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Die Einführung überzeugt vor allem durch eine äußerst strukturierte Herangehensweise an die Thematik, die gerade Einsteigern, an die diese Einführung ja gerichtet ist, einen nachvollziehbaren Überblick über die Materie bietet.

Gleichzeitig wird dabei jedoch nicht nur an einer inhaltlichen Oberfläche gekratzt, sondern es werden immer wieder auch tiefergehende Einblicke in die filmsemiotische Arbeit gewährt. Dies liegt vor allem daran, dass die theoretischen Ausführungen häufig anhand von Beispielen konkretisiert werden. So wird beispielsweise Branigans Theorie des POV-Shots anschaulich und sehr präzise anhand des Films "The Lady in the Lake" erläutert. Zudem werden diese Ausführungen durch Standbilder aus dem Spielfilm illustriert, sodass die Erläuterungen auch nachvollziehbar sind, wenn man den genannten Film nicht gesehen hat. Diese Vorgehensweise lässt sich immer wieder beobachten und trägt wesentlich zu einem besseren Verständnis des Dargestellten bei.

Hinzu kommt, dass disziplinenübergreifende Grundlagen wie die aristotelische Dramentheorie kurz und prägnant dargelegt und damit für eine Weiterarbeit nutzbar gemacht werden. Gerade die Ausführungen zur Dramentheorie von Aristoteles überzeugen zudem dadurch, dass mit dem Spielfilm "Der Name der Rose" ein einheitlicher Filmbezug hergestellt wird, auf den in der Erläuterung immer wieder zurückgegriffen wird.

Hervorzuheben ist weiterhin auch die thematische Bandbreite und Dichte, was dazu führt, dass sich die Einführung gut und gerne auch als Handbuch titulieren ließe. Das heißt, der Band bietet auch Kennern einen schnellen und fundierten Überblick über einzelne Aspekte der Filmsemiotik.

Auffällig ist hingegen, dass am Ende ein Register fehlt, was allerdings nicht gravierend ist, da das Inhaltsverzeichnis sehr detailliert die behandelten Begrifflichkeiten auflistet. Kritischer ist, dass die Hinweise zu den Anwendungsbereichen der Filmanalyse recht dürftig ausgefallen sind. Dies ist etwas schade, da die Herausgeber selbst anfügen, dass die "Analyse (…) nie reiner Selbstzweck sein" kann, sondern einen "wissenschaftlichen Mehr- und Nutzwert" aufweisen sollte. Gerade angesichts dieser Tatsache wäre hier eine etwas detailliertere Aufschlüsselung der filmsemiotisch geprägten Anwendungsbereiche der Filmanalyse wünschenswert gewesen.

Trotz dieses zuletzt genannten Defizits bleibt aber festzuhalten, dass der Band dennoch eine gelungene Einführung in das umfangreiche Feld der "Filmsemiotik" bietet, in der vor allem die "handwerklichen" Instrumentarien der semiotischen orientierten Filmanalyse anschaulich und präzise dargestellt werden.
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am 13. März 2015
Vorweg: Inhaltlich ist das Buch top. Die Beispiele zur Filmanalyse sind hervorragend gewählt und helfen sehr beim Filmverständnis.
Leider macht es der Schreibstil der Autoren schwer, dem Thema mit Spaß zu folgen. Das ganze liest sich wie von Studenten geschrieben, die sich gerne selber reden hören und mit großem Wortschatz prahlen wollen. Das ist ein allgemeines Problem des Deutschen Kulturkreises: Wer sich mit einfachen Worten und nicht gewählt ausdrückt, wird nicht ernst genommen. Ich empfehle stattdessen das Standardwerk "Film verstehen" von James Monaco. Das ist besser geschrieben (der Anglosachse ist uns in dieser Hinsicht kulturell weit voraus) und zudem mit über 800 Seiten deutlich umfangreicher.
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am 1. April 2016
Auf jeden Fall eines der hilfreicheren Bücher, die unsere Professoren uns empfohlen haben. Als Unterstützung für eine Hausarbeit oder auch als Nachschlagewerk sehr zu empfehlen.
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