hier übertreibt der Autor allerdings etwas, besonders was das Biertrinken betrifft. Seine zum Teil ordinäre Sprache ist auch nicht immer angebracht, und Schilderungen seiner Naturerlebnisse erscheinen mir reichlich romantisch und verklärt. Nebenbei läßt er sich über seinen Werdegang und zu Themen über Gott und die Welt aus. Dass das vorliegende Werk unterschiedlich aufgenommen wurde, zeigen die vielen unterschiedlichen Rezensionen. Respekt verdienen auf jeden Fall die 40 oftmals langen Tagesetappen bei nur 3 Ruhetagen. Insgesamt finde ich es ein interessantes und lesenswertes Buch.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es wispert in den Wäldern ..., 5. April 2011
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns: 1.200 Kilometer zu Fuß durch Deutschland (Gebundene Ausgabe)
... Wolfgang Lührs wanderte 1200 km quer durch Deutschland und von seinen Erlebnissen und Gefühlen berichtet er im Buch, welches ich für meinen Mann erworben habe.

Über 44 Kapitel und Stationen zeigt das Buch auf unterhaltsame, ehrlich offene und auch humorvolle Art und Weise, was Lührs erlebt hat und wie er diese Erlebnisse verarbeitet hat.

Inhalt:
=====

Das Buch beginnt mit einem Vorwort. Danach folgt das erste Kapitel "Wie alles begann - Lüneburg südöstlich Hamburg).

Die Wanderung beginnt am Mittwoch, 30. April in Lüneburg - Wessenstedt. Weiter geht es über Hösseringen, Hohne (Celle), Braunschweig .... Bad Lauterberg, Bickenriede (Eichsfeld) Nazza (Hainich) (MEINE NÄHERE HEIMAT) über Ruhla bei Eisenach .... bis hin zu Landsberg am Lech, Kinsau, Bernbeuren, Buching (Nordrand der Alpen) nach Füssen, wo seine Wanderung beendet und das Ziel erreicht war.

Anhang: Ausrüstung, Checklist und Tipps
Erläuterungen zum Autor.

Der Autor läuft gemeinsam mit seinem Wanderbruder Martin, der mit weit mehr Kilos Gepäck auf dem Rücken losläuft quer durch Deutschland. Er beschreibt die Erlebnisse während des Wanderns und am Rande sehr einfühlsam, authentisch und spannend.

Welche Komplikationen es gab, also welche eher negativen und natürlich welche positiven Erlebnisse, die beiden hatten, werden im Buch ausschweifend, spannend und realistisch beschrieben.

Viel erfährt man auch am Rande über die Städte, Dörfer und Landschaften am Wegesrand, deren Traditionen und geschichtliche Besonderheiten. Durch Ost und West gibt es viel zu berichten, was für den Leser interessant ist und die Erzählung und Geschichten des Wanderns an sich auflockern.

Sehr realistisch und drastisch wird wirklich alles beschrieben, was passierte, bis hin zum "Toilettengang" in den Brennesseln mit Durchfall, welcher in relativ drastischer Weise geschildert wird. Aber so war es nunmal wohl passiert. Aber nicht nur den Autor, sondern auch seinen Wanderbruder hat es erwischt ....

Viele wörtliche Rede zwischen den beiden Wanderern fließt in die Handlung ein, die das Geschriebene sehr realistisch lesen lässt. Es ist teilweise auch ironisch geschrieben, aber auch nachdenklich. Sehr bildhaft beschreibt der Autor alle Erlebnisse, die sich aneinanderreihen und die Reise durch Deutschland so eindrucksvoll für den Leser werden lassen. Die wörtliche Rede, die übrigens sehr offen und ehrlich widergibt, was erlebt wurde, ist sehr alltäglich geschrieben, wie sie halt auch in Wahheit stattgefunden haben wird. In Alltagssprache verfasst, wie sich die beiden wahrhaft unterhalten haben und nicht gestellt.

So, wie die Wanderung sich vom Norden bis in den Süden zieht, so zieht sich auch ein roter Faden durch die Handlung. Man kann sich sehr schnell und gut in die Gedanken und Gefühle der beiden hinein versetzen.

Ehrlich wird auch geschrieben, dass man sich verlaufen hat. Nichts wird ausgelassen und doch ist es keine trockene Abhandlung oder aneinandergereihte Reisebeschreibung, wie ein "normales" Tagebuch, sondern echt ein spannender Roman mit Tagebuchcharakter in einem und spannender Handlung zum anderen.

Es ist nicht nur der Weg, den die beiden zurück gelegt haben, sondern es ist das, was sie auf der Wanderung für sich entdeckt haben, an die Grenzen zu gehen usw., was im Buch beschrieben wird. Sicher kann der ein oder andere Leser auch für sich und sein Leben einiges aus dem Buch entnehmen. Nicht nur, aber auch deshalb empfehle ich diese Lektüre. Auch kann man aus dem Buch sehr gut entnehmen, wie schön Deutschland ist, wie unterschiedlich in Vegetation und Landschaft und das alles für sich einfach schön ist und seine Reize hat, egal ob flache Landschaft, Mittelgebirge oder die verschiedenen Städte mit ihren Besonderheiten.

Bildmaterial:
==========

Etwa in der Mitte des Buches sind 8 Seiten farbiges Bildmaterial beigefügt, beginnend mit einer ganzseitigen Karte, die die Wegstrecke der Wanderer aufzeigt.
Danach folgen einige sehr interessant Impressionen von der Wanderung.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 1200 km zu Fuß durch Deutschland, 6. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wolfgang Lührs erzählt nicht so sehr von dem Weg von Lüneburg bis nach Füssen, wie und wo er verlief, sondern von dem, was er mit ihm gemacht hat. Er schreibt, wie diese Tage des Unterwegsseins auf zumeist einsamen Pfaden durch tiefe Wälder, über Höhen und durch kleine Dörfer, über Äcker und Wiesen ihm das Wesens des Wanderns erschlossen haben. Er berichtet, wie er gelitten hat und wie das Glück über ihn kam und wie eine eigene, veränderte Welt ihn nach und nach vereinnahmte.

Der Leser wird durch sein Buch vereinnahmt. Es ist nicht das erste Buch über das Wandern in Deutschland, aber ein Buch, das die Lust zum Wandern weckt, das den Wunsch nach Auszeit unermesslich steigert, nach Freiheit des Seins und nach der Lust am Unterwegssein. Die Wanderung ist eine Herausforderung, ein ungewöhnliches und beeindruckendes Unterfangen. Das spricht innere Sehnsüchte von Nichtwanderern an und macht bei dem Gleichgesinnten eigene Erinnerungen wieder lebendig.

Der Autor wandert mit seinem Wanderkameraden Martin. Beide verbindet die Liebe zur Musik und sind doch so unterschiedlich im Wesen. Die enge Zweisamkeit auf diesem langen Marsch und über einen so langen Zeitraum ist ein kalkuliertes Experiment, das sein gutes Ende findet.

Es ist kein Buch nach dem Schema der üblichen Wanderliteratur über die zahllosen Weitwanderwege und Steige, die inflationär den Wandermarkt überschwemmen. Es ist ein Buch, das Fragen stellt und Gefühle schildert. Es ist ein Buch für Wanderbegeisterte, die nicht nur Leistungs-km abhaken. Es macht einen unruhig in der Enge und Regelmäßigkeit des Alltags. Lebens- und wandernah werden aber auch Ausrüstung, Probleme mit der Navigation, die oft vergebliche Suche nach Übernachtungsgelegenheiten und notwendige Nahrungsbeschaffung beschrieben. Wer hat nicht schon die Ruhetage verflucht, wenn der nächste Gastgeber noch meilenweit entfernt ist.

Der Autor schildert auch die Schmerzen in allen Körperteilen, so dass man mitleidet und die eigenen Blasen an den Füßen und die Druckstellen der Tragegurte vergangener Wanderungen wieder wach werden. Aber nur dann erlebt man auch diese tiefe Befriedigung über die eigene Leistung, wenn man die gewohnte Bequemlichkeit besiegt hat, seine Grenzen erreicht oder auch überschritten hat. Besonders einfühlsam, offen und faszinierend sind die Schilderungen der Glücksgefühle und Empfindungen in den besonderen Momenten, wo einen die unmittelbare Nähe der Natur und Landschaften überwältigt, wie man es nur auf so einer Wanderung erlebt.

Wir werden vom Autor mitgenommen auf die Wanderung über kleine Hügel mit verwunschen Hainen, Weiden und schmalen Pfaden. Wir lassen uns treiben, vorbei an winzigen Dörfern, schmalen, frühlingsklaren Bächen, in denen sich die frischen, hellgrünen Pflanzen wiegen, und Feldern, aus denen sich das junge Gras der Sonne entgegenreckt. Es ist der enge Kontakt mit der Natur, die die Fragen nach der Existenz des Lebens, nach Gott und dem Tod nahe bringen. Der absehbare Horizont des Lebens ist eng verknüpft mit dem Horizont der Landschaft, den Wellen der hintereinander liegenden Hügelketten. Was kommt dahinter, danach?

Wer wie er unterwegs ist, erlebt viele interessante und kuriose Begegnungen mit allerei Menschen und Typen. Man erfährt ungewollt Schicksale, die die Menschen bereitwillig mitteilen wollen und in unserer facebook-Zeit keinen Platz mehr haben.

Der Autor hat bei seiner Wanderung durch Deutschland wie selten das Leben als köstlich empfunden. Und für mich war das Lesen des Buches 'Vom Wispern der Wälder und vom Wesen des Wanderns' köstlich. Sehr empfehlenswert für Wanderer und solche, die es werden wollen und ihre wahren Sehnsüchte noch nicht kennen. Das Buch fesselt und entlässt am Ende den Leser doch wieder in den gewöhnlichen Tag und den Autor selbst in die Arme seiner geliebten Frau. Oder haben die Erlebnisse uns und unsere Gedanken, unser Handeln doch nachhaltig verändert? Es liegt an uns, loszulassen, hinauszutreten und unser schönes Deutschland und sich selbst zu erkunden ' zu Fuß und damit langsam und bewusst. Auf einen Weg,der ablenkt, einem Weg, der die Natur mit einbezieht, der einsam ist, aber nicht einsam macht.
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