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Der Ausstellungskatalog erschließt in vorbildlicher Weise, dass was in der Ausstellung zu sehen ist. Es ist aber nicht nur ein Erinnerungsstück, sondern ist auch zur Nachbereitung und zum Stöbern geeignet.

Jedes Bild wird mit einem kurzen Text bedacht und die drei voran gestellten Essays führen kurz in verschiedene Aspekte der Ausstellung und seiner Fragestellung ein. Abgerundet wird der Band mit Kurz-Biographien der ausgestellten Künstler.

Klar kann der Band nicht das eigene Sehen und Erleben ersetzen, aber regt an in den stillen Minuten des Alltags sich an das Gesehene zu erinnern. Die Kraft und Verzauberung der Bilder strahlt auch darin wieder auf.

Also kein dekoratives Stück zum Verstauben im Bücherschrank, sondern ein echtes Nachschlagewerk. Wäre zu wünschen, dass es noch mehr solcher gut gemachten und von aller Gelehrsamkeit entschlackten Bände geben wird.

Fazit: Ein großartiger Band zu einer tollen Ausstellung!
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Was stört, sind eigentlich nur die Grußworte. Es sind hier gleich deren drei, plus noch ein Vorwort, welches durchaus sponsorennah ist. Müssen sich die Macher einer solchen Ausstellung wirklich immer in den Vordergrund stellen? Aber einer der Macher, ein prominenter Berliner Anwalt verrät ja schon durch sein Aussehen, dass Eitelkeit ein wesentlicher Teil seiner Persönlichkeit ist. Dabei würde der Erfolg der Ausstellung für sich sprechen, und damit auch für deren Organisatoren, oder?

Hat man aber diese Seiten allerdings hinter sich gelassen, wird das Buch wirklich spannend. Nein, das ist nicht wirklich für den Kenner der Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts geschrieben. Es ist eher eine Einführung, geschrieben für das Massenpublikum, das sich vielleicht zu ersten Mal mit dem Thema des französischen Impressionismus beschäftigt. Und damit hat der Katalog natürlich dieselbe Zielgruppe wie auch die Ausstellung selbst. Es geht hier um das breite Publikum, dass durchaus nicht in die Ausstellung geht, weil es schon Kunstkenner ist, sondern weil es irgendwann einmal Kunstkenner werden will. Und gerade weil der Rezensent auch zu dieser Gruppe gehört, findet er das Buch durchgehend gelungen.

Nach drei einleitenden Essays zur Kunstgeschichte wird jedes einzelne Werk (nicht nur Gemälde, sondern auch Plastiken) auf einem Photo dargestellt und in einem eigenen Text kurz besprochen. Das Werk wird dabei in das gesamte Schaffen des Künstlers einbezogen und auch die zeitgenössische Reaktion wird oft berichtet. Die Texte sind kurz und gut lesbar. Die Druck- und insbesondere die Farbqualität der Bilder erscheint mir sehr hoch zu sein. Als Abschluss erfolgt dann noch eine Aufstellung über alle Künstler der Ausstellung mit kurzen Biographien.

Eine gute Empfehlung, auch wenn man es nicht mehr in die Ausstellung schafft.
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