Kundenrezensionen


5 Rezensionen
5 Sterne:
 (5)
4 Sterne:    (0)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schau mir in die Augen, Mensch!, 29. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Affen in der Wildnis (Gebundene Ausgabe)
Millionen Jahre Evolution auseinander, nur eineinhalb Prozent des Erbguts verschieden und Umgangsformen, die den seinen gleichen. Der Affe wundert sich.

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné hat die heute übliche systematische Benennung der Tiere und Pflanzen eingeführt. Er hat jeder biologischen Art einen Art- und einen Gattungsnamen zugewiesen, also Pongo pygmaeus (Gattung Orang-Utan, die Art pygmaeus lebt auf Borneo), was auf malaysisch Waldmensch heißt; oder etwa Homo sapiens. Von der Gattung Homo ist nur eine heute noch lebende Art bekannt, diese kommt weltweit vor und lebt nicht nur im Amazonas-Regenwald, kann aber amazon(!)Rezensionen lesen. Carl von Linné soll dem Menschen die eigene Gattung Homo nur zugewiesen haben, um keinen Ärger mit dem Vatikan zu bekommen (so der renommierte Primatologe Frans de Waal in seinem Vorwort).

Da ist was dran. Die in diesem grandiosen Bildband auftretenden Wesen zu betrachten heißt auch, Wurzeln in uns selbst zu betrachten. Nicht nur, dass 98,5 Prozent unseres Erbguts mit dem der Schimpansen identisch ist. Auch einige Grundzüge unserer Verhaltensweisen dürften daraus abzuleiten sein, dass wir gemeinsame Vorfahren haben. Die Wissenschaften der Soziobiologie und der evolutionären Psychologie untersuchen solche Zusammenhänge und haben längst Nachdenkenswertes zu Tage gebracht. Wichtig ist dabei zu erkennen, dass diese evolutionären Zusammenhänge ein menschliches Verhalten erklären können. Das heißt aber noch lange nicht, dass wir ein bestimmtes Verhalten unreflektiert rechtfertigen dürfen. Sonst müssten wir uns in der Tat fragen, was wir Menschen denn eigentlich mit unseren zusätzlichen grauen Falten unter der Schädeldecke machen.

Regenwald-Knigge und Familie.

Ingo Arndt führt uns in die Bergregenwälder des Karisimbi, der Heimat der letzten Berggorillas. Berggorillamänner zwingen die Weibchen nicht, im Harem zu bleiben. Die Weibchen wählen selbst, wem sie folgen. Gorillakinder spielten "Verstecken" mit dem Fotografen, wie Menschenkinder. Im Hochgebirge Äthiopiens sehen wir Dscheladas beim Grasen. Der Nachwuchs der Dscheladas schließt sich derweil in Kindergärten zusammen, keiner beklagt den Verfall der Dscheladafamilie. Vielleicht, weil hier die Weibchen das Sagen haben. Sie wissen ihre Kinder im Hort gut aufgehoben und können derweil dem beruflichen Grasen nachgehen.

Kulturelles.

Schimpansen sind in der Lage, einfache Werkzeuge herzustellen. Hier stochern sie mit einem umgewandelten Zweig nach Termiten. Wenn Kultur als "das über den Grundbedarf hinausgehende Potential" charakterisiert wird (Wikipedia), finden wir bei manchen Affen durchaus Vertrautes. Ein cleverer Japanmakake erfindet die Salzkartoffel und gibt die neue Esskultur an die Gruppe und die Nachkommen weiter. Überhaupt, die Japanmakaken! Japanmakaken baden genüsslich im schneebedeckten Hochgebirge in einer heißen Quelle, wie Familie Schultze in Bad Irgendwo. Ja, ja, mit Salzkartoffeln und Wellness im Dampfbad lässt sich ein (Affen)leben aushalten.

Schön.

Einige Bilder sind ausgesprochen schön. Ein Orang-Utan leuchtet im Gegenlicht im gold-rötlichem Strahlenkranz, ein Hanuman-Langure betrachtet den Sonnenuntergang. Aufreizend erotisch ist das hochrote Gesicht des Uakari-Männchens - für die Uakarifrau der Traummann (bei den Uakaris ist das ästhetische Empfinden deutlich anders ausgebildet als bei Menschen). Fürs Familienalbum haben sich die Geschöpfe auch porträtieren lassen. Erinnerungen an die nostalgischen Porträts um 1900 werden wach; gut, die Tiere haben wohl auch zum ersten Mal in ihrem Leben einen Fotografen gesehen. Und händchenhaltend verewigt zu werden ist doch schön, oder?

Von 30 Gramm Mausmaki aus Madagaskar bis zu 270 Kilo Gorilla spannt sich das Affenleben. Der Bildband liegt mit 1.960 Gramm dazwischen. Damit ist es, als Buch, zweifellos gewichtig. Der Text des Menschenaffenkenners Fritz Jantschke gibt knappe Hintergrundinformationen über die gezeigten Affenarten. Die Bildlegenden bringen Ingo Arndts persönliche Note ein. Sie skizzieren die jeweilige Bildsituation oder den persönlichen Eindruck, den der Fotograf in diesem Augenblick hatte. Nicht immer ist klar, wer hier wen beobachtet. Und wir schauen uns in die Augen. Fast auf gleicher Ebene. Ingo Arndt gibt den Tieren Würde. Ein wunderbarer Bildband.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bravo! Ein wirklich gelungener Bildband!, 8. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Affen in der Wildnis (Gebundene Ausgabe)
Ich liebe Affen! Endlich mal ein Buch, in dem es nicht um eine wissenschaftliche Aufklärung geht, sondern hauptsächlich um Bilder von verschiedenen Affenarten. Die Bilder sind großzügig im Buch verteilt und nicht für unnötige Texte eingeengt worden. Die kurzen, doch sehr informativen Texte sind völlig ausreichend. Man blättert durch dieses Buch wie durch ein Familienalbum. Es macht Spaß und ist wirklich spannend! Die Tiere bekommen durch die Art, wie Herr Arndt sie fotografiert hat, eine ganz persönliche Note. Sehr interessant und völlig neu sind die Bilder dieser hässlichen" Uakaris. Es ist wirklich unglaublich was die Wildnis so alles in sich versteckt...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Highlight der Naturphotographie!, 4. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Affen in der Wildnis (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Bildband entführt der bekannte Wildlife-Photograph Ingo Arndt den Leser in "seine Welt der Affen": eine faszinierende Zusammenstellung brilliant photographierter Bilder, die dem Betrachter äußerst eindrucksvoll Affen in ihren natürlichen Lebensräumen näherbringen. Ingo Arndt erhebt nicht den Anspruch, mit seinem Bildband einen Überblick über die Vielfalt der zahlreichen Affenarten zu geben, sondern er konzentriert sich auf sieben Arten, die er viele Wochen lang in verschiedenen Regionen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas beobachtet und photographiert hat. Darunter sind so bekannte Affenarten wie Gorillas und Schimpansen, aber auch die bis jetzt sehr selten photographierten Roten Uakaris aus den Sumpfwäldern im Gebiet des oberen Amazonas und Blutbrustpaviane aus den Hochgebirgsregionen Äthiopiens. Die langen Beobachtungszeiträume ermöglichten Ingo Arndt, ganz besondere und sehr selten erlebte Momente und Situationen im Leben der Affen zu photographieren und so einige der zahlreichen interessanten Facetten des Wesens und des Verhaltens der Affen zu dokumentieren. Neben der bewundernswerten photographischen Qualität, die man von Ingo Arndt gewohnt ist, sind es diese Bilder, die den Bildband zu etwas ganz Besonderem machen. In diesem Zusammenhang zeigt sich, wie sinnvoll die Konzentration auf wenige Affenarten ist, denn so kann der Leser jede vorgestellte Art aufgrund der Vielzahl der Bilder eingehend kennenlernen.

Ingo Arndt versteht es immer wieder, seine Motive aus einem außergewöhnlichen Blickwinkel zu photographieren und auf wunderbare Art und Weise so in Szene zu setzen, dass selbst häufig photographierte Affenarten dem Betrachter in einem vollkommen neuen Licht erscheinen. Und er kann mit einem einzigen Bild ein Thema in seiner Gesamtheit vermitteln. Das wird beispielsweise sehr deutlich anhand eines Bildes, das einen Dschelada (Blutbrustpavian) zeigt, der auf einem Felsvorsprung sitzt und von der Abendsonne beschienen wird. Beim Betrachten hat man plötzlich das Gefühl, sehr viel über Dscheladas und ihren Lebensraum zu wissen: ihre Fähigkeit, sich auf steilem und gefährlichem Terrain sicher fortzubewegen, die Weite des Hochgebirges...

Ingo Arndts Bilder sind atemberaubende Naturphotographie-Kunstwerke und zugleich wertvolle wissenschaftliche Dokumente. In Kombination mit sachkundigen Texten des anerkannten Affen-Experten Fritz Jantschke und kurzen Geschichten von Ingo Arndt, in denen er die Entstehung der Bilder und die Erlebnisse beim Photographieren schildert, ist daraus ein wunderschöner Bildband entstanden, der jeden Liebhaber sehr guter Naturphotographie und jeden an Affen interessierten Menschen begeistern wird.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen GRANDIOS! Das Beste was es über Affen zu sehen gibt!, 10. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Affen in der Wildnis (Gebundene Ausgabe)
Um es auf den Punkt zu bringen: ich habe noch kein besseres Buch über Affen gesehen. Eingebunden in ein edles Layout, sprechen die Bilder des aufwendig produzierten Buches für sich. Angenehm ist auch der kurze aber informative Text. Dem Fotografen ist es gelungen, die Perfektion in der Naturfotografie auf die Spitze zu treiben. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Naturliebhaber.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Hammer Fotoband!!!!!!!!!!!, 12. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Affen in der Wildnis (Gebundene Ausgabe)
Dieser Fotoband ist total genial. Da sind so tolle Fotos drinnen man hat echt das Gefühl direkt vor den Affen zu stehen. Er enthält noch dazu ganz viel Fachwissen, ist klar strukturiert und sehr sehr umfangreich!
100% empfehlenswert!!!!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Affen in der Wildnis
Affen in der Wildnis von Fritz Jantschke (Gebundene Ausgabe - Februar 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 28,42
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen