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Die Neo-Phänomenologie ist nicht unbedingt Mainstream. Hermann Schmitz gehört wohl auch nicht zu den Modephilosophen wie Sloterdijk, Bolz, Schmid u.a. "Der Leib, der Raum und die Gefühle" ist ein kurzgefasster Überblick dieser philosophischen Richtung, deren Schöpfer Hermann Schmitz ist. Selbstbezogene Verweise finden sich in diesem Buch immer wieder und nerven ein wenig. Neologismen reihen sich aneinander und an einigen Stellen möchte man als LeserIn fragen: Ist das so? Wird da etwas als richtig hingestellt, was bei einer genaueren Betrachtung mehr Meinung als Tatsache ist?
Es gibt dann jedoch Abschnitte, die exakte und gut beobachtete Beschreibungen leiblicher Wahrnehmungen sind. Da macht das Lesen neugierig.
Zunächst wird eine Einführung in die Neue Phänomenologie gegeben, Leib und Gefühl werden bestimmt und Wahrnehmung als leibliche Kommunikation benannt. Im Weiteren wird der Raum beschrieben und zum Schluss die Ergriffenheit beleuchtet. Für das Verständnis dieser Leib-Philosophie ist der historische Bezug entscheidend. Was oft nicht wahrgenommen wird, ist der Paradigmenwechsel in der griechischen Philosophie, der mit einem Psychologismus, Reduktionismus und Introjektion verbunden ist. Wie sehr diese Veränderung zu einer einseitigen Auffassung geführt hat, das ist ein wesentliches Thema der Philosophie von Hermann Schmitz. Man könnte im Modedeutsch auch formulieren, Ganzheitlichkeit ist mehr als die Summe seiner Teile und kein rein ethisches Anliegen. Vielleicht liegt hierin die Sprengkraft der neuen Phänomenologie, nämlich die Diskussion mit den Naturwissenschaften vom ethischen Fokus zu befreien und die Ergriffenheit ins Feld zu führen, welche wiederum Distanz erzeugt und durch eine leibhaftige Wahrnehmung die Zielrichtung der Erkenntnisbewegung verändert. Die Individualisierung in der Welt des 21. Jahrhunderts könnte sich damit gründen in der Bestimmung zueinander, ebenso wie sich leibliche Wahrnehmungen von einem absoluten Ort her in einem System bestimmen lassen.
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am 24. Februar 2009
Dieses Buch ist ein echter Hammer. Es gibt einen Einblick in die Welt der Phänomenologie, wie sie heute betrachtet werden kann. Hochwertig und lebensnah gibt der Autor einen Einstieg in philosophische Fragen und macht gleichzeitig deutlich, dass es sich um Fragestellunegn handelt, die für viele andere Professionen ebenso dringlich zu diskutieren sind. Ich habe selten ein derart trefflich geschriebenes Buch zum Thema gelesen und darf vor drohendem Suchtdruck warnen. Schmitz ist nicht nur einer der grossen Gegenwartsphilosophen, er schreibt auch so, wie Philosophiebücher sein sollten.
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am 12. August 2015
Eigentlich schade - ein durch und durch richtiger Ansatz, den Menschen aus seinem Leib heraus zu begreifen, endet in einem gestelzten Deutsch, das immer wieder an Heideggers Klemptnerdeutsch erinnert. Irgendwann habe ich tatsächlich geschaut, aus welchem Jahr die Beiträge stammen. Dazu ist der Text mit Selbstverweisen durchzogen, die die Grenze zur Peinlichkeit mehr als einmal überschreiten. Da Schmitz zudem begriffliche Klarheit meidet, wie der Teufel das Weihwasser, wird man als Leser immer wieder durch die gleichen Gedankengänge gezurrt, die sich meistens in oberflächlichen historischen Ausflügen von den Griechen bis zu Husserl erschöpfen. Denn anders als Husserl erforscht Schmitz eben kein Neuland. Die Wege von Schmitz nachzuvollziehen ist daher auch eher langweilig. Wenn man diese Elaborate mit den Texten der neueren anglo-amerikanischen Autoren wie Roberts oder Goldie oder auch der älteren wie Sousa oder Solomon vergleicht, beginnt man zu verstehen, warum Schmitz wenig bekannt ist, auch wenn er sich selber für wichtig hält.
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