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Kundenrezensionen

38
4,7 von 5 Sternen
Schwarzer Schwan
Format: TaschenbuchÄndern
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zum Inhalt:

Hanna Kaul, Investmentbänkerin der RheinBank, steht kurz vor dem Karrieresprung. Sie hat die Übernahme eines börsenorientierten Unternehmens vorbereitet, was der Bank Milliarden einbringen würde. Doch dann lässt der Vorstand den Deal platzen. Als wäre dies nicht schlimm genug, findet sie heraus, dass sie ausspioniert wurde. Dann verschwindet auch noch ihre 15jährige Nichte und Hannas Welt bricht entgültig zusammen'

Dominik Roth arbeitet im Betrugsdezernat und ist damit unzufrieden. Als dann eine Lobbyistin der deutschen Börse auf offener Straße erschossen wird, wird er als Verstärkung für das Morddezernat beordert. Doch damit nicht genug: Kurz darauf wird ein ausgebrannter Polo gefunden. Sein Fahrer: Getötet durch einen Kopfschuss.
Die Spuren führen zu den Reichen und Mächtigen der deutschen Politikerspitze. Doch kann er den ungleichen Kampf aufnehmen?

Meine Meinung:

Das war mein erstes Buch von Horst Eckert und ich bin total begeistert. Als ich zunächst 'Politthriller' gelesen habe, habe ich noch müde gelächelt und gedacht 'versuchen wirs mal'. Aber der Schreibstil des Autors hat mich immer mehr in seinen Bann gezogen. Er war flüssig und man hat die Seiten umgeblättert ohne es zu merken.

Die Spannung wird im ganzen Buch auf einem hohen Level gehalten. Zunächst haben wir den Beginn der Geschichte mit der Vorstellung der Charaktere bis es dann gewisse Ereignisse aufzuklären gilt. Während der Ermittlungen lässt der Autor die Vergangenheit der Protagonisten Revue passieren um so die Geschichte abzurunden und die Zusammenhänge zu erklären. Dieser Stil hat mir sehr gut gefallen.

Die Protagonisten Dominik und Hanna waren symphatisch und authetisch. Man konnte sich in die Lage der beiden hinein versetzen. Was mir besonders aufgefallen ist: Die entführte Leonie wird in der Ich-Perspektive beschrieben, während alle anderen Charaktere aus der Er-Perspekte zu betrachten sind. Wahrscheinlich wollte der Autor hier noch mal besonders auf ihr Schicksal aufmerksam machen.

Abschließend lässt sich sagen, dass es ein wirklich gelungener Politthriller ist, der den Leser zum Nachdenken bringt. Es geht um die Finanzkrise, Korruption, Egoismus und Personen, die zu jedem Mittel greifen um sich selbst zu schützen'

Bewertung: 4/5 Sterne
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2011
In die Welt der Hochfinanz nimmt Horst Eckert seine Leser in seinem neuesten Thriller mit. Hochrangige Banker, hochrangige Politiker, Finanztransaktionen, die jene dort oben noch reicher machen sollen, als das bisher schon der Fall war und wo man auf diesem Weg durchaus die ein oder andere Kursmanipulation an den Aktienmärkten geschickt vornimmt.

Eine Welt der Egozentrik, die in der Person des Lothar Mierscheid, CDU MdB, bestens fassbar im Buch entfaltet wird. Einer, der durchaus die Vorgänge durchschaut, einer, der sogar ein tiefes, persönliches Motiv hätte, dagegen zu halten (wird doch seine Jugendliebe Opfer eines Mordanschlages). Aber eben auch einer, der Angebote erhält, die man als Hinterbänkler nicht ausschlagen sollte, wenn man etwas vom großen Kuchen abhaben möchte.

Eine Welt auch, in der noch ganz andere sich als käuflich erweisen werden, auf die ein oder andere Weise. Die junge Bankerin Hanna versucht es ja. Sicher zunächst aus Trotz, sich mit dem, was sie weiß, an die Presse zu wenden. Aber auch dort sind ganz eigene Interesse letztlich doch stärker im Raum, als die Lust an der Wahrheit. Zudem wird Hanna noch merken, dass auch sie familiär angreifbar ist.

Und mitten hinein in diese machtvolle Riege, die sehr viel Reibung zu erzeugen versteht, gerät unversehens und ungewollt ein junges Pärchen, die mit kleineren Diebstählen am Flughafen sein Salär aufbessern will. Nur dass Patrick, der männliche Teil des Paares, eines Tages einen Aktenkoffer entwendet, den er besser hätte stehen lassen, denn es dauert nicht lange, und Patrick wird ermordet aufgefunden. Zerrieben zwischen den harten Interessen von Geld und Macht.

Ereignisse in einer großen, fiktiven Bank in Düsseldorf, im politischen Berlin, auf offener Straße in Düsseldorf, die Dominik Roth auf den Plan rufen. Er selbst im Polizeidienst auf dem Abstellgleis, denn durch ein persönliches Unglück kann er kaum eine Waffe noch anfassen. Nebenbei, auch aus reiner Langeweile, übernimmt er im Stillen hier und da einen Auftrag eines Sicherheitsunternehmens, welches seinem besten Freund gehört, auch dieser ein ehemaliger Polizist. Im Zuge einer einfachen Beschattung stößt Dominik auf Hanna, das 'Objekt' der aktuellen Überwachung der Sicherheitsfirma und eine Frau, die bald im Fokus aller Ermittlungen und des Geschehens sich wiederfinden wird. Eine Frau, die auf Dominik durchaus ihren Reiz ausübt, so dass dieser nun auch aus ganz persönlichen Erwägungen sich 'seitwärts' in die Ermittlungen der beiden so verschiedenen Morde mit einbringt.

Ein Einbringen, dass Folgen haben wird. Privat und beruflich. Ein Einbringen, dass letztlich auch ihn, wie Hanna, ebenso vor die Wahl stellen wird, das kreisende Spiel der 'hohen Herren' einfach mitzuspielen, statt sich selbst mehr und mehr in Gefahr zu bringen.

Sehr realitätsnah entfaltet Eckert seine neue Geschichte, die, wie bei ihm gewohnt, auch und vor allem durch die intensiv gezeichneten Charaktere lebt und zu überzeugen versteht. Nicht nur Dominik und Hanna, bis in die 'Nebenrollen' hinein versteht es Eckert, die Figuren seines Romans überzeugend agieren zu lassen. Besonders gelungen ist dies im Blick auf die Figur des Politikers Mierscheid, in dem eine ganze, moderne Haltung des 'nach vorne Wollens' sich abbildet und deutlich wird, wie wenig Ethik, Werte, selbst echte, persönliche Betroffenheit daran noch etwas ändern könnten. Absprachen, Lobby, eigene Positionierung, dass sind die Eckpfeiler des Handelns, nicht so etwas Schnödes wie 'Wahrheit'. Eine Haltung, die im Buch kulminiert in einer 'internen' Absprache der Kanzlerin mit der Hochfinanz, in der nur mehr Interessen austariert werden und nicht die wichtigen oder richtigen Wege im Sinne verbleiben.

Bis zuletzt spannend, intelligent konstruiert und überzeugend dargelegt bildet der 'Schwarze Schwan' (Symbol für 'das Undenkbare, was nun eingetreten ist') eine temporeiche und realitätsnahe Geschichte, die ihren Finger auf unangenehme und wunde Stellen des modernen politischen und finanziellen Lebens zu legen vermag.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich Mitgefühl mit einer Bankerin haben könnte. Aber Hanna Kaul ist wirklich zu bedauern, denn der von ihr mühsam eingefädelte Milliardendeal wird in letzter Minute vom Gesamtvorstand der Bank abgesagt, sie wird ausspioniert, und ihre Nichte wird entführt.
Das ist ganz schön viel auf einmal, und so ist Hanna froh, dass der Kripobeamte Dominik Roth sie unterstützt. Dass er an ihrer Observation beteiligt war, verrät er ihr nicht.
Dazu ist auch gar keine Zeit, denn die Ereignisse überschlagen sich. Hanna und Dominik treten sehr einflussreichen Leuten auf die Füße, und die mögen das gar nicht.
Ich habe selten einen so hochaktuellen Thriller gelesen. Horst Eckert muss noch bis zur letzten Sekunde vor Abgabetermin die neuesten politischen Entwicklungen eingebaut haben.
Der Bankencrash von 2008, das Ausnutzen von staatlichen Geldern als Jackpot für Banker, der Atomausstieg und die Schuldenkrise Griechenlands bilden den Hintergrund dieses realistischen Thrillers, der aufzeigt, wer unser Land in Wirklichkeit regiert. Die Kanzlerin jedenfalls nicht.
Das ist so wirklichkeitsnah, dass einem von Zeit zu Zeit die Luft wegbleibt.
Horst Eckert hat sich noch weiter gesteigert, dieser Thriller ist noch durchdachter als sein erster und wartet mit einem hohen Erzähltempo auf, das trotzdem Zeit für die Ausarbeitung der Charaktere lässt.
Falls sich jemand schon rechtzeitig auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken macht: Dieses Buch dürfte jedem Beschenkten gefallen. Aber erst nach dem Essen verschenken, sonst wird die Gans kalt!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
'Ein 'schwarzer Schwan' ' was ist das eigentlich in ihrer Sprache?', fragte sie zurück.
'Ein negatives Ereignis, das uns unerwartet trifft.' (S. 289)

So die Erklärung des Titels in diesem Fall, der sich auf Finanzkrisen bezieht, die der Sprecher des letzten Satzes übrigens als sehr wohl erwartbar und sogar fest einkalkuliert beschreibt. In einem komplexen Thriller, der bei den 'kleinen Leuten' beginnt und sich dann durch viele Ebenen der Politik und Finanzwelt nach ganz oben arbeitet, zeigt der Autor die Mechanismen der Politik und Finanzmärkte auf, die er bei seinen Recherchen zum Thema ausfindig machen konnte.
Wie gewohnt in Herrn Eckerts Romanen gibt es auch hier keine strahlenden Heldinnen oder Helden, weil alle Akteure auch immer hart ihre eigenen Interessen verfolgen und dabei immer mal wieder gerne die Moral in den Hintergrund schieben. Dadurch fühlt sich dieser ziemlich beladene Roman unangenehm realistisch beim Lesen an und durch seine sehr tagesaktuellen Bezüge zur Finanzkrise bekommt man nicht umsonst das Gefühl, einige Verwicklungen in unserer bundesdeutschen Realität zu verfolgen. Sehr spannend, interessant und auch etwas verstörend.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Oktober 2011
Im Prinzip sind alle Schwäne weiß. Der schwarze Schwan ist nur eine seltene Spielart der Natur. Das hat ihn zum Symbol gemacht. Er steht für das eigentlich Undenkbare, das letzte Restrisiko, die Möglichkeit, dass alles doch noch anders kommt, als man denkt, schlimmer, viel schlimmer. Er ist das große Unheil: Pandemien, Fukushima, 911 sind solche schwarzen Schwäne unserer Zeit.
Von schwarzen Schwänen wimmelt es in Horst Eckerst neuem Krimi: Die aufstrebenden Investbankerin Hanna Kaul, der Kripobeamte Dominik Roth, die Dauerpraktikantin Lilly, der Bundestagshinterbänkler Lothar Mierscheid - sie alle erleben ihre schwarzen Schwäne und werden auf sehr unterschiedliche Arten damit fertig. Dabei ist ein typischer hard boild Eckert-Krimi entstanden: Mit Morden, Erpressung, Entführung, aber vor allem: Mit viel wirtschaftspolitischem Tiefgang. Wir erleben die Kanzlerin beim Frühstücksdeal mit dem Strippenzieher der Finanzwelt, schauen den Männerbünden der oberen Etagen bei ihren brandgefährlichen Spielchen zu; wir erfahren, was ein Altbundeskanzler kostet, wie man Minister wird und warum Journalisten als regulative 4. Kraft immer wieder versagen. Und dabei zeigt sich: Nicht die Umstände beschwören schwarze Schwäne hinauf, vielmehr sind es immer die Menschen selbst, die menschenverachtend Katastrophen auslösen. Und es bleibt nach der Lektüre die bange Frage: Läuft das wirklich alles so ab in den Spitzen unserer Gesellschaft?
Wer sich beim Krimilesen vor allem gern gruselt und Adrenalin produzieren möchte, ist mit "Schwarzer Schwan" vielleicht nicht so gut bedient. Wer eine Schwäche für spannende, unterhaltsame und höchst anschauliche Gesellschaftskritik hat, wird von dem Buch begeistert sein.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. April 2013
Die Investmentbankerin Hanna Kaul steht kurz vor dem Abschluss eines grossen Geschäfts, von dem sie sich einen Karrieresprung erhofft. Dass genau in dieser Zeit ihre Nichte Leonie zu Besuch kommt, passt nicht in ihr Konzept. Aus unersichtlichen Gründen platzt der Milliardendeal und Hanna merkt, dass sie seit längerer Zeit ausspioniert wurde. Als dann auch noch Leonie verschwindet, liegt ihre Welt in Trümmern. Hilfe findet sie bei Dominik Roth, welcher nicht nur aus beruflichen Gründen helfen will – erstens hat er ein schlechtes Gewissen Hanna gegenüber, weil er an ihrer Beobachtung beteiligt war, zudem gefällt sie ihm zunehmend. Bald schon sieht er sich inmitten eines Falles, der viel grösser ist, als man vorerst ahnen konnte. Hochfinanz und Politik haben die Hände im Spiel, ihre Methoden sind durchtrieben, voller Betrug, und Lügen und sie schrecken auch vor Mord nicht zurück.

Horst Eckerts Thriller bewegt sich im Milieu der Banken und der Politik. Er legt detailliert unsaubere Bankgeschäfte und geschäftspolitische Intrigen offen, zeigt die Politik von ihrer bestechlichen Seite und verwebt diese Wirtschaftsaspekte mit der Entführung einer jungen Frau, der Ermordung einer Aussteigerin aus der Finanzszene, Kleinkriminalität und Burschenschaft.

Die ersten Kapitel sowie diverse Zwischenkapitel sind sehr den Machenschaften aus Politik und Wirtschaft gewidmet, wenn man sich dafür nicht interessiert, ist der ganze Roman sehr schwierig zu lesen und das Dranbleiben mühsam. Die darunter liegende Geschichte ist spannend, man möchte wissen, wie sie ausgeht und das hat geholfen, durchzuhalten, wobei die Geschichte nicht litt, wenn man einige Teile überblätterte beim Lesen. Ab der zweiten Hälfte gewinnt die Geschichte an Spannung und es ist wirklicher Lesegenuss.

Fazit:
Langatmiger Anfang mit spannendem Abgang. Für Wirtschafts- und Politikinteressierte sicher spannender als für andere.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wohl kein Thema hat Deutschland, Europa und die ganze Welt in diesem Jahr so bewegt wie die Banken- und Finanzkrise. Schuldenschnitt, Occupy-Bewegung und die beinahe Staatspleite der USA: Dies sind nur einige der Schlagwörter, die 2011 die Schlagzeilen beherrschten und die die Gemüter erregten. Es ist nur konsequent, wenn sich der Kriminalroman dieses Topos bedient, da das Bankensegment jede Menge krimineller Energie bereithält, wie man jüngst der Presse entnehmen konnte.
Horst Eckert hat sich mit 'Schwarzer Schwan' der Aufgabe gestellt, die weit verflochtenen Beziehungen zwischen Politik und Bankenwesen zu beleuchten, und das gelingt ihm wirklich großartig.

Hanna Kaul ist Investmentbankerin, die die Übernahme eines Kalikonzerns ausarbeiten und durchführen soll, was auch problemlos klappt, bis der Deal plötzlich überraschend platzt. Die Bankerin ist geschockt und versucht, die Hintergründe dieser geplatzten Übernahme zu recherchieren und zu verstehen. Schon bald stößt sie hierbei auf Anzeichen für Insiderhandel und muss erkennen, dass selbst innerhalb ihrer eigenen Bank wohl nicht alle mit fairen Mitteln spielen und eigene Ziele verfolgen.
Währenddessen fristet der Polizist Dominik Roth ein frustrierendes Leben beim Dezernat für Glücksspiel, in dem er auf Betrüger hereingefallene Bürger mit Standardbriefen trösten muss. Nachdem er bei einem missglückten Einsatz versehentlich den falschen Mann erschoss mag es nicht mehr so recht mit der Karriere klappen. Dem akuten Personalmangel in der Düsseldorfer Kripo verdankt er es nun allerdings, dass er zur Untersuchung eines richtigen Mordes, nämlich eines erschossen und verbrannten Grafikers, herangezogen wird. Schon bald muss Dominik erkennen, dass das Mordopfer Bilder von der Observation Hanna Kauls besitzt, einer Observation, an der er selber mitgewirkt hat.
Die Pfade dieser beiden treffen sich nun abermals, als plötzlich Hannas Nichte Leonie von Unbekannten entführt wird. Voller Verzweiflung wendet sich die Düsseldorfer Bankerin an Dominik, der sich aufmacht, das junge Mädchen aus den Händen der Entführer zu befreien.

Dies ist das Grundgerüst des Krimis, den Horst Eckert in 'Schwarzer Schwan' erzählt. Auf diesesn erzählerischen Knochen packt Eckert aber dann noch jede Menge Politik, Spannung und Fachwissen, dass die Lektüre des Buches ein wahrer Genuss ist. In einem Nebenstrang erzählt Eckert zusätzlich nämlich noch vom politischen Hinterbänkler Mierschied, dem es durch glückliche Fügungen und persönliche Kontakte gelingt, im Politikbetrieb Berlins rasant auf der Karriereleiter nach oben zu klettern. An manchen Stellen, an denen Eckert vom börsenorientierten Poker oder machtpolitischen Ränkespiel erzählt, hat man das Gefühl eher ein Sachbuch denn einen Krimi in Händen zu halten. Vieles ist detailliert geschildert und greift aktuellste Entwicklungen auf
(z.B. Staatspleite Griechenlands oder Abschaltung alter Atommeiler). Jeder, der sich nur ein wenig für Politik und Zeitgeschichte interessiert wird seine helle Freude an diesem Buch haben, denn Eckert chiffriert auch viele Protagonisten auch so, dass jeder, der ein wenig mit dem Zeitgeschehen auf Augenhöhe ist, Bescheid weiß und viele Anspielungen erkennt.

Fazit: Mit 'Schwarzer Schwan' ist Horst Eckert ein spannendes und hochaktuelles Porträt einer zerrütteten Banken- und Politkaste geklungen, das nachdenklich stimmt. Trotz mehreren Erzählsträngen und wirklich komplexer Thematik gelingt dem Wahl-Düsseldorfer einer der besten Krimis der Saison, der auch Leser von Wolfgang Schorlau begeistern dürfte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2014
Ich fange mal mit dem Positiven an. Ein guter, flüssiger Schreibstil, liest sich leicht weg.
Was mir überhaupt nicht behagt, ist der krampfhafte Versuch, die 'große polititsche Bühne' in der Geschichte unterzubringen. Obwohl ich politisch interessiert bin, will ich doch in einem Krimi nichts über Merkel, den Atomausstieg, Helmut Schmidt oder Helmut Kohl lesen. Das ist langweilig.
Eine Kreditabteilung hat der Autor bestimmt noch nie von innen gesehen. Es reicht nämlich nicht, den Wirtschaftsteil einer Tageszeitung zu lesen. Die Abläufe und Entscheidungswege sind aus der Luft gegriffen.
Mit den handelnden Figuren konnte ich mich nicht identifizieren. Nach 68 % überlegte ich, ob ich wissen will, wie es ausgeht. Antwort: Eigentlich ist mir das egal, wer es nun war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 16. Juni 2012
Nach Sprengkraft,ist "Schwarzer Schwan" das zweite Buch, das ich von Horst Eckert lese und die Aktualität und Realitätsnähe seiner Bücher überzeugt mich ein weiteres Mal.Neben seinem spannenden Schreibstil sind es immer wieder seine überzeugenden Figuren und die brisanten Themen, die das Buch zu einem absoluten Lesevergnügen werden lassen und häufig die Frage aufwerfen "Ist dies jetzt Fiktion oder passiert dies tatsächlich?" Der Autor muss seinen Büchern eine genaue,ausgiebige Recherche vorangehen lassen, um diesen Effekt bei den Lesern auszulösen.

In diesem Buch hat der Autor die Machenschaften der Banken und ihre Verquickung mit der Politik in den Vordergrund gestellt. Eingebunden in diesen Rahmen, wird die Geschichte einer jungen Bankerin erzählt, die ihrem ersten großen Geschäftabschluss gegenübersteht und sich dadurch eine steile Karriere erhofft.Das dieser Deal, der der Bank einen großen Gewinn bringen würde, dann im letzten Moment gecancelt wird, lässt sie misstrauisch werden.Ihre Nachforschungen, die sie daraufhin betreibt,stellen nicht nur ihre ganze Arbeit in Frage , sondern gefährden auch ihr Leben und das ihrer Angehörigen.Als dann noch ein Mord an einer ehemaligen Freundin eines Politikers geschieht, deren Schwester durch ein nicht verarbeitetes,lange zurückliegendes Ereignis in der Vergangenheit, Selbstmord begangen hat, fragt man sich, wie dies alles zusammenhängt.

Viele Handlungsstränge bietet der Autor dem Leser seines Thrillers zu Anfang und man fragt sich etwas verwirrt, wie er diese zu einem logischen Ganzen zusammenfügen will, aber der Autor hieße nicht Horst Eckert, wenn ihm dies nicht gelingen würde. Dabei erfährt der Leser vieles über die Vetternwirtschaft zwischen Banken und Politik und fragt sich nicht erst seit dem Lesen dieses Buch , wer eigentlich die Politik macht? Egozentrische,nur auf ihre Karriere bedachte Figuren auf beiden Seiten,deren Moral schon vor langer Zeit auf der Strecke blieb und die als "Vertreter des Volkes" in erster Linie an sich selbst und ihren Profit denken, agieren auf einer Bühne, die mich mehr als einmal an eine "Schmierenkomödie" denken ließ.Eckert gelingt es sehr überzeugend die Situation der politischen,- und wirtschaftlichen Lage des Landes und deren "Macher" zu skizzieren und am Ende fragt man sich, warum wir uns das alles eigentlich noch gefallen lassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2012
Fast hätte Hanna Kaul den Milliardendeal zum Abschluss gebracht und wäre die Karriereleiter ein Treppchen nach oben geklettert. Doch im letzten Moment macht der Vorstand der Rhein-Bank der Investmentbankerin einen Strich durch die Rechnung. Für Hanna ist es unverständlich, dass der Vorstand den Kredit nicht gewährt hat, sie fängt an Nachforschungen anzustellen, wer genau von dem geplatzten Geschäft profitieren könnte. Schnell fällt ihr Verdacht auf die Führungsspitze der Bank. Leider bleiben ihre Nachforschungen nicht unentdeckt und Hanna findet heraus, dass sie bespitzelt wird. Als dann auch noch ihre 15 jährige Nichte Leonie abends nicht nach Hause kommt und vermißt wird, ist Hanna nervlich am Ende.

Eine Lobbyistin wird auf offener Straße erschossen, ein Kleinkrimineller wird ermordet in einem ausgebrannten Auto gefunden und ein Polizist bekommt die Chance wieder bei einer Mordermittlung dabei zu sein.

Viele Handlungsstränge, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit haben aber im Verlauf gekonnt zusammengeführt werden. Der Leser erhält Einblicke, wie dicht Finanzwelt und Politik miteinander verknüpft sind, auf erschreckende Weise voneinander abhängig sind und welche Macht die Banken haben. Es geht um das Ausnutzen und schaffen von Vorteilen, sei es Macht, Geld oder ein besserer Posten. Und einige gehen dabei sogar über Leichen. Man kann sich nur zu gut vorstellen, dass die Realität nicht weit von diesem Bild entfernt ist.

Der Schreibstil von Horst Eckert liest sich flüssig und spannend, nachdem die Spannung einmal aufgebaut war hielt sie sich bis zum Schluss. Die Protagonisten sind authentisch beschrieben und kommen glaubhaft rüber, der eine mehr, der andere weniger sympathisch. Vor der Hintergrund aktueller politischer Geschehen wie der Finanzkrise und dem Atomunglück in Japan hat der Krimi eine besondere Brisanz.

"Schwarzer Schwan" ist ein sehr spannender Politthriller, der mich in Atem gehalten und begeistert hat. Es war mein erster Krimi, den ich von Horst Eckert gelesen habe, es wird aber bestimmt nicht der letzte sein.
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