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TOP 1000 REZENSENTam 21. Oktober 2013
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Dieses Buch mit 600 Seiten ist eine der umfassendsten Analysen der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise. Ich habe bisher jedenfalls noch in keinem einschlägigen Fachbuch eine derart breit gefächerte Darstellung der Ursachen gefunden die zur anhaltenden Krise geführt haben, und nirgendwo ebenso vielfältige Lösungsansätze die zur Diskussion gestellt werden.
Hier ist ein Autor, der mit seinem Buch nicht seine eigene Meinung begründen möchte, sondern neben den objektiven Ursachen auch kritisch die verschiedenen Lösungen bespricht, die sich aus heterodoxer Sicht im Gegensatz zum derzeit alles beherrschenden Mainstream, dem institutionalisierten Neoliberalismus, anbieten.
Dabei ist es alles andere als eine trockene Aufzählung. Der Autor spart nicht mit seiner eigenen Meinung wenn er mehrere Alternativen beschreibt. Zur Politik der EZB heißt es zum Beispiel: ‚Eine unabhängige Zentralbank ist ein Mythos, der heute zur Kaschierung der Tatsache dient, dass die Geldpolitik im Interesse der Finanzbranche erfolgt‘, oder : ‚Nicht einzusehen ist, warum die EZB nicht direkt frisches Geld durchreicht, sondern das Geld über den verteuernden Weg über *die Märkte* gehen muss‘.
Ein anderes prägnantes Bild: ‚Die Banken sind mit ihren mageren Barreserven eine auf dem Kopf stehende Pyramide von Krediten‘.
Peukert ist auch seiner eigenen Zunft gegenüber kritisch, wenn er darauf hinweist, dass die Hälfte der monetären Ökonomen in den USA mit der FED finanzielle Verbindungen über Beraterverträge unterhält. Er erwähnt die profitable Verbindung von Bert Rürup mit der AWD, die einschlägigen Nebeneinkünfte von Walter Riester nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag, die enormen Abfertigungen eines Axel Wieandt für 18 Monate bei der HRE, und zitiert zustimmend Robert Skidelsky, der die Mainstream-Ökonomen als *intellektuelle Butler* charakterisiert, ‚serving the interests of those in power, not vigilant observers of shifting reality‘.

Peukert selbst ist um Distanz bemüht, denn: ‚Jeder wissenschaftliche Ansatz beruht auf Vorannahmen, die kaum empirisch bewiesen werden können, da sie im Kern auf präanalytischen Visionen beruhen‘. Oder an anderer Stelle: ‚Das Grundproblem des Mainstream: der formale Zähmungsversuch der Zukunftsunsicherheit, in dem die Zukunft zum statistischen Schatten der Vergangenheit wird‘.
Peukert hat ein Buch geschrieben in dem alle Fachleute vorkommen, und zitiert und gewürdigt werden, die heute in Europa und den USA die Diskussionen bestimmen, auch Leute aus der Praxis wie ThyssenKrupp Chef Ekkehard Schulz, oder der Chef der Citibank Buiter.
Kein Wunder, dass allein das Verzeichnis der verwendeten Literatur sich über 50 Seiten erstreckt. Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden weil Max Otte es als Standardwerk zur Finanzkrise bezeichnet hat. Und der muss es ja wissen.
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am 15. April 2013
Ein hochaktuelles und komplexes Thema, das Peukert in seiner umfangreichen Monographie aufgreift. Ich habe Peukert auf einem Vortrag für die GLS Bank gesehen und fand seine nicht orthodoxen Thesen und Ansätze interessant und erfrischend, die sich deutlich vom ökonomischen Mainstream absetzen, wie er die politische und wissenschaftliche Debatte dominiert. Daher der Kauf des Buches.

Aber: So interessant das Thema, so umfassend seine Ausführungen, so anstrengend und schwach ist das Buch handwerklich. Was sehr schade ist. Ist das Inhaltsverzeichnis noch klar struktiert und macht Lust auf mehr, ist der Inhalt nicht "inhaltlich", aber handwerklich herausfordernd und teils irritierend. Manchmal bekommt man den Eindruck als seien hier Skripte für eine Vorlesung zusammengefasst wurden. Es werden so umfangreich Autor_innen und Quellen zitiert, dass man sich als Leser in den Unmegen von Ansätzen, Argumenten und Lösungen zur Finanz- und Staatsschuldenkriese schlicht verliert. Undeutlich, wenn auch noch erkennbar, wird dabei Peukerts eigener Ansatz.

150 Seiten weniger, mehr Tabellen und Grafiken zur Illustration, weniger Quellen zitieren, mehr Struktur in der Argumentaton, Weglassen von Redundanzen etc. und das Buch wäre ein echter Schatz - ohne dass es Gefahr läuft unwissenschaftlich zu wirken. Und ich schreibe das hier nicht als klassischer Leser von "Spiegel-Sachbüchern", sondern als jemand mit wissenschaftlicher Ausbildung, der schon einige längere wissenschaftliche Texte gelesen hat/lesen musste. Deshalb mein Rat an Autor und Verlag: Nachbessern! Auch um Leser_innen für diese wichtige "heterodoxe" Analyse zu gewinnen. Ich musste wirklich kämpfen beim Lesen, was schade ist!
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am 23. Februar 2013
Eine umfangreiche Darstellung der Staatsschuldenkrise in Europa. Ursachenforschung und Lösungsmöglichkeiten- eine ausführliche Diskussion der Instrumente und involvierten Institutionen und Akteure.
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